0 Leipziger Bücherlei: Bücherlei Miszellen (37)

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Bücherlei Miszellen (37) [<<]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Freitag, 24. Februar 2017

[20:22] Buch begonnen: "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" (DNB) von Susann Pásztor. Eine spontane Lektüreentscheidung. Weder Autorin noch Buch kannte ich bis gestern, als ich im Literaturschockforum auf dieses Buch stieß. Da der Tod mich ein Leben lang fasziniert, als DAS Thema, brauchte ich nicht lang, um einem schöngeistigen Buch über Sterbebegleitung, das einem überraschend über den Weg läuft, eine Chance, d.h. einen Leseplatz, einzuräumen.

[20:18] Buch beendet: "Die Reinheit des Mörders" (DNB) von Amelie Nothomb, Diogenes, 218 Seiten. Zweitlektüre.

[8:11] Die Empathiefähigkeit des Mannes wird landläufig geringer eingeschätzt als die der Frau. Neuere Forschungen ergeben aber, daß sie bei Männern und Frauen gleichermaßen vorkommt. Mit einem Unterschied. Bei gerechten Bestrafungen zeigen Männer Zustimmung; Frauen dagegen zeigen hier mehr Empathie selbst noch bei dem zu recht Bestraften.

[8:00] Krank 5/7. Tage ohne Alkohol: 437. Lektürestatus: gestern 146 Seiten. Weiter mit "Die Reinheit des Mörders" von Amelie Nothomb.

Donnerstag, 23. Februar 2017

[22:22] Beim zweiten Durchgang einer meiner (deutschen) Lieblingsserien gucke ich heute Pfarrer Braun S03E02: "Adel vernichtet".

[20:41] Inspector Barnaby (S09E07): Tote singen nicht! (Death In Chorus). DS Jones als Tenor in einem Chor, der in einem 4-Chöre-Wettbewerb gewinnen will. Peter Capaldi übrigens als überaus ambitionierter Chorleiter, verstörenderweise mit demselben Synchronsprecher wie in seiner Rolle als Doctor Who.

[20:30] Buch als Zweitlektüre begonnen: "Die Reinheit des Mörders" (DNB) von Amelie Nothomb. Noch eine Nothomb, weil mir gerade nach etwas bewährt Bösartig-Geistvollem ist.

[13:55] Buch beendet: "Eine heitere Wehmut" (DNB) von Amelie Nothomb, Diogenes, 124 Seiten.

[13:48] "Der Begriff 'Contact High' bezeichnet ein seltsames, wissenschaftlich bislang noch nicht hinreichend untersuchtes Phänomen: Man kann, so wurde es in einschlägigen Kreisen beobachtet, ohne eigenen Drogenkonsum high werden, wenn man einer Person begegnet, die psychedelische Substanzen eingenommen hat." Kannte ich auch noch nicht. Wurde von Nothomb in ihrem Japan-Reisebuch erwähnt.

[13:16] Retweet: Wieso sehen eigentlich alle jeden Tag gleich aus und nur ich schwanke zwischen 'Ganz okay' und 'OMG wir brauchen einen Exorzisten!'?

[13:15] Retweet: Jetzt, wo der alte WhatsApp Status weg ist, kann ich es ja sagen: ÄTSCH! ICH WAR GAR NICHT IMMER BESCHÄFTIGT.

[13:14] Retweet: Ich kann Leute nicht ernstnehmen, die "Ich hab zuhause ein Chamäleon" sagen, aber kein "Finds aber nicht mehr" dranhängen.

[13:13] Retweet: Wenn ich genervt bin, kaufe ich Blumen. ... Hier blüht alles.

[13:12] Retweet: Ich will ja nicht sagen, daß ich erkältet bin, aber mein Superheldenname wäre Sekreto.

[13:11] Retweet: Entwendy - Das Pferdestehlenmagazin

[13:10] Retweet: "Ich bin jetzt in einer Gang." "Wie viele seid ihr?" "Nur ich, ist eine Alleingang."

[1:00] Krank 4/7. Tage ohne Alkohol: 436. Lektürestatus: gestern 144 Seiten.

Mittwoch, 22. Februar 2017

[21:25] Beim zweiten Durchgang einer meiner (deutschen) Lieblingsserien gucke ich heute Pfarrer Braun S03E01: "Bruder Mord". Otfried Fischer als erzkatholischer Detektiv mit unablässig klugen und witzigen Sprüchen. Eine Krimiserie mit Esprit.

[21:20] Vom Stirnzeichen her bin ich ja eher Runzel.

[21:00] "Auch mir ist die schwere Bürde der Schönheit bekannt." (Yonderland S01E01) - Ich mache es so, daß ich mir die Pilotfolgen der vielen Serien anschaue, die ständig neu starten, um dann zu entscheiden, ob ich ihnen weiter folgen werde. Im Fall dieser in einer Parallelwelt spielenden (Fantasy)Serie, deren erste (von inzwischen drei) Staffeln bereits 2013 in Großbritannien anlief, weiß ich noch nicht. Ich mag verquere Szenarien, wie ich sie letztens bereits in der Pilotfolge von Eine Reihe betrüblicher Ereignisse bewunderte. Da ich mich aber beschränken muß, werde ich bei Yonderland noch ein oder zwei weitere Folgen ansehen müssen. Fantasy ist an sich nicht mein bevorzugtes Genre. Sollte sich das aberwitzige Konzept bestätigen, bleibe ich gerne weiterhin dabei.

[19:58] Retweet: "Flüster mir was Geiles ins Ohr." "Risotto ist fertig." "Ich komme!"

[19:57] Retweet: Meine Freundin sagt, ich würde mein Geld nur für sinnloses Zeug ausgeben. Pffff ...zeige ich ihr eben nicht den Bananenschneider.

[19:56] Retweet: Dinge die mich glücklich machen: Wenn der Pastateller ein Bild hat, welches man langsam frei essen kann.

[19:55] Retweet: An der Supermarktkasse. Der Fünfjährige zur Hochschwangeren vor uns: »Das Bier darfst du aber nicht trinken. Du bist doch umständlich.«

[19:54] Retweet: "Wie kann ich Sie am Besten erreichen?" "Mit Intelligenz und Humor."

[19:53] Retweet: Klopapier muss fusselfrei, schneuzfest und logisch im Muster sein, auch bei typischen Reinigungsarbeiten nach Mordfällen im Küchenbereich.

[19:52] Retweet: Um morgens gut auszusehen dusche ich einfach so lange, bis der Spiegel beschlagen ist.

[19:51] Retweet: Gucke gerade einen Horrorfilm. "Bitte, rufen sie die Polizei!" "Ich besitze kein Handy." WER DENKT SICH SO ETWAS AUS. DAS IST DOCH KRANK.

[19:50] Retweet: Manchmal wenn ich mir so beim Leben zugucke denke ich, ich bin in einem Infomercial-Spot und gleich sagt jemand "Doch das muss nicht sein!".

[19:48] Retweet: "Echt schön hier. Ich nehme die Wohnung." "Wir sind auf einer Brauereibesichtigung." "ICH. NEHME. SIE!"

[19:47] Retweet: Habe tatsächlich das erste Mal Aspirin Complex genommen. Seid ihr sicher, dass das Zeug in Bayern legal ist?

[19:46] Retweet: "Welchen Kraftausdruck benutzen Sie am häufigsten?" "Newton."

[19:45] Retweet: Madonna und Cher sollen jeweils 50.000 $ zahlen. Sonst werden ihre Nacktfotos aus dem Internet gelöscht.

[19:44] Retweet: Es war nicht schlimm, als ich eben eine Telefonnummer in den Taschenrechner getippt habe. Es war schlimm, als sich jemand meldete.

[19:43] Retweet: Frühling ist, wenn die Hormone wieder versuchen körperlich zusammen zu bringen, was sich geistig nicht versteht.

[19:42] Retweet: Mir tut morgens immer ein anderes Körperteil weh. Abwechslung ist wichtig im Alter!

[19:41] Retweet: Ich studiere Schlaf. Berufsbegleitend.

[19:40] Retweet: Habe gerade im U-Bahnhof zwei Punks gesehen, die sich selbst geimpft haben. Sehr vorbildlich! Aber wozu der Löffel?

[19:39] Retweet: Der neue Stationsarzt ist 26. Das heißt er wurde 1991 geboren. Der STATIONSARZT! Ich möchte ihn bei der Visite an die Hand nehmen. Dutzidu.

[19:38] Retweet: Du wirst alt, wenn du dich bei Erwähnung eines Idols aus deiner Jugend als erstes fragst: »Lebt der eigentlich noch?«

[19:37] Retweet: "Eine Rose, bitte." "Eine Rote, für die Liebe?" "Gibt's auch eine Farbe für 'nur Ficken'?"

[19:36] Retweet: Wir sollten alle ein bisschen mehr lesen, ein bisschen mehr nachdenken, ein bisschen mehr mutig sein. Und den Rest ein bisschen reduzieren.

[19:35] Retweet: Ich bin nicht bescheiden, ich kann wirklich nichts.

[19:34] Retweet: Eine Freundin ist auf einer maximal 300 kcal pro Tag - Diät. Also einmal leidenschaftlich Zähneputzen.

[19:33] Retweet: 100 Mrd. Nervenzellen und noch dazu komplex verschaltet: Um es kurz zu machen, die Möglichkeiten sich dämlich zu verhalten, sind unendlich!

[19:32] Retweet: Warum gibt es eigentlich keine intellektuellen Fitness-Armbänder? "Sie müssen heute noch zwei Stunden lesen".

[19:31] Retweet: Manchmal springt man über seinen eigenen Schatten und fällt dann direkt auf die Fresse.

[19:30] Retweet: Und dann erfand Gott diese eine Stelle am Rücken, an die man nicht hin kommt und er ließ sie jucken. Und er sah, dass es witzig war...

[17:46] Buch begonnen: "Eine heitere Wehmut" (DNB) von Amelie Nothomb.

[17:45] Büchlein begonnen und beendet: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (DNB) von Francis Scott Fitzgerald, Diogenes, 66 Seiten.

[17:44] Krank 3/7. Tage ohne Alkohol: 435. Lektürestatus: gestern 114 Seiten.

Dienstag, 21. Februar 2017

[21:10] Buch beendet: "Heirate mich! Eine Romanze" (DNB) von John Updike, Volk & Welt, 359 Seiten.

[8:46] Nicht(mehr)raucher bin ich inzwischen länger, als ich Raucher gewesen war. Im Oktober 1984 begann ich, im September 2000 hörte ich auf. Das 17. Jahr Nikotinabstinenz sticht die 16 Jahre Raucherleben aus.

[8:33] Es war so vorhersehbar wie verständlich, daß die Hausärztin gestern sofort nachfragte: "Alkohol?". Ein Rückfall wäre als Erklärung für Herz-Kreislaufbeschwerden nahezu ideal. Gottseidank brechen nicht alle Dämme. Wenn ich auch schon einen Einbruch bei meinem Gewicht zu verzeichnen habe und meine Diätbemühungen des letzten Jahres konterkariert werden, dann wenigsten noch die Alkoholabstinenz, gell?

[8:20] Krank 2/7. 62 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Heirate mich! Eine Romanze" von John Updike.

Montag, 20. Februar 2017

[12:33] Krank 1/7. Tage ohne Alkohol: 433. Lektürestatus: gestern 75 Seiten. Heute, nachdem in der letzten Zeit immer wieder das Herz geholpert hat, eine schlimme Attacke. Ich komme gerade vom Arzt wieder und bin bis Sonntag krank geschrieben.

Sonntag, 19. Februar 2017

[16:30] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 432. Lektürestatus: gestern 70 Seiten.

Samstag, 18. Februar 2017

[17:25] Buch beendet: "Hotel 'Zurück zur Natur'" (DNB) von Georges Simenon, Diogenes, 208 Seiten.

[17:24] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 431. Lektürestatus: gestern 68 Seiten.

Freitag, 17. Februar 2017

[17:34] Buch gestern Nachmittag begonnen: "Hotel 'Zurück zur Natur'" von Georges Simenon. Ein Non-Maigret.

[17:33] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 430. Lektürestatus: gestern 70 Seiten.

Donnerstag, 16. Februar 2017

[17:07] Buch beendet: "Kraft. Eine Vakuumtheodizee" (DNB) von Jonas Lüscher, C.H.Beck, 237 Seiten.

[17:05] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 429. Lektürestatus: gestern 70 Seiten.

Mittwoch, 15. Februar 2017

[19:44] Nachmittags wie meistens, wenn ein neuer Nachtdienstzyklus bevorsteht, geschlafen. Seit 17 Uhr nach zwei Tagen ohne Buchzuflucht gelesen. Nun auf zu Nachtdienst 1/5. Hoffentlich liegen nicht mehr Patienten mit Influenza auf Station; denn ich habe mich bislang noch in keinem Jahr zu einer Schutzimpfung durchringen können. Und jetzt ist's zu spät, oder? Entsprechend zögerlich und ängstlich begegnet man den stationären Influenzafällen.

[12:02] Letzten Endes erwies sich allerdings nicht Kohls Charakter als das wahre Problem, es war vielmehr dessen fehlender Intellekt, der den beiden bald die größten Qualen verursachte und sie sich auf die Sprachregelung einigen ließ, seine Wahl sei ein Betriebsunfall der Demokratie, der bald korrigiert werden würde; eine Fehleinschätzung, wie sich in den kommenden sechzehn Jahren erweisen sollte. (Jonas Lüscher: Kraft) - Bei "seine Wahl sei ein Betriebsunfall der Demokratie" denkt man heutzutage ja an eine ganz andere, etwas weiter entfernte Person...

[11:41] Kraft warf einen prüfenden Seitenblick auf seinen Freund, ob der sich wohl mit ähnlichen Zweifeln plagte, dieser aber war völlig trunken vom Hochamt der parlamentarischen Demokratie und soff Barzel die Worte von den Lippen, als sei es zu Freiheit transsubstantierter Messwein. (Jonas Lüscher: Kraft)

[11:40] Jonas Lüscher: Mißtrauensvotum 1982.

[10:44] EATKARUS, die EDEKA-Kampagne, gefällt mir gut. Ich bin ja rettungslos sentimental, so daß mich solche Filme kriegen. "Iß wie der, der du sein willst" ist übrigens das Motto und die Quintessenz des Spots.

[9:52] Wilhelm Genazino: Tod & Ordnung // AllgFab (1).

[9:45] Wenn Gesa das Leben nicht in Ordnung findet, ißt sie nicht mit Messer und Gabel, sondern nur mit der Gabel. (Wilhelm Genazino: Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz)

[9:44] Edith Wharton: AllgFab (4) // Die Drogen, die er brauchte // Pyramideninstinkt // AllgFab (3) // AllgFab (2) // AllgFab (1) // Gewisse Ansprüche an die Literatur // Der etwas geschrieben hat.

[9:22] Wie immer, wenn ich in Bahnhöfen oder Zügen bin, schlage ich mich mit dem Gefühl herum, wir müßten einer schlimmen Sache entkommen. (Wilhelm Genazino: Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz)

[9:21] Es muß eine unerhörte Zeit gewesen sein, als man sich füreinander interessierte. (Wilhelm Genazino: Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz)

[9:20] Die Schnelligkeit des Zuges empfinde ich wie eine Bestrafung für die miese Gegend. (Wilhelm Genazino: Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz)

[9:19] In der Stunde der Selbstverengung, wenn mich die Empfindsamkeit in die Isolation und die Isolation in den Hochmut treibt... (Wilhelm Genazino: Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz)

[9:17] Sein Verstand sagte ihm, daß er und sie wahrscheinlich miteinander glücklich werden könnten - die Art wohltemperierten Glücks, die auf einer Gemeinsamkeit des Geschmacks und einer Erweiterung ihrer Möglichkeiten gründete. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[9:16] Seit dem frühen Morgen regnet es wieder. Es ist kein dramatischer Regen, kein Kinoregen, der aufwendig an die Fensterscheiben trommelt und durch die Straßen peitscht; es ist nur ein dünnes, regelmäßiges Einnässen der ganzen Welt, weiter nichts. (Wilhelm Genazino: Der Fleck, die Jacke, die Zimmer, der Schmerz)

[8:47] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 428.

Dienstag, 14. Februar 2017

[22:14] "Fummelfunk" = Gebärdensprache (Pfarrer Braun: Ein verhexter Fall)

[21:55] Immer wieder hatte es sich vorgestellt, einen Waffenstillstand mit der Vergangenheit geschlossen zu haben, sich mit dem glorreichen Feind, den man Glück nannte, geeinigt zu haben... (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:54] Die ersten Schritte im Leben immaterieller Werte zu wagen... (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:35] Sein Leben schien ihm so schal wie das eines Rekonvaleszenten, dem man gesagt hat, er könne nie wieder ganz gesund werden. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:34] Und sie fühlte sich so sehr als Anfängerin - fühlte sich so schrecklich lebendig! Wie hatten diese anderen es gelernt, durchzukommen, ohne zu leben? (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:33] "Ich sag' dir, eine großartige Sache, diese Freiheit! Heutzutage verändert sich alles. Warum nicht auch die Ehe? Ein Mann kann aus einer geschäftlichen Partnerschaft aussteigen, wann immer er will; die Pfaffen aber wollen uns unser Leben lang aneinanderketten, nur weil wir eines Tages aus Versehen in die Kirche gestolpert sind. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:12] Erneut fiel es Susy auf, daß in Ellies bewegtem Leben offenbar alle Interessen auf einer einzigen Eben angesiegelt waren. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:11] Er hatte ihr nie zugetraut, weit genug aus ihrem Panzer der Selbstgenügsamkeit herauszukommen, um die Gefühle eines anderen Menschen zu verstehen. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[21:10] Ihr eigenes Gedächtnis war leider der Vielfalt ihrer Interessen nicht ganz gewachsen. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[20:32] Solange die freie Welt noch zu solchen Reaktionen in der Lage ist, besteht noch Hoffnung. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe solcher XX-second-Parodien auf Trumps America-first-Gehabe.

[20:05] Er schien, trotz seiner Ehrentitel und der Möglichkeiten, die sich ihm eröffneten, irgendwie geschrumpft zu sein. Der alte Strefford war eine Persönlichkeit gewesen, und sie fragte sich, ob materieller Reichtum immer den Beginn einer geistigen Verarmung bedeutete. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[19:49] "Hast du dir je überlegt, warum von allen Leuten ausgerechnet du und Nick dem allgemeinen Schicksal entgehen und wie Philemon und Baucis überleben solltet, während um euch herum die Leidenschaften vergehen und die Scheidungsbehörden immer mehr Geld anhäufen?" (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[19:48] Natürlich hat Ursula nie in ihrem Leben in einer Gemäldeausstellung höher geschaut als bis zur Signatur. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[19:47] Man war mit seiner Tragödie, seinem Unglück allein, auf sich gestellt, denn es gab niemanden, der stehenblieb und das kleine versteckte Päckchen bemerkte, das man mit sich herumschleppte. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:59] "Was stimmt denn nicht mit mir? Zuviel Rouge?" fragte sie und hakte sich bei ihm ein, als sie vom Tisch aufstanden. "Nein: zuwenig. Schau dich doch mal an", antwortete er leise. "Oh , in diesen altersfleckigen Spiegeln sieht jeder so aus, als hätte man ihn gerade aus dem Kanal gefischt." (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:55] Die Fahrt war lustig verlaufen: Susy und Lansing hatten beide eine zu lange Lehre in der Kunst der Verschleierung unangenehmer Dinge durchgemacht, um nicht besonders angestrengt die bedrückenden Nachwirkungen ihres ersten Streits voreinander zu verbergen. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:54] Noch nie hatte er jemanden so gekonnt packen sehen wie Susy: die Art und Weise, wie sie widerstrebende Dinge dazu brachte, in einem Koffer zu verschwinden, war ein Symbol dafür, wie sie Dinge, die ihr nicht behagten, irgendwie in ihrem Leben unterbrachte. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:53] "Er ißt auswärts", erklärte Susy schlagfertig. "Irgendwelche Leute sind aufgetaucht: verdammte Langweiler, die ich euch nicht antun wollte." Wie leicht ihr die vertraute Flunkerei fiel! "Die Art Leute, zu denen man sagt: 'Vergessen Sie ja nicht, bei mir vorbeizuschauen", und dann verbringt man den Rest seines Lebens damit, ihnen aus dem Weg zu gehen. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:43] Schließlich gingen die meisten Leute durchs Leben, indem sie eine bestimmte Anzahl von Gesten ausführten, wie im voraus eingeübte Tanzschritte. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:42] ...erklärte sie im Ton leichter Besorgtheit, den sie immer anschlug, wenn sie von ihren eigenen Schwierigkeiten sprach. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:41] "In Schottland wird es viel kühler sein", fügte Fred hinzu, mit einer für ihn ungewöhnlichen Anstrengung, sich klar auszudrücken. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:39] ... am nächsten Vormittag brachen die Hicks über das wehrlose Trio herein. Sie bildeten eine furchterregende Front, nicht nur wegen ihres Körpergrwichts - Mr. und Mrs. Hicks waren auf majestätische Weise dreidimensional... (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[18:35] "Ich hoffe, ich verfüge über genügend gesunden Menschenverstand...", begann sie. "Oh, natürlich: gesunder Menschenverstand; darauf müßt ihr eure Argumentation stützen, egal, wie ihr argumentiert." (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[14:48] Beide hatte in früher Jugend an der Welt maßgenommen, in die sie zufällig hineingeboren worden waren: Sie wußten recht gut, was die Welt für sie wert war und aus welchen Gründen, (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[14:47] Er wußte, an welch dünnen Faden die Beliebtheit der Mittelosen hing. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[14:46] ... auf dem Treppenabsatz kämpfte die Köchin Giulietta mit einer aufsässigen Reisetasche, die sich allen Versuchen, sie zuzuschnüren, widersetzte. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[14:45] Zu lange war sie mit ihrem kleinen Boot durch gesellschaftliche Untiefen gesteuert, um nicht zu wissen, wie eng die Durchfahrt ist, die zum Seelnfrieden führt; und sie war entschlossen, in der Mitte der Fahrrinne zu bleiben. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[10:33] Sie war gewohnt, klar und deutlich ihre Meinung zu äußern, sofern es keine - gesellschaftlichen oder finanziellen - Gründe gab, sie zu verhehlen. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[10:22] Er streckte sich in einem Korbliegestuhl aus, sie kuschelte sich auf ein paar herumliegende Bootskissen und lehnte ihren Kopf an seine Knie. Um sie herum nichts als Frieden und Schönheit und Dauer, und ihr Glück war so vollkommen, daß es fast eine Erleichterung war, sich an den stürmischen Hintergrund aus Rechnungen und geliehenem Geld zu erinnern, vor dem sie es in seiner ganzen Zerbrechlichkeit errichtet hatten. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[10:19] "Oh, die Glühwürmchen! Schau... Da, wo der Mond sich im Wasser spiegelt. Äpfel aus Silber in einem Netz aus Gold..." Sie lehnen sich so eng wie möglich aneinander und blickten gebannt auf das Glitzern der gekräuselten Wellen. "In einem solchen Augenblick könnte ich sogar eine Nachtigall ertragen", sagte Lansing. Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[10:14] Er ging für sie beide auf, ihr Honigmond, über einem See, der als malerischer Hintergrund romantischer Anwandlungen solche Berühmtheit genoß, daß sie einigermaßen stolz auf ihren Mut waren, ihn trotzdem zum Schauplatz ihrer Romanze gewählt zu haben. (Edith Wharton: Der flüchtige Schimmer des Mondes)

[9:55] Statt der lächerlichen Kategorisierung nach dem Geschlecht sollte man die Menschen lieber in statische und dynamische Naturen einteilen. Das ist ein realer Unterschied, auch wenn ich Ihnen nicht sagen kann, woher er kommt. Wahrscheinlich sind wir geistig-seelisch gesehen zwei völlig verschiedene Gattungen. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[9:50] Die Kutsche hielt an der Ecke der Rue Ventomargy, die zu eng und zu voll war, um befahren zu werden. (...) Paul (...) betrat etwas unsicheren Schritts die kopfsteingepflasterte Gasse mit den beiden Seiten bedrohlich vorkragenden Häusern, die vom Keller bis zur Mansarde hell erleuchtet waren; Laternen baumelten zwischen ihnen, und in der Mitte der Gasse verlief eine flache Abwasserrinne. Die Szenerie hätte nicht finsterer sein können, wenn Hollywood selbst sie für eine orgiastische Episode in einem Film über die Schreckensherrschaft während der Französischen Revolution nachgebaut hätte. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[9:49] Die Menschen schnappen irgendwelche Vorstellungen vom Leben auf und glauben, daß sie sich an dem Spiel beteiligen müssen, auch wenn es ihnen keinen Spaß macht. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[9:22] Beim 1935 erschienenen Roman Das ist bei uns nicht möglich von Sinclair Lewis handelt es sich um eine Dystopie, in der in den USA eine faschistische Regierung installiert wird. "Der Roman schildert den Aufstieg von Berzelius "Buzz" Windrip vom belächelten Senator aus der Provinz zum mächtigen Gewaltherrscher. Mit unrealistischen Versprechungen besiegt er bei der Präsidentschaftswahl 1936 Amtsinhaber Franklin D. Roosevelt. Im neuen Job knebelt Windrip rasch die Presse, entmachtet den Kongress und hetzt seine Geheimpolizei auf Kritiker. Natürlich allein mit dem hehren Ziel, "Amerika wieder zu einem stolzen, reichen Land zu machen". - Um ein viel gebrauchtes Wort zu zitieren: Selbst in der düsteren Welt der Schwarzmalerei nichts Neues unter der, ähm, Sonne. Sinclair Lewis kenne ich nur namentlich und erinnere die zweibändige Ausgabe seine Romans "Hauptstraße" (Main Street, 1920) in der damals so heißgeliebten Edition "Taschenbuch der Weltliteratur" des Aufbau-Verlages, der wie hinterherhechelten. Gelesen habe ich es und ihn freilich noch nicht.

[9:03] Als der letzte Gast fortfuhr, tauchte Mrs. Beste-Chetwynde aus ihrem kleinen Veronalrausch auf, frisch und anmutig wie ein Gedicht aus dem 17. Jahrhundert. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[8:56] Retweet: Es wird Frühling. Im Dutt des Kollegen nisten die ersten Meisen.

[8:55] Retweet: Die Autokorrektur treibt mich irgendwann noch in den Warenkorb.

[8:48] "Ich werde Ihnen meine Lebensgeschichte erzählen." Wie kam es nur, fragte sich Paul, daß jeder Mensch, dem er begegnete, sogleich zu autobiographischen Ergüssen ansetzte? (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[8:45] Was für ein unreifes, selbstzerstörerisches, überlebtes Übel ist doch der Mensch! Wie unbedeutend und abstoßend ist sein Gehüpfe und Geplappere auf dieser niedrigen Stufe der Evolution! (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[8:42] Seine einzige realisierte Arbeit war die Ausstattung eines überlangen Kinfofilms mit einer komplizierten Handlung gewesen, die dadurch, daß der Regisseur jegliche menschliche Figur daraus verbannt hatte, noch verworrener wurde - ein Umstand, der sich auf den kommerziellen Erfolg des Films außerordentlich fatal auswirkte. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[8:31] Der größte Erfolg der DDR, der bis heute im Osten Deutschlands nachwirkt, ist die atheistische Erziehung. Nach der Untersuchung einer amerikanischen Universität gibt es nirgendwo auf der Welt einen Landstrich mit einem höheren Prozentsatz an Atheisten. (Bernd-Lutz Lange: Das gabs früher nicht. Ein Auslaufmodell zieht Bilanz)

[8:30] "Iss, was gar ist. Trink, was klar ist. Red, was wahr ist." (Martin Luther)

[8:22] Bernd-Lutz Lange: Fett absaugen lassen.

[8:18] Eine Entdeckung war für mich auch unlängst ein Wellnesswecker. Also Wellness und Wecker ergibt bei mir ja überhaupt keine logische Verbindung. (Bernd-Lutz Lange: Das gabs früher nicht. Ein Auslaufmodell zieht Bilanz)

[7:50] Die Zeiten haben sich gewandelt. Früher hat der Großvater oder die Großmutter dem Enkel die Welt erklärt, das Funktionieren von bestimmten Sachen. Das war über Jahrhunderte so! Heutzutage ist das umgekehrt, der Enkel erklärt dem Großvater, wozu dieses und jenes Teil benötigt wird oder wie man mit dem Smartphone (das sind jene kleinen Computer, mit denen man überraschenderweise auch noch telefonieren kann) umgeht. (Bernd-Lutz Lange: Das gabs früher nicht. Ein Auslaufmodell zieht Bilanz)

[7:43] Ging es auf den Frühling zu, zog ich meine Windjacke an. Die gibt es heute nicht mehr, also das heißt, die gibt es schon noch, aber sie wird in der neuen Zeit »Herrenfunktionsjacke« genannt. (Bernd-Lutz Lange: Das gabs früher nicht. Ein Auslaufmodell zieht Bilanz)

[7:37] Die Dialektik aller Liebe ist trüb, obwohl der Völkerapostel in seinem wundervollen Hymnus behauptet, "die Liebe eifere nicht". (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[7:36] Fünfundvierzig Jahre, das ist das rechte Todesalter für alle Tuberkulösen, die es zu dieser Jahreszahl überhaupt gebracht haben... (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[7:35] Freier Tag 2/2. 61 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern keine Lektüre.

Montag, 13. Februar 2017

[19:02] Ich bin eine der Sackgassen, die von der Hauptstraße der Fortpflanzung abzweigen. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[19:01] Evelyn Waugh: Eingeredetes Bedürfnis.

[17:04] Der Mann mit dem Hammer glaubt, jedes Problem ist 'n Nagel. (Wilsberg: Die fünfte Gewalt)

[16:23] "Es ist der Lebenskeim, den wir mit uns herumtragen wie unser Skelett; jeder von uns geht unwissentlich schwanger mit einem ersehnten Einfamilienhaus. Es gibt kein Entkommen. Als Individuen existieren wir gar nicht. Alle sind wir potentielle Nestbauer, sind Biber und Ameisen. Woher kommen wir? Was ist Geburt?"

[16:22] Unser Leben verläuft zwischen zwei Heimstätten. Für kurze Zeit dürfen wir hinaus ans Licht, dann fällt die Haustür wieder zu. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[16:21] Man hätte mich über die Ehe aufklären sollen. Man hätte mir sagen sollen, daß dieses fröhliche Wandeln auf blumenbetreutem Weg vor einem Daheim endet, aus dem abscheulicher Lampenschein und Kinderstimmen dringen. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[16:01] Auf in den Kampf! Es lebe das glückliche Paar! Auf eine Ehe ohne Ach und Wehe!" (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[15:50] "Lady Circumference hat, glaube ich, keine Ahnung davon, daß es beim Sport verschiedene, klar abgegrenzte Disziplinen gibt. Frauen ihres Schlages neigen dazu, alle Sparten der Leichtathletik als minderwertige Abarten der Fuchsjagd zu betrachten." (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[15:44] Der Bahnhofsvorsteher kam unterwürfig gekrümmt ins Zelt gekrebst. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[15:40] Sind Sie ganz sicher, daß er bei klarem Verstand ist? Seit ich Geistlicher bin, habe ich immer wieder festgestellt, wenn Laien sich für Kirchenfragen interessieren,ist das oft der erste Schritt zum Wahnsinn. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[15:33] Ich kann mir keine Darbietung vorstellen, die mich mit mehr Abscheu erfüllt als ein sportlicher Wettkampf, keine einzige - außer vielleicht Volkstänze. (Evelyn Waugh: Lust und Laster)

[15:16] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 426. Lektürestatus: gestern 50 Seiten. - Ihr habt richtig gesehen. In dieser Woche nur zwei freie Tage. Ab Mittwoch folgen fünf Nachtdienste. Und dieser heutige erste der beiden freien Tage ist als Ausschlaftag bzw. der Aus-der-Nachtwache-Herausgeh-Tag bekanntlich hurz. Ich halte mich, nachdem ich vormittags den gestrigen Polizeiruf 110 "Dünnes Eis" gesehen habe, bislang mit einem überschaubaren Schläfchen über Wasser, dem nun Wilsberg (E54) ("Die fünfte Gewalt") folgt.

Sonntag, 12. Februar 2017

[20:22] "gewiefter Manager seiner Katastrophen" (Jonas Lüscher: Kraft)

[19:55] ... ausgestattet mit den schönsten, bürgerlichen Familienplänen, die wie Fürze in einer völligen Leere verhallten. (Jonas Lüscher: Kraft)

[19:17] Kraft litt. Wie immer, wenn er das, was ihm wichtig war, mit zu vielen teilen musste. (Jonas Lüscher: Kraft)

[18:33] Retweet: Gerade überlegt, ob ich den abgelaufenen Joghurt wegwerfe, aber dann hat Frank-Walter Steinmeier im Fernsehen "Lasst uns mutig sein" gesagt.

[18:32] Retweet: Diese Angst, kurz bevor das Buch fertig gelesen ist, bald wieder alleine mit der Realität zu sein.

[18:31] Retweet: Manchmal glaube ich ja, dass mir mein Nihilismus nichts bedeutet.

[18:30] Retweet: "Ich hab Lust auf was Süßes... " "Ich hab ne Mandarine mit, die kannst du haben." Kollege zu verschenken, 29, stubenrein. Humpelt nun.

[18:16] Irène Némirovsky: Abschied in den Krieg // Bah, Kleinigkeit! // Vorkriegszeit 1914 // Zartgefühl oder Aufopferung // Magenkrank.

[18:14] "Jeder von uns kommt im Leben einmal dahin, daß er nur einen einzigen Gefährten hat - sich selbst", dachte Bernard, "aber im allgemeinen geschieht das erst, wenn man sehr alt ist, oder im Augenblick des Todes." (Irène Némirovsky: Feuer im Herbst)

[18:13] Ich erinnere mich an ein Sportfest, bei dem ich es versäumt habe, der Presse Whisky anzubieten, und das Ergebnis war ein 'äußerst' unseliges Foto. (Evelyn Waugh: Verfall und Untergang)

[17:41] Buch begonnen: "Kraft. Eine Vakuumtheodizee" (DNB) von Jonas Lüscher.

[17:40] Buch beendet: "Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd" (DNB) von Franz Werfel, Fischer-Verlag, 336 Seiten.

[17:39] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 425. Lektürestatus: gestern 96 Seiten.

Samstag, 11. Februar 2017

[18:33] Franz Werfel setzt "Disangelium" versus Evangelium. Ist mir so auch noch nie untergekommen... "...die schöne Heimat [Österrreich] der hier Versammelten, dort wie überall, wo deutsch gesprochen wird, lauere der tückische Verführer, der das Unterste der von Gott eingesetzten Werte zuoberst kehren wolle und das Evangelium der Liebe in ein Disangelium des Hasses verwandle..." (Der veruntreute Himmel)

[17:19] Als ich bei Franz Werfel gerade "Chasseur" las, mußte ich erneut googlen. Das Internet ist schon eine geile Erfindung. Früher wäre man entweder dumm geblieben bei der Lektüre oder hätte über ein entsprechendes Lexikon verfügen müssen.

[16:50] Sie kannte genau die Ehrbedürfnisse der Gnädigen aller Gesellschaftsschichten, angefangen von der neureichen Unsicherheit der Bezirksarmenrätin Fleißig bis zur wegwerfenden Huld wirklicher Aristokratinnen. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[16:38] Retweet: "Flugzeugessen schmeckt besser als manches, was Du immer kochst." So, Kind abzugeben. Ganz niedlich, und es reicht Mikrowellenfutter.

[16:37] Retweet: Ich geh zu Karneval wie jedes Jahr als Enttäuschung für meine Eltern.

[16:36] Retweet: Verbringen Sie auch so viel Zeit damit sich vor Bekannten zu verstecken, um nicht grüßen zu müssen? Das war jetzt Runde 33 in der Drehtür.

[16:35] Retweet: Ich habe Schlaf schon geliebt, da ist der noch in ganz kleinen Betten aufgetreten.

[16:34] Retweet: "Schatz, mach mir mal ein Kompliment!" "Du bist die ST-Hebung in meinem Herzinfarkt!" Handgemenge.

[16:33] Retweet: Mein Arzt rät mir, nur noch zu besonderen Anlässen zu trinken. Hey, der Ketchupfleck auf meiner Schlafzimmertapete wird heute ein Jahr alt!

[16:32] Retweet: Der Zugführer bemerkt richtick, die nächste Station sei Leipzick. Ich beiße in mein Brot mit ein wenick Honick.

[16:31] Retweet: "Nach Informationen des Verfassungsschutzes" ist lateinisch und bedeutet "Das stand so in der Bravo".

[16:30] Retweet: "Wie schaffen Sie es, dass ihre beiden Kinder so ruhig sind?" "Es waren mal drei."

[16:29] Retweet: Die Tochter hat zum ersten Mal einen älteren Jungen im Zimmer und ich bin ganz entspannt. Ist nur so unbequem hier im Schrank.

[16:28] Retweet: Ist euch aufgefallen, dass die bei Pornos im Büro total viel Platz auf'm Schreibtisch haben? Ich glaub die arbeiten gar nicht wirklich da!!

[16:27] Retweet: Bipolare Störung: Forscher verwechselt Arktis mit Antarktis

[16:26] Retweet: Wie viele Kalorien würde man verbrennen, wenn man im Schlafsack zur Arbeit hüpft? Das An- und Ausziehen zwischen den Schlafphasen nervt.

[16:25] Retweet: Manche Bücher warten. Einvernehmlich jahrelanges Zuzwinkern. Die Zeit wird kommen.

[16:24] Retweet: Die Namen meiner Kinder kann ich mir merken, aber vielleicht lasse ich mir die Termine der Müllabfuhr auf den Arm tätowieren.

[16:23] Retweet: Kommst du nachher mit in den Puff? Ich geb eine aus.

[16:22] Retweet: Falls jemand meine 50.- Euro findet, die ich gestern Abend verloren habe: Bitte investiere sie in Alkohol-ich hätte das so gewollt.

[16:21] Retweet: "Und ruf bitte kurz an, wenn ihr gut gelandet seid!" "Mama, wenn wir "schlecht" landen, dann kannst du das auf Spiegel Online lesen."

[16:20] Retweet: "Komm, wir werden Dichter." "Was willst du mit dem Vers?" "Was willst du mit dem Schnaps?"

[16:19] Retweet: "Ihre Hunde heißen Null und Eins?" "Das sind Bitbulls."

[16:18] Retweet: Seit ich einen Elektroschocker mit ins Kino nehme, gehts eigentlich mit dem Gerangel um die Armlehne

[16:17] Retweet: "Ich parshippe jetzt. Und du?" "Ich smirnoffe!"

[16:16] Retweet: "Da, die Hexe! Verbrennt sie!" "Ich bin Bürofachfrau." "Laminiert sie!!!"

[16:15] Retweet: Falls ihr mal eine Kuh säubern müsst: Unbedingt die Kuhglocke vorher abnehmen! Sonst wird die Kuh in der Waschmaschine taub.

[16:14] Die langatmige Dämmerung des Juni lag noch im Raum... (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[16:13] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 424. Lektürestatus: gestern 70 Seiten. - Weiter mit "Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd" von Franz Werfel.

Freitag, 10. Februar 2017

[18:24] Franz Werfel: Chimborassohaften Unkultur // Arktische Einsamkeit // Bildung // Die hundert Formen der Schwerkraft // Schaffensprozeß // Logisches Schaffen // Die Rache des Zeitgeistes // Mit dem Tod auskommen // Gesinnungsakrobaten // Der Gedanke aller Gedanken.

[17:53] Er war wirklich ein Kunstkenner und Historiker von Rang. Wie es die Art aller Eingeweihten ist, brannte er darauf, die Unbelehrten an seinem Wissensborne schwelgen zu lassen. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[17:29] Der Vater wog seine zwei Zentner mindestens und hatte ein schwabberndes Tripelkinn und einen feuerroten Quadrupelnacken. Die prallen Töchter waren ihm nachgeraten. Nur die energische Frau hatte sich dank ihrem Charakter eine knochige Linie bewahrt. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[16:48] Es gab für Mila nur einen einzigen Beweggrund: die Furcht. Und diese Furcht war gar nichts Widriges, sondern sogar ein Halt, eine Kraft, die der geistig Zurückgebliebenen zur Lebensfähigkeit verhalf und ihre Arbeitsleistung über das gewöhnliche Maß hinaushob. Aus demselben Grund erliegen sklawische Völker den Diktaturen, ohne sich dabei besonders unwohl zu fühlen. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[16:16] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 423. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. - Weiter mit "Der veruntreute Himmel" von Franz Werfel.

Donnerstag, 9. Februar 2017

[10:22] "Fein, fein schmeckt uns der Wein,
Wenn man zwanzig ist, und auch die Liebe ...
Wenn man älter wird, wenn man kälter wird,
Schmeckt allein nur der Wein."
Franz Werfel hat in seinem "veruntreuten Himmel" wohl das Weinlied aus der Operette "Der lachende Ehemann" von Edmund Eysler zitiert.

[10:06] Bei Werfel soeben erstmalig den Ausdruck Pensionopolis vernommen. Zuerst gedacht, ein veralteter Begriff wie Chaiselongue, Canapee, Gamasche usw., wie man ihn in Werken von Schriftstellern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu lesen bekommt. Interessanter Aspekt, daß die Idee durch den stattfindenen demografischen Wandel zunehmend wieder aufgegriffen wird.

[10:01] Bei Werfel "Turfspieler" gelesen. Offenbar 'ne Art Pferderennsport. Auf die Schnelle speit Google aber nichts Konkretes = Verwertbares aus. Jemand Ahnung? Gibt auch ein gleichnamiges Brettspiel.

[9:30] "vorkostende Gedanken" (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:18] Sie wollten unauffällig verschwinden und dem Haus nicht mehr zur Last liegen nach diesem schrecklichen Zwischenfall. Gemäß einem unverbrüchlichen Naturgesetz floh alles vor dem Unglück. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:17] Das lang befreundete Ehepaar saß grau und trübsinnig herum und war vollauf damit beschäftigt, ein gegenseitig ansteckendes Gähnduett erschrocken zu unterdrücken. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:16] Die wahre Gesundheit weiß nichts von sich selbst. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:15] Schließlich steht man mit fünfundvierzig als Künstler noch am Anfang. Tolstoj ist ein Beispiel dafür, und Goethe natürlich. Die Gegenbeispiele sind allerdings noch zahlreicher... (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:14] Servus, Milchstraße! (...) Ich weiß auch, dass dich nur billionenstellige Zahlen ausdrücken, und ich bin eine angeheiterte Ameise, um nicht zu sagen Laus. Aber was soll das heißen, groß und klein? Das sind sinnlose Verhältnismaße. Ich muss doch größer sein als du, da deine Billionen Lichtjahre Platz finden in meinem Ameisenblick. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:13] Der Mensch besitzt, seiner düsteren Veranlagung gemäß, weit mehr Vorstellungsgabe für das Grausige als für das Wonnige. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:12] Er war niemals über Hustopec hinausgekommen, hatte dort sicherem Vernehmen nach den ererbten Hof vertrunken und sich schließlich als gemiedener Ortsalkoholiker mit irgendwelcher Flickschusterei bis zum verdienten frühen Ende fortgebracht. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:11] Nach Tisch war ein gewaltiges Alpengewitter niedergegangen. Nun aber hatte sich eine durch den Aufruhr entkräftete Augustsonne hervorgekämpft und umspülte angenehm die Terrasse, auf der wir saßen und in den erschöpften und reingeweinten Park hinaussahen. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:10] ...verschmachtete nach wohlwollender Gesellschaft, die ja das beste Schlafmittel für jede Art von Selbsterkenntnis ist. (Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd)

[8:00] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 422. Lektürestatus: gestern 80 Seiten. - Weiter mit "Der veruntreute Himmel. Die Geschichte einer Magd" von Franz Werfel.