Bücherlei Miszellen (60) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Freitag, 6. November 2020

[16:57] Wenn ich das im DLF richtig verstanden habe, darf das Repräsentantenhaus bei Uneinigkeit der Wahlmänner letztlich den Präsidenten selbst bestimmen. Trump könnte, so meinte der Kenner, schlimmstenfalls die Wahl so lange herauszögern, daß das eintritt.

[15:33] In einem spannenden Kulturzeit-Bericht über den Aufbau-Verlag den Begriff "Plusauflage" gehört. Aufbau erwarb für westdeutsche Bücher zwar Lizensen, druckte dann jedoch viel mehr Exemplare davon, durchaus ein Vielfaches des Vereinbarten.

[14:42] Retweet: "Also nachm Lockdown, um sechs Uhr abend!" (Jaroslav Hasek)

[14:41] Retweet: 2020 ist in den Geschichtsbüchern erst ab FSK18 zugänglich.

[14:36] Ich muß viel allein sein. Was ich geleistet habe, ist nur ein Erfolg des Alleinseins. (Franz Kafka)

[11:07] Immer wieder beachtlich, wie unrühmlich, dramatisch oder lächerlich Potentaten abgehen. Während sie vor kurzem noch im Glanze ihrer Macht unangreifbar schienen, zerbröselt das Imperium innert kürzester Zeit. Nero, Nicolae Ceausescu, Benito Mussolini, Hitler, Gaddafi usw. usf. Trump verliert gerade täglich Rückhalt. Wenn TV-Sender ihm den Saft abdrehen und Parteimitglieder sich endlich kritisch äußern...

[6:14] Wissenschaft als "aktuellste Form des Irrtums". (DeutschlandRadio)

[6:13] Urlaub 5/7. Tage ohne Alkohol: 1788.

Donnerstag, 5. November 2020

[23:00] Das Damengambit S01E01. Neue 7-teilige Miniserie um ein Waisenmädchen, die ihren Weg zur professionellen Schachspielerin geht, eine Coming-of-Age-Geschichte. Die Pilotfolge fixt mich stark an. Genau mein Ding.

[20:44] Die verblüffendste Meldung aus der Wissenschaft ist in dieser Wochen die Erkenntnis, daß das mit den Jägern (Männer!) und Sammlern (Frauen!) wenigstens für Amerika nicht hinhaut. Mindestens jeder dritte Jäger war eine Jägerin.

[19:25] Sammlung von Wörtern und Wendungen, die mich aufhorchen ließen: Ho-Chi-Minh-Pfad der Erkenntnis / anderswodeutsche Gerichte / Aplomb / Heckmeck.

[18:35] "Die gefährlichste Bestie im Dschungel: der verhinderte Schriftsteller." (Inspector Barnaby S06E04 - Das Haus des Satans)

[15:48] Merke: Dinge sofort notieren! Lag gestern im Bett, hörte etwas Deutschlandfunk-Audio, war zu faul, aufzustehen, um es mir aufzuschreiben bzw. aufzusprechen, wobei ich gerade merke, daß ich Idiot einfach nur ein Memo auf dem Smartphone hätte tippen müssen, welches auf dem Nachttisch lag. Einen anderen Fakt habe ich aber behalten, den ich in den Wissensnachrichten des DLF hörte. Die durchschnittliche Körpertemperatur des Menschen ist in den vergangenen 100 Jahren von 37°C auf 36,6°C gesunken. Erklärt werden kann dies nicht; man diskutiert Dinge wie bessere Ernährung, beheizte Wohnungen usw. Andererseits läßt sich der Effekt auch bei einem indigenen Stamm beobachten, der nicht über unsere mitteleuropäischen Annehmlichkeiten verfügt. Nachtrag: Als ich zum Mittagsschlaf, den ich mir im Urlaub unbedingt gönne, niedergelegt hatte, fiel mir das zweite Faktum ein. Tatsächlich unbekannt war mir, daß Erdgas zwecks Warnfunktion künstlich einen Geruch bekommt. (Odorierung).

[9:40] Retweet: "Hey Mercedes, mir ist kalt." Mercedes: "OK, ich erhöhe die Temperatur auf 25°C." "Hey Dacia, mir ist kalt." Dacia: "Mir auch."

[9:39] Retweet: "Kommst du noch auf ein Desinfektionsmittel zu mir hoch? Dann zeig ich dir meine Klopapiersammlung und meine Nudel!" - Flirten 2020.

[9:38] Retweet: Du bist erst dann dick, wenn dein Bauchnabel beim Hinsetzen pfeift.

[9:37] Retweet: Wenn Donald Trump einen Lügendetektortest macht, fällt im ganzen Land der Strom aus.

[9:36] Retweet: "Sie habe da eine Lücke im Lebenslauf!" "Das kann nicht sein, ich habe seit meiner Geburt ununterbrochen existiert."

[9:35] Retweet: Unsinn reden, essen, orientierungslos durch die Gegend laufen - ich wäre so ein guter Minion.

[9:34] Retweet: Norddeutsche Liebeserklärung: Mit dir ist es fast so schön wie allein.

[9:33] Retweet: "Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie gut arbeiten Sie im Team?" "Halt die Fresse und gib mir die Liste! Ich fülle das selbst aus."

[9:32] Retweet: "Ich bin auf 1-4 Pillen drauf und habe 1-4 Bitches im Haus." Franz, 85, genießt die Betreuung auf Station.

[9:31] Retweet: "Das Klo ist verstopft." "Ohne Scheiß?" "Leider nicht."

[9:30] "Das Schnitzel ist bei manchen leider das einzige, was über den Tellerrand schaut." (Lilli U. Kreßner)

[9:29] Retweet: Wenn ich mal vermisst werde, druckt mein Bild auf Weinflaschenetiketten und nicht auf Milchtüten. Meine Freunde finden mich dann eher.

[9:28] Retweet: Polizeibeamter: "Wo waren Sie zwischen 2 und 6?" "Im Kindergarten."

[9:27] "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht." "Schieß los!" "Wir werden uns einige Wochen nicht sehen." "Und die schlechte?"

[9:26] Retweet: "Was wollen wir heute machen?" "Aneinander vorbeireden wie immer?" "So warm ist es nun auch nicht." "Ich liebe Dich!" "Achtundzwanzig."

[9:22] Retweet: Mit einer Mücke auf der Stirn verdoppeln manche schon ihr Hirn.

[8:34] Urlaub 4/7. Tage ohne Alkohol: 1787.

Mittwoch, 4. November 2020

[17:35] Wenn in einer Serienfolge derselbe Klingelton wie bei unserem Stationstelefon ertönt, kriege ich stets nervöses Augenzucken.

[17:03] Bei der Kaltmamsell den wunderbaren Begriff "anderswodeutsche Gerichte" gelesen. Damit dürfte sie sich eine kleine Wortneuzusammenstellung geleistet haben.

[14:25] Retweet: In Germany we don't say "Ich muss weinen", we say "Ich hab Pipi in den Augen", because we are too fucking verklemmt, um zu unseren Tränen zu stehen, aber nicht, um aus den Augen zu urinieren and I think that's völlig bekloppt.

[14:23] Retweet: Können wir mal aufhören, nur in Risiken statt in Chancen zu denken? Die Bäume haben früher auch nicht rumgeheult: "Oh, Scheiße, die Blätter sind so schwer, mir bricht gleich der Ast ab. Was mache ich denn jetzt?" Die haben einfach den Herbst erfunden. So!

[14:20] Retweet: Treffen sich 2050 zwei Historiker. "Und - was ist ihr Fachgebiet?" "Mittelalter. Und Ihres?" "Das Jahr 2020." "Ah - welche Woche?"

[12:22] Audio-Sammelsurium (11): Zeitfragen: Wien - Metropole des Morbiden / Comedy: Witzfigur Trump / Die amerikanische Gesellschaft in der Literatur / Das Erdbeben von Lissabon / Bekenntnisse eines Thanatologen / Wissenschaft im Brennpunkt: Empathie / Sein und Streit: Corona in den USA / Essay & Diskurs: Über das menschliche Zeitverständnis / Quasselstrippe trifft Widerborst / Wochenendjournal: Gutes tun, aber warum? / Der Schlüssel zum Beziehungsglück / Lange Nacht der Zugehörigkeiten / Das US-Gesundheitssystem / Männer an der Macht - Bleibt alles, wie es ist? / Mediales Multitasking / Totenbretter und leere Gräber im Bayerischen Wald / Die Rhetorik rechter Christen / Wirtschaftliche Transformation und die Menschen / Visionen für die Stadt der Zukunft / 125 Jahre Kino / Streit ums Existenzminimum / Hinterlassenschaften - Vom Umgang mit Vorgefundenem / Philosophie - Hegel in 5-Minuten-Häppchen / Wissenschaft im Brennpunkt: Zweite Welle / Immer mehr hypersensible Kinder / Die Zeit in Zeiten von Corona.

[10:40] Seitdem ich heute aufgestanden bin, mied ich die von mir sonst sofort verwendeten Kanäle wie Radio, Twitter, Facebook und Internet, um zu vermeiden, etwas über die US-Wahl zu erfahren. Ich bin im Augenblick also noch völlig ahnunglos und genieße diesen Schwebezustand der Ungewißheit. Stattdessen sah ich eine Kulturzeit vom 6. Oktober, bin gerade veim Weltspiegel vom 5. Juli und werde nachher noch das ZDF-Kulturjournal aspekte von Ende Februar dranhängen - so weit bin ich im Rückstand.

[10:08] Die zehnjährige Vietnamesin Chung Anh malte im Lockdown zuhause mit Buntstifen. Fantastisch kunstvolle Bilder sind entstanden. Ich bin begeistert und gleichzeitig beschämt, denn während meiner stationären Psychotherapie haßte ich die Stunden, in denen wir malen und zeichnen sollten. Geist und Hände waren gehemmt und die Blockade löste sich in den 11 Wochen so gut wie nicht.

[8:38] Urlaub 3/7. Tage ohne Alkohol: 1786.

Dienstag, 3. November 2020

[20:44] Der ARD-SF-Thriller "Exit" sei wie ein deutsches Black Mirror. Endlich sah ich den Film und bin's zufrieden. Die Optik gefällt sehr. Die Frage des digitalen Weiterlebens wurde auch in Black Mirror aufgegriffen und hier mit einem Twist am Ende ordentlich in Szene gesetzt.

[16:28] Wenn zufällig ein Zug vorbeikäme, der mich in Richtung Bekanntheit und Prominenz transportierte, wüßte ich nicht, ob ich widerstehen könnte und nicht einstiege.

[14:43] Cartoons [=>14]: Gute-Nacht-Geschichte / Enjoy every moment / Vorurteile / Need a hand / Toll! / Bin ich schon sexy? / Sisyphos Home Work / Der Hl. Georg / Todesursache / Obzöne Gesten / Depressionsprosa / KOPFhörer / Zeugen Jehovas in Quarantäne / Wandfarbe für Depressive / Naschferatu / Wiederkehr der Wölfe / Querdenker / Mit dem Virus leben / Corona-Abendmahl / Luft-Versorgung / In der Hölle / Neugier / Zeit / Biershampoo / Jungbrunnen / In der Enge / Backaroma / Nur dumm / Frühstück im Bett / Du bist verrückt! / Bestätigungen - Bestattungen / Der Tod hortet mit / Karneval 2020 / Abgestandene Luft / Auf alle Viren / Zwei Kinder / Freunde? / Verwechslung / Hypochonder / Fucking Virus / RTW-Homeoffice / Rechtes Bein / Schöne Sünde / (Anti)Quariat / => Teil 13.

[10:32] Liste mit ungewöhnlichen Namen, die mir in Filmen, Serien oder TV-Berichten auffielen: Hanfried / Urte / Voxi / Annarös / Imelda / Iratxe / Okka / Uffa / Heimo / (Frauke) von der Haar (Was für ein Name!) / Heskel (hebräische Variante) / Benita / Erdmute / von der Aa / Reinherz / Metta / Joshard / Holk (friesische Koseform älterer Namen, die mit "Hold-" oder "Huld-" gebildet wurden = gnädig, dienstbar, treu) / Antraud / Efthymia / Arved von zur Mühlen / Altfrid / Gunhild.

[9:55] Mein Vater an seiner Drehmaschine im RAW Delitzsch.
dias073

[9:22] Retweet: Ist jemand schon wach und wie ist es dort?

[9:20] Retweet: "Du bist so ruhig." - "Ich resigniere."

[9:19] Retweet: Ich will nach Hause zu meinen Medikamenten.

[9:18] Retweet: Porree wurde erfunden, damit in Filmen etwas aus den Einkaufstüten gucken kann.

[9:17] Retweet: Wenn ein Politiker lächelt, halte ich immer instinktiv meine Brieftasche fest.

[9:16] Retweet: Hausmusik ist in Deutschland sehr beliebt: Ganz besonders das Trübsal blasen...

[9:15] Retweet: "Guten Tag. Einen Lockdown to go, bitte!" "Lockdown Light, Grande, Venti oder Deluxe?" "Light. Ohne Desinfektion und Maske bitte. Und mein Name ist Covidiot."

[9:14] Schon so konditioniert, daß ich, sobald irgendwo eine Meldung "Schüsse in..." kommt, alle Kanäle bis zum Folgetag meide.

[9:12] Urlaub 2/7. Tage ohne Alkohol: 1785 = 255 Wochen.

Montag, 2. November 2020

[20:20] Retweet: In meinem nächsten Leben werde ich Papierkram. Der bleibt immer liegen.

[20:16] Retweet: Achtung: zu wenig Schlaf kann euch vergeßlich machen. Oder im schlimmsten Fall sogar vergeßlich.

[20:15] Retweet: Ich will mich mit keinem 2. Haushalt treffen, der 1. nervt mich schon total!

[20:11] Retweet: Junger Assistenzarzt betritt das Stationszimmer und erklärt selbstherrlich dem Pflegeteam, was ihr Aufgabenbereich sei. Eva, 40 Jahre in der Pflege tätig: "Ich sag ja immer: Versuche nie einer alten Nutte das Ficken beizubringen. Aber was weiß ich schon."

[20:10] Retweet: In Malaysia imitieren Affen Menschen und wollen auch eine Maske tragen. In Deutschland sind es die Affen, die keine Maske tragen wollen.

[20:07] Retweet: Ich fress nur so viel, weil ich testen will, ob mein Geschmackssinn noch da ist. Sicher ist sicher.

[19:39] Retweet: Ich stand unter der Dusche und dachte "Ach, bei dem Regen fahr ich nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit!"

[8:48] Mein Englisch ist ja nicht so. Während des Abiturs wurde ich, der ich zu POS-Zeiten von Klasse 7 bis 10 Französisch hatte, durch die Grammatik gepeitscht. Logisch, daß ich so nur die Grundzüge der Sprache mitbekam und es später und bis heute vor allem am Wortschatz haperte. Eben durch das Radio geschnallt, daß es im Englischen die bibliomanisch anmutende Wendung "to be on the same page" gibt - "auf derselben Wellenlänge sein" oder "der gleichen Meinung sein". Gefällt mir sehr!

[7:25] Urlaub 1/7. Tage ohne Alkohol: 1784.

Sonntag, 1. November 2020

[11:03] Retweet: Mit der Autokorrektur stehe ich momentan auf Kriegsfurz.

[11:02] Retweet: Ein bißchen mehr Ernst täterätäte uns wirklich gut.

[10:18] Ich mußte schon proaktiv nach dem Ergebnis meines Corvidabstriches vom Montag forschen. Im Laborprogramm nichts zu finden. Gestern schließlich selbst im Labor angerufen und nach umständlichem Lavieren dann den Befund zugefaxt bekommen. Mit ortografisch falscher Namensangabe. Wenigstens negativer Befund, was nur vorübergehend beruhigend ist, weil wir momentan einen anderen Patienten mit C19-Verdacht auf Station liegen haben und wir nur mit einiger Überwindung dessen Zimmer aufsuchen.

[9:50] Ich entdecke die markante Stimme des Sängers Samuel T. Herring, Frontmann der US-amerikanischen Band Future Islands, die durch ihren 2014er Auftritt bei David Lettermann bekannt wurden. Was für eine Stimme! Man denkt an Joe Cocker oder Roger Chapman, die man immer sofort erkennen und heraushören würde. Wow!

[8:37] Vor Spätdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 1783.

Samstag, 31. Oktober 2020

[8:47] "Die Welt per Design und nicht per Desaster verändern." (Harald Welzer am 2. Oktober 2020 in der Kulturzeit)

[8:30] Vor Spätdienst 2/2. Vor Spätdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 1782. - Ich wurde bekniet, auch noch den Sonntag Spätdienst zu machen, so daß sich der Urlaub auf sieben Tage verkürzt und ich nunmehr nach dem gestrigen, heutigen und morgigen Spätdienst über 80 Überstunden haben werde.

Freitag, 30. Oktober 2020

[11:33] Im Deutschlandradio Nova gibt es eine ganze Sendereihe zur Achtsamkeit.

[10:37] Übrigens springe ich aufgrund des hohen Krankenstandes morgen erneut ein und hänge an den heutigen Spätdienst einen zweiten dran, wodurch sich aber der kleine Urlaub von neun auf acht Tage verkürzt und sich das Arbeitszeitkonto, wenn ich richtig gerechnet habe, dann wohl auf +73 Stunden beläuft.

[9:16] "Was bedeutet Deutschsein? Wir alle haben Angst, daß uns etwas weggenommen wird, wenn etwa dazu kommt." (Sara Lesch)

[8:44] Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 1781.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

[12:16] "In einer Autopsie haben wir den Luxus, tief graben zu können." (Atlanta Medical S02E14)

[11:44] Ein Bild aus einer Wuppertaler Klinik sorgt gerade für Aufregung. Geriatrie ist meist eine harte Sache. Für Laien mögen diese Bilder schockierend sein. Doch wenn die Inkompliance dementer, hochgradig sturzgefährdeter Patienten mit Hinlauftendenz überhand nimmt und der Schaden absehbar ist, dann ist "bodennahe" Pflege mitunter unabdingbar.

[10:04] Der einzelne Urlaubstag, der im Tagesstatus steht, nennt sich Zusatzurlaub, der aus dem Anspruch auf - neben dem Grundurlaub von 30 Tagen - bis zu 5 Tage weiteren Urlaub erwächst, je nach geleisteter Wechselschicht während des Arbeitsjahres, also der Anzahl der Spät- und Nachtdienste. Dieser Zusatzurlaub wird sporadisch vergeben und darf streng genommen nicht verplant werden, sondern wird vereinzelt gegeben und maximal an einen freien Tag gehängt.

[9:50] Urlaub 1/1. Tage ohne Alkohol: 1780.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

[22:55] Ich war in meinem Leben nur auf wenigen großen Konzerten. Aber hier bei BAP 1991 auf der Leipziger Festwiese war ich.

[21:07] Retweet: "Kauft Blumen für das Seelenheil, nicht Klopapier für's Hinterteil!"

[17:40] "Geeint stehen wir, zerstritten fallen wir." (Lucious Spiller)

[16:47] Retweet: "Zwei Pakistani haben mir den Kinderwagen die Treppe hochgetragen." "Da sieht man's! Wären sie gut integriert, hätten sie das nie getan!"

[16:46] Retweet: Ich würde gerne mal hören, wie die vier Klavierstücke, die mein Nachbar seit Jahren übt, wirklich klingen sollen.

[16:45] Retweet: "Wir haben uns hier versammelt, um Dir ein letztes 'Lebewohl' zuzurufen." - Wenn Pfarrer am Pfandautomaten ihr Leergut zurückgeben.

[16:44] Retweet: Menschen, die von einer flachen Erde überzeugt sind, finden Sie heute rund um den Erdball.

[16:43] Retweet: Bald sind die Corona-Hotspots flächendeckender als das Mobilfunknetz.

[16:42] Retweet: Stellt euch vor, ihr lasst extra eine Dornenhecke um euer Schloss wachsen, damit ihr in Ruhe schlafen könnt und dann kommt ein übermotivierter Prinz und versaut alles.

[16:41] Retweet: Die vier Jahreszeiten im Supermarkt: - "Was, schon Osterhasen?" / - "Fuck, kein Klopapier!" / - "Was, schon Lebkuchen?" / - "Fuck, schon wieder kein Klopapier!"

[16:40] Retweet: "Du siehst besser aus, wenn Du keine Brille trägst". "Danke, du siehst auch besser aus, wenn ich keine Brille trage".

[15:37] Retweet: "Wie nennt man jemanden, der DIN A4 Seiten scannt?" "Keine Ahnung." "Skandinavier."

[15:36] Retweet: Wir haben alle einen Dachschaden, die Frage ist nur, bei wem es schon rein regnet.

[15:35] Retweet: Wenn man bei Eminem den Ton abstellt, sieht er aus, als würde er jemandem einen extrem komplizierten Weg erklären.

[15:34] Retweet: Es gibt so Leute, da denke ich mir im Gespräch plötzlich: Ach guck mal, die Evolution macht auch mal Pause.

[15:33] Retweet: "Ich liebe dein Parfüm. Wie heißt es?" "Tester."

[15:33] Retweet: Vorstellungsgespräch / Chef: "Was tun Sie da?" / Ich: "Ich entferne den Radiergummi vom Bleistift." / Chef: "Das sehe ich, aber warum tun Sie das?" / Ich: sehe ihm tief in die Augen "Weil ich nie Fehler mache!"

[15:32] Retweet: Meine Freundin hat mich gefragt, was ich mir von ihr wünsche. Antwort: Ausziehen! - Jetzt ist sie nackt, aber immer noch hier.

[15:31] Retweet: Man kann gegen 2020 sagen, was man will. Aber wenigstens die Reihenfolge der Monate wurde bisher eingehalten.

[15:30] Retweet: Habe gerade den Gummiring vom Wasserhahn ausgetauscht. Reimt sich nicht, aber es dichtet.

[15:29] Retweet: Aufgrund des Mangels an Thermometern in Apotheken bei Verdacht auf Fieber empfiehlt das Gesundheitsministerium, 3 trockene Maiskörner in den Arsch zu stecken. Wenn Popcorn herauskommt, rufen Sie einen Krankenwagen.

[15:28] Retweet: "Mein Körper ist ein himmlischer Tempel, der von Gott erbaut wurde." "Ich wußte gar nicht, daß Gott auch Sitzsäcke erschaffen hat."

[15:27] Retweet: Da willste raus in die Sonne, da kriegste das Sofa nicht durch die Tür.

[15:27] Retweet: Gilt Schleudertrauma vom Kopfschütteln am Arbeitsplatz eigentlich als Arbeitsunfall?

[15:26] "Wenn man sich für Kunst interessiert, ist Architektur gleich daneben." (Rafael Jablonka)

[15:25] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/1. Tage ohne Alkohol: 1779.

Dienstag, 27. Oktober 2020

[18:08] 6. Schicht. Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 1778 = 254 Wochen.

Montag, 26. Oktober 2020

[16:49] Seitdem ich weiß, daß ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag direkten Kontakt mit einem coronainfizierten Patienten hatte, kratzt es freilich fies im Hals. Heute Abend muß ich einen Abstrich machen und Daten erheben lassen, damit alles seinen sozialistischen Gang geht. Der Patient wurde gestern umgehendst auf die Infektionsstation verlegt. Ich hoffe, mich nicht angesteckt zu haben; die kommenden Tage werden es zeigen. Noch zwei Nachtdienste zu absolvieren.

[16:15] 5. Schicht. Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 1777.

Sonntag, 25. Oktober 2020

[20:00] Retweet: Manchmal würde ich gerne meiner sich schminkenden Freundin zurufen: "So, Stifte weg, Zeit ist rum. Abgabe!"

[19:14] Retweet: Der individuelle Dachschaden ist egal, wenn zwei den gleichen Innenarchitekten haben.

[19:13] Retweet: "Bei Gottesdiensten von Freikirchen kommt es zu Masseninfektionen, weil die Gemeindemitglieder keine Maske tragen und nicht an das Corona-Virus glauben." Da infizieren sich Leute, die an etwas glauben, was es nicht gibt, mit etwas, das es gibt, an das sie nicht glauben.

[19:12] Retweet: Sorry, aber zweite Corona Welle im Winter geht leider nicht, da ist es um 21 Uhr zu kalt um auf dem Balkon zu klatschen.

[19:11] Retweet: Im englischsprachigen Raum hat eine Katze 9 Leben. In Deutschland sind es wahrscheinlich genauso viele, aber nach Abzug der Steuern bleiben nur 7 übrig.

[19:10] Retweet: Gibt es schon irgendwo einen Adventskalender mit 24 verschiedenen Masken?

[19:09] Retweet: Scheiß auf Sperrstunde, ich lese heimlich unter der Bettdecke weiter!

[19:08] Retweet: Wenn ich mir die Menschheit derzeit so ansehe, habe ich das Gefühl, wir sind die Sorte Affe, die von den Bäumen gefallen ist und zu dumm war wieder hochzuklettern.

[19:07] Retweet: Nachdem ich fünf französische Backwaren gegessen habe, ist mir furchtbar schlecht. Ich kann mir das nicht eclairen.

[16:52] Mein latent schlechtes Gewissen vom Donnerstag konnte ich mehr als wett machen, indem ich es mir gefallen lasse, am Dienstag einen vierten Nachtdienst angehängt zu bekommen, wodurch ein freier Tag wegfällt. Das ergibt zusammen 6 Dienste am Stück. So viele Schichten habe ich seit sehr langer Zeit nicht mehr hintereinander geschoben. Das Zeitkonto wird dann 65 Überstunden verbuchen. Gnädigerweise war der erste Nachtdienst bis auf den holprigen Beginn erträglich. Holprig insofern, als neben einem erwarteten Zugang mit pflegerischem Aufwand (Immobilität, Inkompliance), einem Patienten mit Durchfall, der das halbe Zimmer schmückte, uns eine weitere neue Patientin mit einer fraglichen Pilzintoxikation beschäftigte, weil wir mit zwei Medikamenten beschäftigt waren, die erst besorgt werden und in deren Handhabung wir uns einlesen mußten. Jedenfalls weiß ich jetzt, daß Ultracarbon Medizinsche Kohle ist und offenbar ziemlich eklig schmeckt. Manche Pilzvergiftungen treten - nach einem symptomarmen/losen Beginn - zeitverzögert in Erscheinung, weswegen eine stationäre Überwachung unbedingt erforderlich ist.

[16:25] 4. Schicht. Vor Nachtdienst 2/3 Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 1776.

Samstag, 24. Oktober 2020

[16:22] Audio-Sammelsurium (10): / Lange Nacht über Besatzungskinder in Deutschland nach 1945´/ Clemens Setz über Plansprachen / Über Vorurteile (Gesprächsrunde) / Die unendliche Geschichte des BER / Assistierter Suizid / Deutsche Digitale Bibliothek stößt an ihre Grenzen / Kreativ durch Achtsamkeit / Spanische Grippe versus Corona / Sterbehilfe - Interview mit Ingrid Matthäus-Maier / Kulturgeschichte des Lichts / Gutes Sterben? - Aller Ende ist schwer / Recht auf Suizid: Keine Sterbehilfe / Fake-Juden / Sein und Streit: Vier Denkerinnen, die das 20. Jhd. prägten / Sein und Streit: Medizin und Ethik des Alleinseins / Sein und Streit: Liberalismus neu denken / Hörsaal: Geschichte des Rechtsterrorismus / Hörsaal: Bedeutung von Tod ohne Gott und Religion / Die USA im Jahr 2020 / Interview mit Monika Maron / Hörsaal: Krankheit - das Fehlen von Gesundheit / "Wie wir lernen, uns wieder körpergerecht zu bewegen" - Podcast über Bewegungsintelligenz / "Wir sind das Fleisch" - Ein Essay über Fleischverzicht von Jan Brandt.

[10:52] Nach gerade einmal zwei Spätdiensten bin ich dermaßen gerädert, daß ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve hänge. Mein ganzer Körper schmerzt, die Laune und die Konzentration sind im Keller. Der Gedanke, heute Abend zur Nachtschicht zu müssen, vergrätzt mir den ganzen Tag. Außerdem rückblickend auf den gestrigen Dienst ein mulmiges Gefühl, in all der Hektik, in dem Trubel etwas Wesentliches vergessen oder falsch gemacht zu haben, anderen im Streß Unrecht getan zu haben, das Glück der anderen be- oder gar VERhindert zu haben. Nicht nur ein physischer, sondern ein quälender seelischer Muskelkater, der mich unruhig und rastlos sein läßt. Diese Arbeit auf dieser Station ist veheerend, ich bin ihr nicht so gewachsen, wie es nötig wäre, damit ich und die anderen überleben oder gut davon kommen.

[9:44] 3. Schicht. Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1775.

Freitag, 23. Oktober 2020

[11:11] Der Autor von Käuzchenkuhle (moderne Ausgabe), Horst Beseler, ist gestorben. Kennt jeder, der in der DDR zur Schule ging. Den Film allerdings erinnere ich mich nicht gesehen zu haben. Überhaupt offenbar das große Sterben alter DDR-Schriftsteller. Guntram Vesper (Frohburg) gestern, Günter de Bruyn Anfang Oktober. Und Monika Maron wird von ihrem Hausverlag S. Fischer vor die Tür gesetzt - auch eine Art Sterben. Herbst, Vergänglichkeit, Melancholie. Das einzig Voraussehbare und durchweg Konstante ist die pflegerische Arbeit auf Station. Durchweg hart bis an die Grenze des Erträglichen. Dauerhaft schädigend und ungesund. Das glaubt mir keiner da draußen, was hier abgeht.

[10:02] Den Jahrhundertroman Ulysses gibt es auch als Graphic Novel.

[9:47] 2. Schicht. Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 1774.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

[11:11] Auf Kabel 1 gibt es die Sendereihe "Die Klinik - Ärzte, Helfer, Diagnosen", die zurzeit (3. Staffel) aus unserem Klinikum sendet. Am 15. Oktober wurde live aus unserer ZNA (Zentrale Notaufnahme) berichtet. Am heutigen Abend um 20.15 Uhr eine Folge aus Handchirurgie und Geburtsstation, nächsten Donnerstag wohl aus dem seit 1998 bestehenden Schwerbrandverletztenzentrum. Das Servicepersonal soll ebenso zu Wort kommen. Ich behalte Berichte und Videos im Auge und werde fortlaufend ergänzen...

[9:51] Von uns Pflegekräften wird allseitige Einsatzfreude erwartet, nicht nur, wenn wir uns im regulären Dienst auf Station befinden, sondern auch, wenn wir frei haben und das Telefon klingelt oder What's App scheppert und man gebeten wird, einzuspringen oder einen anderen Dienst als geplant zu übernehmen. Gestern am einzigen und zudem noch einzelnen freien Tag in der laufenden Woche wurde ich mehrfach mit der Bitte angefunkt, heute zuungusten des Spätdienstes einen Frühdienst zu übernehmen, den von den vier möglichen Diensten gehaßtesten. Juristisch bin ich nicht gezwungen zu reagieren, so daß ich dieses Recht in Anspruch nahm, weil ich, der mir mit noch 32 Stunden Wochenarbeitszeit eigentlich 3 freie Tage pro Woche zustehen, es als Zumutung empfinde, einzelne Tage frei machen zu müssen. Als Nichteinverständnisbekundung und Replik auf die von mir als unverschämt empfundene Desideration gestern mein Schweigen und trotzdem, weil man letztlich eben doch als braves Pflegeschaf konditioniert ist, ein schlechtes Gewissen.

[7:32] 1. Schicht. Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 1773.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

[8:21] Freier Tag 1/1. Tage ohne Alkohol: 1772.

Dienstag, 20. Oktober 2020

[17:00] Nach Frühdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 1771 = 253 Wochen.

Montag, 19. Oktober 2020

[19:30] Retweet: Die vier Jahreszeiten im Supermarkt: - "Was, schon Osterhasen!?" / - "Fuck, kein Klopapier!?" / - "Was, schon Lebkuchen!?" / - "Fuck, schon wieder kein Klopapier!"

[15:40] Nach Frühdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 1770.

Sonntag, 18. Oktober 2020

[15:55] Gedankenexperiment, was man täte, wenn man 1000.- Euro monatlich bekäme. Ich schrieb: "Sofortigst kündigen. Der Station beide Mittelfinger zeigen. Brauche als Minimalist nur 700.- im Monat. Von den restlichen 300.- dann mehr ins Kino, Oper, Konzerte."

[14:33] Falls die Frage, wie Babys entstehen, noch offen sein sollte.

[13:41] Retweet: "Ist das das Seminar für unterschwellige Beleidigungen"? "Ja, nehmen Sie sich 2 Stühle und setzen sich dazu"!

[10:22] Heute begegneten mir diese Wörter, die ich lange nicht mehr hörte: Aplomb und Heckmeck. Mit Aplomp widersetzte ich mich diesem Heckmeck.

[8:44] Urlaub 9/9. Tage ohne Alkohol: 1769.

Samstag, 17. Oktober 2020

[22:22] Cartoons [=>13]<7a>: Süßspeise auf Bestatterkongreß / Cat-Corona-Hamstern / Schlafstudie / Augmented Reality / Homeoffice für Drachen / Coronasuppe / Selbsthilfegruppe für Eigenbrötler / Baum-Straßenschild / Pillen gegen Streß / Freies Klopapier / Vorausplanung / Entwicklung / Intelligente Fahrsysteme / Notdurft mit Tüte / Einer freut sich / Vorstellung / Fabel-haft! / Gästeregistrierung / Gewichtsverlust / Saufen für die Wirtschaft / Günstige Wohnung / Budgetkürzung / Altersbuckel / Letzte Warnung / Sperrstundenkater / Am Himmelstor / Autorenlesung / Ritterliche Rettung / Blut-Schach / Gewohnheiten / Ja-Nein / Deutsche Flagge / Come in Peace / Gewiß ein Narziß / Achäologische Mutmaßung / Miese Bewertung / Bücherbänke / Direkter Kontakt / Ne nice to fat people / Stonehenge / Zebra / Beherbergungsverbot / Branchentrauer / Toten?kopf / Der Tod spart mit / Maskiert / => Teil 12.

[21:19] Retweet: Muss zurück! Hab was in meiner Kindheit vergessen!

[21:17] Retweet: Mehr An - und Abstand. Das wärs eigentlich fürs Erste.

[21:16] Retweet: Habe gerade die Entspannungsübungs-CD zerbrochen.

[16:36] Die BBC-Dokumentation Obesity: The Post Mortem zeigt die Obduktion einer sehr adipösen Frau, um auf die Problematik der Fettleibigkeit aufmerksam zu machen. Wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich schockierend. Zum einen, daß überhaupt eine Autopsie gezeigt wird; zum anderen die Dimensionen der Adipositas. Pikanterweise ist der Pathologe im Film selbst übergewichtig. Sein Doppelkinn schwabbelt bedenklich, während er sich sich über die überdimensionierten Organe wie vor allem die Fettleber echauffiert.

[12:04] Retweet: Erzähle deine Probleme nie allen. 80% sind sie egal und die anderen 20% sind froh, daß du sie hast.

[12:03] Retweet: Viel zu viele fröhliche Menschen hier. Geht euch mal wiegen!

[10:50] Viele, viele Zahlen zu Corona, u.a. auch die freien & belegten ITS-Betten und die beatmeten Patienten nach Bundesländern.

[10:43] Retweet: Welche Art von Trottel seid ihr? a) Beim Wasserkochen vergessen, dass man einen Tee macht. / b) Beim Tee ziehen lassen vergessen, dass man einen Tee macht. / c) Beim Tee auskühlen lassen vergessen, dass man einen Tee macht.

[10:17] Maximillian Buddenbohm ist ein Beobachter. In großen Teilen seines Weblogs schildert er Beobachtungen, Szenen, Dialoge aus seinem Alltag als Vater, Flaneur, Büroarbeiter, Gartenbesitzer, Autor. Seinen humorvollen, menschenfreundlichen Ton, seine Neugier bewundere ich. Er ist wie ich Jahrgang 1966, Vater zweier Söhne. Aus seiner Beobachtungs- und Schreibfreude erwuchsen mehrere Bücher: "Zwei, drei, vier. Wie ich eine Familie wurde", "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein. Eine Strandjugend", "Das Rosinenbrötchen oder es ist alles nur eine Phase", "Marmelade im Zonenrandgebiet. Geschichten übers Erwachsenwerden" und "Das Rosinenbrötchen. Meine Familie, das Chaos und ich". Wie er herumgeht, Dinge aufschnappt, sie humorvoll in seinem Blog ausbreitet, so ähnlich sammle ich. Freude an Witzigem, Kuriosem, Erstaunlichem, Wissenswertem läßt mein Herz hüpfen und sofort immer auch den Wunsch hochkochen, den Fund anderen mitzuteilen. Wie Maximillian stoße, ja stolpere ich auf Sprache, deren Merkwürdigkeit oder Besonderheit mir notierens-, erzählens- und behaltenswert erscheint. Im September nahm er sich "Spaßvergnügen" vor; ich lese den Blogeintrag nach. Ich spiele mit dem Gedanken, neben Links zu Musikvideos, seltenen Vor/Zunamen, Cartoons, Tweets, Medienlinks wie er nun auch Wörter zu "sammeln".

[9:14] Retweet: Ganz Berlin könnte innerhalb eines Tages auf Covid getestet werden, wenn eine ALDI-Kassiererin an der Teststation arbeiten würde.

[8:57] Retweet: "Wir appellieren an die Vernunft der Bevölkerung." - Den Rest habe ich vor Lachen leider nicht mehr verstanden.

[8:56] Retweet: Ob sich die Pestgegner damals auch entgegen päpstlicher Anweisung morgensternschwingend vor dem Burggraben versammelten, weil ein verrückt gewordener Minnesänger dazu aufrief, für ihre Freiheit zu demonstrieren, weiterhin auf dem Marktplatz zu defäkieren und Ratten abzulecken?

[8:55] Retweet: Lockdown ist erst, wenns den Premium Account bei Pornhub wieder kostenlos gibt!

[8:51] Urlaub 8/9. Tage ohne Alkohol: 1768.

Freitag, 16. Oktober 2020

[20:29] AC/DC mit neuem Album, neuer Tour, altem Frontmann Brian Johnson und erstem Song "Shot in the Dark".

[18:29] Menschen mit der Blutgruppe 0 bekommen weniger Corvid 19. Ratet mal, welche BG ich habe!

[17:57] "Echte Polemik nimmt ein Buch sich so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet." (Walter Benjamin)

[17:56] Retweet: "Wenn ich dich mag, merkst du das." "Ich merke nichts". "Sag ich doch."

[17:55] Retweet: Für Abwechslung im Sexleben empfehle ich glatte Satinbettwäsche. Ich bin da in Stellungen gerutscht, die ich nie für möglich gehalten hätte.

[17:54] Retweet: Ich bin noch etwas unsicher, wo genau ich lecken muß, damit es einem auch gehört.

[17:53] Retweet: In Japan werden kaputte Gegenstände oft mit Gold repariert. Die Bruchstelle wird als ein einzigartiges Stück der Objektgeschichte angesehen, die seine Schönheit noch verstärkt. Denke daran, wenn du dich gebrochen fühlst.

[17:52] Retweet: Ich sitze in meinem Zimmer und höre jemanden durch das offene Fenster Klavier spielen. Es ist wunderschön. - Aber nun mal im Ernst. Es ist Sonntag, ich bin deutsch und ich werde jetzt die Polizei rufen.

[17:51] Retweet: Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin, daß man meine Gedanken nicht hören kann. Ich wäre sehr arbeitslos und noch mehr im Gefängnis.

[13:15] Retweet: Dino, der alles sofort erledigt: Prontosaurier.

[12:08] Retweet: Die 5 Phasen beim 1. Date: 1. Hallo / 2. Pommes bitte / 3. Sehe ich anders / 4. Wir zahlen getrennt / 5. Mach's gut!

[12:06] Retweet: Auf Facebook ist man mit den Leuten "befreundet", mit denen man zur Schule ging. Auf Twitter folgt man den Leuten, mit denen man gerne zur Schule gegangen wäre.

[12:05] Retweet: Hier war gerade einer im Radio, der sagte zu den neuen Corona-Auflagen: "Ich WILL aber mehr als 10 Gäste zu meinem Geburtstag und ich WILL auch mehr als 10 Gäste an Silvester" und für einen Drejährigen hatte der eine echt tiefe Stimme.

[12:04] Retweet: Grippewelle 2017/2018, laut RKI "die schwerste Grippewelle seit 30 Jahren": europaweit 152.000 Todesopfer. COVID19, laut einzelner Kommentatoren "nicht schlimmer als eine saisonale Grippe": europaweit aktuell 234.000 Todesopfer (Stand 15.10.)

[12:02] Retweet: "Schatz, die Regierung hat gesagt man soll seine Kontakte halbieren." - "LEG SOFORT DAS MESSER WEG!"

[12:01] Retweet: [Zur Melodie des Geier-Sturzflug-Songs] - Wenn früh am morgen der Respirator dröhnt / & der Patient beim Abstrich schmerzvoll stöhnt / auf Intensivstation die Neonsonne strahlt / & der Maskengegner mit Gegen-Maske-Unsinn prahlt / Ja dann werden wieder die Hände desinfiziert / Weil Eigenverantwortung leider null funktioniert.

[12:00] Retweet: Söder: "Die nächsten Wochen sind entscheidend, ob wir ein entspanntes Weihnachtsfest feiern können." - Was zur Hölle ist ein entspanntes Weihnachtsfest?

[11:55] Ein auch für mich aufschlußreicher Thread über intensivmedizinische Maßnahmen bis hin zur Beatmung (nicht nur bei C19-Patienten). Die Videos, wie man sich fehlerfrei Isolationskleidung anzieht, wie dem Patienten eine NIV-Maske angelegt oder wie er intubiert wird, brachten auch mir als Krankenpfleger noch einen Zugewinn an Wissen und Verständnis. Beispielsweise habe ich weder eine Helm-Beatmung noch den Transfer eines Patienten in die Bauchlage gesehen.

[8:00] Retweet: Mein bevorzugter Standort ist der Schlauch!

[6:06] Urlaub 7/9. Tage ohne Alkohol: 1767 = 69 Monate.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

[18:00] Mein Sosein (be)treffende, mich berührende, aufwühlende oder zum Lachen veranlassende Cartoons und Kurzvideos: Mein Leben (Symbolbild 2) / Wenn ich irgendwohin soll, aber keine Lust habe / Meine Schizoide Persönlichkeit (Symbolbild) / Mein Leben (Symbolvideo) / Der Sinn des Lebens / 2020... und überhaupt / Bist du fit für den Nachtdienst? / Glockenspiel der Krankenpflege / Bedröppelt im Spätdienst.

[16:00] Zu den Folgen bzw. Symptomen meiner Erledigungsblockade gehört das Letterbox-Sydrom, die Unfähigkeit, regelmäßig und zeitnah Briefe zu öffnen. Stattdessen lasse ich sie monatelang ungeöffnet liegen, bis selbst mir der Stapel zu hoch und es unumgänglich ist, die Inhalte zu sichten. Gerade gestern einen Brief meines Arbeitgebers bekommen, von dem ich vermute, daß er eine Antwort auf meinen Antrag auf Arbeitszeitverkürzung ab Januar 2021 enthält. Ich stellte ihn vor Wochen, weil ich endlich von 32 auf 24 Wochenstunden downsizen möchte, wodurch ich dann wöchentlich über vier freie Tage verfügte und nur noch drei Arbeitstage hätte. Als ich vorhin mehrere Briefe öffnete, waren auch zwei Aufforderungen der Krankenkasse dabei, einen Unfall-Fragebogen auszufüllen, der in Zusammenhang mit der Schnittverletzung am rechten Zeigefinger am 15. August steht. Ihn konnte ich glücklicherweise online nachholen. Bei der übrigen, unbedenklichen Post handelt es sich um Infomaterial, Gehaltsmitteilungen, Renten- und Rentenversicherungsbescheide. Die Erledigungsblockade, landläufig und mit weniger pathologischem Impetus Prokrastination genannt, macht mir seit vielen, vielen Jahren zu schaffen und verschlimmerte sich peu a peu. Die Wohnung ist versifft, weil ich mich nicht durchringen kann, sie zu säubern. Gestern passierte ein Malheur, als eine gefrorene PET-Flasche in der Küche explodierte, und sich 1,25 l Colastückchen an Tapete, Türen, Fenstern und ALLEM Interieur verteilte und ich gezwungen war, notdürftig Reinigungsmaßnahmen durchzuführen, weil sich die auftauenden Stücke überall zu Lachen und Pfützen gebildet und mit dem durch die unterlassene Säuberung des Zimmer während der letzten 9 Monate angesammelten Dreck vermischt hatten. Eine beschämende Situation und ein Tiefpunkt der Aufschieberitis. - Ich kann schwer Termine einhalten, gehe nicht ans Telefon, gucke dann hinterher bei der Fritz-Box nach, ob es eine Telefonnummer war, die möglicherweise lebenswichtig wäre. Es ist schlimm, dramatisch und läßt mich unsäglich leiden. Solch eine Erledigungsblockade ist Teil der Antriebsarmut, die wiederum Wirkung der Depression ist, die wiederum... Ach. Ein Graus, eine Überwindung, sich jeden Morgen dem Wust, den Bergen an Unerledigtem gegenüber zu sehen und unfähig zu sein, etwas daran zu ändern. Kein gesunder Mensch begreift das. Und mein Psychotherapeut ist in weite Ferne gerückt, nachdem ich vor drei Wochen eine Therapiestunde verbummelte und mich seither schäme und nicht in der Lage bin, ihn anzurufen, mich zu entschuldigen und einfach nachzufragen, ob und wie es weitergehen könnte mit der Therapie.

[14:05] "Wenn sich die Sapiens in Sicherheit fühlen, sind sie die nettesten Menschen überhaupt. Und dennoch, füttere ihre innere Dämonen, ängstige sie, nenne ihnen Gründe, um sich vom Andersartigen abzugrenzen, und schon werden genau diesselben Sapiens Bomben über ganze Städte abwerfen, mit Flugzeugen in riesige Gebäude fliegen und, ohne mit der Wimper zu zucken, Millionen der ihrigen in Gaskammern treiben." (Sense8 S02E05)

[8:25] Der Schriftsteller Martin Gross zog unmittelbar nach der Wende Anfang 1990 nach Dresden, um den Umbruch hautnah mitzuerleben und zu dokumentieren. Sein daraus entstandenes, 1992 im Berliner Basis-Druck-Verlag erschienenes Buch "Das letzte Jahr" war vergessen, bis viele seiner Niederschriften 2019 in dem Materialband "Das Jahr 1990 freilegen. Remontage der Zeit" (Perlentaucher) publiziert wurden. In einem Interview (mp3) schildert Martin Gross seine damaligen Beweggründe und manche Begebenheit. Mir war dieses Buch völlig unbekannt und erweckt mein Interesse, weil ein Westdeutscher in freiwilliger Zeitzeugenschaft sehr nah am Puls der Veränderungen in den Monaten nach der politischen Wende war.

[4:22] "Sie war ein bißchen zu widerborstig, um allseits beliebt zu sein." (Mord auf Shetland S02E01 - Nacht der Raben)

[4:00] Urlaub 6/9. Tage ohne Alkohol: 1766.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

[14:39] "Mütter. Mit ihnen kann man nicht leben, ohne sie wird man nicht geboren." (Brokenwood S02E04)

[13:00] "Je schmerzhafter die Scheidung, desto besser der Song." (Brokenwood S02E04)

[12:50] "Als käme es auf Freiheit denn an - einen ohnedies zu überschätzten, ja - kann man Wert noch überhaupt dazu sagen? -, da die coronare Auslöschung wenn nicht ganz, so doch halb der Welt befürchtet werden muß. Und hat nicht Covid dem Europa die Erlösung vor den Migrantenströmen gebracht? Wie sollten die Schmarotzer auch kommen, wenn unre Grenzen zu sind? (...) Davon spricht ja eh keiner mehr, ebenso wenig wie wie von der sogenannten Klimakatastrophe, die dankenswerterweise in die Schubläden ihrer allenfalls Achtelbedeutung zurückbefördert worden ist." (ANH)

[11:31] Eines der mit 16 am öftesten gehörten Karat-Lieder.

[10:30] Ich bin ein einfaches Gemüt und gestehe, gerne Kinder/Jugendserien zu schauen. Die Neuauflage von Pan Tau gefällt mir sehr. Überhaupt, der Verschränkung von Realität mit surrealen, fantastischen oder mystischen Elementen bin ich zugetan so wie bei Harry Potter oder der skurrilen britischen Serie "Yonderland". Erinnert sei auch an die legendären DDR-Serien "Spuk unterm Riesenrad" und "Spuk im Hochhaus", welche ich immer wieder gerne anschaue und welche diesen Mix von Realität und Fantastik prima hinbekommen haben.

[9:40] Retweet: Diese Ausstrahlung, das Lächeln, die Intelligenz, dieses schöne Gesicht und die wunderschönen Augen! - Aber genug von mir, wie geht es Dir?

[9:37] Die Frage ist nicht, ob wir einen Menschen lieben oder nicht, sondern ob es uns mit ihm besser oder schlechter geht. (Quelle?)

[9:35] Linkdump "Auf die Ohren" (1): Skeeter Davis: The End Of The World / Zager & Evanes: In the Year 2525 / Radiohead: Creep / Johnny Wakelin: In Zaire / Visage: Fade to grey / Nathan + Eva Leach: Hero (Cover) / Adele: Someone like you / Rolling in the deep / Keb' Mo': Merry Christmas / Fever Ray: Keep The Streets Empty For Me / OMD: Enola Gay / Canned Heat: Let's work together / Chris Norman / Suzi Quatro: Stumblin'in / Bon Jovi: Runaway / Rosenstolz: Wir sind am Leben / Nena: Nur geträumt (2010) / Al Bano & Romina Power: Tu, soltanto tu / Golden Earring: Radar Love / Kitty Daisy & Lewis: Going Up The Country / Kitty Daisy & Lewis: Down On My Knees / Gaëtan Roussel + Rachida Brakni: Le Temps passe / Lucky Chops: Funkytown / Les Humphries Singers: Take Care Of Me / Diverse: Mamy Blue / Steve´n´Seagulls: November Rain / Bosse: Dein Hurra / Depeche Mode: Personal Jesus / The Common Linnets: Calm After The Storm / ByeAlexKiss: Kedvesem / Kiss: I was made for loving you / Melanie C: I Wish / Marius Müller Westernhagen: Von drüben / Achim Reichel: Aloha he / Bots: Zeven dagen lang / Brooke Fraser: Something in the Water / Transvision Vamp: I want your Love / Rosetta Tharpe: Didn't It Rain / Cinnamon Casers: The world is Yours / MacDonald, Amy: This is the life / Procol Harum: A Whiter Shade of Pale / Jill Sobule: I kissed a girl / BAP: Widderlich / BAP: Wellenreiter / Canned Heat: On the road again / Chris Rea: Road to Hell / Chris Rea: Looking for a summer / Israel Kamakawiwo'ole: Somewhere over the Rainbow [mp3] / MIA.: Tanz der Moleküle / MIA.: Sonne / MIA.: Was es ist / Cohen, Leonard: So long, Marianne / Cohen, Leonard: Suzanne / DJ Bobo: Pray / Linie 1: Du bist schön, auch wenn du weinst / Loituma: Levan Polkaa.

[9:33] Retweet: "Wie viele Döner essen Sie denn im Monat?" "30 oder 31 Tage?"

[9:26] Retweet: "Wie war dein Wochenende?" "Voll geil. 3er probiert..." "Krass! Wie war das so?" - Der Bademeister musste mich schreiend runtertragen.

[9:25] Retweet: Büroanfängerfehler. Ich habe den Drucker spüren lassen, daß ich schnell was ausdrucken müßte.

[9:20] Cartoons [=>12]: Das Neinhorn / Misanthropie / Krankenhausgeschichte / Herbstgedicht / Konkurrenz / Spielzeug / Fenster=Schutzfragen / Schutz für Bibliomanen Kinder 2020 / Du sollst äsen! / Die erste Wochenkarte / Untermieter / RIP, Eddie van Halen / Begehrliche Blicke / Nicht berühren! / Zeitmaschine / Fürchtet euch nicht! / Coronazi / Gott erschafft das Tierreich / Gehörlosenhund / Zweck der Ohren / Heiratswunsch / Schöne Gegend / Tee bei 80°C / Chicken Game / Krisenstimmung im Home-Office / ER hat angefangen / Deutsche Einheit (2) / Auf dem Strich / Dringend pinkeln / Rapunzel / Deutsche Einheit (1) / Corvid19-Kaufangebot / Kalorien verbrennen / Herbst in Deutschland / Beim Tierarzt / Leben im Griff / Man nennt es saufen / Missing / In die Kita / Chamäleon / OP-Jargon / Lebensverlängerung / Dieses Arschloch / Senioren-Dooring / Im Biostall / Matt in 1 Zug / Ungeeignet / Herzklinik / 1 Mio Tote / Snaccident / => Teil 11.

[9:19] Urlaub 5/9. Tage ohne Alkohol: 1765.

Dienstag, 13. Oktober 2020

[21:10] "Ich wollte ihm Gute Besserung wünschen." "Ach, und deswegen haben Sie den Pfleger k.o. geschlagen und haben sich den Kittel angezogen?" "Um steril zu sein?" "So wie in der Birne." (Tatort E1010 - Der scheidende Schupo)

[18:42] Retweet: Unzufriedene Meerestiere: Garnöle / Meckerele / Mirlangtsguste. - Sie bevölkern das Natoll.

[18:34] Retweet: Und Gott gab den Männern Haare und sprach: "Es werde licht."

[15:24] "Ich stand also stoisch auf und warf mich in meinen Anzug wie ein Kriegsheld in seine Uniform. Ich schritt zackig durch die übliche Morgenroutine und niemand hätte mir auch nur das geringste Zögern oder Zagen angemerkt, vermute ich jedenfalls. Nur ich ging an diesem Morgen los, die anderen Familienmitglieder hatten noch verschiedene Formen von frei. Nur ich stand zur Unzeit früh auf und spielte mit einer Intensität Alltag, als sei das die Rolle meines Lebens. Nur ich ging auf die Minute pünktlich aus der Tür und stellte mir dabei lebhaft die Bewunderung der anderen drei Buddenbohms vor, von denen aber, wie ich erst später am Tage erfuhr, keiner auch nur aufgewacht war, um meinen mustergültigen Abgang zu erleben." (Maximillian Buddenbohm)

[13:37] "Das ist Dr. Okafor, das Ying zu meinem Yang." (Atlanta Medical S02E12)

[13:02] "Möglicherweise handelt sich um ein Virus, das wir noch nicht einmal benennen können." In Atlanta Medical S02E12 wird, sicher unabsichtlich, ein unbekannter Virus mit recht dramatischen Krankenhausszenen thematisiert, freilich, bei aller sonstigen fachlichen Korrektheit der Serie, schlampig, was die Schutzmaßnahmen betrifft. Bis sich alle mal einen MNS umgeschnallt haben, dauert es bis zur Hälfte der Episode. Würde sie jetzt - mit den Coronaerfahrungen - gedreht, träten diese Lapsus gewiß nicht auf.

[13:00] In Atlanta Medical S02E12 geht's um eine Grippeepidemie. In der Notaufnahme werden die Menschen in drei Gruppen geteilt: Grippegeimpfte, nicht Geimpfte und diejenigen, die sich nicht erinnern können. Der Mediziner, der das bewerkestelligt hat, meint zu den anderen Medizinern: "Wenn die nächste Welle kommt, seid kreativ!"

[10:57] Einen Lachkrampf bekommen bei diesem Video.

[10:56] Urlaub 4/9. Tage ohne Alkohol: 1764 = 252 Wochen.

Montag, 12. Oktober 2020

[17:07] Eine alte Schauspielerin wird gefragt, ob sie beerdigt oder verbrannt werden will. "Stoß mich ins Rampenlicht, Baby!" (in Navy CIS S16E23)

[14:00] "Eine Frau in deinem Alter. Du hast doch soeben erst deine hart erkämpfte sexuelle Hochphase erreicht." (Prodical Son E01E13)

[8:29] Urlaub 3/9. Tage ohne Alkohol: 1763.

Sonntag, 11. Oktober 2020

[12:30] "Vermittels des Virus‘ lassen sich ganze Gesellschaften moralisch zurück ins Biedermeier bomben." Alban Nikolai Herbst schreibt von Askesesalat, von "zunehmender Entkörperung", die in die "Entwicklungslogik des Monotheismus" passe. Auch die Kunst leide, deren starke Antriebskraft, der Eros, beschränkt werde. Corona versiegele die Lotterbetten, Social distancing heiße auch erotische Entfernung.

[12:20] Retweet: "Schweres Erdbeben, Epizentrum nahe Krsna Mladowitcz." "Steht auch dabei, wie die Stadt vor dem Beben hieß?"

[9:53] "Wie geht's Ihnen denn so? Sie sind auch nicht mehr der Jüngste." "Mein Gott ja, ich quäl' mich so durch's Leben..." (Nachruf auf Herbert Feuerstein)

[9:51] "Sie nennen ihre Frau immer ihre Witwe - in vorauseilendem Glückgefühl." (Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf - Und lebt noch 2091 Tage)

[9:05] Urlaub 2/9. Tage ohne Alkohol: 1762.

Samstag, 10. Oktober 2020

[22:23] Retweet: Ihr habt vielleicht keinen Bock mehr aufs Coronavirus. Aber das Coronavirus hat Bock auf euch.

[22:22] Retweet: Jahresrückblick 2020: Christian Drosten schaut ohne ein Wort zu sagen 4h vorwurfsvoll in die Kamera. Ab und zu schüttelt er den Kopf. Dann steht er auf und geht.

[22:21] Retweet: Der Sado-Maso-Club befindet sich einen Stockwerk über dem hiesigen SPD-Ortsverein. Den Unterschied merkt eh' keiner!

[22:20] Retweet: Bin dafür, deutsche Sprichwörter regelmäßig upzudaten, zum Beispiel: - Abwarten und Chai Latte trinken / - Glück im Onlinecasino, Pech im Tindern / - Nun lass mal die Raucherkneipe im gentrifizierten Szeneviertel.

[22:19] Retweet: Am 13. Oktober wird Apple das iPhone 12 vorstellen. Überraschender Move: Es ist aus Naturkautschuk, mit lauwarmer Hafermilch gefüllt und weint aus drei Kameraaugen, wenn man es fest drückt.

[22:18] Retweet: War mal auf 'ner Schulung "Umgang mit schwierigen Kollegen" und musste feststellen, dass ich der schwierige Kollege bin.

[22:17] Retweet: "Ihr habt mich doch heut morgen gefragt, wo ich geparkt habe." "Ja?" "Was genau hab ich da geantwortet?"

[22:16] Retweet: Kurze Gedenkminute für die Redakteur:innen, die die Jahresrückblicke für 2020 machen müssen.

[22:15] Retweet: Unsere Praxis macht Urlaubsvertetung. Unbekannter Patient (11) kommt alleine rein: "Moin, ich soll mich hier melden." "Wer sagt das?" - "Meine Mum." - "Und wer bist du?" "Der Sohn."

[22:14] Retweet: Wenn ich Vermisstenanzeigen von Katzen sehe und dann deren Namen lese, erkenne ich oft einen Zusammenhang.

[22:13] Retweet: Mambo No. 4,87 (Lou Bega gibt die Mehrwertsteuer-Senkung an Kunden weiter)

[22:12] Retweet: Die Lebens-Überraschungs-Eier in aller Ruhe ausbrüten.

[22:11] Retweet: Besoffene alte Frau zu mir: "Männer mit Schäferhund sind alles Nazi!" Ich: "Das ist ein Labrador!" Frau: "Linke Sau!"

[18:55] "So ein Dreibett-Krankenzimmer kann über die Tage zu einer kleinen Zauberberg-Blase werden. Und manche beginnen gegenüber Fremden über Dinge zu sprechen, die sehr gut verräumt waren – auch aus den falschen Gründen verräumt." (Kaltmamsell)

[16:14] Im Schellfischposten waren Olaf Schubert & Helge Schneider bei Ina Müller in deren Sendung zu Gast.

[14:17] Retweet: Tinder: "Ich würde dich gern vögeln!" / Instagram: "Du siehst aus, als würdest du mich gut vögeln." / Twitter: "Ich habe zwischen den Zeilen gelesen, dass du vögeln willst." / Facebook: "Bin verzweifelt und suche jemanden zum gemeinsamen Vögeln." / Ebay-Kleinanzeigen: "Fögeln?"

[14:11] Retweet: Augenarzt: "Ihrer Ergebnisse sind jetzt da." - Ich: "Oh, kann ich sie sehen?" - Augenarzt: "Wahrscheinlich nicht."

[14:10] Retweet: Meine Freundin zu mir: "Du Lauch!" Ich: "Dann sind wir ja der perfekte Flammkuchen." Sie: "Warum?" Ich: "Lauch und Speck!"

[13:29] Nach Nachtdienst 3/3 = Urlaub 1/9. Tage ohne Alkohol: 1761.

Freitag, 9. Oktober 2020

[20:17] Intuitiv habe ich es von Anfang an geahnt und so gehandhabt. Corvid 19 wird einzig aerogen übertragen. Das ganze Wischen von Flächen und Abputzen von Gegenständen wie Türklinken usw. ist sinnlos. Entscheidend ist die MNS und der Abstand. Cluster vermeiden. Fertig.

[13:17] Retweet: Anmeldung beim Arzt in Corona-Zeiten. "Bitte einmal die Versichertenkarte selbst einstecken!" - "Andersrum." - "Den Chip nach unten!" - "Momentchen noch, der PC will heute nicht so, wie er soll." - "Telefonnummer stimmt noch?"

[13:16] Retweet: Kein Geld der Welt kann mir das geben, was mir eine 40h/Woche nimmt.

[13:15] Retweet: Meine Frau möchte, dass ich mir einen Oberlippenbart wachsen lasse. Aber ich mag keinen Partnerlook.

[13:14] Patient mit Tendenz, aufzustehen und sich etwas zu brechen, betitelte mich bei zigsten Versuch, ihn ins Bett zurückzubefördern, mit "Du blödes Rindvieh!" Im Pflegebericht konnte ich also notieren: 'Patient ist voll orientiert.'

[13:13] Retweet: Deutsches Origami: Beipackzettel von Medikamenten in den Originalzustand zurückfalten.

[13:12] Retweet: Manchmal nehme ich Abstand, um in Ruhe nach zudenken. Und manchmal nehme ich Abstand, weil ich nachgedacht habe.

[13:11] Retweet: 2020 besteht im Prinzip nur aus 'Ach du Scheiße' denken und Händewaschen.

[12:22] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 1760.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

[18:04] Retweet: Kind kommt mich in der Arbeit besuchen. Und fängt an zu weinen. Auf die Frage "Warum?" sagt es: "Wo sind denn jetzt die Affen, mit denen du arbeitest?"

[18:01] Retweet: Das Jahr ist 2120. Künstliche Intelligenz hat den Menschen jegliche schwere Arbeit abgenommen. Armut war ein mal. Einige Planeten im Sonnensystem sind kolonisiert. Schwere Krankheiten sind gänzlich besiegt. Jede deutsche Schule verfügt über mehrere Overheadprojektoren.

[17:22] "Wie stehen eigentlich die aktuellen Wetten in Sachen Literaturnobelpreis heute mittag? Mein Herz schlägt für Haruki Murakami und Paul Auster oder John Irving. Aber wahrscheinlich wird es ein Heimatdichter vom Mururoa-Atoll, dessen antikisierende Lyrik in Deutschland nur in einer seit 1987 vergriffenen Auswahlausgabe erschienen ist, das von einem Studenten nach der griechischen Ausgabe, die sich wiederum auf die englische Übersetzung eines französischen Japaners stützte, erschienen ist." (Tobias Wimbauer) - Naja, so ähnlich. Lyrik-Louisa hatte Glück. Glück-wunsch!

[17:21] Retweet: Diese Menschen in Katastrophenfilmen, die man vom Kinositz aus anschreit: SO BLÖD KANN MAN DOCH NICHT SEIN!!! Na ja, wie wir nun feststellen dürfen: Doch, so blöd kann man sein. Sogar noch viel, viel blöder.

[16:47] Seit April auf neuer Station an einem anderen Standort. Alles größer, alles schneller. Dementsprechend rauher auch der Umgangston. Kleinere Häuser glänzen oft durch Kuscheligkeit, die in großen streß- und aufwandsbedingt sowas von flöten geht, daß Mißtöne unverkennbar werden. Man gerät ständig in Konflikte, weil Dinge nicht so laufen, wie sie laufen sollten oder könnten. Man muß sich rechtfertigen, erklären für Zustände, an denen man kausal nicht Schuld ist, die ein Ergebnis des Zusammenspiels vieler Gründe sind. Hilflosigkeit, weil man Bedingungen nicht ändern kann, weil man keinen Einfluß auf Veränderungen oder den Lauf der Dinge hat. Ein Beispiel. Tag für Tag werden auf unserer Station Patienten bis manchmal in den Abend hinein entlassen. Die zurückbleibenden "Schmutzbetten" werden bis 15 Uhr von der Bettenreinigung gesäubert. Wenn sie alle schaffen! Wenn danach Patienten gegangen sind, bleiben Schmutzbetten übrig und bis zum nächsten stehen. Freilich können sie in dieser Zeit nicht mit Zugängen = neuen Patienten belegt werden, ein Engpaß, denn nachmittags, abends und nachts rufen andauernd Ärzte an, die freie Betten für Patienten suchen. Doch Schmutzbetten wären nur frei, wenn sie gesäubert worden wären. Die naheliegendste Variante, daß nämlich die Bettenreinigung auch nachmittags und abends arbeitet, scheint niemand in Betracht zu ziehen. So kollidieren die Interessen des Aufnahmemanagements und der diensthabenden Ärzte in der Zentralen Notaufnahme mit der Gegebenheit, daß wir gerne Patienten neu aufnehmen und in sein saubere Bett legten, so es vorhanden wäre. Stattdessen mußten wir uns, als wir telefonisch mitteilten, wir hätten kein freies=sauberes Bett mehr und würden also keinen weiteren Patienten mehr aufnehmen, kürzlich anhören: "Hier ist Frau Dr. Soundso, das ist eine Anordnung! Sie nehmen jetzt den Patienten, und wenn Sie ihn in ein schmutziges Bett legen müssen!" Ein aus der Not heraus geborener Eklat, klar. Und ein Armutzeugnis. Und ziemlich traurig. Die Situation wurde dann dadurch gelöst, daß mehrere saubere Betten einer benachbarten Station herangekarrt wurden und wir, sehr zur Entlastung der Unfallchirurgie und Neurologie, mehrere Zugängen aufnehmen konnten.

[15:24] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 1759.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

[15:01] Retweet: "Hoppe hoppe Reiter, wenn er kommt dann schreit er." - "Sei still!" - "Ene mene muh, und jetzt kommst du!" - "Orrr, mit dir macht Sex keinen Spaß!"

[14:55] "Er wird nicht plaudern." "Die Autobatterie und zwei Ladekabel sehen das anders." (True Detective S01E07)

[8:20] Die Dresdner Sinfoniker spielten im Plattenbauviertel Prohlis ein Konzert für Alphörner - auf den Dächern der Häuser. Die Hochhaussinfonie war kein Novum. 2006 spielten die Dresdner Sinfoniker auf der Prager Straße mit den Pet Shop Boys aus einem unsanierten Hochhaus hinaus.

[8:17] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1758.

Dienstag, 6. Oktober 2020

[19:19] Die britische Satireshow "Spitting Image" war mir nicht bekannt. Erst anläßlich der Neuauflage begreife ich, daß sie Hurra Deutschland als Vorlage diente. Ich folge dem Twitteraccount der Show, seitdem ich auf das Video "How Trump Got Covid" stieß.

[9:37] Retweet: Ich habe meine Geduld testen lassen. Ich bin negativ.

[9:36] Retweet: Mein Nachbar repariert sein Auto mit einem Reparatur Handbuch. Auf den ersten 20 Seiten stehen scheinbar nur Schimpfwörter.

[8:22] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 1757 = 251 Wochen.

Montag, 5. Oktober 2020

[21:49] "Ich war dicht wie 'n U-Boot." (True Detective S01E05)

[18:30] Nicht nur eine Geburtstagsidee: ein Bild im Simpson-Style malen lassen. Viele Optionen sind möglich. Leinwand, Poster oder Glanzdruck mit Rahmen. Man kann sein Wunschbild konfigurieren nach Anzahl der Personen, Bildstil (z.B. Ganzkörper) und dem Hintergrund (z.B. Moe's Bar).

[15:03] In Hart aber fair geht es heute um das, was man noch sagen darf, um die Sprache.

[8:35] Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 1756.