Navigation

Bücherlei Miszellen (38) [<<]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Dienstag, 28. März 2017

[23:47] Jane geht zu einer Schwester, die am Tresen sitzt und schmiert ihr Honig ums Maul: "Sie sitzen im Zentrum der Macht. Und wir wissen doch, wer wirklich ein Krankenhaus leitet." (The Mentalist S03E17)

[23:33] "Das war aber ein langes Dinner." - "Sie wurden wohl noch nie von der Pharmafirma eingeladen?" (The Mentalist S03E17)

[23:32] "Sie sind der Komplize von Dr. Quick." - "Sein Assistenzarzt." (The Mentalist S03E17)

[20:02] Durch die Kulturpresseschau des DeutschlandRadios mitbekommen und spontan mit dem Haben-will-Reflex reagiert, ein neue Buch mit dem langen und selbsterklärenden Titel "Einzigartige Wörter. 222 Begriffe, die es nur in einer Sprache gibt - und was sie bedeuten" von David Tripolina. Beispiele: "Gökotta (schwedisch): Früh morgens aufstehen, um rauszugehen und die Vögel zwitschern zu hören" - "Bakku-shan (japanisch): Hübsches Mädchen, solange man sie nur von hinten sieht." - "Pochemuchka (russisch): Eine Person, die zu viele Fragen stellt." Deutsche Wörter, die in die Sammlung Eingang fanden: Engelsgeduld, Konfliktfähigkeit, verschlimmbessern und natürlich Weltschmerz sowie Zeitgeist. Mehr Informationen hier.

[19:37] Jetzt macht schon das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zu nachtschlafener Zeit Anrufe. Soeben eben. "Wir machen eine Umfrage..." Gut, daß ich motorisch gewieft im Auflegen des Telefonhörers bin.

[19:29] "Lieber Gott, mach mich stumm,
daß ich nicht nach Dachau kumm.
Lieber Gott, mach mich taub,
daß ich an unsre Zukunft glaub.
Lieber Gott, mach mich blind,
daß ich alles herrlich find:
Bin ich erst taub und stumm und blind,
bin ich Adolfs liebstes Kind..."
(Robert Seethaler: Der Trafikant)

[14:14] Stefan Diestelmann, an den ich bereits in meinem Tagebuch erinnerte und der der Bluesgott meiner Jugend gewesen war, starb gestern vor 10 Jahren, erst 49-jährig. Auf YouTube gibt es seit drei Tagen ein fast zweistündiges Konzert von 1997, eine Rarität, die gefunden zu haben mich heute sehr, sehr freute. Darauf gestoßen bin ich durch Steffen Könau, der in seinem Blog anläßlich des gestrigen Todestages über diesen großartigen und in der DDR-Blueszene so einflußreichen Musiker schrieb.

[14:00] Freier Tag 2/2. 67 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 20 Seiten.

Montag, 27. März 2017

[17:22] Buch begonnen: "Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück" (DNB) von Max Küng. Diese Lektüre geht auf den Buchtipp zurück, den der mittlerweile aus dem Literarischen Quartett ausgeschiedene, von den meisten geschmähte, von mir aber bewunderte Maxim Biller in der Dezembersendung (2016) am Ende gab.

[16:49] Haben Bücher überhaupt eine Funktion? – und wenn, welche? Ist diese Funktion des Buchs essentiell für den menschlichen Alltag?

[16:48] Die letzte Buchleserin: "Medien Das Buch ist tot? Won wegen! Es lebt und atmet und erweist sich als der perfekte Bettgefährte. Über die erotische Bindung zum Buch."

[16:40] "Im Laufe unsere Lebens verändert sich nicht nur unser Aussehen, es verändert sich auch unsere Persönlichkeit. Nicht nur ein bisschen, sondern bis zur Unkenntlichkeit. Wir verändern uns so sehr, dass sich manche ExpertInnen der Philosophie und Psychologie die Frage stellen, ob wir über die Dauer unseres Lebens tatsächlich ein und derselbe Mensch bleiben."

[16:39] Macho Literaturbetrieb: "Bücher von Autorinnen erscheinen seltener in (hoch-)literarischen Verlagen, erhalten weniger renommierte Preise und Rezensionen im Feuilleton – und weniger Geld. Nina George hat nachgerechnet."

[16:38] Wer liest denn schon noch? "Selbst Menschen, die öffentlich über Bücher sprechen, erklären häufig, sie hätten ja gar keine Zeit zum Lesen. Der Bazillus des nichtinformierten Diskurses verbreitet sich zusehends."

[16:37] Retweet: Todesursache "einzigste"...

[16:36] Retweet: Mein Opa war Imker und studierter Mathematiker. Wenn sich einer mit Summen auskannte, dann er.

[16:35] Retweet: Es wird nicht besser. Schenkt euch weiträumig nach.

[16:34] Retweet: "Morgen!" "Freeman!" "Hi!" "Fidelity!" Eventuell gucke ich zuviele Filme.

[16:33] Retweet: Löscht ihr nach dem Duschen den BrauserVerlauf ..?

[16:32] Retweet: Ehemänner würden zu oft vergessen, dass sie verheiratet sind. Meinte zumindest gerade die Frau, die seit zehn Jahren in meiner Küche wohnt.

[16:31] Retweet: "Kannst Du mir kurz tragen helfen?" Tochter zeigt zwei Grashalme: "Ich habe die Hände voll." Beamtenkinder. Sie werden so schnell faul.

[16:30] Retweet: Für den Inkontinenz-Workshop fehlen mir noch ein paar Unterlagen.

[16:29] Retweet: Ich wurde ja nur Poledance-Champion, weil ich mich dringend am Rücken kratzen musste.

[16:28] Retweet: "Diese Cebit ist doch nur 'ne Fressmeile mit billigen Hostessen und veralteter LCD-Technik." "Wir sind noch im Hauptbahnhof von Hannover!!"

[16:27] Retweet: Wenn mir langweilig ist, schaue ich Leuten zu, wie ihnen die Blase platzt, beim Versuch mir ans Bein zu pinkeln.

[16:26] Retweet: Viele Bücher ist meine Lieblingszahl.

[16:25] Retweet: Im Deutschen haben wir für alles einen Fachbegriff. Das Wort "müde" beschreibt zum Beispiel den Trennungsschmerz zwischen Mensch und Bett.

[16:24] Retweet: Chefarzt: "Denken Sie immer daran: Wir arbeiten hier mit sehr kranken Menschen!" Schwester: "...und Patienten sind auch noch da!"

[16:23] Retweet: Natürlich ist "dohoch" ein deutsches Wort und ein valides Argument in jeder Diskussion.

[16:22] Retweet: Besoffen hoch wer auch Finger ist.

[16:21] Retweet: Leider bin ich aus beruflichen Gründen gezwungen zu arbeiten.

[16:20] Retweet: Ich lebe in ständiger Angst, dass jemand meiner Schwiegermutter etwas antut. Sie lebt ganz allein, Königstr. 3, 30169 Hannover, EG links!

[9:00] Buch gestern begonnen und heute Nacht beendet: "Kariuki und sein weisser Freund" (DNB) von Meja Mwangi.

[8:59] Buch vorgestern beendet: "Der Trafikant" (DNB) von Robert Seethaler, Kein & Aber, 250 Seiten.

[8:58] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 468. Lektürestatus: vorgestern 109 Seiten und gestern 157 Seiten.

Samstag, 25. März 2017

[20:00] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 466. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Der Trafikant" von Robert Seethaler.

Freitag, 24. März 2017

[16:54] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 465. Lektürestatus: gestern 120 Seiten. Weiter mit "Der Trafikant" von Robert Seethaler.

Donnerstag, 23. März 2017

[19:11] Buch begonnen: "Der Trafikant" von Robert Seethaler.

[19:07] Buch beendet: "Die störrische Braut" (DNB) von Anne Tyler, Knaus, 219 Seiten.

[19:06] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 464. Lektürestatus: gestern 140 Seiten.

Mittwoch, 22. März 2017

[18:15] Auf BAPs letztem Album Lebenslänglich gibt es im Lied Dausende vun Liebesleeder den Begriff "restkatholisch", den ich auch für mich beanspruchen könnte. Ich stieß, ohne danach gesucht zu haben, in der Bibliothek auf dieses Set, nachdem ich mich jahrelang nicht um die neuesten musikalischen Ergüsse meiner Lieblingsmusiker gekümmert hatte. Das Studioalbum und die Live-CD wandern mit ins Gepäck und werden heute Abend während des Medikamentenstellens zweitgehört. Momentan läuft die Live-DVD mit dem Konzert im Heimathafen. Restkatholisch - mein Wort=Fund des Tages!

[11:13] Der depressive Schub, der mich derzeit beutelt, hat einige peinliche Begleiterscheinungen. Beispielsweise hätte ich heute zwei Arzttermine gehabt, die ich einfach vergaß bzw. die ich aus bestimmten Gründen nicht wahrnehmen kann und die somit die Behandlung auf diesem Gebiet beenden. Der Termin beim Urologen hätte es erfordert, daß ich vorige Woche zu einer Blutentnahme hätte auftauchen müssen, woran ich nicht dachte, so daß ich mich heute ohne Laborergebnis zum Haupttermin nicht zu wagen brauche. Der andere Termin ist ebenfalls sinnlos, weil ich die Tabletten, die mir verschrieben worden waren, nie einnahm und je einnehmen wollte. Auf YouTube gibt es einen Bericht über diese "gefährlichen Glückpillen". Alles ziemlich unerquicklich und belastend.

[11:00] Buch begonnen: "Die störrische Braut" (DNB) von Anne Tyler. - Dieses Buch ist Teil des vom englischen Verlag Hogarth Press initiierten Projekts "Shakespeare - neu schreiben", einer Romanreihe, in der 8 namhafte Autoren Shakespeares Dramenstoffe neu erzählen. Die ersten Bände hatte ich in den Miszellen im April des letzten Jahres mal erwähnt. Jeanette Winterson adaptiert mit "Der weite Raum der Zeit" das "Wintermärchen"; Howard Jacobson mit "Shylock" den Kaufmann von Venedig.

[10:59] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 463. Lektürestatus: gestern 157 Seiten. Der neue Arbeitszyklus nach dem Urlaub beginnt gleich mit einer Ausnahme, nämlich fünf anstatt der bei meiner verkürzten Arbeit üblichen vier Dienste pro Woche. Vor dem Urlaub war ich wegen der Herzrhythmusstörungen eine Woche krank, so daß ich ein wenig aus der Übung bin und mich an die Mühle des Stationsalltags erst wieder gewöhnen muß.

Dienstag, 21. März 2017

[17:00] Buch begonnen und beendet: "Warten auf Bojangles" (DNB) von Olivier Bourdeaut, Piper, 157 Seiten. Einfallsreiches Buch, das aus der Sicht des Vaters und des Sohnes das abwechslungsreiche Leben beschreibt, das verrückt durch eine Verrückte ist, mit ihren bizarren Einfällen, die geprägt sind durch eine bipolare Erkrankung. Anfangs sehr humorig, zunehmend eingetrübt durch die Verschlimmerung der Krankheit. Verliert dennoch nicht den leicht schwebenden Ton, die Verzauberung durch die liebenswerten Verrücktheiten der aus der Welt quasi herausgehobenen Mutter.

[11:03] Urlaub 18/18. 66 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 116 Seiten. Letzter Urlaubstag. Draußen trübes Wetter, passend zum inneren Disaster.

Montag, 20. März 2017

[18:54] Szczepan Twardoch: In Ruhe sterben // Werden & Vergehen.

[18:50] Wenn wir allem Beachtung schenkten, was irgend so ein Idiot sagt, kämen wir nie aus dem Bett. (Meja Mwangi: Rafiki)

[18:49] In der DNA jedes waschechten Nanyukiers gab es eine Sequenz, die allerdings noch nicht nachgewiesen war, ein mutiertes Mau-Mau-Gen, das im Umgang mit den Behörden instinktiv erkannte, wann man fliehen, wann man sich unauffällig verhalten, wann man schweigen mußte und wann man nur auf die Fragen antworten durfte, die einem gestellt wurden. (Meja Mwangi: Rafiki)

[18:22] Bei der Lektüre von Szczepan Twardochs phänomenalem Roman "Drach" u.v.a. gelernt, daß eine Ricke keine Kitze gebärt, sondern setzt. Fast wie beim Schach.

[16:32] Bedingt durch meine Lebensunfähigkeit, den Lebensverdruß und -ekel quäle ich mich seit 25 Jahren durch Urlaube. An deren Ende bereue ich meine Unfähigkeit und Untätigkeit. Dann beginnt, wenn der nächste ansteht, der gleiche Kreislauf. Mir ist von diesem Leben speiübel. Nachts manchmal der Traum, ein Ritter oder eine Ritterin käme, nähme mich gewaltsam an der Hand und zerrte mich weg, egal wohin, Hauptsache weg von hier, von mir.

[16:27] Der vorletzte Urlaubstag neigt sich langsam dem Ende zu. Heute wohl nur noch Serien. Zu Beginn den gestrigen Tatort Borowski und das dunkle Netz (E1015).

[16:17] Buch beendet: "Drach" (DNB) von Szczepan Twardoch, Rowohlt, 416 Seiten.

[9:57] In "Drach" trinkt man außerdem Äther. TRINKT! Vermischt mit Himbeere. Das wußte ich auch noch nicht. Daß Äther eine Narkosemittel ist und, wie John Irving uns in "Gottes Werk und Teufels Beitrag" eindrücklich beschrieb, früher als Rauschmittel inhaliert worden war, ja; aber daß man es aromatisiert getrunken hat, ist mir neu.

[9:50] In Drach spricht man oft Wasserpolnisch. Dieser Ausdruck für die schlesische Sprache, die als "eine der vier großen Dialektgruppen des Polnischen angesehen" wird, war mir unbekannt.

[9:49] Urlaub 17/18. Tage ohne Alkohol: 461. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Drach" von Szczepan Twardoch.

Sonntag, 19. März 2017

[19:54] "Sind Sie Ihren Zynismus immer noch nicht leid?" "Haben Sie eine Alternative?" (The Mentalist S02E22)

[8:58] Ich möchte einen Satz, den ich in dem Biller-Porträt las, abändern und auf mich zumünzen: "Gäbe es einen Preis für inneren Frieden, stünde ich [statt: Maxim Biller] ganz sicher niemals auf der Shortlist."

[8:57] Ein Porträt Maxim Billers, das mir sehr zusagt. An Hermann Hesse wurde ich erinnert und dessen Aufruf zu Eigensinn. Damit verstört man viele, grenzt sich ab, gilt man als schwierig.

[8:56] Urlaub 16/18. Tage ohne Alkohol: 460. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Drach" von Szczepan Twardoch.

Samstag, 18. März 2017

[23:13] In den alten Zeiten ließen die Leute abends einfach ihre Türen ins Schloß fallen und gingen zu Bett. Jetzt hatten sie überall im Haus Sprengfallen, die so gründlich ausgelegt waren, daß selbst die streunenden Katzen es sich zweimal überlegten, bevor sie durch ein offenes Fenster sprangen. (Meja Mwangi: Rafiki)

[23:10] Wenn er auf jeden Dummkopf und Bosheitsköchler wütend reagierte, wäre er den ganzen Tag nur mit Idioten beschäftigt. (Meja Mwangi: Rafiki)

[21:00] München Mord: Einer der's geschafft hat. Eine liebevolle Besprechung fand ich in der FAZ.

[7:33] Urlaub 15/18. Tage ohne Alkohol: 459. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Drach" von Szczepan Twardoch.

Freitag, 17. März 2017

[15:05] Daß Clemens Meyer mit seinem Roman "Im Stein" von 2013 auf der Longlist zum diesjährigen Man Booker Prize steht, ist eine schöne Nachricht.

[14:33] ... das Lächeln eines Mannes, der genug durchgemacht und erlebt hat, um der Menschheit zynisch gegenüberzutreten. (Meja Mwangi: Rafiki)

[14:31] "Kennst du die Frauen nicht? Frauen sind wie Katzen. (...) Keine Milch, keine Liebe". (Meja Mwangi: Rafiki)

[14:28] Der Ol Pejeta Express, ein Wind, der so gemein war, daß er einen eigenen Namen verdiente, nahm, wenn er von Isiolo durch das Zentrum von Majengo nach Naro Moru stürmte, solche Fahrt auf, daß er Staubteufel gebar, die Eselskarren mitsamt Fahrern und allem umstürzten. Er war dafür bekannt, daß er Leute über die Boulevards schob und Betrunkene den ganzen Weg bis nach Hause beförderte. (Meja Mwangi: Rafiki)

[14:14] Wenn eine Frau lächelt, dann ist die Suppe schon vergiftet. (Kommissar Pascha E01).

[13:33] Gibt eine Nutte während der Befragung durch die Kommissare ihrem Rottweiler einen Napf voller Rotwein, aus dem er zu schlabbern beginnt. Auf den irritierten Blick der beiden Kommissarinnen hin : "Gegen die Schmerzen. Der arme Hermann. Wahrscheinlich muß er eingeschläfert werden." (Kommissar Pascha E01).

[13:02] "Keine Torpedos [=Tampons], alte Angewohnheit." (Kommissar Pascha E01).

[13:00] Wenn ich ein schlechtes Gewissen haben will, kann ich ja gleich zu den Katholiken. (Kommissar Pascha E01).

[12:18] Heute nix lesen. Heute Video. Ich gucke den gestern gesendeten Kommissar Pascha (E01). Die Bayern sind bei Krimis in Sachen Humor immer ganz weit vorn. Ich sage nur "Die Rosenheim-Cops" und "München Mord". Diese neue Serie läßt sich ähnlich an. Ich amüsiere mich in den ersten 10 Minuten jedenfalls ganz prächtig. Die Presse und die Reaktionen, die ich auf Twitter vernahm, waren dementsprechend gnädig bis angetan.

[11:37] "Du bist, was du liest": Die Privatbibliotheken von drei Professoren werden besucht.

[11:24] Retweet: "Trumps Einreiseverbot scheitert erneut vor Gericht." Im Zeugnis steht später: Er war stets bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden.

[11:23] Retweet: "Deiner Körpersprache nach zu urteilen ist heute nicht so dein Tag, kann das sein?" "Was hat mich verraten?" "Die Axt."

[11:22] Retweet: In 5 Schritten zum Zauberer: 1) Socken in die Waschmaschine 2) 'Abrakadabra Simsalabim' sagen 3) warten 4) Socken zählen 5) Verbeugung.

[11:21] Retweet: Es ist 23 Uhr. Für die Älteren unter Ihnen bedeutet das, nur noch zweimal zum Urinieren aufstehen, bis der Wecker klingelt.

[11:20] Retweet: "Du bist hässlich." vs. "Wegen Dir ist der Trojanische Krieg jedenfalls nicht ausgebrochen." Mit Bildung disst man ja viel eleganter.

[11:16] Wie viele andere Missgeschicke begann es damit, dass ein Mann sich als Mann beweisen, den Erwartungen seiner Frau gerecht werden und zahllose unverschämte Forderungen und Verpflichtungen erfüllen sollte, die ihm allein dadurch aufgeladen wurden, dass er ein Mann war. Und wie viele solcher spontanen Unternehmungen ging alles, wie vorherzusehen war, gründlich schief. (Meja Mwangi: Rafiki)

[11:15] Die Sonne hatte die Gipfel frei geräumt, ergoss sich jetzt in Kaskaden den Berg herab und verkündete Nanyuki einen sehr heißen Tag. (Meja Mwangi: Rafiki)

[11:14] Es war noch früh, der Morgen suhlte sich noch in seinem eigenen, tiefschwarzen Dunkel. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[11:13] Es war Januar, in dieser Stadt des Karnevals genauso wie irgendwo anders. Die Melancholie von Weihnachten und Neujahr steckte noch allen in den Knochen, der Rückblick auf das verblichene Jahr war für die Menschheit wieder kein Vergnügen gewesen. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[11:12] Dimitri Verhulst: Only the good die young // AllgFab (2) // AllgFab (1) // Der fünfmilliardste Bewohner.

[11:11] Du näherst dich dem Sarg, den du kurz berühren wolltest, wie albern die Geste auch sein mochte. Doch eine andere Art, Abschied zu nehmen, fiel dir nicht ein. Eine Hand auf dem Sarg, so daß ein Fingerdruck von dir mit ihr ins Grab gehen würde. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[11:10] Wenn du es richtig bedachtest, war das hier dein erstes Leichenbegängnis, seit dein Erzeuger zu den Engel psalmodiert worden war, deine Gedanken wanderten denn auch zu ihm hin und würden sich bei derartigen Zeremonien jedes Mal wieder zu ihm bewegen. (Bei jeder Beerdigung erinnern wir uns an vorhergehende Beerdigungen, es werden immer mehr.) (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[11:09] Unsere Ansprüche waren entschieden größer als unsere Möglichkeiten. (Meja Mwangi: Rafiki)

[11:08] Buch begonnen: "Drach" von Szczepan Twardoch.

[10:29] Buch beendet: "Rafiki" (DNB) von Meja Mwangi, Peter-Hammer-Verlag, 326 Seiten.

[10:28] Urlaub 14/18. Tage ohne Alkohol: 458. Lektürestatus: gestern 176 Seiten.

Donnerstag, 16. März 2017

[19:53] Urlaub 13/18. Tage ohne Alkohol: 457. Lektürestatus: gestern 150 Seiten. Weiter mit "Rafiki" von Meja Mwangi.

Mittwoch, 15. März 2017

[12:03] Buch begonnen: "Rafiki" von Meja Mwangi. Nach "Nairobi, River Road", "Wie ein Aas für Hunde" und "Happy Valley" mein vierter Roman des Kenianers.

[11:40] Ich Dämlack. Stehe in der Bibliothek, gebe einige Bücher an der automatischen Rückgabe ab, wundere mich, daß es so leer ist, knalle dann gegen die geschlossene Eingangstür der eigentlichen Bibliothek, wobei mir erst jetzt einfällt, daß heute ja Mittwoch ist und die Bibliothek erst um 14 Uhr öffnet. Dieser Weg war umsonst. Noch keine Zeile gelesen, der Frust köchelt langsam vor sich hin. Die Nervosität, die ich für diese Zeit bis gegen 18 Uhr mehrmals erwähnt und beschrieben habe, knistert im Gebälk.

[11:33] Rücksichtslos! Twitter auf dem Smartphone stürzt ab, nur weil das Gerät jetzt unbedingt ein Update machen will.

[11:18] Retweet: Unser Herd: Stufe 1 - 4: cool, es leuchtet rot Stufe 5: hihi warm, nein doch nicht Stufe 6-8: super Handwärmer! Stufe 9: Mordor.

[11:17] Retweet: Natürlich ist die Milch noch gut. Willst du ein Stück?

[11:16] Retweet: Ja, es gab es vor der Immigrationswelle weniger Kriminalität. Gar keine. Aber dafür war halt das Land von einer dicken Eisschicht bedeckt.

[11:15] Retweet: Kommste nach Hause, sitzt da der Opa mit allen Stofftieren im Flur. "Was spielt ihr?" "Arzt." "Was machst du?" "Warten. Hab keinen Termin."

[11:14] Retweet: Schreibe ein Kinderbuch von einem Kleinkind, dass ein Schweigegelübde ablegt. Alle Kinder lieben es und legen auch Schweigegelübde ab.

[11:13] Retweet: Wenn ich Juniors Zeugnis richtig interpretiere, sollte er später mal reich heiraten.

[11:12] Retweet: Manchmal wird einem nachts, während man friedlich schläft, ein völlig neuer Fragenkatalog ins Gehirn eingepflanzt.

[11:11] Retweet: Wenn man den Salatteller ungefähr 90° nach rechts kippt, fällt alles zu Boden und man kann Pizza bestellen.

[11:10] Retweet: "Du musst wissen, was du willst." "Bücher." "Ich meine jetzt langfristig..." "Viele Bücher."

[9:44] Mit ihrem frühen Tod hatte Gianna sich eine Menge Ärger erspart, das muß sie gewußt haben. Es war der einzige Grund, warum sie jetzt dort auf der Totenbahre lag. Sie hatte keine Show abgezogen wie Nikky, die sich mit dem Messer ein bißchen am Handgelenk geritzt hatte und dann noch Wochen kokett mit Verband und der Amateurtheaterversion einer Depression herumlief. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[9:43] Immer öfter verschwand Gerda von der Bildfläche. Jedes Wochenende fuhr sie mit ihren zwei Kindern irgendwohin, wohin genau, wußtet ihr nicht, und Hartwig blieb etwas verloren zurück, in der Klemme zwischen einer im Sinkflug befindlichen Ehe und seinem den Bach runtergehenden Hobby, die Welt zu verbessern. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[9:42] Wahrscheinlich hatte sie, wenn sie mit ihrem Mann schlief, immer sozusagen die Handbremse gezogen, besorgt, wie sie sein mußte, daß wieder ein Kind unversehens im Schlafzimmer auftauchte, flennend, weil es ins Bett gemacht hatte, sich in der Dunkelheit fürchtete oder aus einem anderen Grund, aus dem kleine Kinder gern klagen. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[9:41] Ihr Wagen war ein Kleinbus, ein weißer Ford Transit, das Modell in der Gegend auch "Mongoschleuder" genannt, weil die lokale Behindertenbranche ihre benachteiligte Klientel in identischen Dingern transportierte. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[9:31] "Hirnwäschegesäusel winselnder Panflöten" (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[9:30] Susann Pasztor: AllfgFab (1) // Seelen wie Zugvögel // Ein Substraktionsprozeß.

[9:25] Unsere Reise endete zehn Minuten und drei Ortschaften später bei "Anni's Kaffeestube". (...) ... sagte meine Mutter und probierte vorsichtig von ihrem Milchkaffee, hielt einen Augenblick inne und nahm dann einen weiteren Schluck. "Der Kaffee ist gut. Ich werde Anni den Apostroph hinter ihrem Namen verzeihen. (Susann Pasztor: Ein fabelhafter Lügner)

[8:30] Urlaub 12/18. Tage ohne Alkohol: 456. Lektürestatus: gestern 120 Seiten. - Ein Lektüreentscheid für heute ist zwar schon getroffen, kann aber noch nicht umgesetzt werden, weil die Stadtbibliothek erst um 10 Uhr öffnet und ich das Buch von dort holen will. Nachdem ich gestern Nachmittag den dystopischen Roman des unter Pseudonym schreibenden Ägypters Hazem Ilmi ausgelesen hatte, guckte ich nur noch Serien und Krimskrams auf YouTube. Damit ich nachher einige Bücher in der Bibliothek zurückgeben kann, muß ich jetzt noch einige FAB abtippen. Währenddessen höre ich meist Audiobeiträge aus dem Archiv des Deutschlandfunks. Präferriert werden die Presseschauen (Kulturpresseschau, Presseschau und Internationale Presseschau). Wenn ich dann noch etwas freie Valenzen habe, rücken Beiträge aus der Sendung Tag für Tag nach.

Dienstag, 14. März 2017

[17:28] "Aber daß er Jude war, dabei ist sie geblieben?" "Das war das Einzige, was sie nie in Frage gestellt hätte. Ich konnte schon Bergen-Belsen buchstabieren, bevor ich gelernt habe, eine Schleife zu binden." (Susann Pasztor: Ein fabelhafter Lügner)

[17:27] Der Geruch der einen Zigarette, gedreht mit mechanischer Hilfe, einem sogenannten Hülsenstopfer, weil sie auch nach Jahren frenetischen Paffens ihren an rotes Schamhaar erinnernden Tabak aus dem Hungerleiderdiscounter noch immer nicht selbst drehen konnte... (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[17:26] ...dieses von Salven des Unglücks sturmreif geschossene Luder. (Dimitri Verhulst: Die Unerwünschten)

[15:00] Buch beendet: "Die 33. Hochzeit der Donia Nour" (DNB) von Hazem Ilmi, Blumenbar, 265 Seiten.

[10:53] Wie bei jedem Buch, welches literarische Ansprüche nicht einlösen kann oder will, muß der Inhalt allein ausreichen, um einen bei der Stange zu halten. Sobald der Plot aber schwächelt, läßt das Interesse und die Attraktivität nach. So auch hier. Mittlerweile haben die Alien den in der Zeit gereisten, zum Dissidenten bestimmten Ägypter zu Donia Nour teleportiert. Beide befinden sich im Dialog über Sinn und Unsinn der Religion. Dieser theoretische Disput wartet mit allen Argumenten auf, die Religionskritiker anbrächten, wären sie zugegen. Der Erzählrahmen wirkt auf einmal, als wäre er nur platziert worden, um diese unterbringen zu können. Als wären wir Leser gezwungen, inmitten eines luxuriösen Ambientes ein frugales, doch sehr sehr gesundes Mahl zu verzehren.

[9:33] Großägypten 2048 ist ein Konglomerat aus islamistischem Oligarchiat und Kapitalismus: Religion und, wie es heißt, Konsumerismus. Beklemmend, wenn Ilmi beschreibt, wie verblendet und fanatisch die Menschen trotz ihrer Unterdrückung sind, so wie wir das auch aus Nordkorea übermittelt bekommen, wo das Volk seit Jahrzehnten indoktriniert wird. Die alte Wahrheit, daß steter Tropfen den Stein höhlt, daß zur Wahrheit wird, was einem nur lange genug eingebläut worden ist. Das deprimiert zunächst. Der Philosophieprofessor, der durch die Außerirdischen vom Jahr 1952 ins Jahr 2048 versetzt worden ist, übt in seinem Gerichtsprozeß Kritik am Islam, in der Weise, wie wir Mitteleuropäer des Abendlandes sie äußern. Sie verhallt im stürmischen, fanatischen Protest der aufgebrachten Masse. Gerade noch rechtzeitig, als bereits der erste Stein fliegt, nehmen ihn die Aliens aus der Schußlinie. / Im Südreich Großägyptens schuften die Ärmsten und graben nach Relikten untergegangener Kulturen, damit sie, wie dem Volk versichert wird, zerstört würden. Wie der Leser ahnt, werden sie sicher gegen Devisen verschachert. Die Pyramiden sind ebenfalls verschwunden. Das erinnert stark an Palmyra, die Buddha-Statuen von Bamiyan und an all die anderen bedrohten und zerstören Weltkulturstätten.

[9:30] Seitdem ich durch Gerhard Henschels "Kindheitsroman" mit Musik aus meiner Kindheit konfrontiert worden bin, malträtiere ich anhand der disco-Playlists YouTube und erfreue mich an viele Erinnerungen, Neu- und Wiederentdeckungen. Es gab hervorragende Musik jenseits der kanonisierten Rockgruppen wie The Doors, Deep Purple, The Who und wie sie alle hießen und die jeder kennt. In loser Folge liste ich Videos auf, die mir besonderen Spaß gemacht haben. Ekseption, die Klassikelemente verwendeten, so in Peace Planet, Air und Toccata Live, waren unglaublich kreativ und für heutige Ohren immer noch und wieder grandios anzuhören.

[7:27] Urlaub 11/18. 65 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 145 Seiten. Weiter mit "Die 33. Hochzeit der Donia Nour" (DNB) von Hazem Ilmi.

Montag, 13. März 2017

[19:11] Lektüresplitter (2) zu Hazem Ilmis Zukunftsroman: Natürlich, wie es sich für ein so durchgeknalltes Buch gehört, gibt es Außerirdische: "Wie deine Gattung es je fertiggebracht hat, das Rad zu erfinden, ist mir ein Rätsel". Keucht ein Alien, der vom entführten Philosophieprofessor ohnmächtig gekitzelt worden war. // Der 1952 von den Aliens entführte liberale, hedonistisch versierte Philosophieprofessor wird ins Jahr 2048 versetzt und soll als Forschungssubjekt den Ilmanis (Union der Extraterrestologen der Milchstraße) über diese islamische Diktatur berichten. Daß ich dem Reiz von in der Zeit versetzten Personen leicht erlegen bin, schilderte ich schon im Dezember bei der Lektüre von Michael J. Sullivans "Zeitfuge" (DNB).

[15:00] Lektüresplitter (1) zu "Die 33. Hochzeit der Donia Nour" (DNB) von Hazem Ilmi: Ein dreigeteiltes Großägypten: im Norden die Reichen, im Mittelreich die Mehrheit der Unauffälligen, im Süden die Armen. / Man lebt nach den Geboten einer Neo-Scharia. // Die Protagonistin legt sich einen kommerziellen E-Hidschab um, bei dessen Berührung ein schriller Warnton erklingt. "Die Marken ändern sich jede Stunde", sagte Donia, als sie sah, wie ihr Vater das Tuch anstarrte. "War es ein guter Kauf?" "Ich bekomme 30 Punkte und eine Überweisung von 20 Piastern für jede Stunde, die ich das Tuch in der Öffentlichkeit trage." Donia waren die Tränen gekommen, als sie ausgerechnet hatte, daß sie den E-Hidschab 860.000 Stunden oder 98 Jahre lang tragen müßte, um sich das Auto ihrer Träume zu kaufen. // "Am Tag vor dem Beginn des Ramadan erhielt jeder ägyptische Erwachsene die Jahresanalyse seines Seelenzustandes. Man zapft auf verschiedene Weise das Gehirn an, sammelt Daten, beeinflußt Träume, beispielsweise durch Werbung...

[9:52] Buch begonnen: "Die 33. Hochzeit der Donia Nour" von Hazem Ilmi. Wurde mal wieder Zeit für einen dystopischen Zukunftsroman, der im Ägypten des Jahres 2048 spielt. Um mal anzudeuten, wie verrückt es vermutlich werden wird: "Genau in diesem Moment projizierte die Schariatainmentkonsole an der Decke eine Werbung für 'Islamemory-Pillen' in den Raum."

[9:52] Buch begonnen: "Die 33. Hochzeit der Donia Nour" (DNB) von Hazem Ilmi. Wurde mal wieder Zeit für einen dystopischen Zukunftsroman, der im Ägypten des Jahres 2048 spielt. Um mal anzudeuten, wie verrückt es vermutlich werden wird: "Genau in diesem Moment projizierte die Schariatainmentkonsole an der Decke eine Werbung für 'Islamemory-Pillen' in den Raum."

[8:57] ... senkrechte Stirnfalte wie ein Ausrufezeichen. (Susann Pasztor: Ein fabelhafter Lügner)

[8:56] "Bruderherz", rief sie mit einer Stimme, die so laut war, daß wahrscheinlich alle Bruderherzen in Hörweite aus dem Takt gerieten. (Susann Pasztor: Ein fabelhafter Lügner)

[8:55] "Jeder Mensch unter einsachtzig sieht aus wie ein Erdmännchen, wenn er auf dem Bahnsteig nach jemand Ausschau hält." (Susann Pasztor: Ein fabelhafter Lügner)

[7:44] Urlaub 10/18. Tage ohne Alkohol: 454. Lektürestatus: gestern 136 Seiten.

Sonntag, 12. März 2017

[17:20] Retweet: Vor mir an der Kasse weiße Männerbeine in Shorts. Und plötzlich fällt mir ein, dass ich noch Gewürzsalz für die Hähnchenschenkel brauche.

[15:35] Retweet: Ein Tierpark, bei dem es bei jedem Gehege die Tiere auch als Kostprobe gibt. Gegrillt, gebacken, frittiert. 1A Erlebnisgastronomie.

[15:34] Retweet: Chefarzt erscheint unrasiert und betrunken zur Untersuchung: Visiten das aus?!?

[15:33] Retweet: "Wie is'n das Passwort?" - "PipiKaka" "Beides groß?" - "Nein. Das wäre KakaKaka."

[15:32] Retweet: Männer die alleine im Wald spazieren gehen. Ohne Hund. Die sprühe ich ja schon rein prophylaktisch mit Pfefferspray ein.

[15:31] Retweet: Mein Organisationslevel im Beruf: Post-Its, To-Do-Listen, Outlook-Erinnerungen Ich privat: Warum stehen hier 9 angebrochene Packungen Reis?

[15:30] Retweet: Mein Stuhl wurde mutwillig mit den beiden benachbarten verhakt. Irgendjemanden hier bekomme ich wegen Freiheitsberaubung dran.

[15:29] Retweet: Weil uns besorgte Anfragen erreichen, warum der üblicherweise regengraue Himmel blau verfärbt ist: Bewahren Sie Ruhe! Wir gehen dem nach!

[15:28] Retweet: Manchmal sage ich "Ach, naja" und meine damit eigentlich alles.

[15:27] Retweet: Heilsteine wirken. Mein Mineralienhändler fährt Porsche.

[15:26] Retweet: Die unerträgliche Leichtigkeit des Auf-den-Sack-Gehens.

[15:25] Retweet: Ich sah heute ein Liegefahrrad vor einem 40 Tonner herfahren. Und was ist Euer persönliches Bild für "Vergänglichkeit?"

[15:24] Retweet: "Bist du wegen deines Berufs hierher gezogen?" "Nein, die Postleitzahl klang so schön."

[15:23] Retweet: "Wie sauber ist Ihre Wohnung?" "Sie finden nicht mal DNA von Uwe Böhnhardt."

[15:22] Retweet: Lacht, das hassen sie am meisten.

[15:21] Retweet: Baseball heißt auf Niederländisch übrigens Honkbal. - Und der Baseball-Profi heißt vermutlich Vollhonk.

[15:20] Retweet: Ich bin schon wieder über das Ladekabel gestolpert. Bei Smartphones sollte ein Helm dem Zubehör beiliegen.

[15:19] Retweet: In einer Männer-Abteilung Klamotten für Männer zu finden wird auch jedes Mal schwieriger. Aber die Jeans für Störche sind geil...

[15:18] Retweet: Vielleicht wäre ich beim Zahnarzt weniger verkrampft, wenn während der Behandlung eine Katze auf meinem Bauch schlafen würde.

[15:17] Retweet: Egal was Sie tragen, 'mit Fassung' kommt nie aus der Mode.

[15:16] Retweet: Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie auf den folgenden Link, opfern 4 Jungfrauen, 2 Neugeborene und trinken Ziegenblut.

[15:15] Retweet: "Wie kamen Sie zu den Namen Ihrer drei Kinder?" "Tom, Marten, Mark? Das ist einfach passiert."

[15:14] Retweet: Wenn du stirbst, ziehen noch einmal alle Rechtschreibfehler deines Lebens vor deinem inneren Auge vorbei.

[15:13] Retweet: "Du bist komisch." "Ich weiß." "Nee, nicht so Haha-komisch. Mehr so komisch wie der Nachbar, der nachts klingelt weil sein Aquarium brennt."

[15:12] Retweet: "Wie gut ist Ihr Observatorium?" "Wir haben fünf Sterne."

[15:11] Retweet: Wer Sex mit mir will, sollte eines wissen: Ich hab bei der Capri-Sonne oft den Trinkhalm so reingesteckt, dass er hinten wieder rauskam.

[15:10] Retweet: Wo ein Wille ist, ist auch einer im Weg.

[15:05] Buch beendet: "Kindheitsroman" (DNB) von Gerhard Henschel, Hoffmann und Campe, 496 Seiten.

[14:55] "Witz, komm raus, du bist umzingelt", sagte Volker. Er kannte auch einen Haufen neuer Beleidigungen: Blindfisch, Blindsocke, Blindo, Spasti und Tropi (trotz Pille entstanden). (Gerhard Henschel: Kindheitsroman) - Laut Wiktionary ist "Spasti" Jugendsprache der 80er Jahre. Henschel steckt es hier in die Mitte der 70er. - "Und, biste oochn Tropi?" (...) "Nee, ick wa jewünscht."

[14:44] Auch die verglaste Tür vom Bücherschrank knarrte. Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, Hitler von Alan Bullock und die Bibel in unse Moderspraak: Ganz in den Anfang hett Gott Himmel un Eer maakt. Un up de Eer seeg dat wirr un wööst ut, un över dat Water weer dat pickendüster. Aver Gott sien Geist sweev över de Floot. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[14:28] Neben dem Plattenspieler lag eine Zange zum Verstellen der Geschwindigkeit von LP auf Single. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman) - Wie meinen?

[10:22] Damals hieß der BMI noch anders: "Onkel Jürgen rechnete im Kopf den Schlankheitsgrad von allen Verwandten aus. Körperlänge geteilt durch Gewicht. Die Ergebnisse krakelte er mit Kugelschreiber auf einen Untersetzer. Wer am fettesten war. 'Man zeigt nicht mit dem nackten Finger auf angezogene Leute!'. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[10:04] Es gab einst andere Zeiten, die manche herbeisehnen mögen: "Am Wochenende war Bayern München beim Bundesligastart von Offenbach mit 6:0 geschlagen worden, und ich hatte nichts davon mitgekriegt." (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[10:02] Am Montag mußte ich in Koblenz Paßfotos von mir machen lassen für den neuen Wuermeling. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman) - Mußte ich auch erst googlen.

[9:45] Urlaub 9/18. Tage ohne Alkohol: 453. Lektürestatus: gestern 120 Seiten. Weiter mit "Kindheitsroman" (DNB) von Gerhard Henschel.

Samstag, 11. März 2017

[19:37] Ich veranstaltete in Renates Zimmer meine eigene Hitparade mit allen Platten, die wir hatten. Auf Platz Eins stand bei mir Block Buster, auf Platz Zwei Diplomatenjagd, auf Platz Drei Harlekin von Danyel Gerard und auf Platz Vier Song of Joy von Miguel Rios. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman) - Reinhard Meys "Diplomatenjagd" kannte ich in der Tat auch noch nicht bzw. habe es im Laufe der Jahrzehnte sicherlich vergessen. Nicht nur in meiner Familie wurde bezüglich des eigenen Musikgeschmacks Unverständnis geäußert: "Ein einziges Mal durfte ich Block Buster im Wohnzimmer hören, dann war Schluß mit lustig. 'Verglichen damit klingt meine Schleifmaschine wie ein Kammerorchester', sagte Onkel Edgar."

[18:11] War das musikalisch eine wunderbare Zeit! Oder nur deshalb, weil es meine Kindheit war? Ein absoluter Knaller war auch von Mamy Blue, interpretiert u.v.a. auch Joe Cocker, Dalida, Demis Roussos, Nicoletta und natürlich Ricky Shayne.

[17:55] An Mouth & MacNeal kann ich mich als Kind erinnern, ein kurzlebiges Gesangsduo mit den Hits Hello-A sowie How Do You Do. Inzwischen war Jahreswechsel, oder wie es im Buch formuliert wird: "Disco ’72 hieß jetzt Disco ’73. Daran mußte man sich erst gewöhnen." (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[17:36] Mama gab mir für den Basar eine Packung Lebkuchenherzen mit. Mir kam das recht dürftig vor, aber Mama sagte, sie sei nicht Graf Koks. "Wenn deine Lehrerin darüber quakt, kannst du der von mir bestellen, daß Vater Staat das Kindergeld erhöhen soll, bevor ich mich für deine lieben Mitschüler in Unkosten stürze." Kindergeld, das hörte sich so an, als ob das eigentlich meins gewesen wäre. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[13:20] Den Unterricht in evangelischer Religion hatten wir bei einer ondulierten Gewitterziege namens Jutta Niedergesäß. (...) Herr Delling, der Mathelehrer, war ein fetter alter Saftsack. Glatze mit Geländer und kriegsversehrt. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[13:11] Für uns beginne jetzt der Ernst des Lebens. Hier wehe ein anderer Wind als in der Grundschule. Nach den Kinkerlitzchen, die wir da gelernt hätten, kämen nun die schweren Brocken. Als Gymnasiasten dürften wir unsere Ausbildung nicht auf die leichte Schulter nehmen, sonst werde man uns schon nach kurzer Zeit wieder aussortieren, als Muster ohne Wert, und uns anheimstellen, die Laufbahn eines ehrbaren Straßenkehrers einzuschlagen. Erziehung habe was mit Zucht zu tun. Ob uns das klar sei? Klar und Klärchen? Da sollten wir mal den einen oder anderen Gedanken dran verschwenden. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[13:00] Martin Schlossers Schwester Renate besuchte ein Konzert von Ulrich Roski, dessen Namen mit eben zum ersten Mal unterkam. Die Lektüre dieses Romans geht dann wohl als VHS-Kurs durch?

[11:42] Den Begriff "Wäschesprenger" kannte ich bis dato nicht. "Ich mußte ihr beim Wäschesprengen helfen. Die Laken an zwei Ecken festhalten, und Mama spritzte aus einer Siebflasche Wasser drüber." (Gerhard Henschel: Kindheitsroman) - Bettwäsche vor dem Zusammenlegen zu zweit an den Enden zu ziehen, kenne ich. Und Wasser vor dem Bügeln auf das Wäschestück zu spritzen, auch. Daß es dafür aber ein Utensil gibt, wußte ich nicht.

[11:20] Der Grund, dessentwegen ich den Computer einschalten mußte, ist, daß mir Welfenspeise nichts sagte. Wie habe ich Lektüre früher, als es noch kein Internet, Google & Co gab, bewältigen können?

[11:19] Urlaub 8/18. Tage ohne Alkohol: 452. Lektürestatus: gestern 120 Seiten. Weiter mit "Kindheitsroman" von Gerhard Henschel.

Freitag, 10. März 2017

[19:44] Hausaufgaben. Kaffee ist ein Getränk für die ältere Generation, schrieb ich, und Mama wollte wissen, woher ich diesen Ausdruck hätte. Den hatte ich aus dem Fernsehen, von Mosaik, dem Magazin für die ältere Generation. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[19:40] Volker und ich schmierten uns Marmeladenbrote, legten uns auf den Teppich und lasen um die Wette, Volker Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer und ich Jim Knopf und die Wilde 13. Wer zuerst durch war. Kopf auf die Hand gestützt, bis einem der Arm einschlief. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[19:23] Sonntags garten Rindsrouladen im Dampfkochtopf, und Mama striepelte im Wohnzimmer beim Internationalen Frühschoppen Bohnen ab. Das einzige, was da passierte, war, daß von Zeit zu Zeit eine Frau reinkam und den sechs Journalisten aus fünf Ländern Wein einschenkte. "Wenn ich das jemals freiwillig kucken sollte, könnt ihr mich aufhängen", sagte Volker. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[18:18] Papa gab mir zwei Ohrfeigen, die mehr wehtaten als die von Mama. In meinem Zeugnisheft für die Familie notierte ich für Papa eine Sechs. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman) - Es wird insgesamt recht viel geprügelt in dem Buch.

[17:17] "Ihr könnt einen vielleicht ins Bockshorn jagen", sagte Mama und besah sich mein linkes Auge. Da war ein saftiges Veilchen am Erblühen. Am Erblühen, sowas durfte man bei Frau Katzer nicht sagen, sonst kriegte man zu hören: "Ich bin die Kuh am Stall am Schwanz am raus am Ziehen." (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[17:15] Im "Kindheitsroman" bekommen die Schüler von der Lehrerin des öfteren eine geschwalbt, gedachtelt & gepfeffert. War die Prügelstrafe in den 60ern nicht längst perdu? Inzwischen ist bereits 1971; Martin Schlosser guckt bei einem Kumpel 'disco 71'.

[17:14] Muhammad Ali sei ein Großmaul, sagte Mama. Immer rumzuposaunen, daß er der Größte sei! Bei ihr könne der damit keinen Eindruck schinden. Der heiße eigentlich auch gar nicht Muhammad Ali, sondern Cassius Clay. Bei seinem Boxkampf gegen Joe Frazier drückte ich trotzdem Muhammad Ali die Daumen, weil Joe Frazier aussah wie ein Schuftikus erster Güte. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[17:03] Gerhard Henschel: AllgFab (1).

[14:21] Enttäuscht war ich auch, als Mama sagte, die Sänger in der Hitparade würden gar nicht singen, sondern nur den Mund auf- und zumachen. Das sei Playback. Echt sei nur das Gebabbel von Dieter Thomas Heck, dieser die Sau grausenden Quasselstrippe. (Gerhard Henschel: Kindheitsroman)

[14:11] Urlaub 7/18. Tage ohne Alkohol: 451. Lektürestatus: gestern 120 Seiten. Weiter mit "Kindheitsroman" von Gerhard Henschel.