Bücherlei Miszellen (46) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Samstag, 28. April 2018

[19:27] Infolge zweier Zusatzurlaubstage (gestern + vorgestern) muß ich nur zwei Dienste ableisten. Zusatzurlaubstage werden sporadisch in den Dienstplan eingefügt und werden je nach geleisteter Schichtarbeit zum Grundurlaub addiert (bis zu 5 Tage jährlich). Der Vorteil ist: sie überhaupt zu bekommen; der Nachteil: daß sie ungefragt & spontan einfach freien Tagen "angepappt" werden, man also im Vorhinein nichts planen kann. So hatte ich in dieser Woche von Montag bis Freitag frei und gehe gleich zu Nachtdienst 1/2 - ein kurzes Vergnügen, falls man die Arbeit als solches aufzufassen imstande ist.

[18:22] Bei diesem Bericht über die Außenseiterin Keiko Furukura in Sayaka Muratas "Die Ladenhüterin" mußte ich an Christian Köllerers Japanbesuch denken. In den Perlentaucherrezensionen über dieses als "brilliant kalt" beschriebene Buch fiel mir die attraktive Wendung "sozialer Alien" auf.

[18:00] Retweet: Wenn Jesus mit Glasfaser erwürgt worden wäre, dann hätte jetzt jedes Büro in Bayern endlich Glasfaser!

[13:13] Unsere Klinik ist zurzeit übrigens mit dem umfassendsten Umbau seiner über 100-jährigen jüngeren Geschichte beschäftigt. Der damals moderne Pavillonstil von Krankenhäusern ist obsolet. Die große Frage der näheren Zukunft wird sein, ob unser entlegener Standort in Grünau und also weit ab vom Schuß der Klinikum überhaupt noch tragbar erscheinen wird.

[12:55] Gestern wurde das Wandbild auf unserer Station präsentiert. Die Deutung, daß es sich bei dem "himmelblauen Trabant" (Songtext) um den Trabanten aus dem Film "Go Trabi Go" handele und darin Udo Struutz alias Wolfgang Stumph zu erblicken sei, ist nun offizielle Lesart und wird es wohl bleiben. Immerhin brachte die Geschäftsführerin unserer Klinik die Pflege als ursprünglichen Motor des Projektes zur Sprache. Da ich gerade fünf Tage frei hatte und vom Stationsbetrieb und dem Informationssfluß abgeschnitten war, werde ich eventuelle Neuigkeiten und Details nachliefern.

[12:27] Meine Erfahrungsserie "Zum ersten Mal" geht weiter. Erstmals vom Film "Die Stadt ohne Juden" gehört, der dank des Zufallfundes einer vollständigen Kopie restauriert werden konnte. Auch Hugo Bettauer, der die gleichnamige Romanvorlage lieferte und 1925 ermordet worden war, war mir völlig unbekannt. Geschmäht wurde Bettauer nicht nur wegen seiner philosemitischen Position, sondern vor allem wegen seiner erotischen Veröffentlichungen, speziell des Aufklärungsmagazins "Er und Sie - Wochenschrift für Lebenskultur und Erotik". "...blieb der Freigeist für Katholiken und Deutschnationale eine permanente Provokation. Mit der Sozialdemokratie kämpfte er gegen den Abtreibungsparagrafen, der ständig junge Frauen vor Gericht brachte, und gegen die soziale und politische Ausgrenzung von Prostituierten, die kein Wahlrecht hatten. Die deutschnationale Presse hetzte gegen die 'räudige Talmudseele' und dieses 'perverse Kloakentier' und rief nach Lynchjustiz." Mehrere Romane von Bettauer sind im PG vorhanden, so auch "Die Stadt ohne Juden".

[9:58] Die Black-Mirror-Folge "Von allen gehaßt" (S03E06) entwickelte sich effektmäßig zu einer Art 'Die Vögel 2.0', nur daß künstliche Bienen den Gruseleffekt erzeugen. Das letzte Mal, daß ich vor Spannung kalte Hände hatte, war bei der belgischen Serie "Tabula Rasa".

[9:56] Vor Nachtdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 865.

Donnerstag, 26. April 2018

[21:40] Nachdem Nathalie rumgeschrieen hat: "Ich muß Sie bitten, Ihre Zimmerstimme zu benutzen." (Monk S07E02)

[21:39] "Ich dachte, ich hätte Schreie gehört." "Das war ich, ich schreie immer am Zahltag." (Monk S07E02)

[11:14] Dieser Kriminalfall ist schier unglaublich. Ein junges Pärchen aus Zwickau will mit den Fahrrädern nach Italien. Ein Rad geht kaputt, die beiden frieren und ermorden einen Mann, um mit dessen Auto weiterfahren zu können. Mutmaßlich wollten die Beiden wie Bonnie und Clyde durch die Lande ziehen, wurden, bevor weitere Straftaten begangen worden sind, geschnappt und stehen jetzt vor dem Landgericht in Zwickau.

[9:58] Im arte-Journal stichpunktartig über Grönland: 85% des viermal so großen Landes wie Deutschland mit Eis bedeckt, Alkoholismus weit verbreitet, strebt die Unabhängigkeit von Dänemark an, durch den Klimawandel kann der Reichtum an Bodenschätzen nach und nach ausgebeutet werden, ein Drittel der Kinder sind sexueller Gewalt ausgesetzt.

[9:36] Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 863.

Mittwoch, 25. April 2018

[19:16] "Selbst wenn sich Kate nach den anderthalb Minuten schnell wieder erschöpft ins Bett gelegt haben sollte - Frauen und Männern auf der ganzen Welt fragen sich nach solchen Bilder: Wieso jammern Mütter nach einer Geburt überhaupt so lange rum? (...) Wie soll man denn arbeitsrechtlich den achtwöchigen Mutterschutz rechtfertigen, wenn die Mütter noch am Tag der Geburt auf Highheels rumlaufen?" (SZ)

[19:15] Retweet: Einen Dummen muss man finden, die anderen wachsen dann meistens in der Nähe.

[19:14] Retweet: In jedem deutschen Wald sollte als Zeichen der Leitkultur eine Kreuzspinne hängen.

[19:13] Retweet: Nihilismus wieder mehr für die Massen zugänglich machen.

[19:12] Retweet: Der Sohn bemerkte neulich, dass er „Hurensohn“ für ein dummes Schimpfwort hält. Was solle denn bitte schön daran beleidigend sein, jemanden mit dem Beruf der Eltern zu beschimpfen?

[19:11] Retweet: Wie wäre es denn, wenn man in jeder Behörde ein großes Herz an die Wand hängt? Als Zeichen der Nächstenliebe, aber ohne den religiösen Kram.

[19:10] Retweet: „Neeeiiin! Spinnst du? Lass mich hier! Woanders gefällt es mir nicht. Gut, dann sterbe ich eben.“ - Meine Orchidee, wenn ich sie einen Zentimeter verrücke.

[19:04] Retweet: In der Pflege fehlen 36.000 Stellen. Die Regierung verspricht 8000. Mit anderen Worten: Es fehlen 36.000 Pfleger und 1 Mathematiker.

[19:03] Retweet: Kollege kommt ins Büro gestürzt und meint, dass die Antwort auf alle Fragen 21 ist. Das ist also dieses gefährliche Halbwissen.

[19:02] Retweet: Es gibt nur sehr wenige Dinge, die ich noch weniger verstehe als weiße Klobürsten.

[19:00] Retweet: "Welches Öl willste denn?" "Raps" / [Beatboxgeräusch] / "Yo laber nich son dummes Zeug / Und hör auf mit deim Genöl. /Sonst tret ich dir ma in dein Kreuz / Und jetzt sag mir welches Öl."

[18:38] "Ich liege lieber als Erster falsch als als Zweiter richtig." (In True Detective S02E04 über investigative Journalisten)

[17:35] Retweet: Ich habe meiner Frau gerade ein "Du übertreibst" entgegen geschmettert und weiß nun nicht, wie viele Axthiebe die Badezimmertür noch aushält.

[17:32] Retweet: Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Hamburgs deutlich wahrnehmbar ein Fischbrötchen aufzuhängen. Es soll monatlich ausgetauscht werden.

[17:31] Seit gestern wird das Alte Rathaus im Zug der Sanierung eingerüstet.

[8:00] Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 862.

Dienstag, 24. April 2018

[20:54] Die Kollegen plädieren für ein ständiges Vetorecht bei Dienstplänen.

[20:41] "Diplomatische Immunität, der Alptraum jeder Politesse." (White Collar S02E12)

[20:09] In Deutschland sind die Lebensmittelpreise gestiegen. Das Geld sitzt bei den Menschen lockerer, die Ansprüche steigen ebenso.

[19:28] Retweet: Die meisten Unfälle passieren im Hormonhaushalt.

[19:27] Retweet: "Der Beschuldigte versteckte sich auf einem Baum, konnte aber aufgrund der fehlenden Blätter (Tatzeit: Februar) entdeckt werden." - Aktenperlen.

[19:26] Retweet: Hatten wir jetzt eigentlich final geklärt, wie die Rolltreppen-links-Steher bestraft werden?

[19:25] Retweet: Fahre heute mit 30 Erstklässlern quer durch die Stadt zum Theater. Inklusive dreimal (!) umsteigen. - Kann ich bitte den Job als Bombenentschärfer nochmal sehen?

[19:24] Retweet: Ein Kind in der Straßenbahn ist enttäuscht und man muss ihm erklären, dass das so bleiben kann, wenn man nicht aufpasst.

[19:23] Retweet: Markus Söder möchte Kreuze an Unis aufhängen. / CDU: Geht das Kreuz auch als Raute? / SPD: Wir beten auf jeden Fall mit! / Die Grünen: Ist das Kreuz etwa aus Tropenholz? / FDP: In Schwarz-Weiß sieht das Kreuz gleich besser aus! / AfD: Ein 'Haken' vors Kreuz und wir sind dabei!

[19:22] Retweet: Mit dem Kopf alles fröhlich in Schutt und Asche nicken.

[19:21] Retweet: "Wann hatten sie zuletzt Verkehr?" / ... / .... / "Haben Sie mich verstanden?" / "Ja verdammt! Ich scrolle noch die Jahreszahlen durch!"

[19:20] Retweet: Bayerns 7-Punkte-Plan: 1. Polizeigesetz / 2. Psychischkranken"hilfe"gesetz / 3. Ein Kreuz in jeder Behörde / 4. Hexenverbrennungen, wenn nicht anders geht / 5. Bayern bekommt wieder einen König / 6. Medizin auch komisch, lieber wieder beten / 7. Die Pest bricht aus.

[19:19] Retweet: Asgard: Heimat der Götter / Midgard: Heimat der Menschen / Utgard: Heimat der Riesen und Trolle / Walmart: Heimat der adipösen Konsummonster.

[19:18] Retweet: Wenn ich 1 Entscheidung wäre, würdest du mich dann treffen wollen?

[19:17] Retweet: Ich wäre 'ne super Tatort Leiche. - Junge, was kann ich daliegen.

[19:16] Retweet: Von Kirschbäumen aggressiv angeblüht werden. Niemand spricht gern über solche Dinge.

[19:15] Retweet: Geschlechtskrankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. - An euch liegt das schon mal nicht.

[19:14] Retweet: Löschpapier, aber nicht für Tinte, sondern für Traurigkeit.

[19:13] Retweet: Die Laus ist erschöpft zusammengebrochen, als sie über meine Leber laufen wollte.

[19:12] Retweet: Kann man eigentlich auch Körperfett anstelle von Blut spenden?

[19:11] Retweet: Wenn die ganze Eisdiele voller Kinder ist, die mit großen strahlenden Augen all die leckeren Eissorten begutachten KÖNNT ICH DURCHDREHEN ENTSCHEIDET EUCH ENDLICH IHR DUMMEN AFFEN FUCK NIMM HALT EINFACH SCHOKO ODER STRACIATELLA UND VERPISS DICH KEVIN!

[19:10] Retweet: Ich nenn meine Eltern liebevoll "meine Prequels".

[19:09] Retweet: Was passiert nach dem Ende einer Geschichte? Mich würde zum Beispiel interessieren, was aus dem Jungen wurde, der sagte, der Kaiser sei nackt.

[19:08] Retweet: "Wie heißt das Kind von deinen Nachbarn?" "Emil." "Und weiter?" "Emil, es reicht!"

[19:07] Retweet: Stell dir vor, du bist eine Hexe, hast 'ne geile Bude aus Süßkram, aber ständig mies Durchzug, weil Kids dir die Fassade anfressen. Wär ich auch pissig.

[19:06] Retweet: Einfach mal für Verwirrung sorgen und den neuen Azubi als Harfe spielenden Engel verkleidet im Aufwachraum rumlaufen lassen.

[19:05] Retweet: Meine Autokorrektur denkt immer nur an Sex. Verdammte Scheide.

[19:04] Retweet: Gebeugte Verben auch mal wieder aufrichten.

[19:03] Retweet: Manchmal glaube ich, ich kam schon müde ab Werk.

[19:02] Retweet: Ich bin noch so müde, ich könnte jetzt einen LKW fahren.

[19:01] Retweet: Ein aufm Sofa gelöffeltes Stracciatellaeis und eins auf ner Sonnenliege sind zwei völlig verschiedene Eissorten.

[19:00] Retweet: Wie geil muss es sein für Frauen in DAX-Unternehmen: nie Schlange stehen vor der Damentoilette.

[16:22] Man bräuchte eine Kläranlage für Gedanken und all die Bösartigkeiten und den Schmutz, der täglich unsere Sinne erreicht.

[16:00] Der erste sächsische Verlagspreis ging an den Leipziger Verlag Spector Books. Pars pro toto wurde vom Sachsenspiegel der Bildband "Lampedusa. Bildgeschichten vom Rande Europas" vorgestellt, indem Comics mit realen Fotos gemischt werden und folgerichtig von einer Photo-Graphic-Novel gesprochen wird.

[15:18] Zur Neugründung des Zisterzienserkonvents im brandenburgischen Neuzelle nach 200 Jahren gibt es eine rbb-Dokumentation und das demnächst im Leipziger St.-Benno-Verlag unter dem Titel "Die Mönche kommen" erscheinende Buch.

[14:34] Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 861 = 123 Wochen.

Montag, 23. April 2018

[15:08] "Sobald man Macht hat, will man weniger Mitsprache des Volkes." (Peter Filzmaier)

[14:29] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 860.

Sonntag, 22. April 2018

[20:15] Sonderlinge der Kunstgeschichte der vergangenen 700 Jahre zeigt die Düsseldorfer Ausstellung Black & White und bricht eine Lanze für monochrome Malerei ("farbliche Entschleunigung") und Kunst. "Wenn die Farbe weicht, explodieren Licht und Schatten geradezu." Absolut fesselnd ist "The Collector's House" von Hans op de Beeck.

[18:55] Frank Kunert macht Fotografien "Kleiner Welten". Über einen Euromaxx-Bericht lernte ich seine surrealen Miniaturen kennen. Alle sind im Maßstab 1:20. Erhältlich sind die Bilder auch als begehrte und ausgezeichnete Kalender oder als Bildbände - in "Wunderland" und "Verkehrte Welt".

[18:54] Mit Mutter in Bochumer Str. (Mockau) spazierend
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[18:17] Die russisch-englische Papierkünstlerin Yulia Brodskaya (Instragram) kreiert erstaunliche 3-D-Motive aus farbigem Papier.

[17:55] Der Fotograf Joerg Lehmann sammelt Käfer-Bilder und veröffentlichte jetzt einen gleichnamigen Bildband, der auch die internationelen Dimensionen des Kultes um das Auto beleuchtet. Um dessen Freunde weltweit zu vernetzen, hat der Fotograf das virtuelle Käfermuseum Berlin gegründet.

[17:11] Rund 20 Dörfer aus Tschechien, Polen, Österreich und Deutschland haben sich zur Interessengemeinschaft der Erlebnisdörfer zusammeneschlossen und feierten in diesen Tagen im Künstlerdorf Gostewitz bei Riesa das 1. Internationale Fest der Dörfer.

[17:04] Im Zusammenhang mit dem Neonazitreffen in Ostritz hat ein Grünen-Politiker von der "kollektiven Unfriedlichkeit" einer Versammlung gesprochen. Diesen Zustand würde ich glatt der gesamten Menschheit zusprechen. - Durch das Ausschankverbot von Alkohol kam es zu dem paradoxen Effekt, daß Rechtsextreme in die örtlichen Supermärkte strömten und es dadurch zu Zusammenstößen mit linksgesinnten Gruppen kam.

[15:58] Demenz und Kolostoma kann eine fatale Kombination sein, wenn der verwirrte Patient ständig seinen Stomabeutel abpfriemelt und wir Pflegekräfte mehrmals nachts gezwungen sind, dem Patienten auf den stuhlverschmierten Leib zu rücken. Und wenn der Patient statt im Bett ausgestreckt am Boden liegt, wir also von einem der so häufig auftretenden Stürzen ausgehen müssen, was eine Kaskade an notwendigen Maßnahmen auslöst, dann zucken schon mal die Augenlider in nervöser Manier.

[15:48] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 859.

Samstag, 21. April 2018

[19:53] Einlassung zum auf unserer Station entstehenden Wandbild. Der Einfall mit dem "himmelblauen Trabant" kam unserer stellvertretenden Stationsleiterin, wofür der alte DDR-Song von Sonja Schmidt Pate stand. Es sollte ganz einfach ein normaler Trabant in einer Landschaft zu sehen sein, inspiriert durch den Song, ohne Hintergedanken. Allerdings wurde dieser Impuls - durch wen auch immer - uminterpretiert und das Auto als Referenz an den Trabant aus dem Film "Go Trabi Go" gesehen, so daß der Darsteller des Deutschlehrers Udo Struutz, Wolfgang Stumph, mit an Bord kommt. Die Ideengeberin jedoch insistiert, nicht an diese Auslegung des Trabants als Symbol für irgend etwas gedacht zu haben.

[16:20] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 858.

Freitag, 20. April 2018

[17:14] Die Notfallversorgung in Deutschland soll reformiert werden. Was darauf hinausläuft, daß kleinere Notaufnahmen bedroht sind, in Sachsen 46. Vor allem diejenigen, die nicht über sechs Intensivbetten verfügen, was als Mindestanforderung gestellt wird. Zudem seien Notaufnahmen, in denen keine Fachärzte Dienst tuen, problematisch. In solchen mit ausreichend Spezialisten sei die Überlebensrate um mindestens 25 Prozent höher.

[15:51] Retweet: Wenn ich mein Ohr ganz nah an den Kontoauszug halte, kann ich das Öffnen einer Dose Ravioli hören.

[15:50] Retweet: "Klopf, klopf." "Wer ist das?" "Die Liebe deines Lebens." "Lüge nicht, Bier kann nicht sprechen."

[15:33] Retweet: Wie geil muss es sein für Frauen in DAX-Unternehmen, nie Schlange stehen vor der Damentoilette.

[15:32] Retweet: "Hallo, juten Tach, ick bin hier der neue Fuchs in Revier. Ick habe keene Angst vor Menschen und allet, könnta mir ma immer schön füttern kommen, Kopp tätscheln, wa. Ick freue mir schon eckig. Bis denne." "..." "Kiekstn so?" "Ich bin der Förster." "Ach du scheiße. Schüss wa."

[15:31] Retweet: Marienkäfererscheinung.

[15:30] Retweet: Hinter jedem stolzen Veganer steht eine enttäuschte Oma.

[15:29] Retweet: Jedes Mal, wenn die Mutter in "Bates Motel" auftaucht, zwanghaft rufen müssen: "Alte, du landest ausgestopft in einem Schaukelstuhl." Sie taucht sehr oft auf. Ich bin sehr heiser.

[15:28] Retweet: Die vier Typen der Literatur: - Männer um die 17, die ihren Penis entdecken / - Männer um die 30, die vom Leben enttäuscht sind / - Männer um die 50, die ihren Penis suchen / - Männer um die 80, die aufs Meer starren

[15:27] Retweet: Home is where your Einwohnermeldeamtsbeamter es dir bestätigt hat.

[15:26] Retweet: Ich muss jetzt mal langsam nett werden, ich bin nicht ewig hübsch.

[15:25] Retweet: Sei immer du selbst. Es sei denn, du bist ein Nazi. Dann sei kein Nazi.

[15:24] Retweet: Nur wenige Auserwählte erreichen den ultimativ höchsten Grad und schwarzen Gürtel der Faulheit. In diesem lässt man sogar YouTube-Werbung bis zum Ende abspielen .

[15:23] Retweet: "Auf einer Skala von 1-10: Wie leicht sind Sie zu begeistern?" "OH MEIN GOTT! EINE SKALA! ICH BIN SO GLÜCKLICH!"

[15:22] Retweet: Frühling ist, wenn die Baustellen wieder schneller sprießen als Pickel bei einem 13-Jährigen.

[15:21] Retweet: Der sportliche Kollege empfiehlt mir, regelmäßig ins Fitnesscenter zu gehen. Tolle Idee! Dann wäre ich endlich schlank, fit und durchtrainiert, wenn ich abends einsam und deprimiert vor dem Fernseher sitze.

[15:20] Retweet: Der April macht wieder was er will. Und ich finde wir sollten ihn dabei im Moment nicht stören.

[15:06] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 857.

Donnerstag, 19. April 2018

[19:33] Am Wochenende fahren die Straßenbahnen morgens als Sammelanschluß zu festen Zeiten vom Hauptbahnhof weg. TRAM 7 zum Beispiel alle 30 Minuten. Um die 7-Uhr-Bahn zu bekommen, muß ich in Grünau die S-Bahn S1 um 6.28 Uhr erreichen, weil die TRAM 1 erst um 6.48 Uhr fährt und ich dann erst die nächste TRAM 7 um 7.30 Uhr nehmen könnte. Alle Bahnen warten also, nachdem sie eingefahren sind, am Hauptbahnhof oft 5 bis 10 Minuten bis zur getakteten Abfahrzeit. Vor kurzem fuhr der Fahrer meiner Straßenbahn, wohl geistesabwesend, um 6.51 Uhr einfach gleich los, bremste, als er um die Kurve in die Goethestraße eingebogen war, abrupt und mußte sich von der Verkehrsaufsicht, die am HBF meist präsent ist, wegen seiner Gedankenlosigkeit anschnauzen lassen. Erster Fauxpas. Unterwegs dann hatte der Fahrer fälschlicherweise das Mikrofon für den Fahrgastraum volle Pulle angeschaltet gelassen, so daß wir, als er etwas mit der Verkehrzentrale besprechen wollte, urplötzlich angebrüllt wurden und allesamt zusammenzuckten und ich mich im Geiste bereits Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kreislaufzusammenbrüchen und Herzinfarkten ergreifen sah. Zweiter Fauxpas. Und nur eine Minute später eine Vollbremsung, weil der Fahrer vergessen hatte, eine Weiche umzustellen und wir beinahe in die falsche Richtung (Wurzener Straße zum Torgauer Platz) abgebogen wären, das heißt, sonst richtige Richtung; aber seit dem Brand ist Umleitung (über Edlichstraße) angesagt. Dritter Faupaux. Und wir Fahrgäste, nun gänzlich hellwach, harrten der Dinge, ob das Drama möglicherweise einen weiteren Akt böte.

[19:00] Der Termin zur nächsten Routineblutabnahme bei meiner Hausärztin mußte neu verhandelt werden. Mir wurde eine Änderung per Anrufbeantworter von 8.15 Uhr auf 8.30 Uhr an einem anderen Tag mitgeteilt. Ich rief zurück, daß das schon zu spät für mich sei, wenn ich direkt von der Nachtwache in die Praxis käme und danach noch schlafen müßte. Ich bot an, das Blut mitzubringen, es mir also noch auf Station abnehmen zu lassen und dann nur zum Bekleben der Röhrchen vorbeizuschauen. War auch wieder nicht recht, weil man nicht wisse, welche Art von Röhrchen wir hätten und ob die Labormaschinen mit ihnen etwas anfangen könnten. Durch mein Genörgele bekam ich dann aber sogar die Polposition unter den Arztterminen, nämlich den ersten um 8 Uhr. Nach dem Auflegen freute ich mich wie ein Schneekönig über meine sensationelle Verhandlungstaktik, bis mir auffiel, daß der neue Termin auf einen Donnerstag fällt, an dem ich gar keinen Dienst habe und mich demnach sinnloserweise frühmorgens auf dem Bett quälen muß, um mir das Scheißblut abzapfen zu lassen. Ein weiterer Beweis meiner Lebensunfähigkeit.

[18:32] Die Bahn, mit der ich gestern Vormittag in Richtung Hauptbahnhof zum Johannisplatz zur Augenklinik fuhr, hatte eine widerborstige Tür, so daß bei jeder Haltestelle eine Minute mit nervtötendem Schließen, Öffnen und Wiederschließen verging, bis sie zublieb. Auf der Rückfahrt 90 Minuten später steige in in die gleiche Bahn ein, was ich an der Prozedur an der nächsten Haltstelle bemerkte. Offenbar hat es der Fahrer nicht für nötig befunden, die Tür an der Endstelle als defekt zu melden. Vier Haltestellen weiter reichte es dem Fahrer und er schloß die kaputte Tür zu. Basta. Meine Nerven!

[17:48] Die zwei Fotografen Michael Belhadi und Michel Ptasinski haben vier Jahre lang in JVAs geknipst und die meist tristen Räumlichkeiten in ihrem Bildband "Aufschluss" publiziert. "Ein Buch ohne Menschen für Menschen."

[10:20] Beim nächtlichen Radiohören: "Ein guter Kompromiß ist, wenn alle Seiten gleich unzufrieden sind."

[9:22] Claudia Klinger hat mit Lost in Cyberspace ihren Umgang mit dem Internet vermessen und hinterfragt und fordert uns explizit auf, sich zu positionieren und in die Diskussion einzubringen. Mir fehlt dazu augenblicklich die Puste. Bei allem, was ich tue, stellt sich irgendwann immer die Frage, die ich seit meiner frühesten Jugend in dem Lied von Gerhard Schöne "Oder fehlt da noch was" artikuliert finde. Gibt es ein Unbehagen oder ist man zufrieden mit dem, was man ist & was man macht? Und ist dieses Unbehagen, welches bei mir unbestritten vorhanden ist, so groß, daß es Leidensdruck verursacht? Mir hat es immer Spaß gemacht, mich einzubringen, etwas beizusteuern. Seitdem ich im September 1995 online ging und im Juli 1996 meine Webseite ins Leben rief, verbrachte ich viel Zeit im Cyberspace, der heutzutage, wie Claudia sagt, nicht mehr so kuschelig ist wie damals. Die Diskussionsfreudigkeit im Usenet, in Mailinglisten, in Online-Foren ließ wohl zugunsten der Präsentation seiner "Sachen" nach. Man postet seine Bilder auf Instagram, seine Befindlichkeiten auf Facebook oder Twitter, freut sich über Beachtung, Likes und Zuspruch. Ein so intensives und munteres Sicheinmischen wie ehedem kommt jedoch kaum noch zustande. Es muß gefragt werden, ob nicht überhaupt das Meiste von dem, was man online treibt, verpufft oder wie Treibsand verweht bzw. zerrinnt, wenn man die Hände hineingräbt. Die sozialen Medien haben zudem durch die Natur der Timelines, die das stets Neue obenan stellen und das Nicht-mehr-ganz-so-Neue ziemlich rasch nach unten und bald schon in ein faktisches Nirwana befördern, etwas Ephemeres in den Cyberspace gebracht, das der Besinnung nicht zuträglich ist, dem Festkrallen an einem Topic. Die Kuh wird durchs Dorf getrieben, ohne daß sie grasen könnte. Auf Gerhard Schönes Frage kann man selbstverständlich immer mit Unbehagen reagieren; denn wer führt schon das perfekte Leben. Das Internet hat mich bereichert und dient mir tagtäglich. Nicht auszumalen, wie mühsam und zeitraubend man sich die Informationen und Unterhaltung sonst beschaffen müßte. Insofern ist ein Verzicht Nonsens, auch wenn einen mitunter asketische Anwandlungen befallen. Vielmehr ließe sich die Frage, was noch fehlt, in den Alltag herunterbrechen: Was fehlt mir denn heute noch? Ein Anruf bei Freunden, doch noch eine Stunde in die Natur oder ins Kino? Etwas bunter, etwas mehr offline. Aber auch mehr Einlassungen bei Cyber-Freunden, in deren Blogs kommentieren, nachhaken, nachfragen. Die Frage der Sucht ist dann irrelevant, wenn man den Grad der Zufriedenheit mit sich vereinbaren kann. Daß Netizens wie Claudia Klinger und auch ich ihre Existenz im Cyberspace be- und hinterfragen, ist gut und Teil der Justierung in einer Welt, die einen ohnehin - ob nun im virtual oder real life - immer schwindliger macht.

[7:55] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 856.

Mittwoch, 18. April 2018

[23:27] "Ist das ihr erster Tag mit einem neuen Gehirn?" (Monk S05E16)

[22:33] "Eure Spezies steht kurz davor, sich in komplette Flachwichser zu verwandeln." (Die Simpsons S27E10)

[21:31] Retweet: Botox ist seit über 200 Jahren bekannt. Sieht aber höchstens wie 150 aus.

[21:30] Retweet: ...und Jesus sprach: "Das ist mein Leib! Nehmet und esset alle davon!" / ...und Jesus sprach: "Das ist mein Blut! Nehmet und trinket alle davon!" / ...und Jesus sprach: "Das sind meine Pommes! Nur gucken, nicht anfassen!"

[18:58] Inzwischen stehe ich kurz davor, die hier virtuell gesammelten ungewöhnlichen und/oder selteneren Wörter aufzuschreiben, um sie mit mir zu führen und zu verinnerlichen bzw. strategisch anzuwenden, indem ich mir beispielsweise zwei Wörter auswähle, die ich bei der Dienstübergabe nach Möglichkeit einbaue. So die Vorstellung. Daß sich dann peu a peu der aktive Wortschatz und die Bandbreite des Ausdrucks in praxi erweitere. Die Gefahr, durch die Kollegen als spinnert oder mindestens prätentiös wahrgenommen zu werden, ist denkbar gering, weil diese Gemengelage nicht mehr heraufbeschworen werden muß.

[18:17] Daß Lina Beckmann, die im Brutalo-Tatort "Unter Kriegern" (E1054) die verzweifelte und geschundene Ehefrau spielt, mit Charly Hübner verheiratet ist, war mir neu. Was für zwei tolle Schauspieler! Dies merke ich stets daran, daß, wenn ich einen Film vorhabe zu sehen, in dem sie mitspielen, bereits die Vorfreude genußvoll zelebriert werden kann.

[12:00] Der Kontrollbesuch beim Augenarzt verlief insofern zufriedenstellend, als keine weitere Schäden an der Netzhaut zu, tja, beobachten sind. Das Loch in der Netzhaut (Foramen) sei umstellt. "Mittels Laserkoagulation kann eine Ausweitung bestehender Löcher (...) verhindert werden. Sicherheitshalber werden auch verdünnte Netzhautstellen in der peripheren Netzhaut, sog. degenerative Areale, bei derartigen Behandlungen 'umstellt' und so gegen tatsächliches Einreißen abgesichert." Das Foramen=Loch ist also sozusagen gesichert, was mein subjektives Gefühl der Erschwernis nicht löst. Ich muß baldigst zum Optiker, um endlich eine Fernbrille anfertigen zu lassen, was ich aus Antriebsarmut seit Monaten vor mir herschiebe. Erst dann, wenn sich das ohne Brillennutzung sicherlich überanstrengte Auge hoffentlich erholt hat, werde ich ausmachen können, welche Tätigkeiten ich künftig eher meiden sollte bzw. ob und in welcher Form Lesen überhaupt noch in Frage kommt.

[8:11] Mein Eintrag über den Schlosser und Künstler Heinz Henschel wurde vom Kunstverlag David, der die Webseite des Autodidakten betreut, gesehen und gewürdigt, woraufhin ich die Begleitpublikation zur Ausstellung ergänzte.

[7:50] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 855. Eintritt ins 53. Lebensjahr.

Dienstag, 17. April 2018

[22:07] Retweet: "Scheiße, mein Account wurde gehackt." "Hattest du ein schlechtes Paßwort?" "Nein, überhaupt nicht. Das Jahr der Heiligsprechung des Heiligen Dominikus durch Papst Gregor den IX.!" "Und wann war das?" "1234."

[22:06] Retweet: Ich brauch eine Therapiebabyziege, die immer, wenn ich mich aufrege, über rechte Kackscheiße zum Beispiel, auf meinen Schreibtisch oder Schoß oder so klettert und mich so süß anmeckert, dass mir das Ärgern vergeht.

[22:05] Retweet: "Sind Sie teamfähig?" "Allein ja."

[22:04] Retweet: Den Kindern am Frühstückstisch die Story von dem 13-Jährigen vorgelesen, der einen Schatz gefunden hat. "Garten umgraben" von der To-Do-Liste gestrichen.

[22:03] Retweet: Damals, als man Mädchen noch mit seinem Ferienjob auf Amrum beeindrucken konnte. Heute muss man mindestens einen Geheimdienst geleakt, den sudanesischen Zwergelefanten vor dem Aussterben gerettet und eine vegane Raumstation konstruiert haben.

[22:02] Retweet: Hellseher bevorzugen ihr Steak übrigens Medium.

[22:01] Retweet: Lieber Montagmorgen als Zettel am Zeh.

[22:00] Retweet: Sofas sind Gottes Entschuldigung für andere Menschen.

[21:55] In einer Presseschau gehört, wie vielsagend es doch sei, daß weltweit die Piktogramme für Männer und Frauen ausgerechnet als Erkennungsmerkmal für Toiletten gelten. Was dies für die Menschheit aussage... Mittlerweile sind Werbeagenturen damit beauftragt, ein Piktogramm für den Mensch an sich zu entwerfen, der Männer, Frauen und Transmenschen umfaßt.

[21:35] Als Belohnung dafür, daß Marius Müller Westerhagen seine Echos zurückgegeben hat, wurde im Radio wieder ein alter Song von ihm gespielt. Kam mir jedenfalls so vor, hatte ich doch lange nichts mehr von ihm im Äther gehört.

[17:48] Was mich ja aufregt: wenn sich in Krimi-Serien sonst so gewiefte Ermittler plötzlich blind oder taub verhalten, nur weil es plottechnisch so geboten erscheint, um ihnen dann hinterher plausibel den Fehler um die Ohren hauen zu können. Gerade spielt ein Junge mit Aspergersyndrom mit, der Menschen ganz eigene Namen gibt. Natürlich hört der Kommissar, als der Junge ihn wegen seiner Lederjacke den "Lederer" nennt, überhört und mißversteht aber demonstrativ, als der Junge einen anderen noch Unbekannten mehrmals als "Hintenmann" bezeichnet. Das ist so doof und dümmlich wie die Hallo-Rufe in Horrorfilmen.

[17:40] "Die (Sonderpädagogin) verdient eigentlich sehr wenig, wie alle, die es gut mit uns meinen. (Morden im Norden S02E04)

[17:11] Im Bistum Dresden-Meißen weiht Benediktinerabt Barnabas Bögle in der Basilika am 20. April das sanierte Torhaus ein. Nur so als besondere Bemerkung für eventuelle Besucher. Benedicat!

[12:24] Gibbs: "Präzise." Ducky zu einer Leiche: "Hören Sie, er hat tatsächlich ein dreisilbiges Adverb benutzt." (Navy CIS S14E19)

[12:19] "Zu fein für Wiskey?" "Ich trinke nicht." "Doch so schlimm, ja? (Navy CIS S14E19)

[11:47] Und schon sind die Lorbeeren für unser Wandbild eingeheimst: "Realisiert wird das von der leitenden Oberärztin Dr. Claudia Schinköthe initiierte Projekt von der Künstlerin Marion Quitz."

[11:20] "Freunde ist was für Leute, die glauben, einen Kuchen mit 2 Gabeln zu bestellen, ist 'ne gute Idee." (Navy CIS S14E19)

[8:35] In einem Bericht des arte-Magazins VoxPop ("Mehr Sicherheit durch mehr Waffen?") gesehen, wie sehr auch in Europa die Bewaffnung voranschreitet. Wohlgemerkt des normalen Bürgers mit Schußwaffen. Besonders die Tschechen mauserten sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu Waffennarren. In der Schweiz kommen auf 100 Einwohner 47 Waffen. Die Waffenlobby gewinnt immer mehr an Boden. Als Gründe zählt man die wachsenden Bedrohung durch Terror auf sowie das Gefühl, daß der Staat nicht (mehr) genügend für seine Bürger tut.

[8:17] Der Wiener Standard bezeichnet die Kritik des Tote-Hosen-Frontmanns Campino bei der Echo-Gala als "Empörungsbäuerchen".

[8:16] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 854 = 122 Wochen.

Montag, 16. April 2018

[20:12] Ich habe den Beitrag zum auf unserer Station im Entstehen begriffenen Wandbild überarbeitet, weil ich heute bei der Dienstübergabe an den Frühdienst erst mitbekommen habe, daß Impulsgebung und Umsetzung wesentlich durch meine Kolleginnen erfolgte und der Lorbeerkranz ihnen gehört und weniger den Hochoffizösen, die ihn sich gerne aufsetzen möchten und aufsetzen werden.

[18:04] Retweet: Beim Zusammenlegen der Handtücher versehentlich eine andere Falttechnik als die meiner Frau verwendet. Ich will ihren Blick nicht überbewerten, suche mir aber vorsichtshalber doch lieber einen Anwalt.

[18:01] Retweet: "Ich hab dir ein Gedicht geschrieben, weil es mir Leid tut, dass ich dein Kaninchen überfahren habe." "DU HAST WAS GEMACHT??" "Dir ein Gedicht geschrieben!"

[18:00] Retweet: "Sag mir wo die Blumen sind." "Hmmm." "Wo sind sie geblieben?" "Weiß nich." "Sag mir wo die Blumen sind." "Ich hab kei.." "Was ist geschehen?" "Hör ma!" "Sag mir wo die Blumen sind." "ICH. WEIß. ES. NICHT." "Mädchen pflückten sie geschwind." "Alter! Dann nerv doch die!"

[17:44] Unter dem Titel "kernfusion" findet in Dresden eine Ausstellung mit Werken der Familie Kern statt - allesamt Nichten und Neffen von Georg Baselitz.

[16:20] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 853.

Sonntag, 15. April 2018

[20:10] "Kaviar in homöopathischen Mengen macht niemanden glücklich."

[18:34] In Japan wird ein Androidroboter entwickelt, der als Nachrichtensprecher fungieren soll. Erica heißt die zarteste Versuchung der Technik in Sachen KI.

[18:28] Mittlerweile werden sogar schon Häuser mit 3D-Druckern gebaut. Man witzelt: (H)ausdrucker.

[17:49] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 852.

Samstag, 14. April 2018

[20:30] Die Wendung 'jemandem Hekuba sein' kannte ich nicht.

[20:00] Vorgestern fuhren bis 14 Uhr wegen des Streiks keine Straßenbahnen, so daß ich die S-Bahn nahm und dafür etwas eher von Station wegdurfte. Freilich nahmen ALLE die S-Bahn, die sonst auch wie ich mit der Straßenbahn gefahren wären, zusätzlich zu denen, die immer die S-Bahn nutzen. Ergo war es rammelvoll. Und wie immer in solchen Fällen drängeln sich die Menschen unaufhaltsam im Eingangsbereich. In der Wagonmitte ist immer Platz, den man sich aber erst erobern muß, indem man sich durch den Pulk an den Ein/Ausgängen drängt, was den Unwillen der dort Stehenden erregt und mit verbalen Nickeligkeiten einhergeht. Menschliches Beisammensein in seiner unelegantesten und abstoßendsten Weise. In der Mitte des Wagons war Platz, Freiraum und Luft zum Atmen. Ich konnte mich sogar auf die "Ziehharmonika" setzen, die sich in langen Bussen oder Bahnen oft in der Mitte befinden.

[19:04] Retweet: Der neue VW-Chef sieht jetzt schon schuldig aus. In den USA nennt man den wissentlichen Massenbetrug bereits "Volkswagening".

[19:03] Retweet: "Ich kann nicht gut teilen." "Dyskalkulie?" "Käsekuchen!"

[19:02] Retweet: Englisch: "Fantastic." / Italienisch: "Fantastico." / Französisch: "Fantastique." / Deutsch: "Da kannste nicht meckern."

[19:01] Retweet: Die Nichte (2) sagt zu Schmetterling "Meckerling" und ich stelle mir das so süß vor, wie die vor sich hin motzen. "Scheißwarm heute. Hab keinen Bock mehr. Müssen Blumen so bunt sein? Da ist die blöde Steffi. Hoffentlich grüßt die nicht. Der brech ich nochmal die Flügel."

[19:00] Retweet: Dieses leise Rasseln, wenn die Sehnsucht sich den Gitterstäben nähert.

[18:59] Retweet: Heißt es in der Schweiz eigentlich auch Grillplatz? Oder Röstiecke?

[18:58] Retweet: Meine ganze Liebe gilt gerade der dicken Hummel, die sich mit Schwung in den Kelch der Mini-Osterglocke gequetscht hat, der dann bis zur Tischplatte durchhing.

[18:57] Retweet: Es wäre echt toll, wenn Ärzte einem bei der Terminvereinbarung sagen könnten, wie viel Akku man im Wartezimmer voraussichtlich verbrauchen wird. "Passt Ihnen Dienstag 10:30 Uhr? Bitte bringen Sie 71% Akku mit."

[18:56] Retweet: Im nachbarlichen Garten zetert seit Sonnenaufgang eine Amsel. Wahrscheinlich liegt sie mit der fedrigen Brust auf einem Minikissen im Vogelhäuschenfenster.

[18:55] Retweet: Anruf des Kollegen: "Wir warten seit 15 Minuten in der Telko auf Dich!" Ich: "Was? Der Empfang ist ganz schlecht!" Er: "Ich ruf auf Deiner Festnetznummer an." Ich: "Hab ich umgeleitet!" Er: "AUSSERDEM SEHE ICH DICH DURCH DIE OFFENE BÜROTÜR!" Ich: "Ein Hologramm!" Er kommt rüber!

[18:54] Retweet: Ich bin ein Mann, ich brauche keine Anleitung, wenn ich einen Schrank zusammenbaue. Nur die Matratze irritiert mich jetzt etwas, die dabei war.

[18:53] Retweet: Nicht korrekt gegendert - Gretel fühlt sich gehänselt

[18:52] Retweet: Freund: "Ich bin so in ner halben Stunde da." - Ich: "Gut, dann fang ich schon mal mit Jochen an." - Oder auch: Wie die Autokorrektur fast die erste Beziehungskrise ausgelöst hat.

[18:51] Retweet: Was ich denke: "ICH HAB DIR DIE SCHEISSE SCHON IN DEN LETZTEN ZWEI MAILS ERKLÄRT DU DUMMER HURENSOHN KUNDE GEH STERBEN DU HONK DEINE MUTTER LUTSCHT SCHWÄNZE IN DER HÖLLE!" - Was ich schreibe: "Wie bereits erwähnt ..."

[18:50] Retweet: Wäre ich Polizist, ich würde Jogger anhalten, um sie nach Verbandkasten und Warndreieck zu fragen.

[18:49] Retweet: "Hallo IT, ich habe mein Passwort vergessen." "Bitte verifizieren Sie sich: Was habe ich Ihnen letztes Mal gesagt?" "Dass ich mir das Passwort gut merken soll." "Test bestanden, ich setze es zurück. Bis bald!"

[18:48] Retweet: "Wie war dein Wochenende, was hast du Schönes gemacht?" "Ich habe Titanic mit Gummibärchen nachgespielt." "Und?" "Keine Überlebenden!"

[18:47] Retweet: Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. Vor einer halben Stunde wurde plötzlich die Verbindung unterbrochen. Ich gehe nicht davon aus, dass sie es schon gemerkt hat.

[18:46] Retweet: Meine Tante hat gerade soviel Eierlikör getrunken, dass mein Vater sich zu dem Hinweis genötigt sah: "Alternativ wäre auch noch Suppe da."

[18:45] Retweet: "Und, was hast du so gemacht an den Feiertagen?" "Ich war in einer Ausstellung über soziales Elend in Deutschland." "Cool! Mit deiner Familie?" "Ich rede von meiner Familie!"

[18:44] Retweet: Ich will nicht behaupten, dass es gerade ziemlich stürmisch ist, aber ich rauche jetzt eine Terrasse weiter.

[18:43] Retweet: Es sind immer nur die letzten 73 Löffel mit Nutella, die du mit Bauchschmerzen bereust.

[18:42] Retweet: Wer Rouladen ohne Gürkchen macht, ist bestimmt auch Impfgegner.

[18:41] Retweet: "Sie dürfen sich aussuchen, wer die OP bei Ihnen machen soll." "Bitte jemand mit überdurchschnittlichen Leistungen im Studium." "Tut mir leid, aber es müsste schon jemand aus der Chirurgie sein."

[18:40] Retweet: Als Fan der 90er hat Moses das Meer in der Mitte gescheitelt.

[18:22] In dem Bericht über die norwegische Bergbaustadt Røros sieht man jemanden quer durchs Bild laufen - mit einem, tja, wie wird das Ding wohl heißen? Ein - von der Funktion her - Rollator, aber mit Kufen, weil überall Schnee liegt.

[16:13] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 851.

Freitag, 13. April 2018

[15:06] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 850.

Donnerstag, 12. April 2018

[20:10] Im Dresdner katholischen Krankenhaus St. Joseph-Stift ist eine Akutgeriatrie eingeweiht worden. Wenn ich das richtig verstehe, soll es zwei Stationen geben für 54 Patienten. Die mit einem Neubau geschaffenen Gegebenheiten sind für uns utopisch. Unsere Station wurde auf einer ehemaligen internistischen Station geschaffen, was bedeutet, daß wir über die räumlichen Notwendigkeiten, die eine Geriatrie aufweisen muß, nicht verfügen, wozu u.a. eine entsprechende Bad- und Zimmergröße gehörte. Unsere Zimmer sind von all den Ganghilfen und Spezialsitzmöglichkeiten für Hochbetagte verstopft, was uns zur einem immerwährenden Hürdenlauf nötigt, einem andauernden Hin-und-Her-Geschiebe der Einrichtung und Hilfmittel. Platz schaffen für Transfers ist ein wesentlicher Bestandteil bei dieser beengten Arbeitssituation. Interessant, Chefärztin des neuen Zentrums gleichzeitig auch ChÄ für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin ist - ebendie Fachbereiche auch unserer Station. Ebenfalls etwas, worüber wir nicht verfügen: "In der Altersmedizin spielt auch die Therapie von Infektionskrankheiten eine große Rolle. Für isolationsbedürftige Patienten wurden insgesamt sechs Einzelzimmer mit vorgelagertem Schleusenbereich geschaffen." Wir müssen jedesmal, wenn ein Zimmer isoliert werden muß, eine sehr wackelige Quaratäne schaffen, indem nötige Materialen jedes Mal zusammengesucht und herangeschafft werden und bei Ende der Isolierung wieder weggeräumt werden müssen - ein stetiger Mehraufwand.

[19:50] Ich finde ums Verrecken einen Cartoon nicht (wieder). Eine Frau öffnet ein Fenster und ruft voller Lebenslust in die erwachende Natur: Spring! Eine Stockwerk drüber steht einer auf einem Mauersims, der, vermeintlich als Deutscher, den Ausruf als Ermutigung verstehen muß, nun endlich seine Absicht in die Tat umzusetzen.

[19:25] Unterwegs in Gegenwelten: "Angesichts von Schuldenkrisen, spekulativen Rettungsfonds und drastischen Sparpaketen, wer denkt da nicht an Auswandern? Einfach weg. Doch wohin? Wo lebt es sich gerechter, gesünder und entspannter als vor Ort? Das fragte sich auch Regisseur und Künstler Paul Poet. Er machte sich auf die Suche und fand Menschen, die in ihrem eigenen Utopia leben. Mehr als 500 solcher Mikroorganismen soll es weltweit geben. Poet besuchte 30 Ministaaten. Sechs wählte er für seinen Film Empire me - Der Staat bin ich! aus."

[18:47] Damit, Facebook zu verlassen, wäre es nicht getan, meint der Datenspezialist Fabrice Epelboin. Denn Facebook würde sogar von jedem Besucher einer Webseite, die einen Facebookbutton enthält, Daten sammeln. Die Konsequenz würde heißen: offline bleiben, in den Wald gehen, und zwar ohne Handy, und die Bäume bitten, ihn nicht zu verraten.

[18:40] Marc Zuckerberg ist wirklich ein armes Würstchen. Wie er bei der Anhörung mit einem Stock im Arsch dasaß. Warum hat ihm niemand einen Teddy in die Hand gedrückt oder einen heißen Kakao?

[11:49] Retweet: Der Internist: "Die ganzen Pharmavertreter gehen mir voll auf die Nerven." - Der Anästhesist: "Was sollen wir erst sagen. Pro Woche habe ich zehn Kaffeevertreter."

[11:45] Retweet: Wenn man neu in der Firma ist, muß man sich erst an die Prozesse gewöhnen. - Heute habe ich gelernt, daß nach 25 Minuten das Licht auf der Toilette automatisch ausgeht.

[11:44] Retweet: "Die drei ßßß - der Fluch der Feststelltaste.

[11:39] Retweet: Der Sohn von der Chefärztin hat eine 1 in 'Schrift und Form' auf dem Grundschulzeugnis. So schade, erst 8 Jahre alt und schon keine Chance mehr auf eine Arztkarriere.

[11:36] Im Rockerclub einer mit dem T-Shirt: "Sons With Arthritis. - Ibuprofen Chapter".

[11:29] Retweet: Die Empfehlung unserers Stationssommeliers für unsere ganz besonderen Gäste: einen 2017-Haloperidol-Tavornay DeLuxe. Verwöhnt den Gaumen und zeigt im Abgang einen ordentlichen Bums mit Schicht im Schacht für heute.

[11:29] Retweet: Die teuersten Sätze der Welt: "Ja, ich will." - "Rechts ist frei." - "Der will nur spielen." - "Hier, fang!" - "Ups."

[11:27] Retweet: Der Romantiker denkt: Es gibt für jeden Menschen auf der Welt genau den richtigen Partner. - Und der Realist denkt: Da muß nur einer den Falschen nehmen, schon geht's für alle nicht mehr auf.

[11:26] Retweet: Da ich Laktose und Gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als Ausgleich dafür einige Intoleranzen im zwischenmenschlichen Bereich.

[11:24] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 849.

Mittwoch, 11. April 2018

[21:10] "Tu das, was du liebst, dann mußt du nie arbeiten." (Person of Interest S04E16)

[14:47] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 848.

Dienstag, 10. April 2018

[19:16] Retweet: Protipp: Wenn du die Achtsamkeitsübung doppelt so schnell machst, hast du mehr Zeit für Überstunden.

[17:18] In Doctor Who - "Die Tyrannei der Mönche" (The Lie of the Land; S10E08) - gibt es Erinnerungskriminelle. Außerirdische Mönche haben die Erde okkupiert und eine Form von Fake History geschaffen, gegen die nur wenige rebellieren.

[17:17] Von Verboten und Genuss: Im Rausch der moralischen Askese.

[4:19] Die Kaltmamsell liefert den Ausdruck "Referenzmagnolie". Wenn ich's nicht vergesse, steuere ich heute die zwei Referenzkastanien aus unserem Innenhof bei, deren Blüten geradezu explodieren.

[4:09] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 847 = 121 Wochen.

Montag, 9. April 2018

[15:36] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 846.

Sonntag, 8. April 2018

[16:44] In der Gewerkschaftszeitung unserer Klinik lasen wir durch die Blume etwas von "geplanten Umstrukturierungen" an unserem Standort in Grünau. Offiziell drangen noch keine Neuigkeiten bzw. Informationen durch, so daß uns solch eine verblümte Ansage selbstverständlich in gehörige Wallung und die Gerüchteküche zum Brodeln bringt.

[16:40] Manche Patienten fühlen sich durch unsere nächtlichen Rundgänge gestört und reagieren unwirsch. Der Hinweis, daß man sich, wenn man partout verläßliche Ruhe erleben will, vertrauensvoll an den Bestatter seiner Wahl wenden solle, sorgt dann für die nötige Klarheit der Situation.

[16:30] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 845.

Samstag, 7. April 2018

[15:34] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 844.

Freitag, 6. April 2018

[19:11] Ich zwischen zwei Mädchen, eine Konstellation, die sich im späteren Leben nicht so häufig eingestellt hat. Übrigens die Töchter einer Freundin meines Vaters.
dias044

[19:00] Jeder dritte Mensch auf der Erde war mit dem Virus der spanischen Grippe infisziert. Die Wissenschaftsjournalistin Laura Spinney hat sich mit dieser sogar die mittelalterliche Pest in den Schatten stellenden Pandemie beschäftigt und ein Buch geschrieben (1918, die Welt im Fieber. Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte).

[18:10] Der Grafiker Sven Spirjack hat Chemnitz' markantestes Denkmal, den Karl-Marx-Kopf, mit seinen "Nischel-Collagen" modifiziert.

[17:49] Mit meiner Hausärztin diskutierte ich heute Morgen den Grippeschutz und versicherte, ich würde mich ab diesem Jahr doch erstmalig impfen lassen. Gerade gucke ich den gestrigen Sachsenspiegel, in dem verkündet wird, daß Deutschlands Krankenkassen just zur nächsten Grippesaison im Herbst den tetravalenten Impfstoff bezahlen wird und die unzureichende Dreifachimpfung wegfällt. Apropo Hausarzt. Ich war nach dem ersten Nachtdienst zum quartalsmäigen Routinetermin angetreten. Der Ultraschall der Schilddrüse zeigte keine Verschlimmerungen der Hashimoto-Thyreoiditis. Und ansonsten allgemeinärztlich nichts zu klären, so daß ich gegen 8.30 Uhr im Bett lag, aber erst gegen 9.45 Uhr einschlafen konnte. Das alte Problem, daß, wenn man morgens nicht sofort ins Bett kommt, man der Bettschwere verlustig geht und sich quälen muß, sie wiederzuerlangen. Eine Kollegin meinte gestern während der Dienstübergabe, mit Hashimoto-Thyreoiditis dürfe man kein Blut spenden.

[16:18] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 843.

Donnerstag, 5. April 2018

[16:19] "... haben Frauen der westlichen Welt heute die Wahl: Tinder oder Kinder." (Kulturzeit 8. März 2018)

[15:52] Das DDR-Musterdorf Mestlin - die "Stalinallee der Dörfer" - war ein gigantomanes Projekt der DDR in den Aufbaujahren, mit dem sich der aufstrebende Staat schwer überschätzte. Besonders das Kulturhaus prägt die Berichte und Dokumentationen, wenn es um Mestlin geht, von dem ich bis gestern nichts wußte. Im Christoph-Links-Verlag gibt es ein gleichnamiges Buch.

[15:27] Die seit 20 Jahren gesendete Krankenhaus-Soap "In aller Freundschaft" soll ein Spin-off erhalten, eine Serie, in der die Pflege im Mittelpunkt steht. "In aller Freundschaft - Die Krankenschwestern" soll in Halle spielen. In dem Artikel gelesen, daß die Krimireihe "Zorn" bereits abgesetzt worden sei, wo der so wunderbare Axel Ranisch als Kommissar Schröder sich austoben durfte. Das ist so bitter.

[15:21] Karstadt in Leipzig wurde gekündigt. In einem Jahr soll das Kaufhaus aus der Immobilie ausziehen. So will es der neue Besitzer.

[15:11] Retweet und Adaption des skandalisierten Gomringer-Gedichtes.
Pflegenotstand
Pflegenotstand und Überlastung
Überlastung
Überlastung und Gleichgültigkeit
Pflegenotstand
Pflegenotstand und Gleichgültigkeit
Pflegenotstand und Überlastung und Gleichgültigkeit und Jens Spahn

[15:08] Michael Kraske ist Wahlleipziger seit 25 Jahren und schreibt sich mit "Das laute Schweigen" sein Unbehagen von der Seele und warum er trotz der fremdenfeindlichen tendenzen weiterhin in dieser tollen Stadt bleibt.

[13:43] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 842.

Mittwoch, 4. April 2018

[23:22] In Monk S04E11 ("Monk erinnert sich an nichts") brilliert Laura Metcalf als vermeintliche Ehefrau von Monk, den es mit Amnesie in ein Kaff verschlagen hat - wohl eine der lustigsten Folgen. Die Schauspielerin bewunderte ich bereits in der Geriatrieserie "Getting On", wo sie die Stationsärztin spielte. Daß sie für ihre Rolle als Schwester in "Roseanne" drei Emmys gewann, wußte ich nicht, weil ich diese Serie damals nicht gesehen habe. Aktuell ist Laura Metcalf als Helikoptermutter in dem sehr erfolgreichen Film Lady Bird zu sehen.

[22:22] "Sie dürfen hier auf keinen Fall etwas essen. Da hinten haben sich drei Models übergeben." (Monk S04E10)

[21:14] Beim Toilettengang und der Essenspause ist man nicht abgesichert, wenn man verunfallt. Der Weg ZUM WC ist jedoch versichert. Am besten pinkelt man während des Gehens, um auf der sicheren Seite zu sein.

[19:37] Da denkt man, man kennt schon alles. Musikalisch durch alle Oldiesender genudelte Hits usw. Und dann guckt man Stranger Things S02E03 und stößt auf den Kracher "You Don't Mess Around with Jim" von Jim Croce. Weder das Lied noch den Sänger je gehört. Was für ein neuer Ohrwurm! Lustig ist die Muppetversion.

[18:41] Black Mirror S03E05 - Männer aus Stahl. Wie immer bei Geschichten, die mit Seefahrt oder Militär zu tun haben, muß ich gegen mein Desinteresse ankämpfen. Nachtrag: Wie immer hat sich's gelohnt. Ich wiederhole mich höchst gern: Black Mirror ist die perfideste Serie, die ich je gesehen habe.

[17:37] "Hoffentlich bleiben Sie gesund. Wenn nicht: viel Glück."

[15:56] Gespräch zwischen zwei Fahrgästen in der TRAM. Die alte Frau kann sich nicht vorstellen, wie ein Brand so schnell um sich greift und mutmaßt dann, daß die Feuerwehr sich extra Zeit gelassen hätte, weil in dem Haus fast nur Ausländer wohnten.

[7:48] Die Ermittler sind auf der Suche nach Ursachen des Brandes in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag. Eine Welle der Hilfsbereitschaft, vor allem durch den Bürgerverein Schönefeld e.V. will den Verlust, den die mehr als 30 betroffenen Ex-Mieter erlitten, abmildern. - Mehr im Infodump zur Katastrophe.

[7:11] Freier Tag 6/6. Tage ohne Alkohol: 841.

Dienstag, 3. April 2018

[17:09] "Kompromiß - eine Lösung, die in der Mitte liegt und halbwegs glücklich macht." (Stranger Things S02E02)

[16:28] Neue Wendung im Streit um die Naziglocke im niedersächsischen Schweringen. Unbekannte haben das Hakenkreuz und die Inschrift entfernt. Hallelujah!

[16:11] Statt "Saudi-Scheich geht auf Israel zu" las ich "Saudi schleicht auf Israel zu." Auch nicht ganz verkehrt.

[13:18] Ein Treffpunkt der Powerlunch-Community. Sehen und gesehen werden." (Navy CIS S14E17)

[12:55] Im bolivianischen Dschungel gibt es das Dorf Uribicha, das vor Jahrhunderten missioniert worden ist und wo (Barock)Musik über Generationen mündlich tradiert worden ist, nachdem Jesuiten 1767 verbannt worden waren. Heute lernen 400 Kinder auf der Musikschule klassische Musik. Über 50 Jahre lang arbeitete der Missionar Franziskanerpater Walter Neuwirth dort, wo er 1966 die musikliebenden indigenen Urwaldbewohner wiederentdeckte.

[12:28] Eine Maske gegen Jetlag wurde entwickelt und kommt nächstes Jahr auf den Markt. Die Wirksamkeit ist unstrittig; immerhin wird die NASA sie in der Raumfahrt einsetzen.

[12:20] Mir war gar nicht klar, daß zum Osterreiten in der Oberlausitz nicht alle 1500 Pferde von dort kommen können, sondern aus ostdeutschen Gegenden angefahren / ausgeliehen werden. Als Leipziger Katholik, der in der DDR aufgewachsen ist, ist einem der Brauch selbstverständlich vertraut. Viele fahren auch heute noch in die Lausitz dafür.

[11:09] V.l.n.r. Cousin, Cousine, Cousine, Myself
dias043

[10:54] Freier Tag 5/6. Tage ohne Alkohol: 840 = 120 Wochen.

Ostermontag, 2. April 2018

[18:01] Für Freunde des legendären DDR-Schwanks: "Keine Ferien für Max" (Video) mit dem Traumpaar Helga Hahnemann & Gerd E. Schäfer. Zugleich etwas für mein Ausschauhalten nach ungewöhnlichen Namen, denn Das E steht für Egilhard. Insgesamt gibt es sieben Lustspiele + 1 Special innerhalb der Maxe-Baumann-Reihe. Mit dabei bei diesem zweiten Schwank sind Margot Ebert und Rolf Herricht.

[15:30] Zur alljährlichen Sisyphosarbeit gehört es, den Menschen begreiflich zu machen, daß der Ostersamstag NICHT der Tag zwischen Karfreitag und Ostersonntag, sondern der Tag vor dem Weißen Sonntag ist.

[13:59] Weil Notarztdienste in der sächsischen Pampa nicht zur Gänze besetzt werden können, sucht man nach Lösungen. Durch Notarztbörsen werden die Dienstpläne komplettiert und Ärzte quer durch die Prärie geschickt.

[12:49] Freier Tag 4/6. Tage ohne Alkohol: 839.

Ostersonntag, 1. April 2018

[23:51] Daß beim Fall ins Sprungtuch Knochen gebrochen sind, lag übrigens daran, daß die Beiden zugleich sprangen. Normalerweise muß das Konstrukt die Zeit haben, sich wieder zu entfalten.

[22:14] In einem Kulturzeitbericht wurde das Buch als "Abfolgemedium" bezeichnet. Diesen Begriff höre ich zum ersten Mal bewußt.

[21:51] In seinem Buch "Der Abstieg des Westens" beschreibt Joschka Fischer ein Europa am Scheideweg, das, wenn es nicht aufpaßt und JETZT die Weichen stellt, bald auf dem Abstellgleis stehen wird. In diesem Beitrag samt Interview werden seine Thesen beschrieben.

[20:49] Dieser Tag ist komplett fürn Arsch. Geschlafen habe ich von 5.00 Uhr bis 12.00 Uhr und, nachdem es ein Familienmittagessen gab, nochmals von 14 Uhr bis 18.30 Uhr. Seitdem werde ich nicht richtig wach, sitze bedröppelt vorm Bildschirm und hangele mich durch die üblichen Verdächtigen: arte-Journal, Tagesthemen, heute plus, Sachsenspiegel und, jetzt gerade, durch ein Euromaxx-Journal. Parallel ständig irgendwelches Geklicke, um etwas in den Sendungen Gesehenes zu vertiefen.

[20:31] Schmuck aus/mit Muttermilch fertigt nicht nur Nicole Aulich.

[20:03] Typisch selektive Wahrnehmung. Ich habe überlesen, daß es sich bei der neuen, heute gestarteten Nachtlinie der LVB um eine Straßenbahnlinie handelt, nicht um einen weiteren Nightliner, wie sie bereits im Einsatz sind. Die Streckenführung bildet meinen Arbeitsweg ab; denn es ist die Kombination aus TRAM 7 (Paunsdorf bis HBF) und TRAM 1 (HBF bis Lausen).

[20:01] Der beim Großbrand schwerstverletzte Mann befindet sich in kritischem Zustand; die tote Frau konnte bislang nicht identifiziert werden; man vermutet, daß es die Freundin des brandverletzten 40-jährigen Mannes ist. Es scheint so, als würde die Brandstiftung unter weit perfideren Umstände stattgefunden haben. Die Hausausgänge sollen mit Möbeln verbarrikadiert gewesen sein.

[20:00] Wenn du wie eine stellvertretende FDP-Vorsitzende "Marie-Agnes Strack-Zimmermann" heißt, mußt du dich regelrecht vor Unterschriften fürchten.

[4:23] Freier Tag 3/6. Tage ohne Alkohol: 838. Schlaflos. Stundenlanges Herumwälzen, Radio an, Radio aus, Video an, Video aus, mp3-Audio an, mp3-Audio aus, Licht an, Licht aus. Aufstehen, Wiederhinlegen.

Karsamstag, 31. März 2018

[18:16] Im Nachtdienst von Gründonnerstag auf Karfreitag klingelt um 3.40 Uhr ein Pflegefall, der sonst den Mund nicht aufkriegt. Ich: "Ja, bitte, wer hat geklingelt?" - Gomer: "Ich muß jetzt aufstehen!" - Ich: "Wieso das denn?" - Gomer: "Ich will Ostern feiern."

[17:40] Den Sachsenpiegel-Beitrag gibt es auch als separates Video. - Offensichtlich weiden die Katastrophe zahlreiche rechte Blogs aus. Ich googlete eben mal nach "leizig sellerhausen" mit der Zeitbegrenzung auf die letzten beiden Tage und stieß auf diese Blogeinträge.

[17:33] Info/Linkdump betreffs des Großbrandes hier um die Ecke. Eben dazu gekommen: Luftbild zeigt Ausmaß der Katastrophe + die Verheerung im ehemaligen Treppenhaus. Angesichts dieses Gruselvideos vom Geschehen war auch irgendwie klar, daß es nicht glimpflich abgehen würde. Im Polizeiticker vom Vormittag steht, daß heute noch über einen Haftbefehl für den mutmaßlichen Brandverursacher entschieden wird.

[10:47] Noch mehr Infos zur neuen Nachtbuslinie N17, die von meiner Haustür im Leipziger Osten bis zu meiner Arbeitsstelle im Westen fährt.

[9:41] Die BILD hat mal wieder jede effekthascherische Einzelheit brühwarm parat: Bilder von verendeten Katzen, evakuierten Menschen inklusive Rollstuhlfahrer, einem Baby, welches dem Feuerwehrmann aus dem Fenster gereicht wird... Beim Sachsenspiegel sieht man (ab 0:40 min) übrigens mehr von der Umgebung.

[8:55] Entgegen der Online-Fahrplanauskunft der LVB fahren die Straßenbahnen wegen des Brandes an der Ecke Wurzener Straße / Annenstraße immer noch Umleitung. Und die angegebenen Bahnen, die über die Annenstraße müßten, fuhren gar nicht. Was heißt: Warterei und Umdisponieren des Einkaufs mit Beschränkung auf Kaufland an der Koehlerstraße. Beim Vorbeifahren am Brandhaus stehen noch mehrere Fahrzeuge der Polizei und Feuerwehr, im Innenhof sieht man Schutt und Wasser, die Dachstühle sind verkohlt. Gespannt, was die Statiker sagen werden. Ich sah gerade, daß der Brand es zu einer Kurzmeldung in den Tagesthemen geschafft hat.

[7:04] Die LVZ bringt mich auf den neusten Stand in Sachen Brand hier um die Ecke. Wenn geschrieben steht, daß ein Mann sich in kritischem Zustand befinde und mit schwersten Verbrennungen in einer Leipziger Klinik liege, dann brauchte man nicht so nebulös zu sein, denn das Brandverletztenzentrum an unserer Klinik ist eines der größten Deutschlands und feiert heuer sein 20-Jähriges.

[6:28] Freier Tag 2/6. Tage ohne Alkohol: 837.

Karfreitag, 30. März 2018

[18:30] In der Nacht brannte es nur wenige Fußminuten von meiner Wohnung aus. An dem Haus fahre ich täglich vorbei; es war erst kürzlich aufwendig saniert worden. Wie die BILD berichete (Video), konnten sich zwei Mieter durch einen Sprung vom Hausdach ins Sprungtuch retten. Als ich heute Morgen vom Nachtdienst heimkehrte, gab es Schienenersatzverkehr, der immer noch besteht. Das Haus steht unmittelbar an der Haltestelle Annenstraße, die früher "S-Bahnhof Sellerhausen" hieß. Die ehemalige S-Bahn-Trasse soll ja - ein Langzeitprojekt in den Planungsschuhen - der so genannte Parkbogen Ost werden, eine kilometerlange Flanier- und Fahrradmeile.

[17:06] Das Masken- und Figurentheater Familie Flöz kennengelernt, dessen Stücke gänzlich pantomimisch aufgeführt werden, wodurch internationals Auftritte und Erfolge geradezu prädestiniert sind.

[17:05] Nach Nachtdienst 2/2 = Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 836.

Gründonnerstag, 29. März 2018

[19:19] In diesem interessanten Kulturzeit-Interview sah ich erstmalig Clemens J. Setz. Weckt mein Interesse.

[16:13] Retweet: Nachdem Tief Viktor vier Wochen in einer Wetterbesserungsanstalt über dem Atlantik verbracht hatte, wanderte er unter falschem Namen als Hoch Hugo ostwärts.

[16:12] Retweet: "Gegen Ihr Übergewicht hilft leichte Gymnastik", mahnt der Doktor. "Sie meinen Liegestütze und so?" "Nein, es genügt ein Kopfschütteln, wenn man Ihnen etwas zu essen anbietet."

[16:11] Retweet: Volkskrankheit Nr. 1: Multiple Mimose.

[16:10] Retweet: Nena feiert ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum mit der "Nichts versäumt" Tour. Schade. Konzertkarten mit dem Aufdruck "Irgendwie. Irgendwo. Irgendwann." hätte einer der epischsten Marketing-Gags werden können.

[16:09] Retweet: Beim Frisör: Eine Frau steht mit mir an der Kasse, die beim Schneiden neben mir saß. / Sie sieht aus wie vorher: 79,95 Euro / Ich glaube, sie erkennt mich nicht wieder: 9,95 Euro

[16:08] Retweet: "Man müsste mal was gegen Tierleid tun." "Wir könnten weniger Fleisch essen!" "Und gegen Umweltzerstörung!" "Wir könnten weniger Fleisch essen!" "Und gegen Wasserverschwendung!" "Wir könnten weniger Fleisch essen!" "Schade, dass man als Einzelner so gar nix machen kann!"

[16:07] Retweet: Meine Hobbies sind Sitzen, Liegen und irgendwo Anlehnen.

[16:06] Retweet: Die häufigsten Gründe, weshalb ich mich nicht melde. / - Ich mag dich / - Ich mag dich nicht / - Huch, die Zeit rast so (schon wieder 2-45 Monate rum!) / - Ich schlafe / - Ich sollte schlafen / - Ich wurde von einem Krokodil gefressen.

[16:05] Retweet: Heut Nacht erwachte ich aus einem Traum, weil ich ein Wort daraus im Lexikon nachschlagen musste, schlief wieder ein und landete im selben Traum. Kannte mich aber gleich viel besser aus.

[16:04] Retweet: Kammerjäger auch anderes Wort für Wohnungssuchende in dieser Stadt.

[16:03] Retweet: "Was glauben Sie denn, warum Sie heute hier sind?" "Ich vermute, es handelt sich um einen Irrtum."

[16:02] Retweet: Gespräch mit Freundin aus Hamburg - "Ich zahle für mein 9 Quadratmeter Zimmer 450 EUR." "Holy. Hat hier mal ein Promi gewohnt oder was?" "Was für ein Promi sollte hier gewohnt haben?" "Kein Plan... Harry Potter?"

[16:01] Retweet: In der Hölle muss man alle Pornos, die man abgebrochen hat, nachdem man gekommen ist, zu Ende gucken.

[16:00] Retweet: "Was machst du am Sonntag?" "Nichts." "Cool, dann kannst du mir beim Umzug helfen?" "Ich meine, da wollte ich schon mein manisch-depressives Meerschweinchen Uwe von seiner antifaschistischen Häkelgruppe in Bukarest abholen!"

[15:55] Links Meine Mutter und rechts ihre Mutter
dias042

[15:54] Vor Nachtdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 835.

Mittwoch, 28. März 2018

[17:37] Wahrscheinlich ist es für mich nicht vorstellbar, daß man seine Meinung bezüglich einer Partei mal eben über Bord kippen kann. Die ändern doch ihre Grundrichtung nicht über Nacht. Und auch die USA. Ich sah Berichte über Trumpwähler, die, egal was der Kerl tut, stur dabei bleiben. Ich würde gerne ausführlich erfahren, wie Werbung Wählermeinungen manipulieren können soll. Ich würde doch niemanden wählen, der mir sagen wir eine kostenlose Brille anböte. So kurzsichtig kann doch niemand sein/denken.

[17:17] Da der Bloganbieter Twoday, neben Antville einer der ältesten, in wenigen Wochen seinen Dienst einstellt, hatte ich mich schon gefragt, was ANH machen wird. Doch unbemerkt von mir hat er bereits seit Monaten ein Wordpressblog unter dem leicht adaptierten Titel Die neue Dschungel. Anderswelt.

[17:15] In Lanis Lecker Ecke bloggt eine 32-jährige Quedlinburgerin über Gerichte, auschließlich aus über die Tafel bezogenen Lebensmitteln.

[16:43] Lustiger Tweet mit einem Anschlag, Speikobra Steffi sei abgehauen. Ihr Biß, sei, Achtung!, unter Umständen tödlich, aber sonst sei sie eine ganz eine Liebe!

[16:34] Durch den augenblicklichen Datenskandal bei Facebook wäre es zu einer Wahlbeeinflussung in den USA gekommen. Wie soll das funktionieren? Ich hätte gerne eine Erklärung, wie gezielte Werbung jemandes Wahlverhalten verändert? MEIN Wahlverhalten wird ganz sicher nicht durch Werbung gesteuert; denn ich wähle immer dasselbe: so weit links wie demokratisch vertretbar.

[15:22] Als Pflanze wäre ich ja nie Frühblüher gewesen.

[15:02] Für 500.000 Wohnungen gibt es Baugenehmigungen, die nicht gebaut werden. Ein Grund dafür: Grundstücke MIT Baugenehmigungen sind teurer, wertvoller, Spekulationsobjekte. Die Regierung will durch eine Baulandsteuer gegensteuern. Außerdem soll die Geltungsdauer der Genehmigungen verkürzt werden.

[14:37] Anläßlich des Todes von Achim Bergmann, dem Gründer und Kopf von Trikont, verweise ich auf den Geburtstagsbericht & die Fotostrecke zum 50-jährigen. Das Label vertrieb u.a. Jörg Fauser, Karl Valentin, Ton Stein Scherben, Funny van Dannen, Hans Söllner und LaBrassBanda. Im Heyne Verlag wurde zum Jubiläum der Prachtband "Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste" verlegt.

[14:13] Eine lohnenswerte Twitterdikussion zum Thema Wiederbelebung (Reanimation), bei der man zum Takt dieser Lieder Herzdruckmassage betreiben kann.

[1:22] In Brockwitz, einem Stadtteil der Kreisstadt Coswig, gibt es eine Niederseite mit zirka 25 Häusern, die von jedem Hochwasser betroffen sind und überschwemmt werden, so daß die Idee entstanden ist, anstatt einen Deich zu bauen, alle Häuser anzuheben, was sich als Meilenstein in der Geschichte des Hochwasserschutzes erweisen könnte. Der MDR zeigt grafisch, wie man sich eine Hausanhebung vorzustellen hat.

[1:17] Bericht über den Rückgang an Organspenden und der sich verlängernden Wartezeiten auf eine Transplantation. Bei Nierenspenden mußte man früher 2 Jahre warten, heute sind es schon 7 Jahre. Und die Patienten sind dann, wenn sie dran sind, oft bereits in einem weit vorangeschrittenem Krankheitsstadium. An der Uni Leipzig starben im letzten Jahr 6 Patienten, weil sie keine Leber mehr gekommen konnten.

[0:33] Bei den vermuteten Schäden und Gefährdungen durch LED-Licht brauche ich mich über meine Augenprobleme wahrlich nicht zu wundern. Zurzeit ist es unerträglich.

[0:30] Vor Nachtdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 834. Heute Abend zu einer kurzen Arbeitswoche mit nur zwei Nachtdiensten, bevor ich mich über die Feiertage über sechs freie Tage freuen kann.

Dienstag, 27. März 2018

[18:07] "Sei grausam in guter Absicht!" (White Collar S02E01)

[10:00] Das ZDF hat seine SOKO- Reihe erweitert. Im Norden ermittelt nun die SOKO Hamburg; die Pilotfolge "Gefallener Engel" ist abrufbar und wird heute Abend ausgestrahlt.

[4:17] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 833 = 119 Wochen.

Montag, 26. März 2018

[19:32] Ich hatte meinen WhatsApp-Account gelöscht und die Hoffnung, daß damit die Daten verschwunden sind und daß gleichzeitig die Kontakte mich nicht mehr sehen bzw. eine Fehlermeldung angezeigt bekommen, sobald sie mich zu kontaktieren versuchen. Irrtum. Man bleibt auf anderen Smartphones weiterhin als Kontakt bestehen, es können einem Nachrichten geschrieben werden. Dementsprechend irritierend für die technisch weniger Versierten, wenn ich scheinbar nicht mehr reagieren will, in Wahrheit aber nicht mehr reagieren kann, da meinerseits ja keinen App mehr installiert ist. Das ist höchst unzufriedenstellend.

[17:17] Mit dem Nighliner N17 gibt es eine neue Nachtbuslinie, die direkt von meiner Arbeitsstelle zu meinem Wohnort fährt. So eine Verbindung ohne Umsteigen und Knatsch wünschte ich mir für die Zeiten, zu denen ich zur Schicht fahren muß.

[16:04] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 832.

Sonntag, 25. März 2018

[20:17] Auf der Suche nach ausgefallenen Namen ausnahmsweise nicht auf einen Vor-, sondern auf einen ungewöhnlichen Zunamen gestoßen: Dömötör, den ich noch nie wahrgenommen und eben bei einem Kameramann entdeckt habe.

[20:08] ... weil für Sex Englisch die bessere Sprache ist als Zürichdeutsch. (Susi Wyss)

[19:58] Heinz Henschel verbrachte sein Leben als Schlosser. Nach seinem Tod mit 77 Jahren wurde sein filigranes künstlerisches Werk (YouTube), welches er in 50 Jahren abseits jedweder Öffentlichkeit nur für sich selbst schuf, entdeckt und wird nun ausgestellt: "Wanderer zwischen den Welten" (siehe auch die gleichnamige Begleitpublikation). Filigran stimmt bei dem mehr als 1000 Bilder umfassenden Werk buchstäblich. Das Kevelaer Museum: "Unser Museum verleiht auf Wunsch auch Lupen, damit man alle Feinheiten gut erkennen kann. Die Mitarbeiterinnen sind übrigens nicht böse, wenn Sie ihre eigene Lupe mitbringen." Die Story dieses Autodidakten ist so wunderbar. In Zeiten, in denen alles darauf ausgerichtet ist, maximale Außenwirkung zu erzielen, in sozialen Medien maximale Aufmerksamkeit zu erregen, arbeitet ein Feinmechaniker jahrzehntelang in seinem Hobbykeller und schafft ein einzigartiges Oeuvre. Ich bin hin und weg. Weitere Informationen finden sich auf der vom Kunstverlag David betriebenen Webseite über Heinz Henschel.

[19:37] Ein Novum für mich: auf unserer Station wurde einer Patientin direkt am Stationstresen ein Heiratsantrag gemacht. Wir sind wohlgemerkt vom Altersdurchschnitt nicht so, daß man derartige Ereignisse erwarten würde.

[19:31] Während die Pflegesituation uns in zahlreichen Wochen zuvor zusetzte und haarige Dienste ohne Verschnaufpause verschaffte, entspannte sie sich seit vergangener Woche. Und die vier Nachtdienste seit Mittwoch gar sind angenehm ruhig. Die Influenzaepidemie ist abgeklungen. Andere Infektionen wie MRSA oder Noro sind minimal. Weniger Pflegefälle bedeutet schnellere und kräftesparendere Rundgänge. Wäre die Belastung sind so zyklisch, wäre sie auch nicht länger oder lange ertragbar.

[18:24] Auf der Regioforst in Chemnitz, der Fachmesse rund um Wald und Holz, werden Bäume fachgerecht gefällt. So viel fachchinesisch in einem Sachsenspiegel-Bericht habe ich lange nicht mehr gehört, bis der Baum zentimetergenau zwischen den Zielmarken gelandet ist.

[17:40] Es gibt einen großen pazifischen Müllstrudel (Great Pacific Garbage Patch), der viermal so groß ist wie die Fläche Frankreichs.

[17:37] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 831.

Samstag, 24. März 2018

[19:50] Die Schweizer Optikerin Jacqueline Urbach entwickelte in den 60er-Jahren erstmals farbige Kontaktlinsen. Auf ihrem Patent beruhen bis heute farbige und Motivlinsen, die auch in der Filmindustrie eingesetzt werden, z.B. in der Twilight-Saga oder "Interview mit einem Vampir".

[19:22] Retweet: In Germany, we don't say 'Will you marry me?", we say "Hat ja auch steuerliche Vorteile und wenn mal Kinder da sind, macht es die Behördengänge nicht ganz so kompliziert."

[19:21] Retweet: "Sticheleien und dieser unangebrachte Sarkasmus haben keinen Platz in unserer Firma." "Das haben Sie sehr schön zusammengefaßt, Chef!"

[19:20] Retweet: Ich hasse es, wenn die Kollegen an der Kaffeemaschine keine Rettungsgasse bilden.

[19:13] Retweet: Jedes Problem läßt sich mit einem Blumenstrauß, Erdbeereis oder unters Erdbeereis gemischtes Rattengift lösen.

[19:11] Dinge, die eine Krankenschwester nicht sagt: "Ich frage mich immer wieder, welcher kluge Mensch auf die Idee gekommen ist, den Lichtschalter nur wenige Milimeter von der Notrufklingel anzubringen."

[19:10] Retweet: Lebe so, daß Jens Spahn etwas dagegen hätte.

[19:09] Retweet: "Wo bist du?" "In der Bar." "Ich habe uns Abendessen gemacht. Wenn du in 20 Minuten nicht da bist, gebe ich es dem Hund." "Laß den Hund in Ruhe, er kann nichts dafür."

[18:57] Retweet: "Ihre Schwächen?" "Ich bin sehr ehrlich." "Das ist eher eine Stärke." "Das sagt einer, dem Mutti heute die Anziehsachen herausgelegt hat."

[18:56] Retweet: Die Griechin in mir: "Weine! Tränen müssen raus!" - Die Schwäbin in mir: "Bisch bled? Dei make up isch von Chanel! Was des koscht hat!"

[18:11] Im Video zum Welt-Down-Syndrom-Tag - "50 Mütter, 50 Kinder, 1 Extrachomosom" - erstmals von der gebärdenunterstützten Kommunikation Makaton gehört, eine Form der Leichten Sprache. Im ZDF-Beitrag erfährt man mehr. Nicht nur Menschen mit Syndromen wie Trisomie 21 hilft Makaton, sondern auch in der Therapie von Menschen mit Aphasie (z.N. durch Apoplex) wird diese Kommunikation erprobt.

[17:10] Ich habe übrigens meinen WhatsApp-Account gelöscht.

[17:09] Vor Omas Küchenherd mit der Katze im Kohlenfach
dias041

[17:07] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 830.