Bücherlei Miszellen (55) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Donnerstag, 27. Februar 2020

[9:18] Die vergangenen vierundzwanzig Stunden im Bett verbracht. Halbschlaf und Schlaf, viel Radio gehört. Gestern knapp 39°C Temperatur gehabt. Befinden im Augenblick noch krank und schlapp. Aber wenigstens die Herzsymptomatik hat sich bis auf ein aushaltbares Maß beruhigt. Stand um 8 Uhr vor der Tür der Hausärztin, die donnerstags aber erst 11 Uhr Sprechstunde hat. Gute Frage, ob ich nachher hingehe; denn ich bin während der Wiedereingliederung ohnehin krank geschrieben.

[9:17] Wiedereingliederung 4/28. Tage ohne Alkohol: 1535.

Mittwoch, 26. Februar 2020

[14:22] Seit gestern Abend trockenen Husten gehabt ohne nennenswerte Auswirkung auf das Befinden. Heute vormittag urplötzlich Glieder/Kopfschmerzen und ein enormes Krankheitsgefühl, verbunden mit unregelmäßigem, schnellem Herzschlag (HRST). Nach Hause geschleppt, hingelegt und Radio gehört. Konnte nicht schlafen. Zum ersten Mal seit meiner Kindheit die Körpertemperatur erhöht (zurzeit 38,2°C). Angst! Ein Virus? Influenza oder Schlimmeres? Ich traue mich nicht, in eine Notfallaufnahme zu gehen, solange die Temperatur nicht über 39°C steigt, sich die HRST dramatisieren bzw. der Puls meinetwegen über 120 steigt. Gebranntes Kind = Hypochonder, dem man nichts mehr glaubt. Jetzt sitze ich beim dritten Schwarztee vor dem Bildschirm und quäle mir einen alten Lindholm-Tatort rein. Sehr fraglich, ob ich morgen auf Arbeit gehen kann. Dann eher zur Hausärztin oder deren Vetretung. Mein Leben empfinde ich nicht mehr als lebenswert. Mir kommen ganz fiese Gedanken; die Lebensmüdigkeit erstarkt.

[14:14] Wiedereingliederung 3/28. Tage ohne Alkohol: 1534.

Dienstag, 25. Februar 2020

[19:00] "Sobald ihr handeln wollt, müßt ihr die Tür zum Zweifel verschließen." (Friedrich Nietzsche)

[18:57] Retweet: Unterstelle nie Bösartigkeit, wo Dummheit als Erklärung ausreicht.

[18:55] Retweet: Es gibt Menschen, die wären mir zwei Gehirnen auch nicht schlauer, sondern doppelt so blöd.

[18:25] Kurze Unterbrechung vom Prokrastinieren und heute Nachmittag einen Termin beim Kardiologen vereinbart; denn die Behandlung muß trotz stabilem Herzstatus weitergehen. Außerdem beim Reha-Sport angerufen und einen unverzüglichen Termin für eine Aufnahmeuntersuchung bekommen, 16 Uhr dort aufgeschlagen und soeben nach Hause gekommen. Neben einer mündlichen Anamnese (Krankheitsgeschichte, momentane Beschwerden, Ziele usw.) erfolgte eine Körpermessung (Bioelektrische Impedanzanalyse), bei der diese Werte ermittelt wurden: Fettmasse, Körperwasser, Muskelmasse, Fettfreie Masse (FFM), Körperzellmasse (BCM), Extrazelluläre Masse (ECM) und Magermasse. Meine Muskel- und Fettanteile sehen besser als befürchtet aus. Freilich ist die Fettmasse von 28.2 kg (30%) zu hoch, aber die anderen Werte sind nicht zum Verzeifeln grottig. Die Körperzellmasse (BCM) umfaßt alle stoffwechselaktiven Körperbereiche, also alle Zellen, die Energie verbrauchen. Diese liegt mit 33.5 kg bei mir im Normbereich. Mein energetischer Grundumsatz liegt bei 1865 Kcal. Vorhin wog ich übrigens 94 kg - eine gewaltige Erleichterung im wahrsten Sinn des Wortes für mich! Der Reha-Sport, den ich bis zum ersten Termin am kommenden Mittwoch bei der Krankenkasse genehmigen lassen muß, wird einmal wöchentlich stattfinden und aus je 30 Minuten Ergometertraining und 30 Minuten Gymnastik bestehen - den Hauptelementen, die ich aus der stationären Reha kenne. Eingedenk meiner Antriebs- und Terminschwäche wird es eine gewaltige Herausforderung sein, die wöchentliche Termine sowohl festzulegen als auch letztlich einzuhalten. Hinzu käme mit der Psychotherapie, wenn ich mal einen Therapieplatz bekäme, ein weiterer regelmäßiger und vermutlich wöchentlicher Termin. Ich bin gespannt, ob ich das schaffen werde. Die Einrichtung heißt Treffpunkt Sport. Neben der von der Krankenkasse im Großen und Ganzen bewilligten und bezahlten (Eigenbeitrag = 6.- Euro monatlich) 18 Monate währenden Reha-Sport-Maßnahme wurde von der Sportwissenschaftlerin, die die Anamnese durchführte, eine Einzeltherapie angepriesen, bei der ich gleich die Vermutung hatte: 'Aha, Verkaufsgespräch'! Et voila, dieses sicherlich tolle und persönlich zugeschnittene Trainingsprogramm würde mich pro Monat 36.- Euro kosten.

[11:33] Wiedereingliederung 2/28. Tage ohne Alkohol: 1533 = 219 Wochen.

Montag, 24. Februar 2020

[18:34] Meine Kolleginnen waren heute sehr nett und lieb. Sie begrüßten mich nach der mehrmonatigen Pause herzlich, so daß mir die Beklemmung und Angst schnell verging und die ersten vier Arbeitsstunden nicht so horrormäßig verliefen, wie ich sie mir ausgemalt hatte. Dennoch fühle ich mich noch wie im falschen Film und versuche das neue Drehbuch zu begreifen.

[18:30] Aus der Reihe "Hörsaal" ein hochinteressanter Vortrag über "Resilienz und Religion".

[16:05] Mir ist das Leben eindeutig zu kompliziert. Beim Aufstellen des Plans für die stufenweise Wiedereingliederung wurde vereinbart: erst zwei Wochen mit täglich vier, dann zwei Wochen mit täglich sechs Arbeitsstunden. Aber nicht daran gedacht, daß ich eigentlich mit 32 Wochenstunden Teilzeit arbeite. Nun gilt, daß ich von Montag bis Freitag arbeiten muß, wodurch ich ab der dritten Woche bei 5 x 6 = 30 Stunden fast Normalarbeitszeit erreiche und also "nur" am Wochenende frei haben werde und nicht wie sonst über drei freie Tage verfügen kann.

[12:10] Wiedereingliederung 1/28. Tage ohne Alkohol: 1532.

Sonntag, 23. Februar 2020

[20:37] Vor ziemlich genau vier Monaten war mein letzter Arbeitstag, nämlich in der Nacht zum 21. Oktober. Vom 22. Oktober bis zum 7. Januar folgte die Psychotherapie, vom 14. Januar bis zum 11. Februar die Rehabilitation, während der restlichen Tage war ich krank geschrieben. Und morgen nun heißt es zum ersten Mal nach acht Jahren früh aufzustehen, weil meine berufliche Wiedereingliederung startet, und zwar Punkt 6 Uhr morgens (bis 10 Uhr). Der Wecker steht auf 4.25 Uhr, die Straßenbahn fährt 4.40 Uhr. Ehrlich? Mir geht der Arsch auf Grundeis, eben aus den vielfältigen Gründen: vom Arbeitsprozeß entwöhnt zu sein, der Herausforderung, Tagdienst leisten zu sollen mit ganz anderen Aufgaben als im Nachtdienst, den ich seit acht Jahren ausschließlich kannte. Neben solch banaler Bedenken, überhaupt aus dem Bett zu kommen, türmen sich im Hirn die Befürchtungen, überfordert zu sein, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein, zu versagen oder Mist zu bauen. Der gewiefte Schwarzseher und skrupulöse, depressive Durchdenker weiß, wovon ich schreibe. Da ich gestern mit ehemaligen Mitpatienten aus der Therapie (übrigens erstmalig in meinem Leben) zu einem Karaokeabend gewesen und erst 2.20 Uhr ins Bett gekommen war, widerstand ich bei großer Bettschwere heute Nachmittag nicht der Versuchung eines Schläfchens, so daß ich jetzt möglicherweise nicht einschlafen kann, zumal ich sehr, sehr aufgeregt und aufgewühlt bin. Zeit für eine Rusedal? Meiner Alltagstauglichkeit traue ich um so weniger, als ich dem Alltag so entwöhnt bin und quasi jedwede Übung und Anpassungsfähigkeit verlor. Die nächste Zeit wird zeigen, was geht und was nicht. An viele Dinge ist zu denken, Organisatorisches, Termine. Beispielsweise stehen noch weitere Anamnesegespräche bei Psychotherapeuten an, weil die ambulante Therapie noch ungeklärt ist. Weiterhin soll ich schon wieder zu einer Magenspiegelung, was mit der Einnahme des Blutverdünners Eliquis zusammenhängt, den ich wegen der Herzrhythmusstörungen nun doch dauerhaft schlucken muß. Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber steht unmittelbar an, welches meinen weiteren Arbeitsstatus festlegen wird (welche Schichten?). Und anderes mehr.

[11:11] Krank 12/12. Tage ohne Alkohol: 1531.

Samstag, 22. Februar 2020

[12:25] "Lass dir keinen Gedanken inkognito passieren und führe dein Notizheft so streng wie die Behörden das Fremdenregister." (Walter Benjamin)

[11:44] Am 29. Februar muß Daði Freyr Pétursson mit Gagnamagnið gegen Ívas Oculis Videre bestehen, um als isländischer ESC-Beitrag 2020 nach Rotterdam fahren zu können. Daði Freyr studierte und lebt in Berlin, ist bei Facebook und tritt im isländischen Vorentscheid (Söngvakeppnin) zum zweiten Mal an. Sein Song / Video geht in der englischen Version "Think About Things" gerade viral, nachdem Russel Crowe und Jan Böhmermann es auf Twitter teilten. Erfolg ist also durchaus abseh(hör?)bar.

[9:19] Seit November ist Liisa nicht online gewesen, ihre Twitter-Timeline verwaist. Ich frage herum, ob jemand genaueres weiß. Informationen sind willkommen!

[9:03] Im Nachklang zum groß angekündigten Orkan Sabine, der dann nicht ganz so verheerend gewesen ist, einen Tweet gefunden, der unbedingt erwähnenswert ist und aus nur zwei Worten besteht: "Draußen Orkännchen".

[7:41] Krank 11/12. Tage ohne Alkohol: 1530.

Freitag, 21. Februar 2020

[12:15] Retweet: Twitter ist mein Wortbewegungsmittel.

[11:41] Freundlichkeit verändert unser Gehirn. Güte kann man trainieren wie einen Muskel.

[11:34] Retweet: Hier die E-Mail-Adresse des Papstes: Urbi@Orbi.

[10:42] Retweet: (fünf nach zwölf am Styx) - Fahrgast: "Können Sie mir sagen, wie spät es ist?" Charon: "12:05 p.m." Fahrgast: "p.m.?" Charon: "Post mortem."

[10:35] "Juniorschlafzimmer?" "Das bedeutet, daß du alle vier Wände berühren kannst, wenn du in der Mitte stehst." (The Listener S03E03)

[8:25] Krank 10/12. Tage ohne Alkohol: 1529.

Donnerstag, 20. Februar 2020

[8:19] Krank 9/12. Tage ohne Alkohol: 1528.

Mittwoch, 19. Februar 2020

[11:32] "Echte Seelenfreunde sind selten". - Der Theologe Joachim Negel hat mit "Freundschaft. Von der Vielfalt und Tiefe einer Lebensform" ein dickes Buch über Freundschaft geschrieben.

[11:23] Til Mette: Brauchen Sie das noch?. Großartig!

[8:22] Krank 8/12. Tage ohne Alkohol: 1527.

Dienstag, 18. Februar 2020

[15:33] Die heute-show: "Man weiß gar nicht, wen man zuerst nicht wählen soll. - Norbert Röttgen kandidiert für den CDU-Vorsitz. Fun-Fact: Die vier möglichen Bewerber sind jetzt zusammen 216 Jahre alt und haben insgesamt acht Hoden."

[15:26] "Maxime 1 für Kreativität: Wende dich niemals von Inspirationen ab." (Inspector Barnaby: "Was geschah wirklich auf Schloss Argo?")

[12:12] "Wenn das Leben schon keinen Sinn macht, dann sollte man es wenigstens sinnvoll beenden." (Tatort E1119 - "Monster")

[11:40] Retweet: Vielleicht hat die deutsche Zaubergemeinschaft eine neue Schule für Hexerei und Zauberei in Berlin gebaut und alles, was wir sehen können, ist ein unfertiger Flughafen.

[10:18] Ein wunderbarer Text über Trauerbewältigung.

[10:03] Gegen Ende der DDR gab es für 17 Millionen DDR-Bürger nur 530 Rechtsanwälte. Zum Vergleich: allein in der Stadt Hamburg arbeiten über 10.000. (Wolf Biermann)

[9:28] In einem Forum schrieb ein Freund: "Nachdem einer von uns schon vor etwas 30 Jahren gestorben ist (sein früher Tod war vorhersehbar, er hatte Probleme mit dem Herzen, ich glaube, Herzklappeninsuffizienz oder so was)...". Ich erwiderte: "Wobei die Kardiologie enorme Fortschritte gemacht hat und macht! Bei der Reha war ich mit so vielen Menschen zusammen, die früher gestorben wären, die durch die moderne Medizin jedoch gerettet werden. So viele Herztransplantierte und Menschen mit Kunstherzen (künstliches Herzunterstützungssystem) werde ich wohl mein Lebtag nicht mehr in einem Haus versammelt sehen. Auch die vorbeugenden bzw. therapeutischen Möglichkeiten (z.B. Eventrekorder, implantierte Defibrillatoren) werden stetig weiterentwickelt und verbessert. Will sagen: Gut, daß wir HEUTE leben und vermutlich eher an Alterskrankkeiten wie Krebs sterben bzw., weil auch hier die Forschung vorangeht, häufig eher damit als daran.

[8:37] Liste mit ungewöhnlichen Namen, die mir u.a. in TV-Berichten auffielen: Imelda, Iratxe, Okka, Uffa, Heimo, (Frauke) von der Haar (Was für ein Name!), Heskel (hebräische Variante), Benita, Erdmute, von der Aa, Reinherz, Metta, Joshard, Holk (friesische Koseform älterer Namen, die mit "Hold-" oder "Huld-" gebildet wurden = gnädig, dienstbar, treu), Antraud, Efthymia, Arved von zur Mühlen, Altfrid, Gunhild.

[7:27] Krank 7/12. Tage ohne Alkohol: 1526 = 218 Wochen.

Montag, 17. Februar 2020

[12:27] So. Nachdem ich in den letzten fast vier Monaten keine Zeit und keine Gelegenheit hatte, komme ich als eingefleischter TNG-Fan und Patrick-Stewart-Aficionado nun endlich zum heiß erwarteten Moment, Star Trek - Picard anzusehen und beginne heute mit S01E01.

[10:06] Karl Lagerfeld hat mich immer fasziniert. Das DLR sendete ein Feature rund um den im letzten Jahr Gestorbenen.

[8:51] Mutter, Oma, mein Bruder und ich, der stets gut Gelaunte.
dias068

[8:50] Am Mittwoch (20.3.) und Donnerstag (21.3.) findet auf den vier Bühnen der Moritzbastei (MB) die Lange Leipziger Lesenacht (L.DREI) statt. Von 19 Uhr bis nach Mitternacht geht das Programm.

[8:13] Krank 6/12. Tage ohne Alkohol: 1525.

Sonntag, 16. Februar 2020

[18:35] Aufgeschnappt: "Make Orwell Fiction Again".

[16:10] In Wilsberg "Bielefeld 23" kommt eine asiatische Frau herein, stellt sich mit fremdländischem Namen vor, worauf der Kommissar meint: "Dafür ist ihre Visitenkarte in DIN A4 und braucht Untertitel."

[16:04] "Wollen wir nicht alle nur der Wahrheit zum Sieg verhelfen." "Hol mal einer den Notarzt. Hier erstickt grade einer an einem Kalenderspruch." (Wilsberg: Bielefeld 23)

[11:52] "Ich habe mich verspätet, ich mußte noch eine Kettensäge aus einem Brustkorb holen. Bauern sollten nicht so viel saufen." (Inspector Barnaby S20E01 - Mord nach altem Rezept)

[11:44] "Tod durch schwere Verbrühungen. Die Epidermis und Dermis sind aufgerissen. Das führte zur Auflösung von subkutanem Fett. Einfacher gesagt, er ist im Grund ein Tafelspitz." (Inspector Barnaby S20E01)

[11:27] "Bei der Identifizierung werden wir womöglich auf das Zahnbild zurückgreifen müssen. Mit gekochtem Menschenfleisch bekommen wir es nicht oft zu tun. Ich muß einen Spezialisten hinzuziehen. - Und möglicherweise ein Kochbuch." (Inspector Barnaby S20E01 - Mord nach altem Rezept)

[10:10] Aus der Sendereihe "Zeitfragen": "Adipositas - Wie sich Stigmatisierung auf die medizinische Behandlung auswirkt".

[10:07] "Man hat nur so viele Recht, wie man Macht hat." (Tatort: Die Frau im Zug)

[9:49] "Entweder du sagst mir, was hier abgeht, oder du hörst gleich deine Zähne im Arsch Klavier spielen." (Tatort: Die Frau im Zug)

[2:33] Krank 5/12. Tage ohne Alkohol: 1524 = 61 Monate.

Samstag, 15. Februar 2020

[19:47] "Er ist mir so in den Hintern gekrochen, daß ich fast Miete verlangt hätte. (Navy CIS S16E06)

[15:04] Retweet: Von meiner schlechten Laune heute können gleich drei Teenager pubertieren.

[12:35] Am Donnerstag, 27. Februar 2020, um 19 Uhr in der Leipziger Stadtbibliothek ein Vortrags- und Gesprächsabend mit Prof. Dr. Christian Neuhäuser. Er ist Autor des 2019 bei Reclam erschienenen Essays 'Wie reich darf man sein?' und beschäftigt sich als politischer Philosoph mit der moralischen Legitimität von Reichtum.

[12:27] Doctor Who: "Ich fühl' mich plötzlich sehr erschöpft." Frau: Sie sind tief gestürzt, Liebes. Sollen wir Sie in die ZNA bringen?" Doctor Who: "Bloß nirgendwohin, was nur Initialen hat.". (Doctor Who S11E01)

[9:10] Gerichtsmediziner: "Anette Bille war im dritten Monat schwanger." Stoever: "Von wem?" Gerichtsmediziner: "Tut mir leid, ich war nicht dabei." Stoever: "Von ihrem Mann jedenfalls nicht. Obwohl, möglich ist alles. Manchmal kriegen Frauen ja auch Kinder von ihrem eigenen Mann." (Tatort "Blaues Blut")

[8:19] Krank 4/12. Tage ohne Alkohol: 1523.

Freitag, 14. Februar 2020

[21:34] "Falls Gott Menschen bestraft, die gesündigt haben, stimmt seine Liste hinten und vorne nicht." (Cold Case S02E07)

[11:22] Die schlechte Nachricht: alle meine zuletzt getragenen Hosen passen nicht mehr = sind jetzt zu groß. Die gute Nachricht: zwei der vier 2016 gekauften Jeans passen, wenn auch weniger mit Hängen, durchaus aber mit Würgen, wieder (zwei 40/32 versus zwei 38/30).

[11:11] Narziss und Goldmund, die Verfilmung von Hermann Hesses Roman, kommt demnächst in die Kinos.

[8:11] Krank 3/12. Tage ohne Alkohol: 1522.

Donnerstag, 13. Februar 2020

[12:56] Man weiß, daß der Abend gut war, wenn man noch auf die Pestpatrouille trifft. (Disenchantment S01E03)

[9:55] Bei der Reha war ich, weil sie allein aufgrund meiner Herzrhythmusstörungen eingeleitet und auch so begründet worden ist, in der Kardiologie. Die Einrichtung in Teltow wird von der Deutschen Rentenversicherung betrieben und ist auf die drei Bereiche Kardiologie, Psychosomatik und Psychokardiologie spezialisiert. Ich schielte stets neidisch auf die Mitpatienten der Psychosomatik und Psychokardiologie, weil ich dort besser aufgehoben und deren Programm eine Fortführung meiner Psychotherapie gewesen wäre. Als schnöder Herzpatient mußte ich ein rein somatisch orientiertes Programm absolvieren, das aus Bewegungstherapien wie Ergometertraining, Walking und Gymnastik bestand sowie aus theoretischen Einheiten zu Themen wie Herzkrankheiten, Streßmanagement und Ernährung. Im Vergleich mit anderen, denen ich mich angeschlossen hatte und die als psychosomatische Patienten ein gänzlich anderes und, wie ich fand, abwechslungsreicheres Programm hatten, empfand ich mein tägliches Pensum als eher stupide. Die rein körperliche Betrachtungsweise der Dinge brachte mich auf die Palme, weil mir durch die Psychotherapie die Zusammenhänge ganz anders und vielschichtiger erscheinen und diese Einsichten mit der Pulsschläge zählenden, Blutdruck überwachenden und mit Wattzahlen herumjonglierenden kardiologischen Garde kollidierten. Ich fand, wie gesagt, Freunde aus der Psychosomatik, mit denen ich freie Zeit verbrachte, also vor allem die Abende und die Wochenenden. Wir redeten und spaßten, kramten Gesellschaftsspiele hervor, trieben Schabernack, fuhren mehrere Male bis nach Berlin shoppen. Billard, Tischtennis, Schwimmbad, Federball, Kicker sorgten für Abwechslung. Nur wenige Meter von der Klinik entfernt befand sich entlang des Teltowkanals die DDR-Grenze. Bis zu einer scheußlichen Erkältung erkundete ich die Gegend zu Fuß. Am letzten Samstag zog es mich nach Berlin, wo ich die touristischen Orte abklapperte, die ich seit der Wende nicht mehr gesehen hatte. Selbst als Leipziger verheddert man sich im Berliner ÖPNV unweigerlich. Ich suchte im Brandenburger Tor den Raum der Stille auf und entkam dadurch dem Lärm einer Nazikundgebung und deren Gegenproteste. In Teltow gibt mit dem Dreikäsehoch ein Cafe, in dem mehr als 50 Sorten Käsetorten angeboten werden und das über Besuchermangel wahrlich nicht klagen kann. In Berlin gibt es zwei Dependancen (Kaiserdamm 20 und Kollwitzstraße 44). Vom Essen her gab es bei der Reha nicht wirklich etwas zu meckern. Besonders die die Vollkornprodukte und die Salatvielfalt waren sehr gut. Das Mittagessen wurde, wie man allerorten betonte, salznormal bekocht, was die Gaumen der meisten jedoch als salzarm schmeckten. Man konnte unter drei Menüs wählen und sich die Beilagen selbst zusammenstellen und bekam bei Bedarf Nachschlag. Ich begann im Oktober die stationären Aufenthalte mit 105 kg, verließ sie im Januar bei 98 kg und konnte während der vergangenen vier Wochen nochmals zwei Kilogramm ablegen und bin momentan bei 96 kg. Nach meinem Alkoholentzug vor 213 Wochen nahm ich innerhalb weniger Monate mehr als 30 kg ab, verlor Ende 2016 erneut die Kontrolle über meine Ernährung, so daß die Pfunde sich wieder den Weg zu Bauch & Co bahnten. Um so glücklicher bin ich über die derzeit fast 10 kg Gewichsverlust und hoffe, das Regime diesmal zu behalten und im Lauf des Jahres möglichst noch die 90-kg-Marke zu knacken.

[8:07] Intelligenztest beim Psychiater: "Wieviel ist 2x2?" Patient 1: "5000." "Nein, ist knapp, aber daneben." Patient 2: "Mittwoch." "Tut mir leid, ist leider auch nicht ganz richtig." Patient 3: "4". "Wow, nicht schlecht! Wie kamen Sie denn drauf?" "Ganz einfach, ich habe 5000 durch Mittwoch geteilt."

[8:00] Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank. (Bertolt Brecht)

[7:55] "Metamorphosen // Ich bin eine Raupe / Und du bist ein Reh / Ich werde Schmetterling / Und du wirst Filet

[7:10] Krank 2/12. Tage ohne Alkohol: 1521.

Mittwoch, 12. Februar 2020

[21:26] 1 Stunde Suzanne Vega in concert sowie der Film Gottes Werk & Teufels Beitrag (1999) sind die heutige nennenswerte Ausbeute der arte-Mediathek.

[19:41] Je älter man wird, desto mehr Fragezeichen sieht man in den Gesichtern von Jüngeren, sobald man bestimmte Namen erwähnt, von denen man selbst automatisch annimmt, daß sie geläufig sind. Bei einem Fragespiel während der Reha (Wer bin ich) kamen wir auf berühmte Schauspieler zu Beginn der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Ich brachte Humphrey Bogart, Gary Cooper und Cary Grant aufs Tapet, die allesamt nicht gekannt wurden. Ach so, ich war übrigens James Dean.

[19:28] "Herr Puttkamer, haben Sie keine Familie?" "Doch, deswegen arbeite ich ja immer so lange." (Mord by Nordwest - "Estonia")

[14:32] Im Polizeiruf 110 "Ein unbequemer Zeuge" (E50) fiel der Ausdruck Karpatenschreck, bei dem ich mich nicht mehr erinnern kann, ihn damals gehört zu haben. Man sieht zudem einen Framo V901/2, den Vorgänger des Barkas B1000. Fahrzeugtechnisch ebenfalls fazinierend der Polizeieinsatz. Im gleichen Film ist übrigens zu Beginn der Hauseingang des Nachbarhauses und kurz auch das Straßenschild "Plaußiger Straße" zu sehen. Man kann staunen, wie dreckig grau die Hausfassaden damals doch waren, was man mittlerweile fast vergessen hat.

[14:23] Im Zusammenhang mit der Tatsache, daß Bad Ischl (Salzkammergut) die Kulturhauptstadt 2024 wird, las ich den Satz: "Kultur ist das neue Salz".

[14:12] Die somatischen Reha-Dilettanten haben aus meiner SPS (Schizoide Persönlichkeitsstörung) als Diagnose eine Schizophrenie gebastelt. Inzwischen lag, als ich gestern nachhause kam, die Epikrise der Psychotherapeutin da, aus welcher ich bald mal zitieren werde.

[12:20] Pingpong zwischen Hausarzt, Krankenkasse und Arbeitgeber. Die ganzen Papiere! Die aktuelle Krankschreibung, Aufenthaltsbescheinigungen und die unübersichtlichen Anträge für die stufenweise Wiedereingliederung zu diesen Stellen geschafft, wo mir geholfen werden mußte, sie auseinanderzuhalten und richtig zuzuordnen. Es wird irgendwie stetig schlimmer mit der Bürokratie bei gleichzeitig abnehmender Fähigkeit, den Wust zu bewältigen. Nun für die nächsten 12 Tage keinerlei dieser Lasten zu tragen, weil krank geschrieben bis zum Beginn der beruflichen Wiedereingliederung mit zunächst 4 Arbeitsstunden ab 24. Februar (zwei Wochen) und darauf 6 Arbeitsstunden für weitere 2 Wochen. Ab Montag, dem 23. März, soll ich wieder normal arbeiten. Normal nicht für mich, der ich, was die BEM (berufliches Wiedereingliederungsmanagment) noch absegnen muß, aus dem Dauernachtdienst aussteigen und in einen Zwei-Drei-Schichtdienst zurückkehren soll, wie ich ihn bis 2012 auch ausübte. Allerdings stellt dieser Umstieg vom seit exakt 8 Jahren praktizierten ausschließlichen Nachtdienst für mich eine äußerst gravierende Veränderung dar, welche jedoch sowohl durch den Psychotherapeuten als auch durch die Reha-Ärzte in deren Epikrisen (Arztbriefen) befürwortet wird und die ich dem BEM gegenüber vertreten muß, damit mein Vertrag entsprechend geändert & angepaßt wird. Der Gedanke künftig wieder im Früh- und Spätdienst arbeiten zu sollen, ruft zuallererst Panik oder zumindest eine arge Mulmigkeit hervor. Andererseits steht dem die Erfahrung entgegen, daß Tagdienst gesünder und bekömmlicher ist.

[12:16] Krank 1/12. Tage ohne Alkohol: 1520.

Dienstag, 11. Februar 2020

[16:20] Katzenkuscheln bei der Reha
makokatze

[14:49] Die heutige Rückreise war aufregend. Hin gebracht wurde ich vor einem Monat durch meinen Bruder mit dem Auto. Sturm "Sabine" hatte offenbar noch Ausfälle zur Folge, die wohl auch meinen ICE betrafen, auf den ich mich mit dem zuggebundenen Ticket kapriziert hatte. Zudem mußte ich einen Schienenersatzverkehr überstehen, weil ein Stellwerk auf der S-Bahn-Linie zwischen Teltow und Berlin Südkreuz defekt war. Ich saß zwei Stunden im dortigen Reisezentrum herum, bangte um die Heimfahrt, die dann aber gänzlich reibungslos vonstatten ging - übrigens meine erste Fahrt mit einem ICE überhaupt.

[14:33] Zurück von der vierwöchigen Kur in Teltow bei Berlin. Die kardiologische Reha, welche ich bereits vor meiner Therapie genehmigt bekommen hatte, fand im Zentrum Seehof statt.

[14:32] Rehabilitation 29/29. Tage ohne Alkohol: 1519 = 217 Wochen.

Dienstag, 14. Januar 2020

[8:22] Krank 85/85 = Reha 1/29. Tage ohne Alkohol: 1491 = 213 Wochen.

Montag, 13. Januar 2020

[12:11] Das erste Anamnesegespräch liegt hinter mir und verlief gut. Allerdings wird damit nicht automatisch eine Therapie eingeläutet, sondern ich soll nach meiner Kur anrufen, um nach einem freien Therapieplatz zu fragen und müßte bei abschlägigem Bescheid auf ihn warten. Zum jetzigen Zeitpunkt dennoch zufriedenstellend, zumal noch drei weitere Kontaktgespräche ausstehen. Diese Therapeutin hätte als studierte katholische Theologin gar den Vorteil, meinen biografischen Background besser einschätzen und miteinbinden zu können. Sie selbst sagte, sie hätte bereits Priester und Ordensleute therapiert.

[8:41] Zufällig in den Keller eines Betreuten Wohnen gelandet und dort einen Leseraum vorgefunden, der unheimlich anheimelnd wirkt, und ich dort sofort in einen der Sessel versinken wollte.
kellerlesen

[8:22] Krank 84/85. Tage ohne Alkohol: 1490.

Sonntag, 12. Januar 2020

[19:55] Bei der Geburtstagsfeier eines Freundes gestern saß ein Psychotherapeut in der Runde. So nah sind manchmal die Lösungen auf Probleme, mit denen man sich über Gebühr herumplagt. Während der Therapie hatte ich Völkerstämme verrückt gemacht & mir die Finger und das Hirn wund telefoniert nach einem Termin für eine mögliche ambulante Therapie, was zunächst einmal einen Kontakttermin für ein Anamnesegespräch bedeutet, deren man maximal fünf führen darf, so sagt die Krankenkasse, um sich entscheiden zu können, bei welchem Therapeuten man sich in guten Händen fühlt. Mir war es gelungen, vier solcher Termine auszumachen, wovon zwei morgen stattfinden, die anderen Ende Februar sowie Anfang März. Dementsprechend aufgeregt bin ich und der morgige Tag wird deswegen anstrengend, zumal die Termine um 10.45 Uhr und um 15 Uhr breit gestreut sind und den Tag signifikant prägen. Der Rest wird draufgehen mit Packen; denn übermorgen beginnt meine Rehabilitation=Kur, deren Organisation so viel Energie und Kraft gekostet hat.

[12:53] "Bei dem, was momentan alles in der Welt passiert, bewerte ich Nichtstun als stille Zustimmung." (Igor Levit)

[9:55] Der Vatikan sei eine der größten Gaycommunities der Welt, sagt der französische Soziologe Frédéric Martel. Der Krakower Erzbischof spricht von der Homosexualität als einer "Seuche in den Farben des Regenbogens".

[9:02] Audiosammelsurium: Gestern brachte das DLR eine Lange Nacht über Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Immer schnell laden, weil diese Audiodateien nur kurze Zeit in der Mediathek stehen! - "Wege zum Glück" ist ein Langbeitrag aus der Reihe Hörsaal des Deutschlandfunk Nova, in der wöchentlich Vorträge gesendet werden. Ihn hörte ich vor wenigen Stunden, als ich, vom Geburtstag eines Freundes kommend, um 0.30 Uhr in Stahmeln an der Straßenbahnhaltestelle stand und gegen die Kälte anzitterte.

[8:35] Krank 83/85. Tage ohne Alkohol: 1489.

Samstag, 11. Januar 2020

[9:02] Krank 82/85. Tage ohne Alkohol: 1488.

Freitag, 10. Januar 2020

[20:44] Retweet: Ich bin jemand, der viel unternehmen möchte, gefangen im Körper von jemandem, der viel schlafen möchte.

[19:55] Mit "Little Women" auf einen weiteren Film gestoßen, dessen literarische Vorlage von Louisa May Alcott (1868) ich nicht kenne. Meryl Streep und Emma Watson spielen mit. Einen Trailer für die Ende Januar in die deutschen Kinos kommende Neuverfilmung gibt es natürlich auch. Hierzulande erschien das Buch unter dem Titel "Betty und ihre Schwestern".

[19:32] Retweet: "Eine Laugenbretzel zum Mitnehmen, bitte." - "Für hier oder zum Mitnehmen?" - "Zum Mitnehmen." - "Also nicht für hier?" // Herr, schenke mir Geduld! - Stimme von oben: Für hier?

[19:22] Soeben auf die Filmsatire "Jojo Rabbit" (Trailer 1 / Trailer 2) gestoßen, die demnächst in deutschen Kinos anlaufen wird. "Man stelle sich vor, die 'Inglourious Basterds' treffen in 'Moonrise Kingdom' auf 'Mein Freund Adolf'. (...) Eine kauzige Coming-of-Age-Geschichte mit der höchsten Heil-Hitler-Quote seit Leni Riefenstahl."

[19:01] Retweet: Lese in alten Akten. Da will [1777] einer was vom Rat der Stadt Frankfurt. Die Petition endet so: "Ich verharre in Hoffnung hochgeneigtester Willfahrung in ehrfurchtsvollster Veneration." - Ohne diese Schlußformel beantworte ich gar nichts mehr.

[18:32] Retweet: "Und wenn alle von der Brücke springen, springst du dann hinterher?" - "Ne, dann ist das Problem ja gelöst."

[9:42] Vor einigen Jahren in einem Medienmuseum in der Nähe von Regensburg vor einer Göbbelsschnauze.
goeschnauze

[9:33] Heilig Abend 2019 mit einem musizierenden Freund gegenüber dem ehemaligen Kino Capitol.

[9:10] Um Menschen die Schwellenangst vor der Oper zu nehmen, geht die Komische Oper Berlin dorthin, wo sie sind und nennt das Popup Opera. Also Flashmobmäßig die Leute überraschen und beglücken.

[8:43] Tochter ruft die Mutter an: "Mama, er macht mich wahnsinnig. Ich halte es mit ihm nicht mehr aus. Ich ziehe zu dir!" - Mutter: "Nein, meine Liebe, der soll für seine Fehler leiden. Ich ziehe zu euch!"

[8:06] Krank 81/85. Tage ohne Alkohol: 1487.

Donnerstag, 9. Januar 2020

[16:02] Den "Blues vom Abschied" (Brot & Salz), den ich vorher nicht kannte, wählte ich am Schluß der Therapie, als wir ein Lied zum Thema "Abschied" mitbringen und vorstellen sollten.

[15:55] Hansi Biebl: Morgenblues, eines der von mir am öftesten gehörten Stücke meiner Jugend. Auf der ersten Schallplatte überhaupt, die ich mir kaufte.

[15:12] Bei der Recherche zum vorherigen Beitrag auf eine der ältesten Webseiten gestoßen, die ich kenne und immer geliebt habe und an die ich seit vielleicht 8 bis 10 Jahren nicht mehr gedacht hatte: (Neuer) Physiologus. Hartmut Dietz gibt immer wieder Jahreszahlen von 1996/7 an. So lange bin ich selbst im Netz und freue mich ob solcher enzyklopädischer Hobbyarbeiten! Ein anderer "Besessener" ist Manfred Köhler, der sein memo projekt offenbar ebenso sanft zur Ruhe gebettet hat wie ich - in seiner ehemaligen Intention und Dimension - mein Leipziger Bücherlei. Traurig, oder? Mit dieser Linkliste purzelten eben mannigfaltige Erinnerungen an die Anfangszeit im Internet nach oben. Beinahe hätte ich mit Herbert Hubert einen weiteren, seit 1996 im Netz aktiven Sammler und Enzyklopädisten vergessen!

[15:10] Abgeschweift und beim Impro-Tatort (E 1115) - Das Team - von Neujahr gelandet, der in mehrfacher Hinsicht faszinierend ist. Improvisationsspezialist Jan Georg Schütte drehte einen spannenden Whodunit mit dem Momentum des geschlossenen Raumes bzw. der geschlossenen Täterschaft (wie z.B. bei Gosford Park), der insofern für mich noch reizvoller wird, als er wie eine Verfilmung unserer Therapie ist, was Konflikte angeht und mehrere Spielarten davon in einem einzigen Setting vereint. Ich bin geradezu baff, wie stark das ist!

[11:38] Retweet: Wenn ihr nicht über euch lachen könnt, sagt Bescheid, dann mache ich das.

[11:11] Vier Tage bevor ich im Oktober in die Klinik ging, hatte ich noch einen Hausarzttermin und wurde gewogen: 108,7 kg. Der HbA1c betrug 6,6% (9 Monate zuvor sogar alarmierende 7,3%). Beim gestrigen Quartalsbesuch zeigte die Waage 99,6 kg, der HbA1c 5,8%. In der Klinik wurde ich beinahe nackt gewogen. Bei diesem Modus bauchpinselte mich die Waage gestern bei 98,2 kg.

[9:55] Für nachher: "Sau Nummer vier" = ein sogenannter Heimatkrimi / Niederbayernkrimi. Zuvor aber noch "One Way Ticket" (Tatort 1114). Ich hänge selbst im Nachgucken der aktuellen Polizeirufe bzw. Tatorte ziemlich hinterher.

[8:50] Retweet: Ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich den Azubi fragen muss, auf welchen Internetseiten man "kostenlos" Serien streamen kann. Quasi Pflegestufe 1.

[8:49] Retweet: Gute Nachricht: Ich kriege den oberen Knopf meiner Jeans wieder zu. Schlechte Nachricht: Ich habe sie dabei nicht an.

[8:48] Retweet: Heute gelernt: Es gab mal auf der Essstörungstation nen Patienten, der wärmte morgens ein Glas Nutella in der Mikrowelle auf und trank das. Kommentar der Ärztin: "Mich hat das gar nicht so sehr geschockt. Mehr hat mich geschockt, dass ich dachte, das muss ich mal ausprobieren."

[8:47] Retweet: Guten Morgen. Wenn man bei dem Bibeltext "Unter uns ist ein Verräter" alle 3 n streicht, kommt der wahre Text "Uterus ist Ei-Verräter" zum Vorschein. Ich forsche weiter.

[8:46] "Mein lieber Kokoschinski" habe ich noch nie in meinem Leben gehört!

[8:45] Retweet: Bezeichnungen, die aus der Mode gekommen sind: Sportsfreund / Kollege Schnürschuh / Pissnelke / Schwerenöter / Dünnbrettbohrer / Flitzpiepe / Rotzlöffel / Schlawiner / Tausendsassa / Haudegen / Kawenzmann / Dämlack / Bruder Leichtfuß / Fatzke / Spinatwachtel / Suppenkasper / Dussel / Lümmel / Eumel / Sackgesicht

[8:44] Retweet: Ich: "In meinem Führerschein steht zwar: 'Fahren mit Seh-Hilfe', aber ich fahre eben Fahrrad ohne, da können Sie mir gar nichts, Sie sind eh nur von der Feuerwehr und höchstens 1,50 groß..." -- Hydrant: ...

[8:43] Krank 80/85. Tage ohne Alkohol: 1486.

Mittwoch, 8. Januar 2020

[14:10] Krank 79/85. Tage ohne Alkohol: 1485.

Dienstag, 7. Januar 2020

[22:45] Nachdem gegen 14.30 Uhr meine Papiere komplett waren, verließ ich mit mehreren anderen heute und in der letzten Woche entlassenen Patienten die Uniklinik. Gemeinsam feierten wir das Ende unserer Psychotherapie bis gegen 22 Uhr bei gehörig Alkohol und anderen Substanzen, ich freilich bei Cola, denn während der 11 Wochen waren Drogen gänzlich verboten, was in der Atemluft und im Urin immer wieder kontrolliert wurde. Ein gelungener Abschluß einer insgesamt sehr aufregenden, aufwühlenden und ergiebigen Zeit. In die Niederungen des Alltagslebens muß ich noch nicht steigen, weil die Kur nächste Woche beginnt und ich bis dahin hoffentlich morgen von der Hausärztin weiter krank geschrieben werde.

[22:22] Psychotherapie 78/78 = Abschluß und Entlassung aus der Klinikbehandlung. Tage ohne Alkohol: 1484 = 212 Wochen.

Montag, 6. Januar 2020

[17:52] Die BILD-Zeitung hat einen ordentlichen Artikel über meine Hauptdiagnose SPS (schizoide Persönlichkeitsstörung) in petto.

[17:40] Psychotherapie 77/78. Tage ohne Alkohol: 1483.

Sonntag, 5. Januar 2020

[18:39] Jetzt die gleichnamige 2019er Adaption von Fontanes Novelle Unterm Birnbaum, die in der ZDF-Mediathek noch abruf- und mit den entsprechenden Tools /herunterladbar ist. Es spielen unter anderen Fritz Karl, Katharina Thalbach, Devid Striesow, Boris Aljinovic, Stephan Grossmann und Peter Prager.

[18:33] Retweet: "Möge die Macht mir dir sein!" Ich, der ich gerade im Kinosessel aufgewacht bin: "Und mit deinem Geiste." - Kann wieder nur ein Katholik UND Star-Wars-Fan goutieren... Ich kann ein solches Fundstück, über das ich mich seit dem Nachmittag zereumele, wieder nicht weiterverbreiten, weil niemandem erklären.

[13:42] Mit einem Soziometer (Humanyze) können Tendenzen zur Einsamkeit erkannt werden. Das Gerät hat zwei Mikrofone, Bluetooth- und Infrarotempfänger sowie ein Bewegungssensor. Es erfaßt Gesten, Sprachrhythmen, so daß Kommunikation analysiert werden kann. Kritiker sehen die Box als Überwachungsinstrument, als Mittel zur Selbstoptimierung. Andererseits kann sie Indikator für soziale Interaktion sein und rechtzeitig warnen.

[13:33] Für uns Schizoide stellt sich stets die Frage nach der Balance zwischen gesellschaftlichem und singulärem Dasein. Wieviel Beziehung brauche ich, wieviel verkrafte ich? Was ist zu wenig, was überfordert mich? Denn bei sich selbst zu sein gelingt mir ausschließlich, sobald ich mit mir selbst allein bin. Daß die Gedanken klar und ungestört sind, daß man sich auf sich selbst konzentrieren, sich selbst wahrnehmen kann. Trotzdem gibt es den Drang nach Gemeinschaft, nach Beziehung, nach Austausch und Interaktion - nur eben in schätzungsweise viel geringerem Ausmaß als bei "normalen" Menschen. Inmitten von Gruppen von sagen wir > 5 Menschen gehe ich unter, verliere ich den Überblick, fühle ich mich unwohl und zerrissen, bin ich rasch erschöpft und überfordert. Im Kontakt mit einem Gegenüber oder in einer Gruppe von drei oder vier Menschen gelingt mir die ausgeglichene Selbst- und Außenwahrnehmung besser. In der Therapie mußte ich erkennen, daß meine isolierte Lebensweise mich krank gemacht hat. Nur bedeutet die Erkenntnis von defizitären sozialen Bindungen nicht zwangsläufig, daß man sie leicht erlangen kann, wenn sich Jahrzehnte lang Gewohnheiten etabliert haben, mit denen man sich rar für die anderen gemacht hat. Und aus dem Boden wachsen neue Bekannte oder gar Freunde nicht. Es heißt, zu ackern, Gelegenheiten zu sehen bzw. zu schaffen und sie wahrzunehmen. Verschiedene Ratschläge wurden erteilt, die von Selbsthilfegruppe (für/gegen Depressionen), Sportverein bis hin zu kulturellem oder sozialem Engagement reichen. Wie ich bemerkte, bin ich nicht mehr der Dampfplauderer, der superleicht Kontakte knüpft und Verabredungen trifft. Als ein um so härteres Pflaster begreife ich die Notwendigkeit sozialer Bindungen, wobei immer die Befürchtung mitschwingt, dieser BeziehungsARBEIT nicht mehr recht genügen zu können, daß der Zug abgefahren ist. Der alte Pessimismus, ein dumpfer Fatalismus drohen mich oft schlagartig einzuholen. Möglicherweise bremsend wirkt sich etwas aus, womit mich meine Therapeutin konfrontierte und was ich als Schlag in die Magengrube empfand: Ich wolle keine Hilfe brauchen. Das heißt, die verdeckte, insgeheime Pseudo-Autonomie, es selbst schaffen zu können. So bin ich im Spannungsfeld zwischen dem Bemühen um Beziehung und der Neigung, es autark zu versuchen in der selbst gesuchten, selbst verschuldeten und doch oft so reizvollen und für den eigenen Geist erholsamen Einsamkeit.

[12:40] Laut Franz Müntefering ("Unterwegs. Älterwerden in dieser Zeit") sollten Menschen über 70 nicht mehr Rentner, sondern Zeitreiche heißen.

[8:47] Psychotherapie 76/78. Tage ohne Alkohol: 1482.

Samstag, 4. Januar 2020

[11:22] Retweet: "Er hat mich verlassen..." "Du hast eh was Besseres verdient!" "Dich?" "So gut auch wieder nicht."

[11:19] Aufgeschnappt: Urteile nicht über andere, nur weil sie anders sündigen als du!

[8:20] Psychotherapie 75/78. Tage ohne Alkohol: 1481.

Freitag, 3. Januar 2020

[17:57] Von den acht Stufen der Zedaka, der Wohltätigkeit, nach Maimonides gehört, deren höchste es ist: "Dem Bedürftigen die Möglichkeit zu geben, sich selbständig zu ernähren (Hilfe zur Selbsthilfe)." Stark!

[17:48] Psychotherapie 74/78. Tage ohne Alkohol: 1480.

Donnerstag, 2. Januar 2020

[18:41] Das PG (Projekt Gutenberg), die wichtigeste Quelle für deutschsprachige E-Texte, zieht um nach projekt-gutenberg.org.

[18:27] Retweet: Ab sofort bin ich öfter wieder seltener hier. Nicht so selten wie früher, aber dafür öfter.

[18:26] Retweet: Ich bin mir ziemlich sicher, daß Latein deshalb ausgestorben ist, weil bei normalen Unterhaltungen aus Versehen Dämonen beschworen wurden.

[18:25] Retweet: Sitze in der U-Bahn und höre einigen Jugendlichen zu. Ich glaube, in 10 Jahren nähen wir T-Shirts für Bangladesh.

[18:24] Retweet: "Ich hätte gerne eine neue Brille." "Weitsichtig oder kurzsichtig?" "Durchsichtig!"

[18:22] Retweet: Denn Sinn von Bleigießen habe ich nie verstanden. Es gibt doch fertige Kugeln.

[18:17] "Im Sog der Einsamkeit" (mp3) - wie überaus passend (zu mir!) der Deutschlandfunk in der Sendereihe "Aus Religion und Gesellschaft" wieder ein Thema gewählt hat!

[18:11] Noch ein Nachtrag zur "Böllerei", der alljährlichen erneuten Diskussion um eine Beschränkung der Silvesterknallerei, die im Radio als "Jahresendreizthema" deklariert wurde.

[18:10] Ich DLF gehört, daß manche Jugendliche Freunde danach auswählen, wie gut diese Fotos von ihnen schießen.

[17:47] Psychotherapie 73/78. Tage ohne Alkohol: 1479.

Mittwoch, 1. Januar 2020

[20:44] Vor 40 Jahren zog mein Vater mit mir in die Engelmannstraße, unmittelbar gelegen an der Leipziger Emmauskirche im Stadtteil Sellerhausen-Stünz. Seit 20 Jahren wohne ich wieder hier und war noch nie in dieser Kirche. Im letzten Jahr, genauer: gestern, am Silvesterabend besuchte ich den evangelischen Jahresabschlußgottesdienst. Von der Freundlichkeit im Umgang miteinander war ich positiv überrascht. Seitdem ich wegen der Therapie Zeit habe und nicht arbeiten muß, besuchte ich mehrere Kirchen und Gottesdienste und breite meinen Fokus und das Interesse jetzt auch auf evangelische Kirchen aus. Erstmals war ich am ersten Weihnachtsfeiertag in der Propsteikirche zum Festgottesdienst. Im gestrigen Gottesdienst war ich zudem verblüfft, wie vertraut mir die Liturgie war. Am Freitag, dem 10. Januar, spielt Karussell in der Mölkauer Kirche, die wie die Emmauskirche und die nur wenige Fußminuten entfernte Paunsdorfer Dorfkirche zum Kirchspiel im Leipziger Osten gehört. Auch die evangelische Kirche muß sich Strukturreformen unterziehen und größere Gemeindeverbünde errichten, so wie sich meine katholische Heimatpfarrei Hl. Familie Schönefeld, die Reudnitzer Gemeinde St. Laurentius, die Engelsdorfer Gemeinde St. Gertrud sowie die Tauchaer Gemeinde St. Anna seit dem 8. Dezember unter dem Dach der neu konstituierten Großpfarrei St. Maria Magdalena Leipzig Ost befinden. Schon ein bißchen verwirrend.

[17:10] The Burning Hell: Fuck The Government, I Love You

[16:30] Ich bin für die Trennung von Kirche und Erde. (Eric Idle)

[16:27] Erfahrung ist die Summe der Dummheiten, die man im Bedarfsfall wieder anwendet." (Dieter Hildebrandt)

[16:20] Schöner Silvesterspruch: "Tomorrow is the first blank page of a 365 page book. Write a good one."

[11:07] "Die Qual von gestern muß die Tat von heute werden." Was Gerhard Hauptmann sagte, paßt auch für mich in Bezug auf Veränderungen im Leben durch solch eine Therapie.

[9:53] Psychotherapie 72/78. Tage ohne Alkohol: 1478.

Dienstag, 31. Dezember 2019

[23:20] Noch 'ne ordentliche Weihnachtsschnulze: "Wenn wir uns begegnen". Aus der Mediathek gefischt.

[22:58] Retweet: Liege auf der Couch und schau eine Doku über Faultiere... Sagt der Sprecher : "Manche Faultiere fahren ihren Kreislauf so weit runter, dass sie ausversehen sterben." Hab mich jetzt erstmal ordentlich hingesetzt.

[22:57] Retweet: Können wir uns darauf verständigen, statt der Böllerei einfach unsere Bücher ganz laut zu zuklappen?

[22:56] Retweet: Ich habe eine Religion gegründet, bei der das neue Jahr schon um 19 Uhr beginnt. Damit man die Kinder früher ins Bett schicken kann. Möchte noch jemand getauft werden?

[22:33] Der Jetztzustand ist wie folgt: Therapie noch bis Dienstag, den 7. Januar. Am 8. Januar zur Hausärztin, der mich hoffentlich bis zum 14. Januar weiter krank schreibt. Dann soll, was an äußeren Unklarheiten noch scheitern könnte, eine Kur (medzinische Rehabilitation) im Reha-Zentrum Seehof (Klinik für das noch junge Fach Kardiopsychologie) folgen. Drei oder vier Wochen. Wie es dann weitergeht, ist ebenso diffus. Bestenfalls mehrstufige Wiedereingliederung in den Arbeitsprozeß, wobei ein Termin mit dem Arbeitgeber gemacht werden muß, um zu klären, wann ich aus dem Dauernachtdienst heraus kann. Vertraglich geht er bis Ende 2020. Kurz gesagt, es wird in den kommenden Wochen viel zu klären und organisieren sein, was meiner Neigung zur Planlosigkeit & Strukturschwäche sowohl entgegen wirkt als auch meine dahingehenden Fähigkeiten bzw. Nichtfähigkeiten herausfordert. Morgen frei. Die nächsten und letzten Therapietage sind: Donnerstag, Freitag, Montag und Dienstag.

[22:18] Der äußere Rahmen einer stationären Psychotherapie war, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. So viele und so rigide Regeln einzuhalten bedurfte einer Überwindung und Toleranz, die anfangs schwer fiel. Von 7.45 Uhr bis 16.30 Uhr (Therapiezeit) herrschte totales Handyverbot. Notebooks, Tablets waren gänzlich verboten. Der Aufenthalt auf dem Zimmer und außerhalb der Stationen ebenso während der Therapie. Zu den Mahlzeiten (7 Uhr, 11.45 Uhr und 17.15 Uhr) herrschte Anwesenheitspflicht. Ausgang nur bis 10 Uhr, so man unter der Woche grob gerechnet eigentlich nur zwischen 18 und 20 Uhr raus konnte bei, jetzt im Winter, leider völliger Dunkelheit. An den Wochenenden waren Beurlaubungen von den Mahlzeiten möglich, so daß man beispielsweise an einem Sonnabend zwischen 8.30 Uhr und 23 Uhr aushäusig sein durfte. Verletzte man eine Regel, drohte eine Abmahnung. Bei der dritten endete die Therapie. Ich erhielt meine (bisher) einzige Abmahnung dafür, daß ich eines Freitags zuhause 16 Kekse aß und mir bei diesem Freßflash keine Hilfe aus der Klinik holte. Verpaßte man eine Therapie, wobei schon 1 Minute Zuspätkommen reichte: Abmahnung. Ich entwickelte nach Wochen ein dickes Fell gegen mir unsinnig erscheinende Regeln bzw. gegen als ungerecht empfundene Maßnahmen. Mit körperlichen Symptomen brauchte man übrigens gar nicht erst anzutanzen. Einer heftige Erkältung meinerseits wurde mit der Empfehlung begegnet, Thymiantee zu trinken und Bonbons zu lutschen. Bei einer Herzrhymusstörung innerhalb der erste Woche wurde ebensowenig reagiert, mein Nitrospray konfisziert. Trotz mancher Merkwürdigkeiten schätzte ich die Professionalität aller Therapeuten. Wie sehr Eigen- und Fremdwahrnehmung auseinandergehen, schockierte mich. Ich dachte immer, mich adäquat und ausreichend mitgeteilt zu haben; doch nur ein Bruchteil dessen erreicht den Empfänger. Andere sehen meine Verschlossenheit, eine Affektflachheit und mimische Eintönigkeit. Mein Sarkasmus wurde als Symptom dargestellt, Distanz zu anderen zu halten und Nähe zu vermeiden. Im Prinzip möchte ich keine Hilfe brauchen, möchte die Kontrolle behalten und allseits autonom sein. Gefühle zuzulassen und zu zeigen, könnte mit Kontrollverlust einhergehen und wird so vermieden. Recht verblüffend sind zudem die sichtbaren und verdeckten Merkmale. Als Zumutung erlebte ich wohl vor allem das abrupte Ende meines Bücherlebens. Ziemlich sicher bin ich mir, daß sich meine Lage nicht dermaßen zugespitzt hätte, hätte ich es so weiterführen können wie in den zwanzig, dreißig Jahren zuvor. Trotz der biografischen Schäden. Doch muß ich jetzt weiterleben. Weiterwursteln, hätte ich beinahe geschrieben. Während der Therapie, besonders in der wirklich intensiven achtwöchigen stationären Phase erlebte ich zahlreich Momente der Lebensfreude, etwas, das ich aus den vergangenen zehn Jahren überhaupt nicht mehr kannte. Ich erfuhr Zuwendung, Interesse, Nähe durch Mitpatienten, die unendlich gut tat und mich hoffnungsvoll stimmte. Allerdings verblaßten diese schönen Eindrücke schnell. Das Muster der Isolation hat sich jahrzehntelang so ungehindert ausbreiten können, daß es neue Verhaltensweisen und Strukturen schwer haben. Gewohnheiten zu ändern gehört zu den schwersten Aufgaben für Menschen. Ein Gedanke, der am heutigen Silvester eingängig sein dürfte, wenn man sich an all die Vorsätze erinnert, die man flugs in den Wind schlug. Mein Mitpatienten gaben mir als Rat mit auf den Weg, die Augen offen zu halten für all die Angebote, die ich bislang kaum wahrnahm und die doch für mich bereit stehen.

[20:38] Ich habe mich einer 11-wöchigen Psychotherapie unterzogen. Acht Wochen lang verbrachte ich stationär auf der psychosomatischen Station der Leipziger Universitätsklinik und drei Wochen noch tagesklinisch im selben therapeutischen Rahmen. Nachdem es mir seit dem letzten Winter gesundheitlich stetig schlechter gegangen war und ich keinen Ausweg mehr wußte, suchte ich im August die Universitätsambulanz auf, wurde auf eine Warteliste gesetzt und durfte am 22. Oktober 2019 die tiefenpsychologisch orientierte Therapie beginnen. Am Tag zuvor hatte ich noch gearbeitet - wie seit 2012 im Nachtdienst. Besucher meiner Webseite wissen, worunter und woran ich leide: Herzrhythmusstörungen, Depression, Schlafstörungen, totaler Erschöpfung. Die Beschwerden waren im Frühjahr und Frühsommer derart krass und anhaltend geworden, daß Suizidgedanken aufkamen und ich meinem Leben eine Minusbilanz verpaßte. In der Therapie kam mein Leben auf den Präsentierteller. Die Tiefenpsychologie nähert sich sehr gern der Kindheit als Ursprung der Schäden, die man davontrug. Ich gewann Erkenntnisse über meine Persönlichkeit, die ich allein so nicht bekommen hätte. Therapeutisch existieren zahlreiche Formen: Einzelgespräche, Gruppensitzungen, Kunst-, Musik- und Ernährungtherapie, Bildungsangebote. Insbesondere aber auch Körpertherapien, bei der gestische, mimische und alle Formen nonverbaler Kommunikation zum Tragen kamen. Durch sie wurde mir manches klarer als durch wortreiche Analysen. Der Wikipedieintrag zur SPS (Schizoide Persönlichkeitsstörung) faßt alle Merkmale und Ausprägungen sehr gut zusammen, so daß ich sie hier nicht mehr dazustellen brauche. In der Beschreibung der Außen- und Innensicht befinden sich alle Symptome, die ich während der Therapie haargenau so an mir sehen mußte und die mich verblüfften, weil mir z.B. meine Außenwirkung gänzlich neu ist. Die Depression sowie die körperlichen = psychosomatischen Beschwerden sieht meine Therapeutin als Ausprägungsform der durch die SPS hervorgerufene soziale Isolation, Abschottung und Beziehungslosigkeit. Als ich in die Klinik ging, hatte ich die illusorische Vorstellung, daß meine lästigen körperlichen Symptome weggezaubert würden und alles wäre gut. Als eremitischer, einsiedlerischer und eigenbrötlicher Typ zu leben war mir zur Gewohnheit geworden. Ich pflegte meine monomanischen Interessen - erst jahrzehntelang die Bibliomanie und, als das wegen meiner Augenprobleme nicht mehr funktionierte, der Hang zu Serien. Verwerflich daran ist nichts, solange kein Leidensdruck besteht! Deswegen muß ich der Tatsache ins Augen sehen, daß mein Lebensstil mich so ins Abseits geführt und die schweren Erschöpfungs- und Herzprobleme hervorgerufen hat. Der Aufbau und die Pflege soziale Beziehungen soll's richten. Kontakt zu und mit anderen Menschen. Mein Leben, meinen Alltag strukturieren. Ob die Therapie, die noch gut eine Woche dauert, nachhaltig sein wird, hoffe ich sehr, kann aber meine Bedenken und die Angst nicht verhehlen, allzu schnell in die gewohnten vertrackten Muster zurückzufallen. (31. Dezember 2019)

[9:13] Retweet: Ich kann kaum erwarten, unser Kind mit linkem Gedankengut zu indoktrinieren.

[9:12] Retweet: "Friedhofsfleisch?" "Nein, Frischhaltefolie!" Handgeschriebene Einkaufszettel in einem Ärztehaushalt. Ihr kennt das.

[9:11] Retweet: Zuhause ist auch, wo du nach dem Duschen vom Trockenreiben der Duschwände so geschwitzt bist, dass du wieder duschen musst. Ich denke, so hat Sisyphos den Tag begonnen.

[9:10] Retweet: "Der Nektar Eures Phallus, so schlonzet ihn mir direkt in mein Antlitz , oh edler Pfähler." - Pornodialoge im Mittelalter.

[9:09] Retweet: "Mama, ich habe heute Geburtstag!" "Jä Mäuschen, dass we..." "Heute!" "Ja das weiss ich d..." "Ich bin jetzt Acht!" "Ja das bi..." "Nicht mehr Sieben!" "ICH HABE SCHWANGERSCHAFTSSTREIFEN, ICH KENN DIE GESCHICHTE!"

[9:08] Retweet: Weihnachten ist für Familienrechtler wie Silvester in der Handchirurgie.

[9:07] Retweet: Deutscher Humor, eine Entstehungsgeschichte: 1. Spruch auf Twitter / 2. Viral auf FB / 3. Menschen aus der "Schule des Lebens" nutzen ihn als Bio / 4. Insta-Spruch-Bild / 5. Oma schickt ihn per WhatsApp / 6. Virtual Statements druckt Tasse / 7. Markus Krebs gibt ihn bei RTL als seinen aus.

[9:06] Retweet: Meine kleine Tochter fordert "Erlaubnis-Scheine" für den Kauf von Spraydosen, um Graffiti auf Spielplätzen zu verhindern. Ich habe, ohne es zu merken, einen CDU-Innenminister großgezogen.

[9:05] Retweet: Sind Jüngere anwesend? Ich habe ein neues Wort für euch: einen. Toll, oder? Fast wie "ein", aber dafür total grammatisch korrekt!

[9:04] Gefühle waren und sind ein wichtiges Element der Therapie, deren Ende abzusehen ist. Ich mußte erkennen, daß ich mit meiner schizoiden Persönlichkeitsstörung Gefühle kaum zeige und andere mich als harte Nuß, als Verschlossenen wahrnehmen und ich dies nicht wußte und sah. Dabei verschloß ich Gefühle nicht nur vor anderen, sondern vor mir selbst, machte sie unzugänglich und konnte und kann beispielsweise Trauer nicht spüren. Die Wissenschaft zeigt, daß Gefühle auch transkulturell und sprachlich differieren.

[8:22] Psychotherapie 71/78. Tage ohne Alkohol: 1477 = 211 Wochen.

Montag, 30. Dezember 2019

[6:11] Psychotherapie 70/78. Tage ohne Alkohol: 1476.

Sonntag, 29. Dezember 2019

[8:22] Psychotherapie 69/78. Tage ohne Alkohol: 1475.

Samstag, 28. Dezember 2019

[9:51] Psychotherapie 68/78. Tage ohne Alkohol: 1474.

Freitag, 27. Dezember 2019

[17:01] Mutter, ich, Vater und Bruder
dias067

[16:48] Per WhatsApp kam heute noch ein toller bluesiger Weihnachtsgruß rein: Keb' Mo' - Merry Merry Christmas.

[16:40] Psychotherapie 67/78. Tage ohne Alkohol: 1473.

Mittwoch, 25. Dezember 2019

[11:11] Psychotherapie 65/78. Tage ohne Alkohol: 1471.

Dienstag, 24. Dezember 2019

[9:41] Ich liebe meine Kinder, aber ab und zu stelle ich mich an eine Großbaustelle, um die Ruhe zu genießen.

[9:40] Ich, nachdem ich meine Wohnung geputzt habe: "Wow, ich laß' es nie wieder unordentlich werden.!" Am nächsten Tag: "Wo ist mein Sofa?"

[9:36] "Guten Tag, haben Sie Geschenkartikel?" - "Bestimmt oder unbestimmt?"

[9:35] Googleanfrage 9:23 Uhr: "Mädchen richtig ansprechen" / Googleanfrage 11:10: "Pfefferspray im Auge. Was tun?"

[9:33] Das Treffen der anonymen Pessimisten wurde abgesagt. - Hätte ja sowieso nichts gebracht.

[9:18] Psychotherapie 64/78. Tage ohne Alkohol: 1470 = 210 Wochen.

Sonntag, 22. Dezember 2019

[8:31] "Du hast gestern am Glühweinstand geil getanzt." "Getanzt? Alter, ich hab versucht, zu stehen!"

[8:30] "Heute back' ich morgen, morgen brau' ich, übermorgen hol' ich der Königin ihr Kind." - Rumpelstilzchen, ignoriert seit 1812 erfolgreich den Genitiv.

[8:29] Psychotherapie 62/78. Tage ohne Alkohol: 1468.

Samstag, 21. Dezember 2019

[9:33] Audio-Sammelsurium: Humorforschung / Sprache im Dritten Reich / Großeltern.

[9:21] Der Sozialarbeiter unserer Klinik hat gar einen eigenen Wikipediaeintrag und ist 'ne coole Socke.

[9:12] Ich bin jetzt auch bei Telegram unter dem Alias "@Buecherlei" zu finden und zu kontaktieren.

[9:10] Durch eine tiefenpsychologische Psychotherapie auf der psychosomatischen Station des Leipziger Universitätsklinikums war ich seit 23. Oktober acht Wochen in stationärer Behandlung und wechselte vorgestern in die tagesklinische Weiterbehandlung, bei der sich in den nächsten 18 Tagen nur noch 7 Therapietage ergeben, die durch die Feiertage von 11 freien Tagen umrankt werden. Nach so langer Zeit abseits des Arbeitslebens und der gewohnten Umgebung meiner Wohnung muß ich mich an den Alltag gewöhnen. Nach und nach werde ich im Tagebuch die Therapiezeit und die Umstände beschreiben.

[9:00] Psychotherapie 61/78. Tage ohne Alkohol: 1467.

Freitag, 20. Dezember 2019

[17:55] Psychotherapie 60/78. Tage ohne Alkohol: 1466.

Dienstag, 17. Dezember 2019

[18:00] Psychotherapie 57/78. Tage ohne Alkohol: 1463 = 209 Wochen.

Montag, 16. Dezember 2019

[19:00] Psychotherapie 56/78. Tage ohne Alkohol: 1462 = 4 Jahre.

Sonntag, 20. Oktober 2019

[20:18] "Wer heute eine Barbiepuppe kauft, sollte eigentlich Hausverbot bekommen fürs 21. Jahrhundert." (Magazin "Kunscht")

[20:16] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 1405.

Freitag, 18. Oktober 2019

[10:14] Retweet: Ich bin Ende dreißig. One Night Stands habe ich eigentlich nur noch, damit mir morgens jemand beim Waschen und Anziehen helfen kann.

[9:44] Retweet: "Und? Was kannst du dazu beitragen, daß diese Welt ruhiger, friedlicher und schöner wird?" "Ich nehme meine Medikamente."

[9:38] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1403.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

[22:22] Retweet: Glaubt ihr, dass ein Brokkoli manchmal einen Blumenkohl ansieht und denkt 'Oh nein, ein Geist'?

[22:14] Retweet: Hackfleisch kneten ist wie Tiere streicheln. Nur später. / Und wenn man es lang genug bei sich behält, kriegt es sogar wieder ein Fell.

[20:44] "Die Penny hat dich beatmet. Was heißt beatmet! Es gibt Länder, da wärt ihr von Rechts wegen verheiratet." (Soko Wien S09E10 - Ein ungelebtes Leben)

[13:35] Der verrückte Transhumanist droht Kommissarin Odenthal: "Nach meinem Eingriff werden Sie mit ganz wenig ganz doll zufrieden sein." (Tatort Maleficius / E1102)

[13:29] "Ich bin nicht hier für diesen Scheiß, um auf diesen Scheißdreck zu antworten. Und jetzt verschwinden Sie sofort, bitte!" Wenn ich mich unangehmen Fragen ausgesetzt sehen sollte, verwende ich fortan Handkes Erwiderung gegenüber Journalisten.

[13:18] Audio-Sammelsurium: Scheintodausstellung "Dead od alive? / Von Leben und Tod: Wie reden wir über das Sterben? / Christliche Literatur in der DDR.

[11:11] Retweet: Wer an Homöopathie glaubt, wichst auch in Spanien in den Atlantik, um seine Freundin zu schwängern, die in Hawaii zum Badeurlaub ist.

[11:10] Urlaub 13/13. Tage ohne Alkohol: 1402.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

[19:14] Wenn man in Verbindung mit Literatur so etwas wie Nationalstolz empfindet, dann ist man sowohl als Autor und Dichter als auch als Leser und Zuhörer fehl am Platz. (Christoph Ransmayr)

[13:07] Retweet: Ich habe viele Freunde an "Kinder kriegen" verloren.

[10:49] Retweet: "Wann lässt du deine Schlafstörungen behandeln?" "Ich habe in drei Wochen einen Termin bei der Spezialistin." "Also noch zweimal schlafen?"

[10:31] Retweet: Nächste Mal, wenn mich wer fragt, warum ich schon wieder zu spät bin: "Ich komme von Tolstoi, Homer... Frag mich das nie wieder!"

[7:11] Picdump: Keine Geduld / Nix Kalifat / Run for Happiness / Prokrastination / Krokodil & Schnecke / Pflanzenschicksale / Mein Leben (Symbolbild) / Zum Lyriker gehen / Schuberts Unvollendete / Ehegespräch / Gekreuzigt / Wirklich nur 1 Ticket? / Wenn Germanisten online daten / Wirf das Stöckchen! / Im Beichtstuhl / Smartphone auf dem "Thron" / Gegen Nazis demonstrieren / Wünsche / Calvin Klein / Einzelfall.

[7:00] Urlaub 12/13. Tage ohne Alkohol: 1401 = 57 Monate.

Dienstag, 15. Oktober 2019

[13:07] Retweet: Ich hasse es, wenn ich zwinkern muss, weil ich was im Auge habe und mir Feministinnen dann gratis mit Pfefferspray aushelfen.

[13:05] Retweet: Typischer Lebenslauf eines Kleidungsstückes: 2012: Vollzeitstelle im Außendienst / 2014: Teilzeitbeschäftigung / 2016: Homeoffice/vor allem abends und am Wochenende / 2017: Nachtschicht / 2018: Versetzung in die Malerabteilung / 2019: Putzstelle.

[11:40] Retweet: Wenn der Sandwichmaker ohne Gewalt zugeht, ist es kein Sandwich, sondern ein Crepe.

[9:37] Retweet: Würde gerne ein Doppelleben führen. Aber nicht nebeneinander, sondern hintereinander.

[9:36] Urlaub 11/13. Tage ohne Alkohol: 1400 = 200 Wochen.

Montag, 14. Oktober 2019

[18:11] Retweet: Mit Denken ist alles vielleichter.

[15:55] Retweet: Ich frag mich oft: Was machen die Leute mit den ganzen Nerven, die sie anderen Menschen rauben?

[9:25] Weil in dieser Woche bei Kaufland die Buitoni-Nudeln mit 57% rabattiert sind, kaufte ich, der ich sonst vom Markenwahn nicht berührt bin, diese, war allerdings ob der Viefalt an Nudelsorten überfordert und konnte auch mangels Brille das Kleingedruckte nicht entziffern. Aus diesem Grund gelang es mir auch nicht, die mit "integrale" bezeichneten Nudeln einzuordnen. Es sind Vollkornprodukte. Die Linguini sahen aus wie Spaghetti; den Unterschied zwischen Eliche und Fusilli begriff ich ebensowenig. Wenn ich's nicht genau weiß, zögere ich und greife dann doch wieder zum Althergebrachten, also zu Fusilli, Spaghetti und Penne Rigate, die durch Hausmarken in den Supermärkten auch brav abgedeckt und ubiquitär sind. Als Kind in der DDR gab es entweder Spirelli oder Makkaroni (damals einfach nur Röhrennudeln OHNE Wölbung) und Bandnudel für den Eintopf; Spaghetti war in unserer Familie unüblich.

[9:07] Elke Heidenreich hat nichts von ihrer Kraft verloren, mit Verve für das Lesen zu plädieren.

[8:45] Besonders zu sein ist heute nur gestattet, wenn alle gleich besonders sind. (Lisa Eckart)

[8:41] Urlaub 10/13. Tage ohne Alkohol: 1399.

Sonntag, 13. Oktober 2019

[20:44] Retweet: Man kann mein Leben mit einem Satz zusammenfassen: Das war jetzt SO nicht geplant."

[20:38] Retweet: Ich bin vielleicht nicht ganz so hübsch wie ihr, aber dafür habe ich vergessen, was ich sagen wollte."

[20:19] Retweet: Ich esse doch kein Bio-Fleisch! Ich bin alt! Ich brauche die Medikamente!

[19:39] "Das Boot ist geufert." "Gestrandet." "Deutsche verbessert gerne, ne?" "Das Übel liegt tiefer. Sie behalten gerne Recht." (Nord By Nordwest - Käpt'n Hook)

[19:10] "Ich habe von der Welt weiß Gott nicht viel gesehen." "So viel ist da auch nicht..." (Nord By Nordwest - Käpt'n Hook)

[18:57] Retweet: Titanic - ein Film, der im Gegensatz zum Schiff sehr gut in Amerika ankam.

[17:30] "Warum haben Sie nach dem Ort mit den wenigsten Menschen gesucht?" "Wenn man etwas nicht mag, dann ist einem weniger davon lieber." (Nord By Nordwest - Käpt'n Hook)

[11:03] Die Sparkasse Chemnitz landet einen Marketing-Coup, indem sie Kreditkarten mit dem Motiv des Nischels anbietet.

[10:48] Vor dem OLG Dresden wurde im Rahmen des Tages der europäischen Justiz ein hypothetischer Fall nach deutschem und tschechischem Recht verhandelt.

[9:50] Die drei Hormone LH, Östrogen, und Progesteron sollen durch Grün/Rot/Orange-Färbung mittels Kaugummi indiziert werden. Dieser Ovulationstest wird beforscht.

[8:30] Am liebsten würde ich ewig leben. Ich finde, der Tod ist die größte Frechheit, die man einem Menschen zumuten kann. (Christine Nöstlinger)

[8:14] Würde mich nicht wundern, wenn "Biodeutsche" Wort des Jahres würde.

[8:13] Urlaub 9/13. Tage ohne Alkohol: 1398.

Samstag, 12. Oktober 2019

[21:50] Retweet: Stille (Hörfassung).

[21:49] Retweet: Die meisten Kommentare überlasse ich meinen Augenbrauen.

[9:37] Retweet: Jetzt stellt euch mal vor, ich wäre auch noch sympathisch. Dann wäre hier aber was los.

[9:36] Retweet: Wenn Sie mir den Buckel runter rutschen, kratzen Sie mich mal zwischen L4 und L5, bitte.

[9:35] Handke muß, als der Anruf aus Stockholm kam, gemutmaßt haben, eventuell doch vom falschen Pilz gekostet zu haben.

[9:34] Retweet: Ich neige dazu, tendenziell immer das Gute im Menschen zu sehen, bis ich dann verstehe, dass ich ein bisschen doof bin.

[9:33] Urlaub 8/13. Tage ohne Alkohol: 1397.

Freitag, 11. Oktober 2019

[15:03] Urlaub 7/13. Tage ohne Alkohol: 1396.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

[10:18] Urlaub 6/13. Tage ohne Alkohol: 1395.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

[18:57] "Dafür bin ich '68 nicht zuhause geblieben... (Olaf Schubert)

[16:16] Aufstehen. Der Rest sind das im Prinzip Folgefehler.

[13:44] Verdächtiger: "Wir waren Freunde." Bukow: "Freunde wie Lolek und Bolek oder mehr so wie Tom und Jerry". (Polizeiruf 110 : Dunkler Zwilling)

[12:07] Im Kreutzer erschien anläßlich des Jahrestages der Umwälzungen von 1989/90 das Dossier "Die verlorene Revolution" (Links am Ende des Beitrages). "Die Tiefe der DDR" geht der Frage nach, warum der Osten braun wählt.

[11:43] In einem arte-Beitrag wurde das Wort "geistesverwandt" genannt und ich dachte parallel "geistesverbrannt".

[11:07] Urlaub 5/13. Tage ohne Alkohol: 1394.

Dienstag, 8. Oktober 2019

[10:01] Urlaub 4/13. Tage ohne Alkohol: 1393 = 199 Wochen.

Freitag, 4. Oktober 2019

[14:42] Retweet: "Ich möchte bitte eine Vermisstenanzeige aufgeben." "OK. Name?" "Boden." "Letzter bekannter Wohnort?" "Unter meinen Füßen."

[14:41] Retweet: Was weiß man eigentlich über Hechtsuppe, außer dass sie zieht?

[14:40] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 1389.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

[15:15] Als Trüffelschwein für potenziell Interessantes fand ich gestern in der Audiothek meines Lieblingssenders: "Katholiken im Eichsfeld: das Gallien der DDR". Auf dem Buchmarkt erscheint: "Rosenkranzkommunismus: Die SED-Diktatur und das katholische Milieu im Eichsfeld 1945-1989".

[12:55] Picdump: Genrewechsel / The Sound of Silence / Wenn du deine Symptome googlest / Der Wert von etwas / Arche Noah heute / Probleme intellektueller Paare / Statikprobleme / Merkzettel Träumen von ... / Mediale Befreiung / Zwei Arten von Büchersammler / Öffnungszeiten / Erziehungsratgeber Lesen Übergangsjacke / Shades of Grey - 40 Jahre später / Tourette / Entschuldigung, Bruder, ich hab's versucht. / Der letzte Anschiß / Holmes & Watson / Asche zu Asche / We forgot our reading glasses / Künstliche Intelligenz / 100 Jahre Bauhausschnecke / Komma Sutra / Kokain habe ich nie versucht.

[12:45] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1387.

Dienstag, 1. Oktober 2019

[11:05] Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 1386 = 198 Wochen.

Donnerstag, 26. September 2019

[16:31] Bahnansagen: "So, alle Türblockierer jetzt mal Handys raus und 'Lichtschranke' googlen!"

[16:23] Retweet: Schön, wenn man Menschen findet, deren Kopf den gleichen Innenarchitekten hatten.

[16:22] Retweet: Als Ironie verteilt wurde, stand der eine oder andere noch bei 'Wie meinst'n das jetzt?' an."

[9:25] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 1381.

Mittwoch, 25. September 2019

[16:53] "Griff, wir sind süchtig. Ein Fast wird es immer geben." (Remedy S01E07)

[16:47] "Ich nehme deine Geheimnisse mit in mein schon ausgehobenes Grab." (Remedy S01E07)

[10:11] Retweet: Manche Gespräche sind so zielführend wie zwei Tage Kreisverkehr.

[9:59] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 1380.

Dienstag, 24. September 2019

[9:34] Die Open Memory Box hält den DDR-Alltag fest. 415 Stunden 8mm-Schmalfilm von 148 DDR-Hobbyfilmern sind archiviert. Mehr dazu hier: Fazit (DLR), Kultur heute (DLR), Grünstreifen (DLF Nova), heute-journal.

[9:29] Ich halte ja gerne Randfakten, kuriose bzw. nebenständige Aspekte fest, die nicht in jedem Beitrag erwähnt werden, auf die man stößt und bei denen ich mir stets denke: DIE mußt du notieren... Der verstorbene Kosmonat Sigmund Jähn, bekanntlich erster Deutscher im All, war gleichzeitig der 90. Raumfahrer. Ebensowenig wußte ich, daß sich Jähn bei der harten Landung der Raumkapsel einen bleibenden Wirbelsäulenschaden zugezogen hatte.

[9:28] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 1379 = 197 Wochen.

Montag, 23. September 2019

[16:33] Paare, die an Tagen mit besonderem Datum geheiratet haben (zuletzt 19.9.2019, bald 20.2.2020) lassen sich zirka 34 Prozent häufiger scheiden als solche, die an stinknormalen Terminen heirateten.

[16:28] Nächtliche Bettenrunde zum Lagern der Patienten und zum Wechseln des Inkontinenzmaterials, die "Windelrunde". Ein Mann mit SEHR, SEHR nasser Windelhose antwortete ob unserer gespielten Verwunderung darüber: "Ich habe von Bier geträumt."

[16:22] Audio-Sammelsurium: Die hohe Kunst der Arschkriecherei.

[16:16] Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 1378.

Freitag, 20. September 2019

[10:57] Retweet: "Ihre Blutgruppe?" - "AfD negativ."

[10:56] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1375.

Donnerstag, 19. September 2019

[20:34] Retweet: Veni, Vidi, Violini. Ich kam, sah und - vergeigte.

[18:44] Retweet: Recherchen haben ergeben, daß manche Leute gar keine Lactose brauchen, um intolerant zu sein.

[18:38] Retweet: Als Gott mich schuf, ging er danach zum Teufel, und meinte: Das ist jetzt dein Problem!

[13:33] Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 1374.

Dienstag, 17. September 2019

[11:11] Freier Tag 2/4. Tage ohne Alkohol: 1372 = 196 Wochen.

Montag, 16. September 2019

[11:11] Freier Tag 1/4. Tage ohne Alkohol: 1371 = 56 Monate.

Donnerstag, 12. September 2019

[13:58] Hoppe als Grandseigneur: "Laß die Partei aus dem Spiel, diesen traurigen Verein." Man könnte denken, er meint die SPD.

[13:44] Die Faszination des Zeitkolorits in alten Filmen, speziell in Krimireihen wie Tatort oder Polizeiruf 110, erwähnte ich des öfteren. In den 90ern lief der Tatort "Parteifreunde" (E345) mit Rolf Hoppe, der im politischen Umfeld einer Partei spielt, die man nicht nennt und die immer nur "die Partei" heißt. Dafür werden aber mit dem Hinweis auf einen pädophilen Politiker Bilder nackter Jungen gezeigt, was heute undenkbar wäre.

[11:05] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 1367.

Mittwoch, 11. September 2019

[16:23] "Männer denken immer, alles drehe sich nur um sie. Und es strengt an, so zu tun, als hätten sie Recht." (Miss Marple S01E01 - Die Tote in der Bibliothek)

[16:21] "Sie hat eine erfrischend geringe Meinung von den Menschen." (Miss Marple S01E01 - Die Tote in der Bibliothek)

[14:44] "Wann war der Todeszeitpunkt?" "Zwischen 10 und 11.30 Uhr." "Geht es auch etwas genauer?" "Nicht vor 10 und nicht nach 11.30 Uhr." (Miss Marple S01E01 - Die Tote in der Bibliothek)

[12:22] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 1366.

Dienstag, 10. September 2019

[11:11] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 1365 = 195 Wochen.

Montag, 9. September 2019

[14:31] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 1364.

Sonntag, 8. September 2019

[16:47] Eine in ihrer Nachtaktivität kaum zu bändigende Patientin kommt mir ihrem Rollator angebraust: "Sind Sie Eisenbahner? Hier sind wohl insgesamt mehr Ärzte als Eisenbahner? Ich habe das nicht mitgekriegt, denn ich war längere Zeit krank." Einige Rollatorrunden später: "Wo finde ich die nächste Filiale der Sparda-Bank? Ich würde mir gleich ein Taxi dorthin nehmen." So ging das 8 Stunden ohne Pause munter weiter.

[16:44] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 1363.

Mittwoch, 4. September 2019

[16:11] "Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist."

[16:00] Urlaub 17/17. Tage ohne Alkohol: 1359.

Dienstag, 3. September 2019

[13:07] "Ich habe uns eine Spezialpizza für Fleischliebhaber mitgebracht." "Toll, gab's auch einen Defibrillator dazu?" (Private Eyes S02E05)

[12:42] Retweet: Es gibt gute Gründe, mit mir befreundet zu sein. Zum Beispiel wirkt man neben mir echt sympathisch.

[12:41] Retweet: E-Scooter-Verleih plus Zahnzusatzversicherung.

[12:40] Retweet: Das Tolle an Energiesparlampen ist ja, daß es 30 Minuten dauert, bis du weißt, ob ein Einbrecher oder deine Kindern vor dir stehen.

[12:39] Retweet: "Ich will heiraten und glücklich werden." "Ja, was denn nun?"

[12:38] Retweet: Bei Halbwissen fehlt meist die wichtige Hälfte.

[12:37] Retweet: Man muß Menschen einfach mal hassen, wie sie sind.

[12:36] Retweet: Niemand mag Menschen, die morgens direkt das große Licht anmachen.

[12:35] Retweet: Beziehungsstatus: Ich habe noch nicht einmal eine Laterne, mit der ich gehen könnte."

[12:34] "Bei Bedarf bitte Bürste benutzen!" - Alle Achtung. Astreine Alliteration!

[12:33] Urlaub 9/17. Tage ohne Alkohol: 1358 = 194 Wochen.

Samstag, 31. August 2019

[13:07] "Nennen Sie mir drei Tiere!" (...) "Das erste zeigt, wie man sich selbst sieht. Das zweite, wie andere einen sehen. Das Dritte, wie man selbst ist."

[12:11] Warum ist es der Wille der Menschen, ihr Leben so richtig zu versauen? (Vera - Ein ganz spezieller Fall S05E02)

[12:08] Urlaub 13/17. Tage ohne Alkohol: 1355.

Freitag, 30. August 2019

[10:00] Urlaub 12/17. Tage ohne Alkohol: 1354.

Dienstag, 27. August 2019

[9:00] Urlaub 9/17. Tage ohne Alkohol: 1351 = 193 Wochen.

Mittwoch, 21. August 2019

[9:30] Urlaub 3/17. Tage ohne Alkohol: 1345.

Dienstag, 20. August 2019

[11:33] Urlaub 2/17. Tage ohne Alkohol: 1344 = 192 Wochen.

Freitag, 16. August 2019

[20:01] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 1340 = 55 Monate.

Dienstag, 13. August 2019

[14:44] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 1337 = 191 Wochen.

Montag, 12. August 2019

[18:03] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 1336.

Sonntag, 11. August 2019

[18:03] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 1335.

Samstag, 10. August 2019

[18:03] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 1334.

Freitag, 9. August 2019

[18:03] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 1333.

Donnerstag, 8. August 2019

[19:00] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 1332.

Mittwoch, 7. August 2019

[16:20] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 1331.

Dienstag, 6. August 2019

[9:49] Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 1330 = 190 Wochen.

Montag, 5. August 2019

[15:12] Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 1329.

Sonntag, 4. August 2019

[18:30] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 1328.