Bücherlei Miszellen (43) [<<]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Donnerstag, 14. Dezember 2017

[10:55] 2018 beginnt in Leipzig Grünau der erste Hochhausneubau nach der Wende. Der 13-Geschösser wird sechzig 1- bis 3-Raum-Wohnungen zwischen 30 und 103 qm erhalten. Die Wohnungsgesellschaft "Lipsia" baut das Hochhaus für 12,2 Millionen Euro in der Brackestraße, wo vor zehn Jahren ein 11-Geschösser abgerissen worden war.

[9:31] Die Kinderstation (PDF), welche, wie ich bereits vor einigen Wochen berichtete, als neue Station unserem Klinikstandort angegliedert ist, ist offiziell eröffnet worden. Insgesamt 12 Kinderkrankenschwestern und -pfleger des Pflegeteams sind für 14 Krankenzimmer zuständig. Kindeseltern können miteinchecken. Maximal also 28 belegte Betten - 14 Kinder mit einem Elternteil oder ältere Kinder zusammen im Zweibettzimmer. Wir anderen amüsieren uns, welche Namen Kindern heutzutage gegeben werden. Berührungspunkte zur neuen Station, die meiner (Geriatrie) diametral entgegen gesetzt ist, gab es bislang nicht. Wir können die Station noch nicht einmal problemlos betreten, weil der Zutritt mit Idendifikationskarte erfolgt. Schon lustig, wenn die Eltern der Patienten meist nur ein Drittel so alt sind wie unsere.

[8:11] Retweet: Da denkste, als Lehrerin haste schon alles gehört und dann betreut eine befreundete Tagesmutter seit Kurzem die Zwillinge Bine und Maja.

[7:33] Bete so, als wenn alles Arbeiten nichts hilft, und arbeite so, als wenn alles Beten nichts hilft. (Martin Luther)

[6:47] Isländer nennen harmlose Vulkanausbrüche "Touristenausbrüche", "weil die Magmafontänen, magnetischen Stürme und dramatische Aschewolken perfekte Fotomotive sind, aber vergleichsweise geringen Schaden anrichten." "Lonely Planet Reiseführer Island)

[4:47] Retweet: "Ich brauche keinen Papagei." *Papageien sind 60% reduziert* "Ich nehme vier."

[4:47] Retweet: "Ich brauche keinen Papagei." *Papageien sind 60% reduziert* "Ich nehme vier."

[4:46] Retweet: Wenn du müde auf der Heimfahrt vom Nachtdienst zu Hause anrufst, um die Ehefrau zu fragen, ob es dort noch freie Bettenkapazitäten gibt, bist du wohl schon zu lange Notarzt.

[4:45] Retweet: "Was ist das lateinische Wort für Scheide?" Sohn (6): "Fotze" Hm. Ein humanistisches Gymnasium wird’s schon mal nicht.

[4:44] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 730.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

[21:17] "Hunger wirkt vom falschen Ende des Bestecks aus sehr böse." (Doctor Who S10E01)

[19:23] "Etwa 100.000 Amateurfilmer drehten in der DDR unzählige Filmminuten auf 8mm, Super 8 oder sogar 16mm. Diese ganz privaten Zeugnisse der DDR-Kulturgeschichte erzählen - mal linientreu, mal harmlos, mal versteckt erotisch, mal subversiv vom Leben in der DDR. " Die MDR Dokumentation "8mm DDR" in zwei Teilen.

[18:02] "Etwa 100.000 Amateurfilmer drehten in der DDR unzählige Filmminuten auf 8mm, Super 8 oder sogar 16mm. Diese ganz privaten Zeugnisse der DDR-Kulturgeschichte erzählen - mal linientreu, mal harmlos, mal versteckt erotisch, mal subversiv vom Leben in der DDR. " Die MDR Dokumentation "8mm DDR" in zwei Teilen.

[11:04] Als ich eben nochmals den Bericht über den Film "Zeit für Stille" sah, wurde das Buch "Stille. Ein Wegweiser" von Erling Kagge empfohlen. "Angeregt durch Freunde und Wegbegleiter (...) ist er in seinem Buch zu dreiunddreißig Antworten gekommen. Ein Wegweiser für den modernen Menschen auf seiner Suche nach Stille, Ruhe, Frieden - überall dort, wo es laut ist."

[10:45] "Tattoos gelten mittlerweile als Statussymbol unserer narzistischen Trendgesellschaft." - Läuft es euch bei diesem Satz nicht auch kalt den Rücken runter?

[10:00] In Frankreich reist der Schriftsteller Erik Orsenna durch 25 Provinzen, um im Auftrag der Regierung zu prüfen, ob und wie sich das Wahlkampfversprechen Macrons, die Bibliotheken auch sonntags zu öffnen, realisieren läßt.

[9:17] Geht es um Amerikaner, versuche ich eine gewisse Unvoreingenommenheit herzustellen. Bei jedem neuen Bericht aber schüttle ich den Kopf und verstehe die Menschen dort nicht. Ich glaube einfach nicht, daß sie dööfer sind als andere Menschen. Solch einem Chauvinismus stehe ich skeptisch gegenüber. Warum aber diese Anhänglichkeit an Trump? Wie ticken die US-Amerikaner? Oder sind die medialen Berichte, die ich aus politischen und gesellschaftliche Journalen übermittelt bekomme, einseitig, verzerrt? Und diese, ja, fast Geilheit, mit der familiäre Werte betont und hochgehalten werden. Gerade in den Tagesthemen der Bericht über die Niederlage von Roy Moore bei der Senatorenwahl in Alabama, wesentlich beeinflußt durch die Anschuldigungen sexueller Übegriffe auf Minderjährige vor Jahrzehnten. Gott vergibt das doch, es sei 40 Jahre her. Und lieber einen Pädophilen wählen als einen Demokraten, so der Tenor.

[0:11] "Eine Frage. Sind Sie langweilig zur Welt gekommen oder mußten sie's lernen?" (Doctor Who: The Husbands of River Song)

Dienstag, 12. Dezember 2017

[21:50] Mein Schlafrhythmus ist in dieser Woche wiederum massiv gestört. Nachdem ich in der vergangenen Nacht lediglich 2,5 Stunden Schlaf fand und mich gegen 3.30 Uhr bereits wieder im Bett wälzte, wurde ich heute Nachmittag todmüde und holte zwischen 16:45 Uhr und 21.15 Uhr ein paar Stunden nach und sitze, während "normale" Menschen sich langsam bettfertig machen, zwar nicht putzmunter, so doch sukzessive kognitiv auftauend am PC und klicke die nächste SOKO an, indem ich mit "Tabu" (SOKO Stuttgart S08E01) die 8. Staffel starte.

[15:24] Das gibts doch gar nicht. Die SOKO Leipzig hält in der 16. Staffel ihr hohes Niveau. Dagegen kommen die anderen SOKOs momentan nicht an. In "Der Wert des Lebens" geht es sehr intensiv um das Thema Freitod. Wahrscheinlich spornte die Drehbuchschreiber der nahe Abschied von Andreas Schmidt-Schaller als Chef zu Höchstleistungen an.

[11:52] Wenn Kirchen in Serien vorkommen, Menschen sich in Kirchen aufhalten, Gottesdienste oder Beichten stattfinden, werden ausnahmslos alte (gotische oder neugotische) Kirchen gezeigt. Ich bin in meinem Leben, in meiner Kindheit bis zum Erwachsenenalter wahrlich in vielen katholischen Gemeinden gewesen, unter denen jedoch mehr moderne Kirchen waren als solche historischen, von denen die Filmemacher wohl meinen, sie repräsentierten das reelle Geschehen praktizierten Christseins. Auch in den Pfarrer-Braun- Filmen war das so, und die Filmkulissen bestanden durchweg aus mittelalterlichen Kirchen, in denen im wirklichen Leben höchstens eine kärgliche protestantische Gemeinde ihre Dasein fristet, deren normale Gottesdienste eher in einem warmen Gemeindehaus vonstatten gehen als in kalten gotischen Kirchenschiffen.

[8:42] In den Tagesthemen werden erneut die Stellenstreichungen bzw. sogar die Standortschließungen von Siemens in Görlitz und Leipzig thematisiert. Jedes Mal wieder ist die Aufregung und Empörung gewaltig, sobald sich Konzerne in diese Richtung bewegen. So nachvollziehbar und verständlich dies konkret in den Augen der Betroffenen ist, so frage ich mich, warum gesellschaftlich nicht diskutiert wird, daß sich diese Entwicklung fortsetzen und vervielfachen wird, daß Vollbeschäftigung eine Utopie ist, der man nicht mehr nachjagen und sie niemanden mehr versprechen sollte. Daß durch den technischen Fortschritt, durch Rationalisierung und globale Marktveränderungen immer weniger Arbeitsplätze vorhanden sein werden, ist doch lange schon bekannt. Menschen wie Richard David Precht mahnen seit einiger Zeit ein Umdenken an. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wäre 1 mögliches Szenario für eine zukünftige Gesellschaft, in der Arbeit nicht mehr die einzig zwingende Option wäre, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Stattdessen muß darüber nachgedacht werden, wie man den Menschen ein Leben ermöglichen kann ohne den Zwang einer Arbeit.

[6:05] "In diesem Jahr fallen der vierte Adventssonntag und Heiligabend zusammen. Laut dem Kirchenrecht sind Katholiken zur Teilnahme an der Sonntagsmesse genauso verpflichtet, wie zur Beachtung hoher Feiertage wie der 'Tage der Geburt unseres Herrn Jesus Christus'. Für viele Katholiken bedeutet das, dass sie in diesem Jahr am 24. Dezember zweimal in die Kirche gehen: am Morgen zum Sonntagsgottesdienst und am Abend zur Christmette." Eine allgemeine Dispens gibt es nicht.

Montag, 11. Dezember 2017

[23:46] Sterben verboten?: "Wie Hightech-Medizin den Tod verändert". - Renate Werner hat sich in Film-Dokumentationen und in ihrem Buch "Zuhause sterben" mit dem Tod beschäftigt und geht Fragen des Lebensende nach und wie man es gestalten kann.

[21:22] Nur noch 1 Tag in der Mediathek ist der Film über Peter Handke: Bin im Wald, kann sein, dass ich mich verspäte....

[19:55] Leipzig gestern am Sonntag, dem Zweiten Advent.
leschnee

[19:48] "... daß er der unhöflichste Mensch der Welt war. Sperren Sie Alan Kinsgley in einem Zimmer ein und er fängt Krawall mit sich selber an. (Inspector Barnaby: Mord nur für Mitglieder)

[18:23] Dadurch daß ich bei den Kulturjournalen immer noch hinterherhinke und die aktuellen Magazine noch nicht gesehen habe, entging mir der Kinostart von "Zeit für Stille", einem Thema, das mich so sehr fesselt, daß ich mich ins Knie darüber beiße, daß der Film mir entgangen ist. Denn obwohl er "erst" am 30. November anlief, ist er aus Leipziger Kinos bereits verschwunden. Nun gilt es, die Augen offen zu halten, um mitzubekommen, wo und wann sich dieser Dokumentarfilm sehen läßt. In Leipzig finde ich nur noch eine Vorstellung, und zwar am 3. Januar um 16 Uhr in der Kinobar Prager Frühling. Da keine Ticketvorverkäufe möglich sind, wäre ich darauf angewiesen, daß ich eine Karte an der Kasse bekomme. Rechtzeitiges Kommen ist also angezeigt. Schier umwerfend war damals "Die große Stille" über das Leben der Kartäuser für mich. Einen filmischen Blick auf dieses so rare Gut, die Stille, ersehne ich sehr und freue mich unbändig darauf.

Sonntag, 10. Dezember 2017

[20:10] Jede Gruppe entwickelt eine Gruppensprache (Soziolekt). Auch wir in der Pflege, auf Station. Vor einiger Zeit kam das im Tagebuch beispielhaft vor. Auch Verhörer oder Versprecher finden Eingang in eine dynamische Kommunikation untereinander. Eine Kollegin las statt Analfissur - Analfrisur. Logisch, daß hierbei Bilderwelten zum Tragen kommen. Und den in der Krankenpflege täglich zu begegnenden Intertrigo (der gemeine Wolf in Leisten, Bauchfalte oder unter der Brust [submammär]) nennen wir gerade "Enrico". Außenstehende würden uns mittelfristig nicht mehr verstehen, wenn solche sprachlichen Eigenheiten nicht auch wieder verschwinden würden. Trotzdem machen sie in der Phase, in der sie virulent die Gruppensprache prägen und beeinflussen, einen Heidenspaß.

[19:55] In einem Bericht über das endlich eröffnete Leipziger Paulinum gehört: "Das ist keine Aula, sondern eine blinkende Kirchenbehauptung".

[19:41] Der berühmteste Hit von City wird 40 Jahre alt: "Am Fenster". Aus diesem Anlaß spielten Musiker Coverversionen ein, von Rock über Klassik bis Jazz, die auf MDR Kultur zu hören sind.

[18:55] Retweet: Was schenkt man jemandem, der schon alles hasst?

[18:47] Fast 1 Million Menschen versammelten sich in Paris, um Abschied vom französischen Elvis zu nehmen, dem verstorbenen Johnny Hallyday.

Samstag, 9. Dezember 2017

[19:51] "too christmas taste" urteilte ein Passant auf dem Aaachener Weihnachtsmarkt hinsichtlich der Aaachener Printe.

[19:17] Ambivalent sei der 40 qkm große Truppenübungsplatz in der Oberlausitz. Einerseits nervt das Geballere die Anwohnenden, andererseits liefert er Arbeitsplätze für mehr als 200 Zivilangestellte. Mehr als 7 Mio Euro flössen alljährlich in die Umgebung. Eines habe ich nicht begriffen. Eine zuliefernde Bäckerei sagt, daß, wenn Soldaten aus Singapore anwesend sind, überwiegend süße Backwaren ausgeliefert würden. Essen die nichts "Normales", Neutrales oder gar Pikantes?

[19:16] Seit 1982 fertigt die 73-jährige Puppenkünstlerin Margot Nötzel Puppen aus Biskuitporzellan. In einer Schau im Heimatmuseum Knochenstampfe im erzgebirgischen Dorfchemnitz sind nun 124 Exponate (12-80 cm groß) zu sehen. "Proportionen und Mimik der Figuren sind für mich kein Problem. Als Vorlese-Oma im Kindergarten habe ich Gesichtsausdrücke und Stimmungen der Kinder beobachtet".

[18:22] Übrigens, neben dem kürzlich gestorbenen französischen Rocksänger Johnny Hallyday, von dem ich noch nie etwas gehört hatte, starb der Schriftsteller und Journalist Jean d’Ormesson, von dem ich bis zu seinem Tod ebensowenig etwas wußte und der gestern einen Staatsakt erhielt, bei dem alle letzten französischen Präsidenten zugegen waren. Meiner Unkenntnis mag man zugute halten, daß zwei seiner Romane zuerst und zuletzt in den 70ern auf deutsch erschienen: "Der Glanz des Reiches" und "Wie es Gott gefällt".

[18:09] Bei diesem Bericht aus einem Flüchtlingslager für Rohingya bekommt man wieder das große Kotzen und möchte einfach nur herumschreien und sich in einem Weltekel suhlen.

[17:29] Retweet: Kinder. Sie geben so viel zurück. / *schickt den Sechsjährigen mit zwei Tüten Pfandflaschen zum Supermarkt*

[17:28] Retweet: Ich hatte kurz das Glitzerkleid der Kleinen im Wäschetrockner, nun sieht das Flusensieb aus als wäre ein Einhorn darin explodiert.

[17:27] Die Uhr schlägt. Alle. (Stanislaw Jerzy Lec)

[17:26] Retweet: Kennt ihr diese Leute, die am Kassenband nicht vor gehen, sondern immer eisern neben ihrem Einkauf stehen bleiben? Was glauben die, dass ich mit ihrem Frischkäse durchbrenne?

[17:25] Reichsbürger, die sich eigene Pässe fertigen, aber ordnungsgemäß einen Waffenschein beantragen. Genau mein Humor.

[17:20] Weiterführung der Liste mit Wörtern, die man nicht sonderlich oft gebraucht, die es aber verdient hätten: vergackeiern, wohlweislich, allerhand, verdattert, Gesums, Knilch, dreist, dröge.

[17:19] Retweet: "Du hast ein Sarkasmus-Problem." "Das hast du ganz toll herausgefunden."

[17:18] Retweet: Habe vorhin eine Kochsendung geguckt und spontan Lust auf Kochen gehabt. Jetzt hab ich Angst, aus Versehen eine Sportsendung zu gucken.

Freitag, 8. Dezember 2017

[15:58] Retweet: Kraft des mir verliehenen Rhönrads, bei der Macht von Glitzerpink, Hartweizen und dem Liebreiz meiner Nordmanntanne, des Weiteren unter Hinzugabe von reichlich Alkohol, charmanten Repressalien und überstandenem Lebkuchenkoma melde ich mich hiermit in aufrichtiger Liebe zurück.

[15:57] Retweet: Die 100 Phasen des Elternseins: 1. Juchu, ein Baby! 2.-99. Hoffentlich ist diese Phase bald vorbei! 100. Das war so niedlich, als sie noch klein waren!

[15:56] Retweet: "Mama, wenn ich Du wäre, würde ich meinen Kindern heute etwas Wärmeres anziehen." - Die Fünfjährige wird die Art Mutter, die keiner leiden kann.

[15:55] Retweet: Aus dem Aufnahmebogen, den der Pflegeschüler gerade anfertigte: "Besonderheiten: Der Patient ist verheiratet, aber sexuell aktiv."

[15:54] Retweet: "Der Praktikant hat den Drucker kaputt gemacht. Montag kriegen wir einen neuen!" "Hoffentlich nicht wieder so einen Trottel!"

[15:53] Retweet: "Hier ist offenbar ein mehrstufiges Vorgehen nötig." "Das ist eine Treppe."

[15:52] Retweet: Das Prinzip von Trump: Er verschüttet Cola im Auto. Damit es niemand merkt, fährt er das Auto gegen eine Wand. Damit es niemand merkt, schiebt er den Wagen in einen Fluß (Auto vorher angezündet). Damit es niemand merkt, sprengt er den Staudamm. Den er von Karten streichen lässt.

[15:51] Retweet: "In unserer Praxis sind Sie in besten Händen, wir sind spezialisiert auf die Behandlung vom Kleptomanie. Haben Sie den Fragebogen schon ausgefüllt?" "Hier war kein Fragebogen."

[15:50] Retweet: Die Demenz meines Vaters ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass er ständig die gleichen Sätze wiederholt, wie z.B. "Krieg endlich dein Leben auf die Reihe!" oder "Lass den Schinken liegen!"

Donnerstag, 7. Dezember 2017

[18:37] Aus Zeitmangel nur die Verlinkungen neuen Pflegedokumentationen. Später vielleicht mehr dazu. Zeitmangel paßt durchaus zum Thema. - "Der letzte Umzug. Abenteuer Altenheim in Osteuropa".

[18:33] Kleine, wachsende Sammlung von Büchern über Pflege, Medizin & Gesundheitswesen: "'Sie wollen mich doch vergiften!' Der ganz normale Wahnsinn in der Altenpflege", "Pflege im Schweinsgalopp. Die unerhörten Erlebnisse der Schwester Annette", "Ich habe den Führer rasiert. Skurriles aus dem Altenheim", "Töte möglichst wenig Patienten. 57 goldene Regeln, um der beste Arzt der Welt zu werden".

[18:32] "Hirschhausen im Altenheim": "Auf der Suche nach Antworten verbringt Eckart von Hirschhausen für diesen Film drei Tage in einem Altenheim der Diakonie in Düsseldorf. Alt sein auf Probe. Wie sieht der Alltag in einem Heim aus? Wer sind die Bewohner? Welche Geschichten haben sie zu erzählen?"

[17:49] Größten Respekt vor Nuriye Gülmen, die sich seit Monaten im Hungerstreik befindet! Die türkische Dozentin war im Mai wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer Terrororganistation verhaftet, letzte Woche verurteilt und nun vorübergehend frei gelassen worden.

[17:34] Vom gestern gestorbenen französischen Rocksänger Johnny Hallyday ("Der französische Elvis") habe ich nie zuvor etwas gehört. Dabei soll er in Frankreich eine Ikone sein und viele seine Lieder so bekannt wie die Marseillaise. "In jedem von uns steckt ein Johnny", sagte der neue französische Präsident Macron. Man merkt dem arte-Journal an, daß es eine französisch-deutsche Koproduktion ist, weil sie anläßlich seines Todes so ausführlich berichtet und überhaupt Themen und Geschehnisse aus und in Frankreich in diesem Polit- und Gesellschaftsjournal in aller Regelmäßigkeit behandelt ´ werden. Am nächsten Mittwoch werden auf arte zwei Filme gezeigt, in denen Johnny Hallyday mitspielte, so "Detective" von Jean-Luc Godard. Auf arte ist bis Januar 2018 auch eine Dokumentation über die Rocklegende zu sehen.

[17:22] In Deutschland ist die 10. Staffel Doctor Who angelaufen. Gestern sah ich das Weihnachtsspezial 2016 - "Die Rückkehr von Doctor Mysterio". Rundum gelungen, hat großen Spaß gemacht. Da nachher die neue Arbeitswoche startet, kann ich mich auf die ersten beiden Episoden ("Flucht durchs Universum" und "Der lächelnde Tod") bis zum Montagabend freuen. Reizend ist Nardole, der neue Begleiter des Doktors, gespielt von Matt Lucas, der durch die verquere Serie "Little Britain" bekannt wurde.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

[20:00] Die SOKO Leipzig liebe ich allein schon aus Lokalpatriotismus. Sonst aber auch. Und die Drehbuchschreiber und Macher legen sich auch in dieser Staffel 16, die ich gerade gucke, mächtig ins Zeug. In "Ein Fall für Rettig" (S16E21) steht die Laborratte Rettig endlich einmal im Mittelpunkt, weil ein Fall von Künstlicher Intelligenz zu lösen ist. Und Rettig als Mensch mit Aspergersyndrom begegnet einer Gleichgesinnten. Super!

[18:35] This retweet made my day: Braunschweig. Aber als Imperativ.

[18:01] Vor einigen Tagen eröffnete in meiner Nähe eine neue ALDI-Filiale, worüber ich erfreut bin, weil sich sonst in meiner Nähe nur ein REWE-Markt befindet, den zu meiden ich gewohnt bin und der sich einst - wie all die anderen auch - in einer ehemaligen Kaufhalle (später: Marktfrisch) eingenistet hatte und - wie all die anderen auch - demnächst durch einen Neubau ersetzt wird. Zu Fuß würde ich ALDI nun in zirka 7-8 Minuten erreichen, mit der Straßenbahn sind es zwei Haltestellen, wenn denn eine kommt und ich nicht wie vorhin beim ersten Test 10 Minuten auf sie warten muß. Der nächste Supermarkt ist LIDL und vier Haltestellen in Richtung Paunsdorf entfernt, oft fuhr ich weitere zwei in die Paunsdorfer ALDI-Filiale, was sich durch die Neueröffnung erübrigt. In Richtung Innenstadt kommt erst Kaufland (Koehlerstraße) in Frage. Die Nähe des neuen Supermarktes wird mich wohl dahin bringen, weniger zu Kaufland zu fahren. Wir in Sellerhausen sind kein Hipsterland wie Plagwitz oder Connewitz, keine Kö(nneritzstraße) und keine Karli (Karl-Liebknecht-Straße), wo das Leben pulsiert und sich Laden an Laden reiht. Hier ist man froh, wenn eine einsame Straßenlaterne Stimmung in die Bude bringt.

[14:00] Retweet: Jetzt bis zu 80% weniger Stress mit dem Aktionscode "Nö, mach ich nicht".

[13:57] Retweet: Allen möglichen Scheiß vergessen, aber sich bis ans Lebensende daran erinnern, das Rosis Nummer 32 16 8 war.

[13:56] Retweet: 8 Millionen Euro durch Tantiemen. So viel verdienen George Michaels Nachfahren jedes Jahr mit seinem Lied "Last Christmas". Eine mindestens ebenso hohe Summe wird für psychologische Betreuung von betroffenen Radiohörern aufgewendet.

[13:55] Retweet: Film: Sie rennt, kämpft und macht drei Salto rückwärts - der Bademantel sitzt. Realität: Du atmest ein - und stehst ohne Bademantel da.

[13:54] Retweet: Ich gehe nur wählen weil ich wissen will wie es sich anfühlt, mit einem guten Gefühl ein Schulgebäude zu verlassen.

[13:53] Retweet: Ich habe meine Eltern dabei beobachtet, wie sie gemeinsam versucht haben Schrankwände auszurichten. Das es mich gibt ist ein Wunder.

[7:14] Boxende Großmütter in Südafrika - das ist so stark. Im Verein "Boxing Gogos" in Cosmo City, einem Vorort von Johannesburg, treffen sich 80 Frauen und werden von Claude Maphosa gecoached.

[5:51] Die deutsche Trinkkultur aus der Sicht von Ausländern: "In Kasachstan, beziehungsweise in Russland und im ganzen Osten ist das Trinken eine kollektive Angelegenheit. Bei uns gibt es Tausende Regeln dafür, wie man trinkt: Es gibt zum Beispiel eine bestimmte Reihenfolge an Toasts, die ausgesprochen werden müssen, und man darf nicht einfach so trinken, sondern immer auf etwas: auf die Liebe, die Freundschaft, diesen Abend, die Eltern, die Heimat. In Deutschland gibt es nur eine einzige Regel: Man schaut sich beim Anstoßen in die Augen. Und es trinkt jeder für sich. Es gibt ja auch das Sprichwort: 'Das ist nicht mein Bier.' So was könnte man auf Russisch gar nicht sagen! In Russland ist das Trinken ein sozialer Prozess, in den alle eingebunden werden."

[5:35] Aus der freitäglichen Sendereihe "Lebenszeit" des Deutschlandfunks noch nicht gehört, aber eben archiviert: "Diagnose Sprachverfall - Wer spricht noch korrektes Deutsch?" (mp3), "Raus aus der Stressfalle - Wie kann Erholung im Arbeitsalltag gelingen?" (mp3) sowie "Tag für Tag in Armut leben" (mp3).

[5:27] Der The Interlace genannte hexagonal angeordnete Gebäudekomplex in Singapore besteht aus 31 sechsstöckigen Häuserblöcken mit insgesamt 1040 Apartments, entworfen deutschen Architekten Ole Scheeren.

Dienstag, 5. Dezember 2017

[20:34] Immer wieder Bücher aus der Welt der Medizin, des Gesundheitswesens und der Pflege: "Töte möglichst wenig Patienten. 57 goldene Regeln, um der beste Arzt der Welt zu werden".

[20:02] "Neben der Unbefleckten Empfängnis ist die Art, wie die Kirche mit ihrem Geld umgeht, eines der großen Geheimnisse des Glaubens." (Law and Order Paris S01E02)

Montag, 4. Dezember 2017

[18:06] Jetzt, da ich ausnahmsweise einmal wieder fünf Nachtdienste hintereinander arbeiten muß, begreife ich nicht, wie ich jahrelang so arbeiten konnte. Freilich wird man älter und steckt die Arbeit nicht mehr so weg wie früher. Trotzdem bin ich froh, finanziell nicht mehr auf 40 Wochenstunden angewiesen zu sein. Im Gegenteil. Ich strebe sogar eine weitere Reduktion um einen Wochentag an, so daß ich dann nurmehr drei Tage Dienst und vier freie Tage hätte.

[17:50] In China fahren viele Menschen mit dem Rad. Sie fahren meistens ohne Licht. Die Regierung hütet sich, ein Gesetz zu erlassen, welches die Radfahrer zur Beleuchtung verpflichtet. Die Begründungen, warum man kein Licht am Rad habe, sind erheiternd anzuhören. Getreu dem Motto: Wenn genügend Autos führen, wäre es auch hell genug.

Sonntag, 3. Dezember 2017

[20:11] Euromaxx-Bericht über Flußkreuzfahrten mit Hund. Für 1000.- Euro schippert man 1 Woche lang über Rhein und Mosel, inklusive Hundetrainer, Rollrasen und Landgang alle zwei Stunden, damit die Hunde auf festem Boden Gassi gehen können.

[18:55] Sichtung erstmal notieren, später ggf. in eine Liste packen: "Spritzenmässig. Kurioses, Krasses und Komisches aus der Notaufnahme". Die Krankenschwester Anna Tarneke berichtet aus den Niederungen einer deutschen Notfallambulanz. Solch ein Buch würde ich mir aus dem Betrieb einer Normalstation wünschen, wie wir sagen. Denn überwiegend wird, wenn das Thema in den Medien aufs Tapet kommt, aus OP-Sälen, Intensiv- und eben Aufnahmestationen berichtet.

[18:33] Der Bestand an Betäubungsmitteln (BTM) muß im stationären Betrieb streng dokumentiert werden. Dafür gibt es separate Karten, auf denen der Ab- und Zugang von Tabletten, Ampullen, Tropfen, Pflastern usw. akribisch verzeichnet wird. Nun geschah es, daß eine Fachkraft eine Packung Palexia vor sich sah, auf der 14x1 Retardtabletten angegeben war, und die Schachtel mit 15 Tabletten als Zugang dokumentierte. Wodurch bei einer späteren Kontrolle natürlich eine Tablette "fehlte", weil eben nur 14 Tabletten in der Schachtel vorhanden gewesen waren. Die kleinen Freinheiten der Wahrnehmung und deren mathematische Umsetzung sorgen also für Erheiterung bei den nicht beteiligten Personen. Man ist, was Humor betrifft, in der Pflege ja bereits für sehr wenig sehr dankbar.

Samstag, 2. Dezember 2017

[19:50] Im Sachsenspiegel verwendete ein Reporter, der von einem erzgebirgischen Weihnachtsmarkt aus berichtete, das Wort "Adventszeit". Habe ich in diesem Jahr überhaupt zum ersten Mal gehört.

[19:31] Daß man sich vor der Ansteckung mit AIDS heutzutage auch medikamentös schützen kann, wußte ich nicht. Die blaue Pille gibt es in Frankreich seit 2016 auf Rezept und wird entweder regelmäßig täglich eingenommen oder punktuell vor und nach dem Sexualverkehr. Der Schutz firmiert unter dem Namen PrEP.

[18:33] Dadurch daß ich bis 18.15 Uhr geschlafen habe, also über 10 Stunden, und 19.55 Uhr zum nächsten Dienst starten muß, heute keine Bespaßung, sondern Minimalprogramm mit den Tagesthemen und den arte-Journalen.