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Bücherlei Miszellen (39) [<<]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Dienstag, 25. April 2017

[10:55] "Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den Verbitterten! Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine Mühsal nicht mehr denken." (Elberfelder Übersetzung) - "Gebt Bier denen, die am Umkommen sind, und Wein den betrübten Seelen, dass sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken." (Lutherbibel 2017) [Sprüche 31,6-7]

[10:18] Retweet: Es spart ungemein viel Zeit, wenn man gleich einen schlechten Eindruck hinterlässt.

[10:17] Retweet: "Was machst du Samstag?" "Nichts." "Dann kannst du mir beim Umzug helfen?" "Ich meine, da bin ich DJ auf einem Urologenkongress in Nairobi!"

[10:15] Retweet: Seit Jahren schimpfe ich, dass meine Eltern uns nie besuchen. Nun kommen sie vorbei. So weit hätten sie nun auch wieder nicht gehen müssen.

[10:14] Retweet: "Auf einer Skala von 1-10: Wie verwirrt sind Sie?" "17." "Nur bis 10." "Was?" "Die Skala." "Welche?" "Wie verwirrt Sie sind!" "Ach so … 17."

[10:13] Retweet: „Diese Kettenbriefe regen mich so auf!“ „Das sind Deine Kontoauszüge.“

[10:12] Retweet: Mein Hirn ist wie ein Browser: - 12 Tabs offen - 5 davon reagieren nicht - ein Gif im Loop - und wo kommt diese verdammte Musik her?

[10:11] Retweet: Ich möchte jetzt bitte den Verantwortlichen hier sprechen.

[10:10] Retweet: In der Türkei wurden die Diktaturen umgestellt.

[10:10] Retweet: Können Menschen nicht ein bisschen leiser dumm sein?

[10:09] Retweet: "Wir haben kein Klopapier mehr." "Was soll das heißen?" "Weißt du, wie es ist, Klopapier zu haben?" "Klar." "Davon das Gegenteil."

[10:08] Retweet: Beim ersten Mal wählt man sich seine Diktatur noch selbst. Danach hat man keine echte Chance mehr zu wählen.

[10:07] Retweet: "Was würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?" "Dich!" "Awww! Weil du mich liebst?" "Dein Schnarchen schützt vor wilden Tieren."

[10:06] Retweet: "Du baust auch in jeden Satz was mit Sternzeichen ein!" "Das ist eine Waage Behauptung" "Da!" "Ich Schütze mich" "DA!!!" "Auf Widder sehen!"

[10:05] Retweet: Loriot sollte ein Schulfach sein.

[10:04] Retweet: Durch die Geburt der Tochter meines Bruders sind meine Hoffnungen auf einen Neffen zur Nichte gemacht worden.

[10:03] Retweet: Bitte nicht in Denkrichtung rechts aussteigen.

[10:02] Retweet: In Deutschland gilt man als Arm, wenn man aus einer Schulter wächst.

[10:01] Retweet: Ich mag es, mit Menschen umzugehen. Ne, Quatsch! Ich mag es, Mitmenschen zu umgehen.

[10:00] Retweet: Wenn jemand mit mir flirtet, brauche ich ja eindeutige Hinweise. z.B. so einen Typen wie vom Flughafen mit zwei Lichtern in der Hand.

[4:30] Freier Tag 2/3. 71 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. Weiter mit "Sabbaths Theater" (DNB) von Philip Roth.

Montag, 24. April 2017

[9:00] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 496. Lektürestatus: gestern 50 Seiten. Weiter mit "Sabbaths Theater" von Philip Roth.

Weißer Sonntag, 23. April 2017

[17:00] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 495. Lektürestatus: gestern und vorgestern je 50 Seiten. Weiter mit "Sabbaths Theater" von Philip Roth.

Ostersamstag, 21. April 2017

[8:17] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 494. Weiter mit "Sabbaths Theater" von Philip Roth.

Osterdonnerstag, 20. April 2017

[20:44] Daß Rußland die Zeugen Jehovas verbietet, die auch in der DDR weitestgehend verboten waren und unter den Nazis sehr gelitten haben, macht mir wegen der Renitenz Eindruck. Sind ja auch nicht so wahnsinnig viele.

[20:36] Nach 9 freien Tagen, einem kleinen Urlaub, geht's jetzt wieder arbeiten. Heute startet ein neuer, "normaler" Zyklus von 4 Nachtschichten. Die Lektüre der vergangenen Tage kann ich nicht als berauschend bezeichnen. Mit einem erheblichen Schlafdefizit zu abgelenkt, unruhig, unkonzentriert und, auch das sei zugestanden, etwas unglücklich mit dem Tolstojerzählband. Nach einem ausgedehnten Schläfchen von 12 bis 16 Uhr fuhr ich nochmals ins buchlager, dem 1-Euro-Antiquariat in Plagwitz, staubte 14 Bücher ab, die ich demnächst erfassen werde, und las mich noch ein bißchen in Philip Roths üppigen Roman ein.

[19:00] Buch begonnen: Sabbaths Theater" von Philip Roth.

[18:59] Buch beendet: "Sämtliche Erzählungen. Band 5" (DNB) von Lew Tolstoj, Insel-Taschenbuch, 420 Seiten. Es war die Zweitlektüre und gleichzeitig der Abschluß der Wiederlektüre der 5-bändigen Sämtlichen Erzählungen Tolstojs, wobei ich es belassen werde.

[10:03] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 492. Lektürestatus: gestern 140 Seiten. Weiter mit "Sämtliche Erzählungen. Band 5" von Lew Tolstoj.

Ostermittwoch, 19. April 2017

[7:57] "Wie gelangt der Mensch zu Ahnungen? Durch Sorge. Ganz einfach. Alle Propheten waren Sorgenmänner, und nur deshalb waren sie Propheten." (Jakob Wassermann: Faber oder die verlorenen Jahre)

[7:55] Leider war das, was der gute geistliche Herr wußte, auch wenig genug, und was das schlimmste war, seine Begabung zum Lehrer stand noch tief unter der Wasserhöhe seiner Wissenschaft. (Wilhelm Raabe: Alte Nester)

[6:00] Freier Tag 9/9. Tage ohne Alkohol: 491. Lektürestatus: gestern 63 Seiten. Weiter mit "Sämtliche Erzählungen. Band 5" von Lew Tolstoj.

Osterdienstag, 18. April 2017

[17:44] Eine neue Studie zum Salz- und Wasserhaushalt des Menschen widerspricht der landläufigen Auffassung, daß salzreichere Kost den Durst ankurbelt, was zu einer erhöhten Wasserzufuhr (Trinken) führt. Stattdessen bekommt man mehr Hunger.

[15:35] Heute Vormittag im strömenden Graupelregen einen weiteren Bücherbrocken von der Post abgeholt: "Wolf Solent" (DNB) von John Cowper Powys. 700-seitiger Roman, der 1986 bei Zolnay erschienen war. Wie und warum das Buch auf meine Leseliste geraten ist, habe ich vergessen. Egal. Hauptsache, erst mal kaufen. Inzwischen verkrümelte sich der Niederschlag, die Sonne lugte während der letzten Stunden scheinheilig hinter Wolken hervor. Wäre ich jetzt zur Post gefahren, hätte ich mich weniger der Gefahr ausgesetzt, mir erneut einen Schnupfen einzufangen. Irgendwie habe ich das Gefühl, die heutige Aktion wird mich noch, wenn nicht teuer, so doch gesundheitlich zu stehen kommen.

[6:33] In der Krankenpflege, die sich auf einer Geriatrie und Onkologie ja mehr als eine Altenpflege darstellt, begegnet man neben den oft erwähnten belastenden und durch den Zeit- und Leistungsdruck unangenehmen Momenten immer auch lustigen und haarsträubenden. Was sich betagte und/demente Patienten in der Kommunikation alles einfallen lassen, ist oft tragikkomisch. Tragisch, weil die Komik nur uns ersichtlich ist. Trotzdem finde ich es nicht ehrenrührig, Erlebtes und lustige Dialogsplitter mitunter festzuhalten. Trotz langjähriger Tätigkeit, bei der man meinen könnte, schon alles gesehen und gehört zu haben, verblüffen uns die betagten und kranken Menschen stets mit neuen Erwiderungen und Einfällen. Letztens war ein Patient ungarischer Abstammung sehr lange bei uns und bezeichnete das Steckbecken über Wochen hinweg stereotyp als "Schaufel", so daß wir Pflegekräfte den Begriff nun nicht selten überhaupt anstelle von "Schieber" verwenden, was Außenstehende und Kollegen anderer Stationen und Einrichtungen freilich nicht verstehen können. Ein anderer Patient meldete sich, er habe erneut Abtrieb gehabt. Abtrieb? Auch noch nie vernommen. Gemeint war die mit Urin befüllte Windel als Ergebnis des "Abtriebs". - Alle die Pflege betreffenden Beiträge im Bücherlei, die nicht in den Notaten stehen, sind hier verlinkt.

[6:14] Heute vor 51 Jahren wurde ich im Leipziger St. Elisabeth-Krankenhaus geboren. Ich gehöre somit noch zu den geburtenstarken Jahrgängen. Zwei meiner Kindheits- und Jugendfreunde gehören dem stärksten Jahrgang an. In der Schulklasse war ich der drittjüngste; die meisten Mitschüler waren 1965 geboren worden. Ich wurde als im April Geborener mit 6 Jahren eingeschult und litt dadurch mehr oder weniger während der gesamten POS-Zeit (1972-1982) darunter, einer der Jüngsten zu sein.

[6:05] Freier Tag 8/9. 70 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 117 Seiten. Weiter mit "Sämtliche Erzählungen. Band 5" von Lew Tolstoj.

Ostermontag, 17. April 2017

[17:11] Zur Entspannung & Ablenkung nach mehrstündigem Lesen nun eine Folge Inspector Mathias - Hinterland "Die Schöne im Moor" (S02E04). Eine Krimiserie in ruhigem Erzählton, kein Vergleich zu amerikanischen Serien, wo es pufft und ballert. "Die Serie wurde zunächst beim walisischen Sender S4C auf Walisisch ausgestrahlt, bevor sie bei BBC One Wales auf Englisch gezeigt wurde. Die BBC-Ausstrahlung im Jahre 2014 machte die Serie zum ersten BBC-Drama, bei dem sowohl Englisch als auch Walisisch gesprochen wurde."

[16:49] Nach der ersten Erzählung "Der gefälschte Kupon" in Tolstojs "Sämtliche Erzählungen. Band 5" legte ich das Buch beiseite und haderte mit mir. Weiterlesen, pausieren, abbrechen? Für das Moralisierende bin ich wohl verloren; und Tolstoj Lesenden ist dieser Ton vertraut. Nachdem ich eine Weile ein anderes Buch begonnen hatte, probierte ich am frühen Nachmittag weiter und befinde mich nun inmitten der langen Erzählung "Hadschi Murat", mit 150 Seiten eher schon ein kleiner Roman, die ich auf alle Fälle noch lesen möchte. Also kein ungetrübter Lesetag, der sich charakterlich dem draußen agierenden Aprilwetter anzupassen versucht, wie mir scheint. Überhaupt zeitigt meine Unleidlichkeit, was Lektüre betrifft, neue Amplituden. Die Begrenzung, der Impuls, auszusieben, wegzulassen, wird immer prägnanter.

[16:39] "Es gibt Stunden, wo Wahrheit wichtiger ist als dankbares Verschonen." (Jakob Wassermann: Faber oder die verlorenen Jahre)

[16:38] "Bedenken Sie doch, wie die Männer in der Welt gehaust haben; wie sie alles Gottesgut und Herzensgut zerschmettert haben." (Jakob Wassermann: Faber oder die verlorenen Jahre)

[16:37] "Miß Morland, niemand kann von dem Verständnis der Frauen eine höhere Meinung haben als ich. Die Natur hat ihnen so viel davon geschenkt, daß sie es nie für nötig halten, mehr als die Hälfte anzuwenden." (Jane Austen: Die Abtei von Nordhanger)

[16:36] ... beendete Henry das Thema und landete ... bei der Politik, und von der Politik zum Schweigen war kein großer Schritt. (Jane Austen: Die Abtei von Nordhanger)

[16:35] Um den Männern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, möchte ich nur noch hinzufügen, daß zwar für den größeren und oberflächlicheren Teil des männlichen Geschlechtes frauliche Dummheit eine Erhöhung ihrer persönlichen Reize bedeutet, aber doch eine gewisse Anzahl immerhin vernünftig und wohlgebildet genug sind, um von einer Frau mehr zu wünschen als nur Unwissenheit. (Jane Austen: Die Abtei von Nordhanger)

[4:30] Freier Tag 7/9. Tage ohne Alkohol: 489. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Sämtliche Erzählungen. Band 5" von Lew Tolstoj.