Bücherlei Miszellen (49) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Dienstag, 25. September 2018

[20:30] "Sie beide zusammen ergeben einen uneingenommenen Ermittler." (Convictions S01E04)

[20:24] "Ich habe mit Jackson geredet. Er ist einer der wenigen mit einem schwarzen Gürtel im Umgang mit dir." (Convictions S01E04)

[18:32] Vorgestern bestellte ich eine Powerbank, meine erste, weil ich unterwegs mit dem Smartphone Videos gucken will und das Akku meines Videoguckhandys im Eimer ist. Die Bestellung sollte heute geliefert werden. Vorhin erhielt ich eine Mail, angeblich eine Amazon-Sicherheitswarnung, die ich allerdings als Spam werte, was Informationen durch die Amazon-Hilfe erhärten. Nur eben sehr merkwürdig, daß am Tag der angegebenen Lieferung, die dann auch noch tatsächlich fehlschlägt, mich solch paßgenauer Spam ereilt. Denn die Lieferung gilt tatsächlich als unzustellbar und geht an den Verkäufer zurück. Allerdings sind die Angaben widersprüchlich: Einerseits wäre die Lieferadresse unvollständig gewesen; andererseits sei das Päckchen entweder fehlerhaft oder Gefahrengut. Ziemlich mysteriös. Bleibt nur zu hoffen, daß die Rechnung nicht vom Konto abgebucht wird bzw. daß sie rückerstattet wird. So gläsern wir heute fühlte ich mich noch nie.

[12:25] Die DDR 1990 ohne die Wende ist ein Twitterprojekt, in dem der damals 32 Pfennig teure Abreißkalender für das Jahr 1990 mit Vorder- und Rückblatt täglich gepostet wird. 2018 fallen die Wochentage wie 1990. Ich verlinke die Tagestweets.

[12:24] Freier Tag 2/4. Tage ohne Alkohol: 1015 = 145 Wochen.

Montag, 24. September 2018

[17:46] Die "Via Aeterna" ist ein Festival der Sakralmusik. 300 Konzerte rund um den Mont-Saint-Michel. Gregorianische Choräle, mittelalterliche Musik und moderne Adaptionen. Auf YouTube finden sich zahlreiche akustische Eindrücke.

[16:30] Retweet: Ehegebot Nr. 1: Gucken ist erlaubt, gehungert wird zuhause.

[16:29] Retweet: Im Mittelalter sind viele Kinder jung gestorben, da die Hüpfburgen noch aus Stein waren.

[16:28] Retweet: Alle Mütter machen schöne Kinder. Meine mußte mal wieder übertreiben.

[16:26] Retweet: Ich habe mir überlegt, die nächsten vier Wochen das Auto stehen zu lassen. Die Idee dazu kam aus Flensburg.

[16:25] Retweet: "Na geh! - Österreichisch für: Dein Verstand müßte mal geschliffen werden."

[15:24] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/4. Tage ohne Alkohol: 1014.

Sonntag, 23. September 2018

[16:01] "'Die Dame im Fenster' - im Ruhrgebiet auch 'Siedlungshabicht' genannt."

[15:55] Zum ersten Mal in meinem Leben vom Overton-Fenster gehört.

[15:42] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 1013. Anhaltender Regen! Endlich!

Samstag, 22. September 2018

[19:20] In einer Presseschau eben gehört: "Andrea Nahles als die Leidtragende der Maaßen-Festspiele..."

[19:11] Gestern stand urplötzlich eine "LAD in GAZ" vor mir und verlangte nach einer weiteren Bettdecke, weil ihr fröstele. Sie habe mich nicht erschrecken wollen, weil sie aus eigener Berufserfahrung (ehemalige Krankenschwester) wüßte, wie es sei, wenn Patienten unerwartet sich leise anschleichen und vor einem auftauchen.

[18:53] Neben Verunreinigungen in Valsartan wurden - zwar nur bei einem Hersteller - auch welche in Losartan festgestellt, einem anderen Sartan (Gruppe von Blutdrucksenkern). Ich, der ich diverse Antihypertensiva und noch andere Medikamente einnehmen muß, möchte lieber nicht wissen, wo noch weitere unentdeckte Giftquellen lauern. Die Wahrheit wird, siehe VW-Skandal, meistens nur scheibchenweise und höchst zaghaft und unvollständig enthüllt. Was wir alles zu uns nehmen, welche Gifte uns zusetzen... Wenn man das in Gänze wüßte, würde man jedem Suizidgedanken abhold sein, weil er sich erübrigte. Apropo Spitze des Eisberges in Sachen Unentdecktes. Wie sehr Seehofer an Maaßen festhält, líeß ausländische Zeitungen vermuten, daß Maaßen eventuell über Wissen verfüge, welches andere in die Bredouille bringen könnte.

[17:33] In der Dresdner Pflegeeinrichtung "AlexA" gibt es zwei DDR-Erinnerungszimmer, welche an Demenz Erkrankten helfen sollen. Dabei will man nichts verklären oder verherrlichen, sondern die Politik außen vor lassen. Mir leuchtet das vollkommen ein. Statt dahinzudämmern, werden Erinnerungen reaktiviert, die Bewohner üben alte Bewegungsabläufe, basteln, werkeln, hören Musik usw. Bin en passant auf das Portal "Demenz in Sachsen" gestoßen.

[17:31] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 1012.

Freitag, 21. September 2018

[16:57] Nachdem die erste Diskussionsrunde "Streitbar!" im Frühjahr mit Dürs Grünbein und Uwe Tellkamp so kontrovers vonstatten ging, gab es nun die zweite Auflage mit dem Schriftsteller und Wahldresdner Marcel Beyer, dem Theologen und OBM-Kandidaten für Meißen Frank Richter und dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, die auch auf YouTube abrufbar ist.

[16:33] "Ein Dirigent ist ein verkappter Diktator, der sich glücklicherweise mit der Musik begnügt." (Sergiu Celibidache)

[16:31] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 1011.

Donnerstag, 20. September 2018

[10:46] Retweet: Laut meinem Hausarzt soll man 21mal im Monat ejakulieren, um Prostatakrebs vorzubeugen. Wir haben heute den 20. September und ich bin schon fertig mit November.

[10:45] Retweet: Forscher haben herausgefunden, sind dann aber wieder hereingegangen.

[8:34] "Sie sind niemandem ein normales Leben schuldig." (Die Heiland - Wir sind Anwalt S01E03)

[8:29] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 1010.

Mittwoch, 19. September 2018

[16:00] Später wird man sich fragen, mit welchen Lappalien die Demokratie zu Tode geritten worden ist. Das wochenlange Gezerre zwischen Merkel und Seehofer, jetzt die Affäre Maaßen. Kein Wunder, wenn Menschen dann auf den Zug derer aufspringen, die eine klare Linie versprechen.

[7:41] "Aber ich bringe doch wegen ein paar Tausend Euro keinen Menschen um. Gute Frau, ich kriege Rente!" (Soko Wismar S12E23)

[7:40] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 1009.

Dienstag, 18. September 2018

[20:44] Es ist alles so schwierig und nervenaufreibend. Meine Bank hat ihre komplette Onlinearchitektur geändert. Das bisherige TAN-Verfahren via Desktopprogramm gilt nicht mehr. Stattdessen gibt es zwei Alternativen: Zum einen einen TAN-Generator (Hardware), den ich aber anschaffen müßte, zum anderen eine TAN-erzeugende Handy-App, die ich wohl vorübergehend verwenden werde, wenn auch meine Nummer nur noch bedingt einsatzfähig ist, weil der Vertrag im Juli beendet worden ist. Man sagte mir, daß es eine Weile dauern kann, bis die Telefonnummer inaktiv würde. Solange kann ich auch WhatsApp nutzen und eben das neue TAN-Verfahren, wenn es denn funktionierte. Die Bank gibt Umstellungsschwierigkeiten an, so daß ich momentan kein Online-Banking ausüben kann. Zudem fallen seit einiger Zeit Kontoführungsgebühren an (EUR 3,90 monatlich). Seitdem ich 1984 Kunde bei der Reichsbahnsparkasse wurde und die Sparda-Bank 1990 deren Nachfolge antrat, waren Grundgebühren für die Kontoführung nie ein Thema. Und heute waren gleich zwei Briefe mit Kontoauszügen in der Post, obwohl ich deren Zustellung seit Jahr und Tag eigentlich unterbunden hatte. Möglicherweise eine Folge der Umstellungsprozesse. Also baldigst in die Filiale vor Ort, um das abzuklären und drohende Portogebühren abzuwenden. Ärger im Alltag, den ich abgrundtief hasse.

[16:06] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 1008 = 144 Wochen.

Montag, 17. September 2018

[18:10] In "Tanken - mehr als super" (S01E01) fällt jemand leblos zu Boden. Der Ersthelfer spricht ihn an: "Wenn Sie mich hören können, röcheln Sie doch nochmal!"

[18:08] Wenn man einer ernsthaften und sich verschärfenden Konfrontation die Spitze nehmen will, kann man das mit einem Serienzitat tun: "Sollen wir 2 bei einem warmen Kakao drüber reden?"

[18:01] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 1007.

Sonntag, 16. September 2018

[16:15] Der Film "Das Dorf der Vergeßlichen" (Trailer) erzählt von Demenzpatienten aus Europa, die inmitten eines thailändischen Dorfes gepflegt werden.

[15:22] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 1006 = 33 Monate.

Samstag, 15. September 2018

[16:01] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 1005.

Freitag, 14. September 2018

[19:58] Wir haben für die meisten Artikel, die wir im Pflegealltag benutzen, Bestellschilder, die regelmäßig gescannt werden. Das Spektrum reicht von Spritzen, Kathetern, Kompressen, Pflastern, Infusionssystemen über Urinbecher, Spuckbeutel (Kotztüten) bis hin zu Kämmen, Zahnbürsten und Einmalrasierern. Das Kontingent paßt nicht immer zum Verbrauch, so daß wir manchmal im Material ersticken und nicht wissen, wohin damit, wo lagern, manchmal aber auch auf dem Zahnfleisch krauchen, weil bestimmte Artikel hinten und vorne nicht reichen. Meine Empörung und zugleich meine Belustigung wurden nicht verstanden, überhaupt nicht begriffen. Dabei ist diese Kleinigkeit so monströs skurril. Für die Einmalrasierer hatten wir eine Scanschild, durch das uns 5 Stück pro Lieferung (maximal 2 wöchentlich) beschert wurden. Gestern öffnete ich den Materialschrank und mir fielen unzählige Rasierer entgegen, weil sie nicht in das enstprechende Fach paßten. Jemand hatte das Kontigent auf 100 erhöht. 100! Von 5 Stück auf 100! Keiner meiner KollegInnen begriff, warum ich das als phänomenal durchgeknallt empfinde. Vor allem, weil MIR andauernd vorgehalten wird, ich würde zuviel Sachen bestellen. 100 Einmalrasierer. Sollte dank Trump und den allseits sich vermehrenden rechten Spacken demnächst ein schlimmer Konflikt ausbrechen und Hamsterkäufe zu Engpässen führen, so daß der eine oder andere um sein glattrasiertes Kinn bangt: Ihr wißt ja nun, wohin ihr euch wenden müßt.

[19:25] Retweet: Da will man locker und flockig in den Tag starten und dann hat die Milch dieselbe Idee.

[19:24] Retweet: Wenn man mir früh genug Bescheid gibt, kann ich auch spontan sein.

[19:23] Retweet: Warum die Polizei bei rechten Demos immer zu wenig Beamte hat? - Man muß sich halt entscheiden: komm ich in Zivil oder in Uniform.

[19:12] "Krieg der Träume schildert die Geschichte Europas zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939." Die achtteilige Dramaserie wurde auf arte gesendet und ist noch bis zum 22. Oktober in der Mediathek abruf- bzw. mit den entsprechenden Tools herunterladbar: [1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8].

[17:10] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 1004.

Donnerstag, 13. September 2018

[20:02] Repost: "Mit Bedingungslosem Grundeinkommen (BGE) wäre Hitler Maler geblieben."

[20:00] Ein neuer Perscheid: Me too.

[19:48] Unsere Klinik schneidet jetzt offenbar Vorträge mit, die für Interessierte gehalten werden, heute beispielsweise über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gehalten vom komm. Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Intensivmedizin, Dr. Stephan Nagel. Die Voträge finden entweder in der Stadtbibliothek statt oder, wie heute, im Hörsaal unser Robert-Koch-Klinik in Grünau, wo auch wir Weiterbildungen absolvieren.

[18:00] "Wenn ein Weißer wegläuft, ist er ein Athlet. Wenn ein Schwarzer wegläuft, ist er ein Dieb." (brasilianische Redensart, gehört in ttt)

[13:22] Wußtet ihr, daß man nur zirka 1 kg Pilze am Tag im Wald sammeln darf? Zwei Rentner sammelten am Dienstag 19 kg Steinpilze. und sollen nun 1700 Euro Strafe zahlen, weil sie gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen haben.

[12:37] Als eifriger Fan der SOKO-Reihe im ZDF freue ich mich, daß es mit SOKO Potsdam einen neuen Ableger gibt. Das neue Team wird hier vorgestellt. Am 24. September wird mit "Saubere Geschäfte" die Pilotfolge gesendet. Damit gibt es neben der SOKO Hamburg schon den zweiten Serienneustart in diesem Jahr.

[11:12] "Ein heutiges KI-System wird noch viele Jahre brauchen, bis es überhaupt erstmal das Abitur besteht. Selbst der Grundschulabschluß wäre heute nicht möglich." (Wolfgang Wahlster)

[10:53] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 1003. Vor 11 Tagen hatte ich einen 5-Nächte-Zyklus beendet, nun folgt ein weiterer, der dadurch zustande gekommen ist, daß mich eine Kollegin bat, ihren Nachtdienst am kommenden Montag zu übernehmen. Und nur weitere zwei Wochen, Anfang Oktober, kommt nochmals ein 5er-Zyklus auf mich zu, ein bißchen happig das Ganze. Meine Entscheidung für 32 statt 40 Wochenstunden war 2016 gefällt worden und gilt bis Ende dieses Jahres. Sie kam nicht von ungefähr. Ich brauche die verlängerten Regenerationsphasen und kam mit ihnen bislang gut zurecht, weil der Dienstplan sie mir gewährte. Eine solche Häufung von 5 Diensten am Stück wie jetzt werde ich, sollte sie sich wiederholen, nicht hinnehmen. Das verkrafte ich nicht. Übrigens stellte ich am Montag beim Arbeitsgeber, zu dem ich mich nach dem letzten Nachtdienst morgens um 8 Uhr quälte, einen Antrag auf Verlängerung der Verkürzung meiner Wochenarbeitszeit auf 32 Stunden um weitere zwei Jahre bis Ende 2020.

Mittwoch, 12. September 2018

[19:00] Das Anthropozän als ein dem Planeten aufgedrängtes neues Erdzeitalter. Eine Auswirkung wohl: das Ansteigen der Epidemien.

[18:44] Retweet: Man lernt doch nicht sprechen, nur um dann die Schnauze zu halten, wenn es darauf ankommt.

[18:40] Retweet: Manche Leute, die sich vor Überfremdung fürchten, wissen nicht einmal, wie ihre Nachbarn heißen.

[15:52] "Wenn in Chemnitz junge Frauen äußern, dass es doch gut sei, wenn Rechtsextreme Flüchtlinge 'umklatschten', dann scheint eine klammheimliche Komplizenschaft auf, wo es bislang Abgrenzung zur rechten Szene gab. Die Furcht vor den "Anderen", vor Asylsuchenden aus fernen Ländern und Muslimen, sitzt tief, gleichgültig, ob tatsächlich eine reale Bedrohung existiert oder nur gefühlt wird." / "Zahlreichen Bürgern war die NSDAP mit ihrem gewalttätigen Auftreten suspekt, aber sie schätzten deren Entschlossenheit, die Linke zu zerschlagen." (Michael Wildt: Droht Deutschland ein neues 1933?)

[15:18] "Er war das menschliche Äquivalent einer Schmusedecke. Jammerlappen trifft es wohl eher. (Inspector Barnaby S08E06)

[14:50] Weiterführung der Liste mit Wörtern, die man nicht sonderlich oft gebraucht, die es aber verdient hätten: mannigfaltig / euja / jählings / entrisch / verhohnepipeln / Galimathias / bonfortionös / vergackeiern / wohlweislich / allerhand / verdattert / Gesums / Knilch / dreist / dröge.

[10:18] "Und jeder, der sich in die Reihe der Suizid-Scherzbolde und Meer-Witzereißer einreiht, sollte sich nicht wundern, wenn beim nächsten Morgenschiss ein Blitz in die Schüssel schlagen sollte." (Oliver Kalkofe über den wahrscheinlichen Suizid von Daniel Küblböck)

[8:22] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 1002.

Dienstag, 11. September 2018

[18:44] "Wenn du nicht willst, daß ich mit dem Personal schlafe, stelle keine Sahneschnitten ein." (Convictions S01E02)

[18:31] Retweet: Wenn man den Fernseher nur 3-4 mal im Jahr laufen hat, aktualisiert er zunächst 2-3 Stunden die Senderliste, lädt noch ein paar Updates und dann kann man auch schon ins Bett.

[18:30] Retweet: Badezusätze. Früher: Macht Schaum. Heute: Mit bei gedämpftem Mondlicht geernteten Andenbeeren, stärkt das Karma, erweitert die Aura, füllt hochkomplexe Exceltabellen aus, erzieht die Kinder, schreckt Einbrecher ab. Ja, okay, und macht Schaum.

[18:29] Retweet: Optimist: "Das Glas ist halbvoll." Pessimist: "Das Glas ist halbleer." Amazon: "Das Glas hat tolle Bewertungen." Netflix: "Es gibt jetzt von deinen Lieblings-Gläsern eine neue Serie."

[18:28] Retweet: Liebe ist, wenn beide vom Waldspaziergang zurückkommen.

[18:27] Retweet: Heute gibt's Schnitzel in der Kantine. Habe in der Hoffnung auf ein Großes der Kantinenfrau extra geschmeichelt und ihr gesagt, wie gut ihr der Oberlippenbart steht. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass man von Kartoffeln und Jägersauce nicht satt wird.

[18:26] Retweet: Wenn Bäckereien so doofe Namen hätten wie Friseurläden: / - Teilchenbeschleuniger / - Kuchenstudio / - Mehlprogramm / - Alles auf Brot / - Christopher Croissant / - Teig me home / - Come Back and stay / - Keks on the beach / - Baguette it on - / Gebäck for good / - Pudding on the Brez

[18:25] Retweet: Ich hab zwei Freikarten für Erwachsene für den Kölner Zoo zu verschenken. Bei Interesse bitte DM. Macht euch einen schönen Tag. - Achso: Sind 29 Siebtklässer dabei. Stört doch nicht, oder?

[18:24] Retweet: Ich habe 10 Minuten verzweifelt die Scheibe geputzt um festzustellen, dass der Fleck auf der anderen Seite ist. In der Steinzeit hätte ich ein kurzes Leben gehabt.

[18:23] Retweet: Nicht viel über griechische Mythologie zu wissen, ist mein Achilleshals.

[18:22] Retweet: Nur, weil man damit lebt, heißt das nicht, dass man auch damit klar kommt.

[18:21] Retweet: "Ich hätte gerne 7 Wespen mit Sahne." "Gerne. Stück Apfelkuchen dazu?"

[18:20] Retweet: "Papa, wie funktioniert eigentlich das Internet?" "Also, du stellst eine Frage, dann bekommst du eine falsche Antwort auf eine ganz andere Frage. Dann wird viel gestritten und deine Mama wird beleidigt. Im Hintergrund laufen Katzenvideos. Irgendeiner schreit Hitler."

[18:19] Retweet: Warum ich gerne ARTE-Dokus gucke? Weil ich "Eine Rehgeiß führt ihren Nachwuchs im Morgengrauen zum Äsen" einfach lieber höre als das Neueste von Trump oder Söder.

[18:18] Retweet: Ich hab's ja nicht so mit Vorurteilen, aber manchen Menschen sieht man auf 1km Entfernung schon an, dass sie ein Joghurtbecherausspüler sind.

[18:17] Retweet: Heute ist der Tag der Zahnfee. Die wohnt übrigens drüben im Clubhaus der Hells Angels. Klopfen Sie ruhig mal und fragen nach ihr!

[18:10] Retweet: "Wie lange muss die Tiefkühlpizza in den Ofen?" "12 Minuten." "Weißt du das auswendig?" "Eine gute Köchin weiß das."

[18:01] "Du siehst gut aus. Du hast deine Dämonen besiegt!" "Ich habe sie nicht besiegt. Sie haben nur eine Gehirnerschütterung." (Sharp Objects S01E02)

[16:37] "Wir Schwestern wissen immer, wenn einer [=Arzt] völlig überfordert ist." (Law and Order UK S05E01)

[9:13] Der kanadische Musiker Marc Martel beeindruckt mit dem Queen-Cover "Somebody to love". Und tatsächlich übernimmt er im Queen-Film "Bohemian Rhapsody" Gesangsparts.

[9:12] Retweet: "Ja, lach du nur. Sobald du eingeschlafen bist, hole ich meine Filzstifte."

[8:43] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 1001 = 143 Wochen.

Montag, 10. September 2018

[16:02] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 1000.

Sonntag, 9. September 2018

[16:44] Hypermotorischer Parkinsonpatient mit sehr hoher Sturzgefährdung und Zustand nach multiplen Stürzen samt Handgips, den er sich schon zweimal abgepopelt hat, pöbelt mich nachts an, als ich ihn zum xten Mal zurück ins Bett befördert habe, nachdem er im Zimmer und auf dem Stationsgang herumgeschlichen war und ich ihm didaktisch nochmals eingehämmert hatte, doch nun endlich liegen zu bleiben: "Ach, geh' mir doch nicht auf'n Geist!"

[16:13] Was ich nicht wußte, daß Mikroplastik nicht nur und nicht einmal hauptsächlich durch weggeworfenen Plastikmüll verursacht wird, sondern durch Abrieb bei Reifen (Autos, Fahrräder / 28%), Schuhen, Straßenmarkierungen. Bremsen und viel Laufen ist quasi Naturmord! Weitere Verursacher: Waschen von synthetischen Textilien (35%), Kosmetikartikel, Kunstrasen... Jeder Mensch produziert pro Jahr und Paar Schuhe 100 g Mikroplastik.

[16:11] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 999. Darauf einen Dujardin!

Samstag, 8. September 2018

[20:11] Kinderfasching in der Kirchgemeinde. Als Cowboy...
dias061

[19:40] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 998.

Freitag, 7. September 2018

[19:55] Aufgeschnappt: "Man muß erst aufstehen, um sich zu widersetzen."

[18:51] Matrjoschkas gibt es gar nicht so lange - erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. In einem Euromaxx-Bericht über Nischni Nowgorod (einst: Gorki)wurde behauptet, Buddhisten hätten die Puppen einst in die Stadt gebracht, wo sie dann bemalt wurden und ihre Popularität erlangten. Kinder lernten anhand der Matroschkas das Zählen.

[17:37] Nur 50% der Ostdeutschen vertrauen der deutschen Gerichtsbarkeit. Im Westen sind es laut Deutschlandtrend immerhin mehr als zwei Drittel.

[17:13] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 997.

Donnerstag, 6. September 2018

[18:33] "Manche Pflegekräfte sind für Lebende nicht so geeignet." (Hubert und Staller S05E05)

[11:22] Aha. Die Bedeutung "Verraten, Weitergeben" des Verbs "durchstechen" war mir unbekannt. Es wurde jetzt in der Causa Chemnitz verwendet: der Haftbefehl wurde durchgestochen. Gestern Nacht hörte ich eine aufschlußreiche Talksendung des Deutschlandfunks aus der Sendereihe "Zur Diskussion", die die Geschehnisse in Chemnitz zum Anlaß nahm, über die Ursache der Proteste zu reden, über den gewaltigen Frust, der normale Bürger selbst bei eindeutig rechtradikal gesinnten Demonstrationen mitlaufen läßt. Einer der Diskutanten, Frank Richter, war katholischer Priester, wechselte in die Politik und kandidiert bei der OBM-Wahl für Meißen.

[10:55] Morgendlicher Haftbefehl für alle Prothesen unserer Geriatriepatienten.

[10:02] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 996.

Mittwoch, 5. September 2018

[19:51] "Wissen Sie, warum dieses Land vor die Hunde geht? Weil ein Mangel an korrekter Tyrannei besteht." (Backstrom S01E02)

[18:20] "Tennessee Williams auf LSD" charakterisiert die ZEIT die Serie Sharp Objects, deren Pilotfolge ich gerade angucke.

[15:12] "Eine Tür eintreten bedeutet ungefähr so viel wie siebenmal anklopfen." (Unforgettable S04E11)

[12:22] Die DDR 1990 ohne die Wende ist ein Twitterprojekt, in dem der damals 32 Pfennig teure Abreißkalender für das Jahr 1990 mit Vorder- und Rückblatt täglich gepostet wird. 2018 fallen die Wochentage wie 1990. Ich verlinke die Tagestweets.

[12:21] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 995.

Dienstag, 4. September 2018

[14:28] "Der Streit, wer ein Baby zuerst halten darf, ist auf der Entbindungsstation einer Klinik in Bremen-Schwachhausen eskaliert. Die Auseinandersetzung endete in einer Schlägerei." (LVZ)

[13:14] "Ich staune selbst, was man alles schafft, wenn man nur 'ne Stunde Mittagspause macht." (Tatort: "Die robuste Roswita" / E1064)

[8:12] Die gestrige Kulturzeit mit einem Extra zu Chemnitz.

[7:25] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 994 = 142 Wochen.

Montag, 3. September 2018

[18:00] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 993.

Sonntag, 2. September 2018

[19:19] Der Fotograf Joseph Ford arbeitet mit gestrickter Camouflage. Die von Nina Dodd gestrickten Sachen verschmelzen nahezu mit dem Hintergrund.

[18:21] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 992.

Freitag, 31. August 2018

[20:05] Ich sammle mal Stimmen aus dem DLF/DLR & Co, die die Geschehnisse in Chemnitz bewerten und diskutieren: Subkultur und Alltag in Chemnitz / Eine Woche Ausnahmezustand / Familienministerin Giffey in Chemnitz / Studio 9: Der Tag / Bürgergespräch in Chemnitz / Auf dem Weg in eine Lynchokratie / Interview mit Dietmar Bartsch / Was bringt das Reden? / Nach dem Sachsengespräch in Chemnitz / Interview mit Frank Richter / Die Spaltung / Interview mit Frédérick Bußmann / Chemnitz - was war, was ist und wie es weiter gehen könnte / Chemnitz und die Lehren für Demokraten / Chemnitzer Kulturschaffende in Sorge / Interview mit Steven Seifert / Von Hetzjagd bis Staatsversagen / Gastkommentar von Christian Wolff / Stimmungsbild aus Chemnitz / Interview mit Beate Küpper / Menschenjäger und Menschenfänger / Interview mit Harald Welzer.

[19:55] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 990.

Donnerstag, 30. August 2018

[17:36] Die Nachtdienste sind derzeit exorbitant anstrengend. In der vergangenen Schicht hatten wir 44 Patienten zu versorgen. Normalerweise wäre bei 36 Betten Schluß, die sonst eher selten zu 100% belegt sind, weil eine Vollauslastung durch isolierte Zimmer bei bakteriellen oder viralen Infektionen Zimmer = Betten gesperrt sind bzw. durch Entlassungen am Tag Betten frei geworden sind. Einige Wochen war die benachbarte Station komplett geschlossen; danach wurde sie für maximal 12 Patienten/Betten teilgeöffnet. Tagsüber (Früh- und Spätdienst) werden diese 12 Kranken durch eigene Pflegekräfte dieser Station versorgt, nachts allerdings durch uns, was bedeutet, daß die Hauptlast der Beanspruchung auf mir liegt, der ich ausschließlich nachts arbeite. Die Kollegen leisten monatlich 3 bis 4 Nachtdienste ab und verkraften diese 33%ige Aufstockung der Patientenzahl vielleicht eher als ich, der ich Nacht für Nacht erneut all die Dinge tun muß, die multimorbide, größtenteils betagte und hochbetagte Kranken und bettlägerige Patienten uns abfordern. Auf gut deutsch: Es ist ein Gehetze, ein Kampf gegen die Zeit, ein ständiges Zerren an den Nervensträngen, weil man IMMER das Gefühl hat, es nicht schaffen zu können oder etwas zu übersehen, etwas zu vergessen oder einen Fehler (z.B. eine Verwechslung) zu machen. Man bedenke, daß sich die Bettenrunden (Lagern und Frischmachen der vollzupflegenden Patienten) am Tag verteilt, indem für die Bereiche Onkologie (18 Betten), Geriatrie (18 Betten) und Kardio/Gastrologie (12 Betten) von 6 bis 22 Uhr eigene Pflegekräfte zuständig sind, wir nachts aber die mindestens zwei Bettenrunden für alle drei Bereiche = potenziell 48 Kranke zu zweit stemmen müssen. Abgesehen von den anfallenden Klingeln, die bei 33% Zuwachs sich ja auch summieren und Zwischenfälle wie Bettstürze, Zugänge, Malheure von inkontinenten Kranken oder Hinlauftendenzen von dementen Patienten schlechter kompensiert werden.

[17:20] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 989.

Mittwoch, 29. August 2018

[19:28] Daß der Gummiknüppel, wie ihn die Polizei verwendet, Mehrzweckeinsatzstock bzw. Einsatzmehrzweckstock bzw. Rettungsmehrzweckstock heißt, wußte ich bis heute auch nicht.

[18:27] Ich gucke den Polizeiruf 110 "Gänseblümchen" (E187), eine schräge Provinzposse von 1997 mit einem Henry Hübchen als Serienmörder und einer sexy & aufgedrehten Andrea Sawatzki.

[18:20] Amazon-Kundenfragen - Frage: "Kann man mit einem Kindle telefonieren?" - Antwort: "Ja. Ich fahre sogar Bus mit ihm."

[16:10] Daß Notfallseelsorge und Krisenintervention noch so jungen Datums sind, wußte ich nicht. In einem Bericht über das Flugunglück von Ramstein (gestern vor 30 Jahren) kamen Helfer zur Sprache, die damals aus spontanem Entschluß heraus psychologische Betreuung leisteten, was quasi als Geburtsstunde angesehen wird.

[15:52] Bibliomanischer Happen: Drama in der Bibliothek.

[15:37] Wenig Tage lang ist der Film "The Cleaners" in der arte-Mediathek. Erzählt wird die Geschichte philippinischer Content-Moderatoren, die das Internet säubern, also auch für Konzerne wie Facebook, Youtube, Twitter & Co Inhalte mit Gewalt, Radikalismus, Kinderpornografie löschen. "Die Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben."

[10:44] "Der Freistaat Sachsen ist wie das Internet - nur in echt." (SpOn)

[10:24] Neues aus dem Fotoalbum: Handwerkerpose meines Vaters / Vater mit Jugendfreund in Mockauer Wohnung / Mit dem Bruder auf Tuchfühlung / Schabernack mit Omas Hühnern / Vater beim Schreiben in elterlicher Wohnung / Vater mit meinem Bruder / Im Urlaub - "bereift" / Mutter + Tante beim öffentlichen Singen.

[10:23] Handlangerpose meinerseits nebst schwer schuftendem Vater.
dias060

[10:21] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 988.

Dienstag, 28. August 2018

[18:07] In den USA hat das erste Bierhotel eröffnet. Zapfhahn für Craftbeer direkt aufm Zimmer. Wäre es in Deutschland, käme ich wohl nie auf die 1000.

[17:05] "Wenn der Tod erst in deiner Nähe war, läßt er auch dich nicht mehr los." (Broadchurch S01E08)

[15:28] "Vielleicht sind wir nicht mehr als der letzte Lidschlag des Friedens. Vielleicht geht ein paar hundert Kilometer südöstlich von hier unsere Welt in Hässlichkeit und Hass zuschanden. Vielleicht fällt aber all das, was uns heute erschreckt, wie Schorf wieder ab von der Welt, und auf unsere Kinder wartet Freude, Sorglosigkeit und Glanz: Wie auf uns." (Modeste Melancholie)

[13:07] Laut einer Studie bedanken wir uns zu wenig und zu selten. Aus diesem Grund möchte ich mich bei allen, die das lesen, bedanken für Zuspruch, Ermutigung, Trost und Hilfe, die mir jemals zuteil geworden sind. Zurzeit vermisse ich gerade im beruflichen Umfeld Empathie, Verständnis und Nachfrage. In der Regel reagieren Menschen betroffen, wenn sie erfahren, daß sich Menschen in ihrem Umkreis das Leben nehmen. Scheinbar hätten sie nichts gewußt und geahnt. Das ist Schwachsinn. 80 Prozent aller suizidalen Menschen senden klare Signale aus, was sie bedrückt und welche Richtung sie in ihrem (Noch)Leben sehen. Leider sind die ach so kommunikativen Menschen (Whatsappitis) nicht fähig, von sich aus auf jedemanden zuzugehen und auch nur eine einfache Frage zu äußern. Man erwartet kein Gesamtpaket psychischer, psychotherapeutischer oder psychologischer Rundumbetreuung. Alles, was gegeben werden kann, wäre ein wenig Gnädigkeit, Auf- und Ermunterung. Stattdessen erfährt der Bedrückte eine Wand aus Granit und Schweigen. Menschen, die es gerade aus beruflicher Erfahrung besser wissen müßten, leben nebeneinander her und strotzen nur so vor Glätte und Nichtbeachtung. Noch einmal: Ich bin allen dankbar, die sich einen Notbedarf an Wärme und Emphathie mir gegenüber und überhaupt bewahrt haben. Für berühmte letzte Worte wäre das zu lang und gestelzt, nicht wahr?

[10:55] "Der normale Kontakt mit Nachrichten bestand in Deutschland in den Achtzigerjahren aus einer Morgenzeitung, Radionachrichten im Auto und der Tagesschau am Abend. Vielleicht noch ein wöchentliches Magazin. Der normale Kontakt mit Nachrichten im Jahr 2018 ist eine tägliche Flut von Stakkatonews im Minutentakt, hauptsächlich auf dem Smartphone, in Apps, Social Networks, Streams, auf Nachrichtenseiten und in Messengern, verteilt von Journalisten, Feeds, Eilmeldungs- Benachrichtigungen, Friends und diesem nervigen Onkel, der dauernd Artikel zu Ausländerkriminalität mit vielen roten Ausrufezeichen versendet, seit man ihm auf einem Familienfest erklärte, dass man sich eher den linken Arm abschneiden würde als AfD zu wählen (den rechten Arm bräuchte man ja noch, wenn die AfD gewinnen sollte)." Ein Artikel über die Probleme der Übermedialisierung.

[9:57] Twitterlieblinks: Meinung versus Fakt.

[9:43] Eher lustig empfand ich nach der Pegida-LKA-Journalisten-Sache die Umbennung der Wut- in HUTbürger.

[9:42] "Wir sind bunt bis das Blut spritzt" stand auf einem Plakat des Mobs, der gestern durch Chemnitz' Innenstadt zog. Auch der Konfliktforscher in den gestrigen Tagesthemen sprach davon, daß es in der Bevölkerung gärt. Ansonsten wäre die Polizei nicht so überrascht über den Ansturm bei der Demonstration gewesen. Mir fiel spontan der chinesische Spruch "Mögest du in interessanten Zeiten leben! ein. Als Pessimist kann ich euch nur ermuntern, die uns noch verbleibende, einigermaßen normale Zeit zu genießen. Wenn die gesellschaftliche Entwicklung so fortschreitet - Der 'Point of no return' könnte längst erreicht sein -, werden wir erstaunt auf die friedlichen = langweiligen Zeiten zurückblicken, die wir seit 1945 hier in Zentraleuropa erleben durften.

[8:58] "Was für eine Familie wären wir, wenn kein Krieg gewesen wäre." - In einem Bericht über Nora Krugs Buch "Heimat. Ein deutsches Familienalbum" gehört und mich daran festgedacht. Mehr dazu gibts in einem Interview des Deutschlandfunks.

[8:47] Einen Fragebogen der Universität Marburg mit Auskünften rund um regionalen bzw. dialektalen Sprachgebrauch ausgefüllt.

[7:52] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 987 = 141 Wochen.

Montag, 27. August 2018

[17:48] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 986. Diesmal lediglich zwei freie Tage. Am Mittwoch muß ich wieder ran, und zwar zu gleich 5 Nachtdiensten. Die gerade absolvierten vier Dienste hatten es in sich, speziell dieser letzte, aus dem ich heute früh rausging und von dem ich mich immer noch nicht erholt habe, sondern gerädert bin und deutlich neben der Spur. Mir ist schleierhaft, wie ich mich bis übermorgen regenerieren und dann auch noch fit sein soll für fünf Schichten. So wie die Pflegesituation momentan ist, sehe ich schwarz.

Sonntag, 26. August 2018

[20:22] "Antinatalisten seien der Ansicht, dass es besser sei, wenn keine Menschen mehr geboren würden. Denn Menschen seien schlecht für den Planeten."

[19:37] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 985.

Samstag, 25. August 2018

[17:00] Hibakusha nennt man in Japan die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945. Bis 1952 war ihnen gesetzlich verboten, von ihren Erlebnissen zu erzählen. ("Während der amerikanischen Besatzung Japans bis 1952 galt ein Publikationsverbot über die Atombomben.")

[16:36] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 984.

Freitag, 24. August 2018

[18:11] In Belgien gibt es in einem Brüsseler Vorort ein Projekt, bei dem Zigarettenstummel recycelt werden. 1 einzelne Kippe löst sich erst nach 15 Jahren komplett auf und kann bis zu 500 Litern Wasser verschmutzen. In Waterloo werden die Stummeln gesammelt und durch die Firma MeGO! in der Bretagne verarbeitet. Die Zellulose sorgt für ziemlich stabile Endprodukte wie Stühle, Hocker oder Tische.

[17:37] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 983.

Donnerstag, 23. August 2018

[8:59] Vom unterschiedlichen Umgang mit Kindern in Israel und Deutschland. - Es ist wohl eine Gewohnheits-, eine antrainierte Sache. Einzelgänger wie ich sind Kinder nicht gewohnt und werden von deren Lebhaftigkeit rasch überfordert. Da ich täglich mit der Straßenbahn fahre, erlebe ich auch täglich Kinder. Migranten haben viele Kinder, denen ich, wenn ich um 21 Uhr herum auf dem Weg zur Arbeit bin, in der Bahn begegne und die eben quirlig und lebhaft und laut sind. Einerseits bewundere und befürworte ich den Umgang mit Kindern, wie er in dem Artikel beschrieben wird, weil Kinder diese Resonanz brauchen, weil sie unbefangen kommunizieren und ihnen eine erwachsene Reserviertheit noch zeitig genug zufällt. Andererseits kann ich nicht aus meiner Haut und kann nur das beschreiben, was mir widerfährt und wie ich es erfahre. Lautstärke, Geräusche setzen mir mit jedem Jahr mehr zu, so daß ich Ungestörtsein und Ruhe schätze. Gekreische, Herumtoben zerrt an meinen Nerven. Ich lebe damit, meide aber Situationen mit Lärmbelästigungen nicht nur durch Kinder. Schlimmer noch Telefonierenden, Partygänger, Alkoholisierte und interagierende Migranten, bei denen man stets einen handfesten Streit vermutet, die aber doch wohl nur völlig Banales debattieren, dies jedoch in einer für unsere Ohren zermürbenden Weise. Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt, kann keine Ruhe einklagen. Deswegen schildere ich an dieser Stelle auch nur, wie es mir geht und daß ich mich dafür nicht schäme, daß ich gerne Ruhe hätte, aber damit zurecht komme und nie herumnöle, wenn ich sie nicht vorfinde.

[7:19] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 982.

Mittwoch, 22. August 2018

[20:38] In der Nachbarschaft ululieren seit Stunden Leute - offenbar Zeichen einer Festivität von ausländischen Mitbürgern. Wenn man das länger hört, werden die Nerven schon ein bißchen strapaziert, vor allem wenn man diese Form des Ausdrucks nicht gewohnt ist. Gut, besoffenes Gröhlen von Deutschen wäre wahrscheinlich noch ein Tick schlimmer.

[19:22] "Freiheit ist nur ein Wort für eine neue Art, verarscht zu werden." (Dexter S01E05)

[18:42] "Intellektuelle Zentralverriegelung" - ein wunderbarer Ausdruck, den Roger Willemsen in seinem Vortrag benutzte.

[15:33] "Ich beobachte das immer wieder. Etwas Furchtbares passiert, und die Kirche klinkt sich begeistert ein; denn plötzlich nimmt man wieder von ihr Notiz, während sie normalerweise bloß das Haus ist, in das keiner reingeht." (Broadchurch S01E06)

[15:03] Im Sommer steht die Lehrerin der 4. Klasse mit einem ärmellosen Top an der Tafel und schreibt, mit der rechten Hand. Meldet sich Karlo: "Fräulein, Sie sind ja in der Achsel rasiert." Die Lehrerin wird sauer: "Karlo, das geht dich nichts an. Ich will dich heute nicht mehr sehen." Karlo geht heim. Am nächsten Tag zeichnet die Lehrerin mit der linken Hand an die Tafel. Wieder meldet sich Karlo: "Fräulein, Sie sind ja in der linken Achsel auch rasiert." Die Lehrerin ist außer sich: "Du unverschämter Kerl. Ich will Dich eine Woche nicht sehen!" - Karlo geht erneut heim. Eine Woche später. Karlo ist wieder in der Schule. Die Lehrerin hat extra eine Langärmelige Bluse angezogen, aber einen Minirock. Es kommt wie es kommen muss: die Kreide bricht ab und fällt zu Boden. Die Lehrerin bückt sich... Karlo steht auf und sagt: "Servus Leute, bis nächstes Jahr."

[14:04] Roger Willemsens Vortrag "Die Kunst des Streitens in der Mediengesellschaft" macht noch einmal schmerzlich deutlich, wie er fehlt und was für ein charismatischer und freundlicher Mensch so jung an Jahren gestorben ist. Sagen wir es mal so: Wenn Willemsen eine Sekte aufgemacht hätte, ich wäre bedenkenlos sein Jünger geworden.

[8:30] "Ein Volk kommt nicht um, wenn sich jeder von seinem Verstand und seinem Gewissen leiten läßt." (Alexander Dubcek)

[8:12] Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 981.

Dienstag, 21. August 2018

[18:58] Neulich saß ich in der Straßenbahn und lauschte zwei Teenagern. Als wir am Schreberbad vorbeifuhren, fragten sie sich, was wohl "Schreber" zu bedeuten habe. Ich hatte mich arg zurückzuhalten, um nicht klugscheißernd einzugreifen. Sie wissen schon: älterer Mann klärt die Jugend auf. Das nervte, nicht wahr?

[15:26] "Wie oft haben Sie mit ihr geschlafen?" "Denken Sie, ich habe Kerben in den Bettpfosten geschnitzt?" (Broadchurch S01E05)

[15:19] Daß ich Staffel 1 von Broadchurch gucke, hatte ich noch nicht erwähnt. Eine Mordgeschichte, die durch die langsame Erzählweise schrittweise ihr Bukett entfaltet. Britische Serien sind oft gut gemacht, mir insgesamt näher als so mancher US-Verschnitt, "True Detective" oder "Bosh" ausgenommen. Als ähnlich exzellent, aber weit rotziger und humorvoller empfand ich No Offence.

[14:33] Im Krimi "Schnell ermittelt: Einsamkeit" neue Austriazismen gelernt: absandeln + Blitzgneißer.

[14:11] "Kommst du jetzt? Das Essen wird kalt!" "Dafür hat Gott die Mikrowelle erschaffen."

[14:05] "Wann haben Sie Angelika zuletzt gesehen?" "Vor 14 Tagen." "Woher wissen Sie das denn so genau?" "Weil ich sie seit 14 Tagen nicht mehr gesehen habe." (Schnell ermittelt - "Einsamkeit", 2017)

[13:52] Herumturnen der Geschwister mit ihrem Vater.
dias058

[13:50] Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 980 = 140 Wochen.

Montag, 20. August 2018

[17:10] Retweet: Bekannte kriegt noch 15 Euro von mir und damit ich das nicht vergesse, liegt das Geld auffem Flurschrank. Seit 10 Tagen. - Sie war schon 4 mal hier.

[17:09] Retweet: Ich weiß gar nicht was ihr habt. Mit dem Hornissen-Nest überm Balkon hab ich keine Wespen, Fliegen, Mücken, ab & zu verirrt sich mal ein Bienchen. Die dürfen hier gerne wohnen bleiben. Nette Nachbarn 9 von 10 Punkten (1 Punkt Abzug wegen zeitweiser leichter Orientierungsschwäche)

[17:08] Retweet: "Willst du'n Bier?" / "Ich bin schwanger." / *Augenrollen* / "Wollt IHR ein Bier?"

[17:07] Retweet: Ich mag Sex. Es macht Spaß und ist leicht zu buchstabieren.

[17:06] Retweet: Kundin quetscht sich am Absperrungsband vorbei. Ich: "Entschuldigung, wir öffnen erst in einer halben Stunde." Sie, entrüstet: "Hätte Jesus mich auch weggeschickt?" Ich, dankbar für fünf Jahre Theologiestudium: "Amen, ich sage Ihnen: husch, husch hinaus!"

[17:05] Retweet: "Welches Eis magst du?" "Ich mag Nuss." "Hallo Magnus. Aber jetzt noch mal: welches Eis magst du?"

[17:04] Retweet: Kaffee getrunken und dabei das Headset-Mikro in die Tasse getunkt. - Der einzige Kollege der mich dabei sehen konnte hatte einen tragischen Unfall am Fenster.

[17:03] Retweet: Guter Freund ist Epileptiker und hat sich jetzt eine Fitbit Smartwatch gekauft. Was ein Dreck, im Fitnessbattle kack ich seitdem immer ab. Der krampft einmal 10 Minuten generalisiert, zack hat der Penner 20.000 Schritte auf‘m Tacho! Voll unfair!

[17:02] Retweet: Knabe sprach, ich breche dich, Röslein auf der Heiden. Röslein sprach: "Sagma hackts? Ich hab doch Nein gesagt."

[17:01] Retweet: Wie funktioniert eigentlich die Alterfreigabe bei Filmen? Zeigt man die unterschiedlichen Kindern und guckt, ab welchem Alter die Mehrheit nicht mehr heult?

[17:00] Retweet: Shampoo für Frauen: Repair-Shampoo für rote, lange Haare (glatt) // Für Männer: 10 in 1: Haare, Körper, Gesicht, Füße, Hände, zur Anwendung an quietschenden Türen, nutzbar als Öl und Benzin fürs Auto, Sonnenschutzfaktor 43, kalorienarme Zwischenmahlzeit, für Außenanstrich geeignet.

[14:04] "Allem Ärger zum Trotz: Die gravierenden Schäden auf dem Planeten Erde richten immer noch die Menschen an, nicht die Wespen." (Wespengeschichten)

[9:27] Im Sachsenspiegel soeben erstmals den Ausdruck Freisprechung in der Bedeutung des Endes eines handwerklichen Ausbildungsberufes verstanden. Als gelernter Katholik weiß ich natürlich, was Freisprechung auch bedeuten kann.

[8:15] Gestern übertrug das ZDF einen Gottesdienst aus der Leipziger Propsteikirche, dem größten Kirchenneubau nach der Wende im Osten. Der alte Bau, der in meine Jugend fiel und dem die DDR zähneknirschend zustimmte, mußte abgerissen werden. Eine kleine Geschichte dazu gibt es auf YouTube. Die gesamte Fassade der Kirche besteht übrigens aus Rochlitzer Porphyr.

[8:00] Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 979.

Sonntag, 19. August 2018

[9:50] Morgen um 20.15 Uhr kommt im MDR (Wdl. 22.8. um 8.55 Uhr) ein DDR-Klassiker, der heuer 50 Jahre alt geworden ist und den ich noch nie gesehen habe: "Heißer Sommer".

[9:18] "In einem Land, in dem es an allem fehlt außer an Protesten gegen die Regierung." Das arte-Journal über Venezuela.

[8:44] Nachts um 1 Uhr hämmerte es an der Tür. Eine Frau, die ich noch nie gesehen bzw. wahrgenommen hatte, sagte, die Feuerwehr sei informiert. Im Erdgeschoß könnte es brennen, der Rauchmelder in einer der beiden noch bewohnten Wohungen würde unentwegt piepen. Ich natürlich auf die Straße, wo dann 3 Lösch- und zwei weitere Einsatzfahrzeuge anrückten. Die Männer hämmerten gegen die Tür des jungen Mieters und bastelten, weil nichts passierte, an einer Leiter. Nach unglaublichen 10 Minuten öffnete der junge Kerl, offensichtlich zugedröhnt mit was weiß ich. Rauchmelder in den akustischen Ruhestand versetzt, Feuerwehr zog ziemlich unverrichteter Dinge ab, ich beendete die Konversation mit einer anderen Mieterin und schlich wieder ins Bett, wo ich bereits eingeduselt war. In dem Schock, als es an meiner Tür geklopft hatte, überlegte ich, was ich wohl im Ernstfall mit auf die Straße nehmen würde/müßte. Allzuviel unbedingt Erhaltenswertes fiel mir nicht ein. Auf die Bücher kann ich mittlerweile locker verzichten, der Computer selbst wäre schnell zu ersetzen. Mappen mit den wichtigsten Papieren wie Geburtsurkunde, Zeugnisse und Versicherungen vielleicht, die drei externen Festplatten dann doch. Obwohl. Wenn mir nicht klar wäre, wie schmerzhaft es sein würde zu verbrennen, würde ich, was meine derzeitige Verfaßtheit anbetrifft, lieber hier sitzen oder liegen bleiben. Dann wäre Ruhe, dann wäre endlich Ruhe.

[8:22] Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 978.

Samstag, 18. August 2018

[17:43] Wir haben einen Patienten, der 106 Jahre alt ist - gleichzeitig der älteste Patient und Mensch, dem ich je persönlich begegnet bin.

[16:50] Nach Nachtdienst 2/2 = Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 977.

Freitag, 17. August 2018

[17:16] Vor Nachtdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 976. So. Ich habe also am Wochenende frei und muß somit erst wieder nächsten Donnerstag um 22 Uhr auf Station sein. 5 freie Tage ab morgen früh - ein halber Urlaub.

Donnerstag, 16. August 2018

[19:24] Seit vielen Jahren habe ich ein Samsung Tab 3 in Betrieb, dessen Akku vor zirka 9 Monaten schlapp machte und seitdem in wenigen Minuten leer war und, wenn man das Netzteil ansteckte, in ebenso wenigen Minuten als geladen angezeigt worden war. Ich betrieb es demnach nur noch mit Netzteil zum Angucken von Videos im Bett. Kurioserweise scheint der Akku seit wenigen Tagen wieder intakt zu sein: er lädt sich in 1-2 Stunden auf und hält dann wieder geraume Zeit durch, bevor er entladen ist. Wie kann das denn sein? Zweites Leben? Auspuff freigeblasen in der Elektronik?

[15:55] Vor gut einer Woche meckerte ich über meinen Brotzeitteller und kann dank der Kaltmamsell, die auf ihrem gestrigen Ausflug einen schnabulierte, präsentieren, wie er meiner Vorstellung nach auszusehen hätte.

[8:31] Vor Nachtdienst 1/?. Tage ohne Alkohol: 975 = 32 Monate. - Da ich diesmal nicht weiß, wieviele Nachtdienste ich arbeiten muß, steht ein Fragezeichen als Platzhalter. Dadurch daß die Nachbarstation seit Wochen nicht geöffnet ist, sind die Kollegen im ganzen Klinikum verteilt. Einige arbeiten auch bei uns, was quasi ein Überangebot an nachtdienstwilligen Pflegekräften schafft; denn um seine Schichtzulage zu erhalten, muß man ein gewisses Pensum an jeder Schichtart nachweisen. Gut möglich also, daß ich am Wochenende nicht arbeiten muß=werde.

Mittwoch, 15. August 2018

[19:38] "Art of Crime" ist die amüsanteste Entdeckung in Sachen Krimi in letzter Zeit. Die dritte und die erste Staffel abschließende Episode "Ein dunkles Werk" steigert die Qualität noch.

[17:55] Retweet: Die Frau und die Kühlkette dürfen nicht unterbrochen werden.

[15:22] "Jede Liebesgeschichte ist eine Tragödie, wenn man lange genug wartet." (The Handsmaide's Tale S01E05)

[15:15] Jetzt ist es amtlich und erklärt so ziemlich alles bei mir: einsam durch Schlafmangel. Der Zombieeffekt: Man steckt auch die anderen an. Wenn man sehr schlecht drauf wäre und auch ein klein wenig sadistisch, würde man das gar nicht so schlimm finden.

[15:06] Während meiner Tage bei Freunden in Regensburg gelang ein Abstecher zu einem Freund, der im Kraftwerk Irsching tätig ist und mir einen Rundgang durch zwei Blöcke gewährte und ich auch die Aussicht von der 80 Meter hohen Plattform eines der Türme genießen konnte. Bei 36°C am Boden hätte ich mir am liebsten Schlafsack und Isomatte geholt und dort in luftiger Höhe übernachtet. Wenn ich auch wenig Verständnis für die technischen Details aufbringe, so beeindruckte mich doch, wie sehr der Mensch durch seine Klugheit hochkomplexe Technik entwickeln konnte, die funktioniert und der Natur etwas abringt. Die Apparaturen haben sogar Eleganz und in ihren gigantischen Ausmaßen eine stille Würde. Verblüfft hat mich ebenso, wie kompliziert und ausgefeilt die Netzstabilität beschaffen ist, und daß trotz der gefährlichen Stoffe, mit denen umgegangen wird, fast nie etwas Schlimmes passiert. Alles muß absolut dicht sein. Manchmal würden Mikromengen eines Gases oder einer Säure, die an eine nicht für sie vorgesehen Stelle gelangten, für einen Gau ausreichen. Absolut bewunderswert dieses Zusammenspiel von Mensch, Physik und Technik.

[12:13] Christian Köllerer arbeitet sehr hart daran, ein Publikumsliebling zu werden!

[8:19] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 974.

Dienstag, 14. August 2018

[11:27] Der Buchsbaumzünsler frißt sich gerade durch Sachsens Parks und Gärten und hat auch die Hecken meiner Regensburger Freunde verwüstet. Als Nichtbetroffener kann ich allerdings einem Schädling mit dem Namen "Zünsler" nicht wirklich böse sein. Ich sehe mich so pseudobetroffen ironisch kopfschüttelnd vor mich hinmurmeln: "Ts, ts, der Zünsler, der Zünsler also, ha?"

[9:44] Einsprengsel aus der Dokumentation (5): Am verblüffendsten finde ich die Bemerkungen Kulenkampffs oder der Gäste, die die Regisseurin aus den TV-Archiven hervorgeholt hat. Politische und gesellschaftliche Anspielungen verstand auch ich als Kind damals selbstverständlich nicht, weswegen ich jetzt beim Ansehen der Ausschnitte so perplex bin. - Wie der soignierte Herr in Zusammenhang mit möglicher Schummelei sagt: "Das habe ich bei Juden gelernt" und Kulenkampff verschämt ein "Zensur!" flüstert. Oder Kulenkampff, der bei der Schnapsverkostung die Wodkaflasche zurechtrückt und sagt, dies sei "das erste Mal, dass ich nicht bereue, in Russland gewesen zu sein?"

[9:28] Einsprengsel aus der Dokumentation (4): "Auch meine Eltern gingen ins Kino. Auf ärztliche Anweisung sogar. Meine Mutter wird nicht schwanger. Darum hat ihr der Hausarzt empfohlen, erstmal das Leben zu genießen und ins Kino zu gehen. Dann klappt das irgendwann schon mit dem Kinderwunsch."

[9:25] Einsprengsel aus der Dokumentation (3): Das von Kulenkampff beiläufig hingenuschelte "wegen seiner Jugend vom Gesetz nicht betroffen" konnte ich nicht näher recherchieren. Es war wohl eine Art Unbedenklichkeitszeugnis & Persilschein für Jugendliche.

[9:22] Einsprengsel aus der Dokumentation (2): "Was bin ich" - auch so eine TV-Ikone meiner Kindheit. Nur wußte ich nicht, daß das Original aus den USA stammte und "What's my line?" hieß.

[9:17] Einsprengsel aus der Dokumentation (1): "... daß der Störenfried in der Welt die Sowjetunion und der Kommunismus ist." (Adenauer)

[8:08] Starke Empfehlung, die Dokumentation "Kulenkampffs Schuhe" anzugucken. ttt führt in sie ein. Es war teilweise auch MEINE "gute alte Zeit", von der diese Rückblende berichtet. Auch ich saß Samstagabend frisch gebadet vor dem DDR-Fernseher und guckte Kulenkampff und Hans Rosenthal und die anderen Shows. Ein Bilderbogen zurück in die Kindheit, zu vielen Markenprodukten und Ereignissen, ein gemeinsamer Bilder/Wortschatz, denn die Einschaltquoten damals waren so geartet, daß von gemeinsamer Erinnerung gesprochen werden kann. Im Deutschlandfunk ein Interview mit der Regisseurin.

[7:13] Retweet: Jeder Hund kann Drogen riechen, aber die Guten verpetzen dich halt nicht.

[7:12] Retweet: Ich gründe jetzt das Magazin "Keine Werbung", dann seid ihr mit euren Briefkastenaufklebern am Arsch.

[7:11] Retweet: Lieber Gott, was immer Du da draußen kochst: ES IST GAR!

[7:10] Retweet: Mit den beiden Kindern ins Kino und anschließend ein Eis essen gehen. / Früher: - 30DM einpacken / Heute: 1. Niere verkaufen 2. Hypothek aufs Haus aufnehmen 3. Don Corleone den Ring küssen

[7:09] Retweet: Es ist so heiß, dass ich unanständige Fantasien von meinem Wintermantel habe.

[7:08] Retweet: Ach, ich habe mich an die Hitze gewöhnt, hab schon 20 Gläser Dachgeschosswärme für den Februar eingekocht.

[7:07] Retweet: Die alte Nachbarsdame ist ganz erstaunt, dass meine Kinder nie rumschreien. Ich bin ja eher darüber erstaunt, dass es mehrere Hörgeräteläden im Ort gibt und keiner sie als Kundin gewinnen konnte.

[7:06] Retweet: Kollegin: "Seit meinem Beinbruch, kann ich viel besser laufen." / Sagen: "Toll." / Denken: "Jetzt fehlt dir bloß noch eine Gehirnerschütterung."

[7:05] Retweet: Nur weil dir ständig ein Licht aufgeht, musst du kein Genie sein. Vielleicht ist es auch nur das Inspektionslämpchen, das anzeigt, dass du mal zur Durchsicht musst.

[7:04] Retweet: Rosé schmeckt, als wäre Jesus nicht fertig geworden.

[7:03] Retweet: Welche drei Medikamente würdet ihr auf eine einsame Insel mitnehmen?

[7:02] Retweet: "Eine Brezel, zwei Körnerbrötchen... und was ist das unter den Wespen?"

[7:01] Retweet: Im Kühlhaus. "Was machen Sie hier?" "Arbeiten." "Das wüsste ich, ich bin der Chef. Verlassen Sie sofort das Gebäude." "Das geht nicht, ich muss mich um dieses verängstigte Tier kümmern." "Lassen Sie SOFORT die gefrorene Schweinehälfte los und gehen Sie!"

[7:00] Retweet: Den Bratapfel direkt vom Baum gepflückt.

[6:52] 29 Jahre Krankenpfleger, und dennoch erlebt man ständig noch Neues und Unerwartetes. Im letzten Nachtdienstzyklus kam ein betagter Patient, seines Zeichens Zeuge Jehovas, an unseren Tresen getippelt und spielte uns auf seinem Tablet ein Videofilmchen vor, mit dem er uns über die Schöpfung der Welt aufklären wollte.

[6:46] Retweet: Konditionsstatus: Teddybär mit TBC im Endstadium.

[6:37] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 973 = 139 Wochen.

Montag, 13. August 2018

[15:27] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 972.

Sonntag, 12. August 2018

[16:14] Ein Remake von Alfons Zitterbacke (1966) wird nächstes Jahr in die Kinos kommen. Neben den tonangebenden Kinderdarstellern spielen u.a. Olaf Schubert, Devid Striesow, Alexandra Maria Lara und Katharina Thalbach mit.

[15:54] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 971.

Samstag, 11. August 2018

[18:07] In der vergangenen Nacht starben zwei Patienten, was eine zusätzliche Arbeit von 60 bis 45 Minuten erfordert. Eine Belastung jenseits der psychischen Beanspruchung durch plötzlich zuende gehendes Leben. Was tun wir, wenn wir in ein Zimmer kommen und ein Patient tot im Bett liegt? In den meisten Fällen war es abzusehen, wenn auch nicht unbedingt exakt für diesen Zeitpunkt. Viele Patienten unserer beiden Fachbereiche Geriatrie und Onkologie haben einen DNR, d.h. sie werden nicht reanimiert, weil eine Patientenverfügung existiert oder der Zustand des Schwerstkranken so geartet ist, daß er als natürliche Ende des Lebens gelten muß, nach oft monate- oder jahrelangem Kampf gegen den Krebs oder ein durch Multimorbididät geprägtes Dasein eines alten Menschen. Wir rufen den Dienstarzt an und bereiten die schriftlichen Notwendigkeiten vor: legen dem Arzt einen Totenschein zurecht, füllen Formulare für die Verwaltung und den Bestattungsdienst aus. Es gibt zwei Formulare für die Angehörigen: eines, durch das sie über die anstehenden Schritte informiert werden, und eines, mit dem sie einer Obduktion zustimmen. Der Arzt führt eine erste Leichenschau durch. Wir versorgen den Verstorbenen, indem wir passagere Katheter und Venenzugänge entfernen. Permanente Zugänge wir PORTs oder PEGs verbleiben. Zahnprothesen, die zum Zeitpunkt des Todes eingesetzt waren, verbleiben bei der Leiche, die wir dann inspizieren und ggf. säubern, weil oft, nachdem der natürliche Muskeltonus erschlafft ist, Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen "nach"laufen. Der am Schreibtisch ausgefüllte Zehenzettel wird angebracht und, sollten Angehörige ihren Verstorbenen noch sehen wollen, ein Tuch, eine elektrische Kerze und möglichst eine Blume drapiert. Nachdem alle dem Krankenhaus gehörenden Dinge wie Infusionsständer, Apparaturen, Absaugschläuche, Gehbänke, Nahrungsmittel u.v.m. gesäubert und weggeräumt sind, wird der Nachlaß des Patienten erfaßt: sein Besitz wird gezählt, speziell die Wertsachen penibel dokumentiert, und verpackt. Bei längerem Aufenhalt eines Kranken auf Station sammeln sich nicht selten ungeheure Mengen an, die sich durch die bereitstehenden Taschen und Beutel nur mühsam bändigen lassen. -Der Dienstarzt wird zwei Stunden nach dem Tod eine zweite Leichenschau durchführen. Der Umgang mit den Angehörige ist nicht einfach. Ihnen wird kondoliert, Tränen fließen, Konfusion herrscht. Mitunter wollen sie noch mit dem Arzt sprechen. Sie werden zum Abschied zum Verstorbenen geleitet, nehmen anschließend meist den Nachlaß entgegen. Das alles beansprucht zirka 30 bis 45 Minuten Arbeitszeit, die für andere Tätigkeiten in diesem Zeitraum verloren ist. Jeder kann sich ausmalen, besonders wenn in einer Nacht zweimal das Szenario durchzumachen ist, wie gehetzt wir dann jeweils sind, weil für jeden Zeitpunkt eines Dienstes auf Station eigentlich eine andere anstehende Arbeit wartet. Der Umstand, daß solch eine gravierende Tatsache wie das Ableben eines Menschen mit den Gegebenheiten kollidiert und sich Termindruck und Betroffenheit enorm beißen, verleiht dem Verstorbenen im Dienst der Pflegekraft auf Station eine eher unschöne Note, die nur mit jeder Menge Routine und Contenance ausgehalten werden kann.

[17:20] Die Trappisten in den USA mußten das Kloster "Holy Trinity" in Utah nach 70 Jahren aufgeben. Und in Brandenburg wird Anfang Oktober das Kloster Neuzelle nach 200 Jahren Stilllegung mit sechs Mönchen offiziell wiedereröffnet, nachdem seit mehr als einem Jahr dort vier Mönche leben und die Wiederkehr des monastischen Lebens vorbereiten bzw. längst schon praktizieren.

[16:50] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 970.

Freitag, 10. August 2018

[11:54] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 969.

Donnerstag, 9. August 2018

[20:14] Das ist SO typisch: 10 Minuten, bevor ich zum Nachtdienst los muß, beginnt es wie aus Kübeln zu schütten.

[19:28] Liste der Dinge, die ich nicht mag: in [Jahreszahl] / insofern - weil, daß / Sellerie / Oliven / Warten.

[19:04] "In Deutschland wird es nie eine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte." (Stalin)

[17:14] 2017 wurden aus dem römischen Trevi-Brunnen mehr als 1.400.00 Euro gefischt. Dreimal wöchentlich werden die in den Brunnen geworfenen Münzen abgesaugt und von der Caritas an Arme verteilt.

[17:05] Der Flixbus-Spam, der nun täglich ins Postfach quillt, bietet mir für den 15. August Fahrten von Regensburg nach Amsterdam. Überschrift und Slogan ist "Feiertag heißt Reisezeit!" - Gemeint ist der 15. August, Mariä Himmelfahrt, der in Bayern (und nur noch im Saarland) gesetzlicher Feiertag ist. Eigentlich ein Impuls, hinfort eine Liste mit dem hirnrissigsten Flixbus-Spam zu führen.

[16:55] Nix tropische Nacht. Der Wetterbericht korrigiert die Temperaturen für die folgende Nacht auf 16°C, für die Nacht auf Samstag auf 12°C und für die auf Sonntag gar auf ungewohnte 11°C. Mich kann's nur freuen. Noch brütet Leipzig bei 35°C und ich eile alle 10 Minuten zum Waschbecken, weil ich klebe wie ein ausgewickeltes Bonbon.

[16:37] Als ich kürzlich in den Flixbus einstieg, war es mein erstes Mal, und ich wußte nicht, wie genau es abläuft. Während ich noch bedeppert mit meinem Kärtchen dastand, die vom heißen Wetter und der Aufregung schweißnasse Hand um die viel zu große Reisetasche geklammert, hatten die anderen ihre Gepäck bereits verstaut, den QR-Code vom Busfahrer scannen lassen und waren im Bus verschwunden. Als ich ihn schließlich betrat, saßen alle da, vertieft in ihr Smartphone, eine Journaille oder bestenfalls in ein Buch. So fertig ich war nach den kräftzehrenden Nachtdiensten und den nur 2 Stunden Schlaf am Vormittag - mein Hirn setzte einfach aus. Ich war regelrecht blockiert. Weder wußte ich, ob die Sitzplätze bei der Buchung vergeben worden oder frei zu wählen sind, noch gelang es mir in diesem Moment, danach zu fragen. Ich stand wie ein Ölgötze auf dem Gang, und dies geschlagene 2 Stunden lang, bis mir das Durcheinander anläßlich des ersten Haltes in Hof die mentale Blockade löste und ich mich einfach auf den nächsten freien Sitzplatz fallen ließ. Die verkrampften Beine und schmerzenden Füße dankten es mir. Selber schuld, nicht wahr? Was ich aber sagen will: Wohin sind wir in dieser Gesellschaft gekommen? Es saßen drei Dutzend Menschen in diesem Bus und keiner fragt mal nach, keiner der vielleicht 8 allein sitzenden jungen Reisenden bot den freien Platz neben ihm an. Keine Frage, keine Nachfrage, auch mimisch und gestisch bei meinen Rundumblicken keinerlei Bereitschaft zur wie auch immer gearteten Kommunikation. Leergefegte Gesichter, wenn man sich anguckte. Was ich vermißte, war nur ein Fitzelchen von Feinfühligkeit, von Auf-den-anderen-Eingehen, von sozialem Engagment.

[16:12] "Die Bio-Anhänger in meinem Umfeld schalten das Hirn aus, seit ihnen ein Etikett das Denken abnimmt." (Biologisches Unkraut)

[15:31] Kommissar: "Es wäre gut, keinen Besuch zu ihr zu lassen." Schwester: "Sie kennen die hiesigen Sitten nicht. Hier kommt niemand rein!" Kommissar: "Vielen Dank, Schwester Hedwig." (Polizeiruf 110 - "Tote erben nicht", E223)

[15:05] "Der Wald setzt einem den Kopf zurecht, fast so wie das Meer. Schwierig nur, die Lektion im Gedächtnis zu bewahren, mitten im Großstadtalltag." (Geschichten und Meer = großartiges Weblog)

[8:58] "...lieber in der Laube geschlafen, die kühlt abends wenigstens etwas runter, wenn man alle Fenster öffnet, wobei dabei allerdings auch interessante Tiere in spannenden Formaten ins Haus kommen." (Buddenbohms)

[7:47] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 968. Es stehen 11 Arbeitswochen an, bevor ich am 22. Oktober den letzten Urlaub für dieses Jahr antreten darf. Gleichzeitig mit den zuende gehenden arbeitsfreien Tagen endet heute die Hitze. In der kommenden Nacht wird es nochmals eine nahezu tropische Nacht geben (19°C), aber schon die Nacht auf Samstag lockt mit Temperaturen von 13 bis 14°C, worauf ich mich ausnehmend freue, auch wenn ich sie im Glutbunker unserer Station nur wahrnehmen kann, wenn ich mir die Zeit nehme, kurz auf den Balkon zu treten oder wenn ich es schaffe, mich fünf Minuten loszueisen, um in den Hof zu gehen oder gemächlich die Klinik zu umrunden. Solche Zäsuren gibt es normalerweise nicht und müssen abgesprochen werden. Aber gerade auf die nächtliche Abkühlungen der nächsten Tage freue ich mich besonders.

Mittwoch, 8. August 2018

[19:21] Liste der Dinge, die ich mag: Schwarztee, Animationsfilme (Pixar), Blues, Krimi-Serien, Gemüse: Rosenkohl, Porree, Blumenkohl.

[19:20] Der eben zitierte Blogpost erinnerte mich daran, daß ich ja auch ein dezidierter Listenfreak bin. Neben diversen Aufzählungen und Sammlungen, die in diesen Miszellen regelmäßig fortgeführt werden, z.B. gerne gehörte Lieder, ungewöhnliche Namen, werde ich das Listenmachen möglicherweise exzessiv ausweiten.

[19:19] "Drei Gefangene unterhalten sich im Stasi-Gefängnis. Sagt der Erste: 'Ich bin immer 5 Minuten zu früh gekommen. Deshalb hat man mich wegen Spionage verurteilt.' Der nächste erzählt: 'Ich bin immer 5 Minuten zu spät gekommen. Darum hat man mich wegen Sabotage verurteilt.' Da sagt der Dritte: 'Nun, ich war immer pünktlich. Deshalb sind sie darauf gekommen, dass ich eine West-Uhr habe.'" (Sterben üben)

[12:10] Urlaub 10/10. Tage ohne Alkohol: 967.

Dienstag, 7. August 2018

[20:00] Wie lange werde ich auf Facebook jetzt mit Regensburgfahrten von Flixbus belästigt, nur weil ich einmal bei denen buchte? Und überhaupt, wie ordnet Flixbus meine Buchung meinem Facebookaccount zu? Meine Adresse sollte Facebook gar nicht kennen. Wie werden diese beiden Sachen miteinander verknüpft. Das ist unheimlich, auch wenn man weiß, daß Big Data allerorten ist. Apropo, noch eine Erfahrung. Auf der Hinfahrt kam in Hof Polizei durch den Bus und kontrollierte zwei fremdländisch aussehende Reisende und veranstaltete ein Tamtam von wegen Personenabfrage und Gepäckkontrolle.

[19:26] Den so genannten "Gott-Modus" in Windows 10 kannte ich nicht. Einfach auf dem Desktop einen neuen Ordner erstellen und in "Alle Aufgaben.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}" umbenennen. Danach verwandelt er sich in eine Schaltzentrale, mit der man sehr viele Konfigurationsmöglichkeiten auf einen Hieb vornehmen kann.

[19:04] Aus der arte-Mediathek den mehrfach prämierten Provinzkrimi "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" gezogen. Nebenbei muß Google immer wieder zu Rate gezogen werden. Zuallererst wußte ich nicht, was ein Reiftanz ist.

[18:55] Als ich am zweiten Tag in Regensburg sowohl in einem Pflegeheim auf einer Demenzstation als auch abends in einem Biergarten gewesen war, meinte ich zu meinen Freunden: "Nun habe ich Bayern gesehen und erlebt." Natürlich wurde ich angehalten, doch möglichst einen Brotzeitteller zu ordern. Im Visier hatte ich ein Schaschlyk, weil es zu DDR-Zeiten an jeden Imbißstand gehörte, man heute aber regelrecht danach suchen muß. Dennoch ließ ich mich breitschlagen und bestellte die Brotzeit, von der ich allerdings ein bißchen enttäuscht war. Aufschnitt, um eine Fußballmannschaft zu sättigen, aber nur zwei Scheiben Brot nebst einer halben Tomate und einer Gurke. Die Wurstauswahl, wenn ihr mich fragt, etwas uninspiriert. Wer Deftiges erwartet, hätte mit Blut-, Zungen-, Preß- und/oder Leberwurst gerechnet. Freilich etwas Nußschinken, bayrischer Leberkäse, etwas Schnittkäse, Mortadella, Salami und einige kleine Stücke Pfefferbeißer. Hätte ich den Obatzter gewählt, den ich von der Nachbarin zu kosten bekam, hätte ich etwas Originelleres und Selbstgemachtes auf dem Teller gehabt.

[9:43] Urlaub 9/10. Tage ohne Alkohol: 966 = 138 Wochen.

Montag, 6. August 2018

[20:01] "Wenn Sie Ihre Nase aus den Büchern nehmen, sind Sie gleich behindert." (Art of Crime S01E02)

[16:24] "Art of Crime" ist eine französische Miniserie, die zurzeit auf ZDF neo läuft. Ein etwas ungehobelter Kommissar ermittelt mit einer charmanten Kunsthistorikerin. Sehr viel Kunstblabla, Schlösser und schöne Landschaften. Reizvoll. Mal nicht so der stereotype Großstadtkrimiverschnitt. Mittlerweile dreht man schon an einer zweiten Staffel. "Defekte" Helden machen sich, wie eine Review bemerkt, in Serien immer gut - wie in "Monk", "Perception", nun auch in Europa.

[11:11] Mit der Eröffnung des neuen Tatort-Jahres nach der in diesem Jahr ziemlich kurzen Sommerpause sehen wir in "Die Musik stirbt zuletzt" (E1063) einen Film ohne Schnitt (One Take), was dem Geschehen einen reizvollen Drive, etwas Atemloses verleiht. Den letzten Tatort im Juli mit dem oft geschmähten Til Schweiger als Tschiller ("Off Duty") sah ich noch nicht. Zudem sind durch die Mediatheken noch Dutzende ältere und alte Tatorte (und Polizeirufe) in der Warteschleife, so daß ich mich aus diesem gutbestückten Pool noch langanhaltend bedienen kann.

[11:10] "Wie viele Dramaturgen braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?" - "Welche Fassung?"

[9:13] Urlaub 8/10. Tage ohne Alkohol: 965.

Sonntag, 5. August 2018

[19:33] Über meine fünf Tage in Regensburg werde ich vermutlich noch etwas notieren. Momentan bin ich allerdings indisponiert.

[19:14] Sicherlich hatte ich es vergessen und war eben überrascht, daß Rhabarber nicht zum Obst, sondern zum Gemüse gerechnet wird, genauer, wie Mangold und Spargel, zum Stielgemüse. Wie ich darauf komme? Bei ALDI ab morgen im Angebot ist Rharbarbernektar; und angegeben wird der Gemüsesaftgehalt, was mich stutzig machte. Ich muß mal meine Fachabschlußarbeit hervorkramen, die ich 1984 während meiner Kochausbildung schrieb und die sich um Gemüse drehte.

[16:17] Von mehrere Fortführungen (Revivals) gelesen / gehört. Die erfolgreiche deutsche Krimiserie "Der letzte Bulle", bei der niemand verstanden hat, warum sie nicht länger produziert wurde, wird um einen Kinofilm erweitert. 30 Jahre nach Ende von "Alf" wurde eine neue Staffel angekündigt. Und nun soll gar Patrick Stewart wieder in die Gestalt des Captain Jean-Luc Picard schlüpfen und dessen Leben forterzählt werden.

[13:09] Mein Bruder in etwas jüngeren Jahren nebst Teddys.
dias057

[7:03] Retweet: Ich habe mich gerade kurz auf der noch heißen Herdplatte abgestützt, und ganz ehrlich, so groß war der Temperaturunterschied jetzt auch nicht.

[7:02] Retweet: "Ich genieße hier nur die Kälte."- Das neue "ich schau nur" in Geschäften mit Klimaanlage.

[7:01] Retweet: Statt Namen der Kinder sollten die Namen der Fahrer auf das Auto geklebt werden. So eine persönliche Ansprache beim Pöbeln ist viel besser. - "Sabine, das Auto hat einen Blinker, du Fotze."

[7:00] Retweet: Zwölf / Tonnen. // Zulässiges Gesamtgedicht.

[6:59] Retweet: Ich bewundere Menschen die mit dem Auto tausende Kilometer in den Urlaub fahren. Ich hab mich mit allen Mitfahrern schon zerstritten, da sind wir noch nicht mal aus der Tiefgarage raus.

[6:58] Retweet: "So Horst und dann drückst du auf Senden." "Senden, wie Abschieben?" "Wenn du es dir so leichter merken kannst." - Seehofer lernt das Twittern.

[6:57] Retweet: Mir hat gerade ein kleiner Junge ganz aufgeregt "Shakira, Shakira" zugerufen und mich dann angestrahlt. Hab zurückgestrahlt. - Ich sage es nicht gerne, aber ich glaube er braucht eine Brille.

[6:56] Retweet: Gewinnte ich im Lotto, habe ich mehr Zeit, den Konjunktiv zu üben.

[6:55] Retweet: Ich bin nicht dick, ich wurde nur im Schlaf von einem moppeligen Untoten gebissen. Ich ich ein Wampir.

[6:54] Retweet: "Was stört dich am Joggen?" "Das Laufen."

[6:53] Retweet: "Sechsjähriger, du bist jetzt flügge." "Nur, weil ich dich bei FIFA besiegt habe, Papa?" "Dein Koffer steht vor der Tür, alles Gute."

[6:52] Retweet: Ich bin ein schwuler Mann. Ich kann Bananen so essen, dass auch SIE davon eine Erektion bekommen.

[6:51] Retweet: Derzeit gewinnt man jedes Speed-Dating mit dem Versprechen, zu Hause eine Klimaanlage zu besitzen.

[6:50] "Ich werde dich in meiner Argumentation gegen das Klonen von Menschen verwenden." (Private Eyes S01E03)

[6:49] Urlaub 7/10. Tage ohne Alkohol: 964.

Sonntag, 29. Juli 2018

[19:22] Obwohl ich wußte, daß der Kühlschrank möglichst leer sein sollte, wenn man verreist, konnte ich dem Kaufimpuls beim Gemüse nicht widerstehen: wenn 1 kg roter Paprika 1,19 EUR, die Gurke 39 ct und 1 kg Rispentomaten 77 ct kosten. Nachher gehe ich mit einem halben Eimer Salat zum Nachtdienst. Mit ordentlich Zwiebeln und Hirtenkäse ist solch ein frischer, kühler Salat bei diese Hitze köstlich. Den Rest muß ich dann eben morgen auf die Fahrt mitnehmen.

[19:14] Morgen beginnt übrigens ein 10-tägiger Urlaub, fünf Tage also in Regensburg, fünf weitere dann zuhause. Auf Station antreten muß ich erst wieder am Donnerstag, dem 9. August um 22 Uhr. Die nächsten Nächte werden nahezu tropische sein - mit Temperaturen um die 20°C. Auf Station renne ich mit nassem Handtuch um Kopf und Schultern herum.

[18:30] Ein hoher Pflegeaufwand resultiert nicht nur durch immobile (bettlägerige), sondern auch durch teilmobile Patienten, die Hilfe bei den Ausscheidungen und Transfer von und zum Nachtstuhl und Wechsel bzw. Neuanlegen des Inkontinentmaterials benötigen. Je nach Frequenz ist dies sogar zeitaufwendiger und nervenzerreibender, als einen im Bett liegenden Pflegefall geplant zu versorgen. Zurzeit sind die teilmobilen Patienten in der Überzahl; und wir springen von Klingel zu Klingel, von Zimmer zu Zimmer, ohne daß man Land sehen würde. Zusammen mit einer erklecklichen Anzahl von wirklich Bettlägerigen und einer durch die geschlossene Nachbarstation hervorgerufene Vollauslastung unserer 36 Betten und der herrschenden klimatischen Beanspruchung sind die Nachtdienste entsprechend zehrend. Glücklicherweise konnte ich nach den letzten beiden Nächten überraschend gut und lange schlafen: gestern bis 17 Uhr, heute bis 16 Uhr. Morgen Nachmittag geht's mit dem Flixbus zu Freunden nach Regensburg. Freitag Abend werde ich zurückkehren. Hier also einige Tage Sendepause, weil die Seite nur manuell vom heimischen Rechner aus geführt werden kann.

[18:05] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 957.

Samstag, 28. Juli 2018

[19:40] Retweet: Die Welt ist so voll mit verklemmten Arschlöchern, dass man einen Rettungsspreizer braucht, um denen Satire näherzubringen.

[19:39] Retweet: Am einzigen Kollegen, der heute noch nicht "Boah, ist das warm" gesagt hat, rütteln und schreien "WAS IST DEIN GEHEIMNIS? WAS?"

[19:37] Retweet: [Beim Rechtsmediziner] / Ich: "Für wie viele Leichen haben Sie hier Kühlplätze?" / Doc: "Für 10" / Ich: "Wie viele sind davon belegt?" / Doc: "Momentan siebe.... HEY MOMENT MAL! WAS WOLLEN SIE DENN HIER JETZT MIT DECKE UND KISSEN?"

[19:36] Retweet: Ich hatte schon so lange keinen Sex, ich schaue Polizistinnen immer schuldig an um durchsucht zu werden.

[19:34] Retweet: Hören Sie auf, sich über die Hitze zu beschweren. Es ist Sommer! Meine Güte, überall in den Geschäften diese gereizten MenscNIMM SOFORT DEINE VERSCHWITZTEN GRIFFEL VON MEINEM WARENTRENNER, BÜRSCHCHEN! UNTERM GIPS ISSET NÄMLICH NOCH WÄRMER! Hach. Sommer.

[19:33] Retweet: Laut einer Radiomeldung verdienen Menschen die regelmäßig Sex haben mehr Geld. Deswegen kauft ihr auch alle bei Netto ein.

[17:22] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 956.