Bücherlei Miszellen (60) [<<]
Ein Notizbuch vom Nichtmehrleben

Montag, 26. Oktober 2020

[16:49] Seitdem ich weiß, daß ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag direkten Kontakt mit einem coronainfizierten Patienten hatte, kratzt es freilich fies im Hals. Heute Abend muß ich einen Abstrich machen und Daten erheben lassen, damit alles seinen sozialistischen Gang geht. Der Patient wurde gestern umgehendst auf die Infektionsstation verlegt. Ich hoffe, mich nicht angesteckt zu haben; die kommenden Tage werden es zeigen. Noch zwei Nachtdienste zu absolvieren.

[16:48] Audio-Sammelsurium (11): Hinterlassenschaften - Vom Umgang mit Vorgefundenem / Philosophie - Hegel in 5-Minuten-Häppchen / Wissenschaft im Brennpunkt: Zweite Welle / Immer mehr hypersensible Kinder / Die Zeit in Zeiten von Corona.

[16:15] 5. Schicht. Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 1777.

Sonntag, 25. Oktober 2020

[20:20] Cartoons 14: Freunde? / Verwechslung / Hypochonder / Fucking Virus / RTW-Homeoffice / Rechtes Bein / Schöne Sünde / (Anti)Quariat / => Teil 13.

[20:00] Retweet: Manchmal würde ich gerne meiner sich schminkenden Freundin zurufen: "So, Stifte weg, Zeit ist rum. Abgabe!"

[19:14] Retweet: Der individuelle Dachschaden ist egal, wenn zwei den gleichen Innenarchitekten haben.

[19:13] Retweet: "Bei Gottesdiensten von Freikirchen kommt es zu Masseninfektionen, weil die Gemeindemitglieder keine Maske tragen und nicht an das Corona-Virus glauben." Da infizieren sich Leute, die an etwas glauben, was es nicht gibt, mit etwas, das es gibt, an das sie nicht glauben.

[19:12] Retweet: Sorry, aber zweite Corona Welle im Winter geht leider nicht, da ist es um 21 Uhr zu kalt um auf dem Balkon zu klatschen.

[19:11] Retweet: Im englischsprachigen Raum hat eine Katze 9 Leben. In Deutschland sind es wahrscheinlich genauso viele, aber nach Abzug der Steuern bleiben nur 7 übrig.

[19:10] Retweet: Gibt es schon irgendwo einen Adventskalender mit 24 verschiedenen Masken?

[19:09] Retweet: Scheiß auf Sperrstunde, ich lese heimlich unter der Bettdecke weiter!

[19:08] Retweet: Wenn ich mir die Menschheit derzeit so ansehe, habe ich das Gefühl, wir sind die Sorte Affe, die von den Bäumen gefallen ist und zu dumm war wieder hochzuklettern.

[19:07] Retweet: Nachdem ich fünf französische Backwaren gegessen habe, ist mir furchtbar schlecht. Ich kann mir das nicht eclairen.

[16:52] Mein latent schlechtes Gewissen vom Donnerstag konnte ich mehr als wett machen, indem ich es mir gefallen lasse, am Dienstag einen vierten Nachtdienst angehängt zu bekommen, wodurch ein freier Tag wegfällt. Das ergibt zusammen 6 Dienste am Stück. So viele Schichten habe ich seit sehr langer Zeit nicht mehr hintereinander geschoben. Das Zeitkonto wird dann 65 Überstunden verbuchen. Gnädigerweise war der erste Nachtdienst bis auf den holprigen Beginn erträglich. Holprig insofern, als neben einem erwarteten Zugang mit pflegerischem Aufwand (Immobilität, Inkompliance), einem Patienten mit Durchfall, der das halbe Zimmer schmückte, uns eine weitere neue Patientin mit einer fraglichen Pilzintoxikation beschäftigte, weil wir mit zwei Medikamenten beschäftigt waren, die erst besorgt werden und in deren Handhabung wir uns einlesen mußten. Jedenfalls weiß ich jetzt, daß Ultracarbon Medizinsche Kohle ist und offenbar ziemlich eklig schmeckt. Manche Pilzvergiftungen treten - nach einem symptomarmen/losen Beginn - zeitverzögert in Erscheinung, weswegen eine stationäre Überwachung unbedingt erforderlich ist.

[16:25] 4. Schicht. Vor Nachtdienst 2/3 Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 1776.

Samstag, 24. Oktober 2020

[16:22] Audio-Sammelsurium (10): / Lange Nacht über Besatzungskinder in Deutschland nach 1945´/ Clemens Setz über Plansprachen / Über Vorurteile (Gesprächsrunde) / Die unendliche Geschichte des BER / Assistierter Suizid / Deutsche Digitale Bibliothek stößt an ihre Grenzen / Kreativ durch Achtsamkeit / Spanische Grippe versus Corona / Sterbehilfe - Interview mit Ingrid Matthäus-Maier / Kulturgeschichte des Lichts / Gutes Sterben? - Aller Ende ist schwer / Recht auf Suizid: Keine Sterbehilfe / Fake-Juden / Sein und Streit: Vier Denkerinnen, die das 20. Jhd. prägten / Sein und Streit: Medizin und Ethik des Alleinseins / Sein und Streit: Liberalismus neu denken / Hörsaal: Geschichte des Rechtsterrorismus / Hörsaal: Bedeutung von Tod ohne Gott und Religion / Die USA im Jahr 2020 / Interview mit Monika Maron / Hörsaal: Krankheit - das Fehlen von Gesundheit / "Wie wir lernen, uns wieder körpergerecht zu bewegen" - Podcast über Bewegungsintelligenz / "Wir sind das Fleisch" - Ein Essay über Fleischverzicht von Jan Brandt.

[10:52] Nach gerade einmal zwei Spätdiensten bin ich dermaßen gerädert, daß ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve hänge. Mein ganzer Körper schmerzt, die Laune und die Konzentration sind im Keller. Der Gedanke, heute Abend zur Nachtschicht zu müssen, vergrätzt mir den ganzen Tag. Außerdem rückblickend auf den gestrigen Dienst ein mulmiges Gefühl, in all der Hektik, in dem Trubel etwas Wesentliches vergessen oder falsch gemacht zu haben, anderen im Streß Unrecht getan zu haben, das Glück der anderen be- oder gar VERhindert zu haben. Nicht nur ein physischer, sondern ein quälender seelischer Muskelkater, der mich unruhig und rastlos sein läßt. Diese Arbeit auf dieser Station ist veheerend, ich bin ihr nicht so gewachsen, wie es nötig wäre, damit ich und die anderen überleben oder gut davon kommen.

[9:44] 3. Schicht. Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1775.

Freitag, 23. Oktober 2020

[11:11] Der Autor von Käuzchenkuhle (moderne Ausgabe), Horst Beseler, ist gestorben. Kennt jeder, der in der DDR zur Schule ging. Den Film allerdings erinnere ich mich nicht gesehen zu haben. Überhaupt offenbar das große Sterben alter DDR-Schriftsteller. Guntram Vesper (Frohburg) gestern, Günter de Bruyn Anfang Oktober. Und Monika Maron wird von ihrem Hausverlag S. Fischer vor die Tür gesetzt - auch eine Art Sterben. Herbst, Vergänglichkeit, Melancholie. Das einzig Voraussehbare und durchweg Konstante ist die pflegerische Arbeit auf Station. Durchweg hart bis an die Grenze des Erträglichen. Dauerhaft schädigend und ungesund. Das glaubt mir keiner da draußen, was hier abgeht.

[10:02] Den Jahrhundertroman Ulysses gibt es auch als Graphic Novel.

[9:47] 2. Schicht. Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 1774.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

[11:11] Auf Kabel 1 gibt es die Sendereihe "Die Klinik - Ärzte, Helfer, Diagnosen", die zurzeit (3. Staffel) aus unserem Klinikum sendet. Am 15. Oktober wurde live aus unserer ZNA (Zentrale Notaufnahme) berichtet. Am heutigen Abend um 20.15 Uhr eine Folge aus Handchirurgie und Geburtsstation, nächsten Donnerstag wohl aus dem seit 1998 bestehenden Schwerbrandverletztenzentrum. Das Servicepersonal soll ebenso zu Wort kommen. Ich behalte Berichte und Videos im Auge und werde fortlaufend ergänzen...

[9:51] Von uns Pflegekräften wird allseitige Einsatzfreude erwartet, nicht nur, wenn wir uns im regulären Dienst auf Station befinden, sondern auch, wenn wir frei haben und das Telefon klingelt oder What's App scheppert und man gebeten wird, einzuspringen oder einen anderen Dienst als geplant zu übernehmen. Gestern am einzigen und zudem noch einzelnen freien Tag in der laufenden Woche wurde ich mehrfach mit der Bitte angefunkt, heute zuungusten des Spätdienstes einen Frühdienst zu übernehmen, den von den vier möglichen Diensten gehaßtesten. Juristisch bin ich nicht gezwungen zu reagieren, so daß ich dieses Recht in Anspruch nahm, weil ich, der mir mit noch 32 Stunden Wochenarbeitszeit eigentlich 3 freie Tage pro Woche zustehen, es als Zumutung empfinde, einzelne Tage frei machen zu müssen. Als Nichteinverständnisbekundung und Replik auf die von mir als unverschämt empfundene Desideration gestern mein Schweigen und trotzdem, weil man letztlich eben doch als braves Pflegeschaf konditioniert ist, ein schlechtes Gewissen.

[7:32] 1. Schicht. Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 1773.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

[8:21] Freier Tag 1/1. Tage ohne Alkohol: 1772.

Dienstag, 20. Oktober 2020

[17:00] Nach Frühdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 1771 = 253 Wochen.

Montag, 19. Oktober 2020

[19:30] Retweet: Die vier Jahreszeiten im Supermarkt: - "Was, schon Osterhasen!?" / - "Fuck, kein Klopapier!?" / - "Was, schon Lebkuchen!?" / - "Fuck, schon wieder kein Klopapier!"

[15:40] Nach Frühdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 1770.

Sonntag, 18. Oktober 2020

[15:55] Gedankenexperiment, was man täte, wenn man 1000.- Euro monatlich bekäme. Ich schrieb: "Sofortigst kündigen. Der Station beide Mittelfinger zeigen. Brauche als Minimalist nur 700.- im Monat. Von den restlichen 300.- dann mehr ins Kino, Oper, Konzerte."

[14:33] Falls die Frage, wie Babys entstehen, noch offen sein sollte.

[13:41] Retweet: "Ist das das Seminar für unterschwellige Beleidigungen"? "Ja, nehmen Sie sich 2 Stühle und setzen sich dazu"!

[10:22] Heute begegneten mir diese Wörter, die ich lange nicht mehr hörte: Aplomb und Heckmeck. Mit Aplomp widersetzte ich mich diesem Heckmeck.

[8:44] Urlaub 9/9. Tage ohne Alkohol: 1769.

Samstag, 17. Oktober 2020

[22:22] Cartoons 13: Süßspeise auf Bestatterkongreß / Cat-Corona-Hamstern / Schlafstudie / Augmented Reality / Homeoffice für Drachen / Coronasuppe / Selbsthilfegruppe für Eigenbrötler / Baum-Straßenschild / Pillen gegen Streß / Freies Klopapier / Vorausplanung / Entwicklung / Intelligente Fahrsysteme / Notdurft mit Tüte / Einer freut sich / Vorstellung / Fabel-haft! / Gästeregistrierung / Gewichtsverlust / Saufen für die Wirtschaft / Günstige Wohnung / Budgetkürzung / Altersbuckel / Letzte Warnung / Sperrstundenkater / Am Himmelstor / Autorenlesung / Ritterliche Rettung / Blut-Schach / Gewohnheiten / Ja-Nein / Deutsche Flagge / Come in Peace / Gewiß ein Narziß / Achäologische Mutmaßung / Miese Bewertung / Bücherbänke / Direkter Kontakt / Ne nice to fat people / Stonehenge / Zebra / Beherbergungsverbot / Branchentrauer / Toten?kopf / Der Tod spart mit / Maskiert / 2020, 3. Fazit / 2020, 2. Fazit / 2020, 1. Fazit / => Teil 12.

[21:19] Retweet: Muss zurück! Hab was in meiner Kindheit vergessen!

[21:17] Retweet: Mehr An - und Abstand. Das wärs eigentlich fürs Erste.

[21:16] Retweet: Habe gerade die Entspannungsübungs-CD zerbrochen.

[16:36] Die BBC-Dokumentation Obesity: The Post Mortem zeigt die Obduktion einer sehr adipösen Frau, um auf die Problematik der Fettleibigkeit aufmerksam zu machen. Wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich schockierend. Zum einen, daß überhaupt eine Autopsie gezeigt wird; zum anderen die Dimensionen der Adipositas. Pikanterweise ist der Pathologe im Film selbst übergewichtig. Sein Doppelkinn schwabbelt bedenklich, während er sich sich über die überdimensionierten Organe wie vor allem die Fettleber echauffiert.

[12:56] Bibliomane Cartoons: Buchkopf-Skulptur / Autobiografien / Autorenlesung / TV- versus Bücherregal / Äsen, nicht lesen / Corona-Bücher-Maske / Bücherbänke / Skulptur 'Der Buchhändler'.

[12:04] Retweet: Erzähle deine Probleme nie allen. 80% sind sie egal und die anderen 20% sind froh, daß du sie hast.

[12:03] Retweet: Viel zu viele fröhliche Menschen hier. Geht euch mal wiegen!

[12:01] Humorvolle Cartoons aus Medizin & Krankenpflege (1): Kopfschmerz bei Pflegekräften / Klinikdeutsch für Angänger / Pflegenotstand (2) / Pflegenotstand (1) / Pflegerische Prioritäten / Gewohnheiten / Stilleben mit Medizinprodukten / Viagra und Lasix / Corona in Tula / Schwester Kassanda / Chronische Verstopfung / "Ente" mit Henkel" / Billige Medikamente / Leichte Besserung / Spielen im Seniorenheim / Alzheimer / Work-Life-Balance im Pflegeberuf / Der Patient als Gast / Pausengestaltung in der Anästhesie / Tod vs Defibrillator / Generationen & Verantwortung / Casting / Nachhaltige Sturzprophylaxe / Notaufnahme.

[10:50] Viele, viele Zahlen zu Corona, u.a. auch die freien & belegten ITS-Betten und die beatmeten Patienten nach Bundesländern.

[10:43] Retweet: Welche Art von Trottel seid ihr? a) Beim Wasserkochen vergessen, dass man einen Tee macht. / b) Beim Tee ziehen lassen vergessen, dass man einen Tee macht. / c) Beim Tee auskühlen lassen vergessen, dass man einen Tee macht.

[10:17] Maximillian Buddenbohm ist ein Beobachter. In großen Teilen seines Weblogs schildert er Beobachtungen, Szenen, Dialoge aus seinem Alltag als Vater, Flaneur, Büroarbeiter, Gartenbesitzer, Autor. Seinen humorvollen, menschenfreundlichen Ton, seine Neugier bewundere ich. Er ist wie ich Jahrgang 1966, Vater zweier Söhne. Aus seiner Beobachtungs- und Schreibfreude erwuchsen mehrere Bücher: "Zwei, drei, vier. Wie ich eine Familie wurde", "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein. Eine Strandjugend", "Das Rosinenbrötchen oder es ist alles nur eine Phase", "Marmelade im Zonenrandgebiet. Geschichten übers Erwachsenwerden" und "Das Rosinenbrötchen. Meine Familie, das Chaos und ich". Wie er herumgeht, Dinge aufschnappt, sie humorvoll in seinem Blog ausbreitet, so ähnlich sammle ich. Freude an Witzigem, Kuriosem, Erstaunlichem, Wissenswertem läßt mein Herz hüpfen und sofort immer auch den Wunsch hochkochen, den Fund anderen mitzuteilen. Wie Maximillian stoße, ja stolpere ich auf Sprache, deren Merkwürdigkeit oder Besonderheit mir notierens-, erzählens- und behaltenswert erscheint. Im September nahm er sich "Spaßvergnügen" vor; ich lese den Blogeintrag nach. Ich spiele mit dem Gedanken, neben Links zu Musikvideos, seltenen Vor/Zunamen, Cartoons, Tweets, Medienlinks wie er nun auch Wörter zu "sammeln".

[9:14] Retweet: Ganz Berlin könnte innerhalb eines Tages auf Covid getestet werden, wenn eine ALDI-Kassiererin an der Teststation arbeiten würde.

[8:57] Retweet: "Wir appellieren an die Vernunft der Bevölkerung." - Den Rest habe ich vor Lachen leider nicht mehr verstanden.

[8:56] Retweet: Ob sich die Pestgegner damals auch entgegen päpstlicher Anweisung morgensternschwingend vor dem Burggraben versammelten, weil ein verrückt gewordener Minnesänger dazu aufrief, für ihre Freiheit zu demonstrieren, weiterhin auf dem Marktplatz zu defäkieren und Ratten abzulecken?

[8:55] Retweet: Lockdown ist erst, wenns den Premium Account bei Pornhub wieder kostenlos gibt!

[8:51] Urlaub 8/9. Tage ohne Alkohol: 1768.

Freitag, 16. Oktober 2020

[20:29] AC/DC mit neuem Album, neuer Tour, altem Frontmann Brian Johnson und erstem Song "Shot in the Dark".

[18:29] Menschen mit der Blutgruppe 0 bekommen weniger Corvid 19. Ratet mal, welche BG ich habe!

[17:57] "Echte Polemik nimmt ein Buch sich so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet." (Walter Benjamin)

[17:56] Retweet: "Wenn ich dich mag, merkst du das." "Ich merke nichts". "Sag ich doch."

[17:55] Retweet: Für Abwechslung im Sexleben empfehle ich glatte Satinbettwäsche. Ich bin da in Stellungen gerutscht, die ich nie für möglich gehalten hätte.

[17:54] Retweet: Ich bin noch etwas unsicher, wo genau ich lecken muß, damit es einem auch gehört.

[17:53] Retweet: In Japan werden kaputte Gegenstände oft mit Gold repariert. Die Bruchstelle wird als ein einzigartiges Stück der Objektgeschichte angesehen, die seine Schönheit noch verstärkt. Denke daran, wenn du dich gebrochen fühlst.

[17:52] Retweet: Ich sitze in meinem Zimmer und höre jemanden durch das offene Fenster Klavier spielen. Es ist wunderschön. - Aber nun mal im Ernst. Es ist Sonntag, ich bin deutsch und ich werde jetzt die Polizei rufen.

[17:51] Retweet: Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin, daß man meine Gedanken nicht hören kann. Ich wäre sehr arbeitslos und noch mehr im Gefängnis.

[13:15] Retweet: Dino, der alles sofort erledigt: Prontosaurier.

[12:08] Retweet: Die 5 Phasen beim 1. Date: 1. Hallo / 2. Pommes bitte / 3. Sehe ich anders / 4. Wir zahlen getrennt / 5. Mach's gut!

[12:06] Retweet: Auf Facebook ist man mit den Leuten "befreundet", mit denen man zur Schule ging. Auf Twitter folgt man den Leuten, mit denen man gerne zur Schule gegangen wäre.

[12:05] Retweet: Hier war gerade einer im Radio, der sagte zu den neuen Corona-Auflagen: "Ich WILL aber mehr als 10 Gäste zu meinem Geburtstag und ich WILL auch mehr als 10 Gäste an Silvester" und für einen Drejährigen hatte der eine echt tiefe Stimme.

[12:04] Retweet: Grippewelle 2017/2018, laut RKI "die schwerste Grippewelle seit 30 Jahren": europaweit 152.000 Todesopfer. COVID19, laut einzelner Kommentatoren "nicht schlimmer als eine saisonale Grippe": europaweit aktuell 234.000 Todesopfer (Stand 15.10.)

[12:02] Retweet: "Schatz, die Regierung hat gesagt man soll seine Kontakte halbieren." - "LEG SOFORT DAS MESSER WEG!"

[12:01] Retweet: [Zur Melodie des Geier-Sturzflug-Songs] - Wenn früh am morgen der Respirator dröhnt / & der Patient beim Abstrich schmerzvoll stöhnt / auf Intensivstation die Neonsonne strahlt / & der Maskengegner mit Gegen-Maske-Unsinn prahlt / Ja dann werden wieder die Hände desinfiziert / Weil Eigenverantwortung leider null funktioniert.

[12:00] Retweet: Söder: "Die nächsten Wochen sind entscheidend, ob wir ein entspanntes Weihnachtsfest feiern können." - Was zur Hölle ist ein entspanntes Weihnachtsfest?

[11:55] Ein auch für mich aufschlußreicher Thread über intensivmedizinische Maßnahmen bis hin zur Beatmung (nicht nur bei C19-Patienten). Die Videos, wie man sich fehlerfrei Isolationskleidung anzieht, wie dem Patienten eine NIV-Maske angelegt oder wie er intubiert wird, brachten auch mir als Krankenpfleger noch einen Zugewinn an Wissen und Verständnis. Beispielsweise habe ich weder eine Helm-Beatmung noch den Transfer eines Patienten in die Bauchlage gesehen.

[8:00] Retweet: Mein bevorzugter Standort ist der Schlauch!

[6:06] Urlaub 7/9. Tage ohne Alkohol: 1767 = 69 Monate.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

[18:00] Mein Sosein (be)treffende, mich berührende, aufwühlende oder zum Lachen veranlassende Cartoons und Kurzvideos: Mein Leben (Symbolbild 2) / Wenn ich irgendwohin soll, aber keine Lust habe / Meine Schizoide Persönlichkeit (Symbolbild) / Mein Leben (Symbolvideo) / Der Sinn des Lebens / 2020... und überhaupt / Bist du fit für den Nachtdienst? / Glockenspiel der Krankenpflege / Bedröppelt im Spätdienst.

[16:00] Zu den Folgen bzw. Symptomen meiner Erledigungsblockade gehört das Letterbox-Sydrom, die Unfähigkeit, regelmäßig und zeitnah Briefe zu öffnen. Stattdessen lasse ich sie monatelang ungeöffnet liegen, bis selbst mir der Stapel zu hoch und es unumgänglich ist, die Inhalte zu sichten. Gerade gestern einen Brief meines Arbeitgebers bekommen, von dem ich vermute, daß er eine Antwort auf meinen Antrag auf Arbeitszeitverkürzung ab Januar 2021 enthält. Ich stellte ihn vor Wochen, weil ich endlich von 32 auf 24 Wochenstunden downsizen möchte, wodurch ich dann wöchentlich über vier freie Tage verfügte und nur noch drei Arbeitstage hätte. Als ich vorhin mehrere Briefe öffnete, waren auch zwei Aufforderungen der Krankenkasse dabei, einen Unfall-Fragebogen auszufüllen, der in Zusammenhang mit der Schnittverletzung am rechten Zeigefinger am 15. August steht. Ihn konnte ich glücklicherweise online nachholen. Bei der übrigen, unbedenklichen Post handelt es sich um Infomaterial, Gehaltsmitteilungen, Renten- und Rentenversicherungsbescheide. Die Erledigungsblockade, landläufig und mit weniger pathologischem Impetus Prokrastination genannt, macht mir seit vielen, vielen Jahren zu schaffen und verschlimmerte sich peu a peu. Die Wohnung ist versifft, weil ich mich nicht durchringen kann, sie zu säubern. Gestern passierte ein Malheur, als eine gefrorene PET-Flasche in der Küche explodierte, und sich 1,25 l Colastückchen an Tapete, Türen, Fenstern und ALLEM Interieur verteilte und ich gezwungen war, notdürftig Reinigungsmaßnahmen durchzuführen, weil sich die auftauenden Stücke überall zu Lachen und Pfützen gebildet und mit dem durch die unterlassene Säuberung des Zimmer während der letzten 9 Monate angesammelten Dreck vermischt hatten. Eine beschämende Situation und ein Tiefpunkt der Aufschieberitis. - Ich kann schwer Termine einhalten, gehe nicht ans Telefon, gucke dann hinterher bei der Fritz-Box nach, ob es eine Telefonnummer war, die möglicherweise lebenswichtig wäre. Es ist schlimm, dramatisch und läßt mich unsäglich leiden. Solch eine Erledigungsblockade ist Teil der Antriebsarmut, die wiederum Wirkung der Depression ist, die wiederum... Ach. Ein Graus, eine Überwindung, sich jeden Morgen dem Wust, den Bergen an Unerledigtem gegenüber zu sehen und unfähig zu sein, etwas daran zu ändern. Kein gesunder Mensch begreift das. Und mein Psychotherapeut ist in weite Ferne gerückt, nachdem ich vor drei Wochen eine Therapiestunde verbummelte und mich seither schäme und nicht in der Lage bin, ihn anzurufen, mich zu entschuldigen und einfach nachzufragen, ob und wie es weitergehen könnte mit der Therapie.

[14:05] "Wenn sich die Sapiens in Sicherheit fühlen, sind sie die nettesten Menschen überhaupt. Und dennoch, füttere ihre innere Dämonen, ängstige sie, nenne ihnen Gründe, um sich vom Andersartigen abzugrenzen, und schon werden genau diesselben Sapiens Bomben über ganze Städte abwerfen, mit Flugzeugen in riesige Gebäude fliegen und, ohne mit der Wimper zu zucken, Millionen der ihrigen in Gaskammern treiben." (Sense8 S02E05)

[8:25] Der Schriftsteller Martin Gross zog unmittelbar nach der Wende Anfang 1990 nach Dresden, um den Umbruch hautnah mitzuerleben und zu dokumentieren. Sein daraus entstandenes, 1992 im Berliner Basis-Druck-Verlag erschienenes Buch "Das letzte Jahr" war vergessen, bis viele seiner Niederschriften 2019 in dem Materialband "Das Jahr 1990 freilegen. Remontage der Zeit" (Perlentaucher) publiziert wurden. In einem Interview (mp3) schildert Martin Gross seine damaligen Beweggründe und manche Begebenheit. Mir war dieses Buch völlig unbekannt und erweckt mein Interesse, weil ein Westdeutscher in freiwilliger Zeitzeugenschaft sehr nah am Puls der Veränderungen in den Monaten nach der politischen Wende war.

[4:22] "Sie war ein bißchen zu widerborstig, um allseits beliebt zu sein." (Mord auf Shetland S02E01 - Nacht der Raben)

[4:00] Urlaub 6/9. Tage ohne Alkohol: 1766.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

[22:22] Linkdump "Auf die Ohren" (2): Chris Rea: Road to Hell / Gerhard Schöne: Unterm Dach / Depeche Mode: Photographic / Ute Freudenberg: Jugendliebe / InGrid: Tu es foutu / Kiz: Sennerin vom Königssee / Polarkreis 18: Allein, Allein / The Connels: '74- '75 / Uriah Heep: Lady in Black / Whigfield: Saturday Night / Jim Croce: You Don't Mess Around with Jim / Leonora: Love is forever / The Burning Hell: Fuck The Government, I Love You / Steiner + Madlaina: Das Schöne Leben / Karat: Jede Stunde / Eurythmics: Here Comes The Rain Again / Rosenstolz: Wir sind am Leben / Mia.: Kopfüber / Fleetwood Mac: Gypsy / Zaz + Gerard Lenorman: La Ballade des Gens Heureux / Die Ärzte: PerfektHimmelblauBreit / Bukahara: Happy / Christmas Food Court Flash Mob: Hallelujah Chorus / Wayne Graham: On My Throne / Bettina Wegner: Kinder / Daði + Gagnamagnið: Think About Things / Brot + Salz: Blues vom Abschied / Hansi Biebl: Morgenblues.

[14:39] "Mütter. Mit ihnen kann man nicht leben, ohne sie wird man nicht geboren." (Brokenwood S02E04)

[13:00] "Je schmerzhafter die Scheidung, desto besser der Song." (Brokenwood S02E04)

[12:50] "Als käme es auf Freiheit denn an - einen ohnedies zu überschätzten, ja - kann man Wert noch überhaupt dazu sagen? -, da die coronare Auslöschung wenn nicht ganz, so doch halb der Welt befürchtet werden muß. Und hat nicht Covid dem Europa die Erlösung vor den Migrantenströmen gebracht? Wie sollten die Schmarotzer auch kommen, wenn unre Grenzen zu sind? (...) Davon spricht ja eh keiner mehr, ebenso wenig wie wie von der sogenannten Klimakatastrophe, die dankenswerterweise in die Schubläden ihrer allenfalls Achtelbedeutung zurückbefördert worden ist." (ANH)

[11:31] Eines der mit 16 am öftesten gehörten Karat-Lieder.

[10:30] Ich bin ein einfaches Gemüt und gestehe, gerne Kinder/Jugendserien zu schauen. Die Neuauflage von Pan Tau gefällt mir sehr. Überhaupt, der Verschränkung von Realität mit surrealen, fantastischen oder mystischen Elementen bin ich zugetan so wie bei Harry Potter oder der skurrilen britischen Serie "Yonderland". Erinnert sei auch an die legendären DDR-Serien "Spuk unterm Riesenrad" und "Spuk im Hochhaus", welche ich immer wieder gerne anschaue und welche diesen Mix von Realität und Fantastik prima hinbekommen haben.

[9:44] Cartoons: Teil 12 / Teil 11 / Teil 10 / Teil 9 / Teil 8 / Teil 7 / Teil 6 / Teil 5 / Teil 4 / Teil 3 / Teil 2 / Teil 1.

[9:40] Retweet: Diese Ausstrahlung, das Lächeln, die Intelligenz, dieses schöne Gesicht und die wunderschönen Augen! - Aber genug von mir, wie geht es Dir?

[9:37] Die Frage ist nicht, ob wir einen Menschen lieben oder nicht, sondern ob es uns mit ihm besser oder schlechter geht. (Quelle?)

[9:35] Linkdump "Auf die Ohren (1): Skeeter Davis: The End Of The World / Zager & Evanes: In the Year 2525 / Radiohead: Creep / Johnny Wakelin: In Zaire / Visage: Fade to grey / Nathan + Eva Leach: Hero (Cover) / Adele: Someone like you / Rolling in the deep / Keb' Mo': Merry Christmas / Fever Ray: Keep The Streets Empty For Me / OMD: Enola Gay / Canned Heat: Let's work together / Chris Norman / Suzi Quatro: Stumblin'in / Bon Jovi: Runaway / Rosenstolz: Wir sind am Leben / Nena: Nur geträumt (2010) / Al Bano & Romina Power: Tu, soltanto tu / Golden Earring: Radar Love / Kitty Daisy & Lewis: Going Up The Country / Kitty Daisy & Lewis: Down On My Knees / Gaëtan Roussel + Rachida Brakni: Le Temps passe / Lucky Chops: Funkytown / Les Humphries Singers: Take Care Of Me / Diverse: Mamy Blue / Steve´n´Seagulls: November Rain / Bosse: Dein Hurra / Depeche Mode: Personal Jesus / The Common Linnets: Calm After The Storm / ByeAlexKiss: Kedvesem / Kiss: I was made for loving you / Melanie C: I Wish / Marius Müller Westernhagen: Von drüben / Achim Reichel: Aloha he / Bots: Zeven dagen lang / Brooke Fraser: Something in the Water / Transvision Vamp: I want your Love / Rosetta Tharpe: Didn't It Rain / Cinnamon Casers: The world is Yours / MacDonald, Amy: This is the life / Procol Harum: A Whiter Shade of Pale / Jill Sobule: I kissed a girl / BAP: Widderlich / BAP: Wellenreiter / Canned Heat: On the road again / Chris Rea: Road to Hell / Chris Rea: Looking for a summer / Israel Kamakawiwo'ole: Somewhere over the Rainbow [mp3] / MIA.: Tanz der Moleküle / MIA.: Sonne / MIA.: Was es ist / Cohen, Leonard: So long, Marianne / Cohen, Leonard: Suzanne / DJ Bobo: Pray / Linie 1: Du bist schön, auch wenn du weinst / Loituma: Levan Polkaa.

[9:33] Retweet: "Wie viele Döner essen Sie denn im Monat?" "30 oder 31 Tage?"

[9:26] Retweet: "Wie war dein Wochenende?" "Voll geil. 3er probiert..." "Krass! Wie war das so?" - Der Bademeister musste mich schreiend runtertragen.

[9:25] Retweet: Büroanfängerfehler. Ich habe den Drucker spüren lassen, daß ich schnell was ausdrucken müßte.

[9:20] Cartoons 12: Das Neinhorn / Misanthropie / Krankenhausgeschichte / Herbstgedicht / Konkurrenz / Spielzeug / Fenster=Schutzfragen / Schutz für Bibliomanen Kinder 2020 / Du sollst äsen! / Die erste Wochenkarte / Untermieter / RIP, Eddie van Halen / Begehrliche Blicke / Nicht berühren! / Zeitmaschine / Fürchtet euch nicht! / Coronazi / Gott erschafft das Tierreich / Gehörlosenhund / Zweck der Ohren / Heiratswunsch / Schöne Gegend / Tee bei 80°C / Chicken Game / Krisenstimmung im Home-Office / ER hat angefangen / Deutsche Einheit (2) / Auf dem Strich / Dringend pinkeln / Rapunzel / Deutsche Einheit (1) / Corvid19-Kaufangebot / Kalorien verbrennen / Herbst in Deutschland / Beim Tierarzt / Leben im Griff / Man nennt es saufen / Missing / In die Kita / Chamäleon / OP-Jargon / Lebensverlängerung / Dieses Arschloch / Senioren-Dooring / Im Biostall / Matt in 1 Zug / Ungeeignet / Herzklinik / 1 Mio Tote / Snaccident / => Teil 11.

[9:19] Urlaub 5/9. Tage ohne Alkohol: 1765.

Dienstag, 13. Oktober 2020

[21:10] "Ich wollte ihm Gute Besserung wünschen." "Ach, und deswegen haben Sie den Pfleger k.o. geschlagen und haben sich den Kittel angezogen?" "Um steril zu sein?" "So wie in der Birne." (Tatort E1010 - Der scheidende Schupo)

[18:42] Retweet: Unzufriedene Meerestiere: Garnöle / Meckerele / Mirlangtsguste. - Sie bevölkern das Natoll.

[18:34] Retweet: Und Gott gab den Männern Haare und sprach: "Es werde licht."

[15:24] "Ich stand also stoisch auf und warf mich in meinen Anzug wie ein Kriegsheld in seine Uniform. Ich schritt zackig durch die übliche Morgenroutine und niemand hätte mir auch nur das geringste Zögern oder Zagen angemerkt, vermute ich jedenfalls. Nur ich ging an diesem Morgen los, die anderen Familienmitglieder hatten noch verschiedene Formen von frei. Nur ich stand zur Unzeit früh auf und spielte mit einer Intensität Alltag, als sei das die Rolle meines Lebens. Nur ich ging auf die Minute pünktlich aus der Tür und stellte mir dabei lebhaft die Bewunderung der anderen drei Buddenbohms vor, von denen aber, wie ich erst später am Tage erfuhr, keiner auch nur aufgewacht war, um meinen mustergültigen Abgang zu erleben." (Maximillian Buddenbohm)

[14:44] Filme und Dokus, aus den Mediatheken gefischt: Die Legende vom Ozeanpianisten / Eolomea (DDR-Science-Fiction-Film) / The Killing of a Sacred Deer (Wikipedia) / ZDF Extra: Mein Leipzig lob' ich mir / Stalker, Spielfilm von Andrei Tarkowski (1979) / Simon & Garfunkel: Konzert im Central Park / Queen: Hungarian Rhapsody- Live in Budapest / Der Hitchcock-Abenteuerfilm Riff-Piraten (Jamaica Inn) von 1939 bei arte / Fasten und Heilen - Altes Wissen und neueste Forschung / Das Rätsel unserer Intelligenz und Das Rätsel unseres Bewußtseins aus dem Themengebiet "Das Gehirn" / Konsumverhalten: Kommen Rührgeräte in den Himmel? / Der Dokumentarfilm "I Am Not Your Negro" bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

[13:37] "Das ist Dr. Okafor, das Ying zu meinem Yang." (Atlanta Medical S02E12)

[13:02] "Möglicherweise handelt sich um ein Virus, das wir noch nicht einmal benennen können." In Atlanta Medical S02E12 wird, sicher unabsichtlich, ein unbekannter Virus mit recht dramatischen Krankenhausszenen thematisiert, freilich, bei aller sonstigen fachlichen Korrektheit der Serie, schlampig, was die Schutzmaßnahmen betrifft. Bis sich alle mal einen MNS umgeschnallt haben, dauert es bis zur Hälfte der Episode. Würde sie jetzt - mit den Coronaerfahrungen - gedreht, träten diese Lapsus gewiß nicht auf.

[13:00] In Atlanta Medical S02E12 geht's um eine Grippeepidemie. In der Notaufnahme werden die Menschen in drei Gruppen geteilt: Grippegeimpfte, nicht Geimpfte und diejenigen, die sich nicht erinnern können. Der Mediziner, der das bewerkestelligt hat, meint zu den anderen Medizinern: "Wenn die nächste Welle kommt, seid kreativ!"

[10:57] Einen Lachkrampf bekommen bei diesem Video.

[10:56] Urlaub 4/9. Tage ohne Alkohol: 1764 = 252 Wochen.

Montag, 12. Oktober 2020

[17:07] Eine alte Schauspielerin wird gefragt, ob sie beerdigt oder verbrannt werden will. "Stoß mich ins Rampenlicht, Baby!" (in Navy CIS S16E23)

[14:00] "Eine Frau in deinem Alter. Du hast doch soeben erst deine hart erkämpfte sexuelle Hochphase erreicht." (Prodical Son E01E13)

[8:29] Urlaub 3/9. Tage ohne Alkohol: 1763.

Sonntag, 11. Oktober 2020

[12:30] "Vermittels des Virus‘ lassen sich ganze Gesellschaften moralisch zurück ins Biedermeier bomben." Alban Nikolai Herbst schreibt von Askesesalat, von "zunehmender Entkörperung", die in die "Entwicklungslogik des Monotheismus" passe. Auch die Kunst leide, deren starke Antriebskraft, der Eros, beschränkt werde. Corona versiegele die Lotterbetten, Social distancing heiße auch erotische Entfernung.

[12:20] Retweet: "Schweres Erdbeben, Epizentrum nahe Krsna Mladowitcz." "Steht auch dabei, wie die Stadt vor dem Beben hieß?"

[9:53] "Wie geht's Ihnen denn so? Sie sind auch nicht mehr der Jüngste." "Mein Gott ja, ich quäl' mich so durch's Leben..." (Nachruf auf Herbert Feuerstein)

[9:51] "Sie nennen ihre Frau immer ihre Witwe - in vorauseilendem Glückgefühl." (Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf - Und lebt noch 2091 Tage)

[9:05] Urlaub 2/9. Tage ohne Alkohol: 1762.

Samstag, 10. Oktober 2020

[22:23] Retweet: Ihr habt vielleicht keinen Bock mehr aufs Coronavirus. Aber das Coronavirus hat Bock auf euch.

[22:22] Retweet: Jahresrückblick 2020: Christian Drosten schaut ohne ein Wort zu sagen 4h vorwurfsvoll in die Kamera. Ab und zu schüttelt er den Kopf. Dann steht er auf und geht.

[22:21] Retweet: Der Sado-Maso-Club befindet sich einen Stockwerk über dem hiesigen SPD-Ortsverein. Den Unterschied merkt eh' keiner!

[22:20] Retweet: Bin dafür, deutsche Sprichwörter regelmäßig upzudaten, zum Beispiel: - Abwarten und Chai Latte trinken / - Glück im Onlinecasino, Pech im Tindern / - Nun lass mal die Raucherkneipe im gentrifizierten Szeneviertel.

[22:19] Retweet: Am 13. Oktober wird Apple das iPhone 12 vorstellen. Überraschender Move: Es ist aus Naturkautschuk, mit lauwarmer Hafermilch gefüllt und weint aus drei Kameraaugen, wenn man es fest drückt.

[22:18] Retweet: War mal auf 'ner Schulung "Umgang mit schwierigen Kollegen" und musste feststellen, dass ich der schwierige Kollege bin.

[22:17] Retweet: "Ihr habt mich doch heut morgen gefragt, wo ich geparkt habe." "Ja?" "Was genau hab ich da geantwortet?"

[22:16] Retweet: Kurze Gedenkminute für die Redakteur:innen, die die Jahresrückblicke für 2020 machen müssen.

[22:15] Retweet: Unsere Praxis macht Urlaubsvertetung. Unbekannter Patient (11) kommt alleine rein: "Moin, ich soll mich hier melden." "Wer sagt das?" - "Meine Mum." - "Und wer bist du?" "Der Sohn."

[22:14] Retweet: Wenn ich Vermisstenanzeigen von Katzen sehe und dann deren Namen lese, erkenne ich oft einen Zusammenhang.

[22:13] Retweet: Mambo No. 4,87 (Lou Bega gibt die Mehrwertsteuer-Senkung an Kunden weiter)

[22:12] Retweet: Die Lebens-Überraschungs-Eier in aller Ruhe ausbrüten.

[22:11] Retweet: Besoffene alte Frau zu mir: "Männer mit Schäferhund sind alles Nazi!" Ich: "Das ist ein Labrador!" Frau: "Linke Sau!"

[18:55] "So ein Dreibett-Krankenzimmer kann über die Tage zu einer kleinen Zauberberg-Blase werden. Und manche beginnen gegenüber Fremden über Dinge zu sprechen, die sehr gut verräumt waren – auch aus den falschen Gründen verräumt." (Kaltmamsell)

[16:14] Im Schellfischposten waren Olaf Schubert & Helge Schneider bei Ina Müller in deren Sendung zu Gast.

[14:17] Retweet: Tinder: "Ich würde dich gern vögeln!" / Instagram: "Du siehst aus, als würdest du mich gut vögeln." / Twitter: "Ich habe zwischen den Zeilen gelesen, dass du vögeln willst." / Facebook: "Bin verzweifelt und suche jemanden zum gemeinsamen Vögeln." / Ebay-Kleinanzeigen: "Fögeln?"

[14:11] Retweet: Augenarzt: "Ihrer Ergebnisse sind jetzt da." - Ich: "Oh, kann ich sie sehen?" - Augenarzt: "Wahrscheinlich nicht."

[14:10] Retweet: Meine Freundin zu mir: "Du Lauch!" Ich: "Dann sind wir ja der perfekte Flammkuchen." Sie: "Warum?" Ich: "Lauch und Speck!"

[13:29] Nach Nachtdienst 3/3 = Urlaub 1/9. Tage ohne Alkohol: 1761.

Freitag, 9. Oktober 2020

[20:17] Intuitiv habe ich es von Anfang an geahnt und so gehandhabt. Corvid 19 wird einzig aerogen übertragen. Das ganze Wischen von Flächen und Abputzen von Gegenständen wie Türklinken usw. ist sinnlos. Entscheidend ist die MNS und der Abstand. Cluster vermeiden. Fertig.

[13:17] Retweet: Anmeldung beim Arzt in Corona-Zeiten. "Bitte einmal die Versichertenkarte selbst einstecken!" - "Andersrum." - "Den Chip nach unten!" - "Momentchen noch, der PC will heute nicht so, wie er soll." - "Telefonnummer stimmt noch?"

[13:16] Retweet: Kein Geld der Welt kann mir das geben, was mir eine 40h/Woche nimmt.

[13:15] Retweet: Meine Frau möchte, dass ich mir einen Oberlippenbart wachsen lasse. Aber ich mag keinen Partnerlook.

[13:14] Patient mit Tendenz, aufzustehen und sich etwas zu brechen, betitelte mich bei zigsten Versuch, ihn ins Bett zurückzubefördern, mit "Du blödes Rindvieh!" Im Pflegebericht konnte ich also notieren: 'Patient ist voll orientiert.'

[13:13] Retweet: Deutsches Origami: Beipackzettel von Medikamenten in den Originalzustand zurückfalten.

[13:12] Retweet: Manchmal nehme ich Abstand, um in Ruhe nach zudenken. Und manchmal nehme ich Abstand, weil ich nachgedacht habe.

[13:11] Retweet: 2020 besteht im Prinzip nur aus 'Ach du Scheiße' denken und Händewaschen.

[12:22] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 1760.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

[18:04] Retweet: Kind kommt mich in der Arbeit besuchen. Und fängt an zu weinen. Auf die Frage "Warum?" sagt es: "Wo sind denn jetzt die Affen, mit denen du arbeitest?"

[18:01] Retweet: Das Jahr ist 2120. Künstliche Intelligenz hat den Menschen jegliche schwere Arbeit abgenommen. Armut war ein mal. Einige Planeten im Sonnensystem sind kolonisiert. Schwere Krankheiten sind gänzlich besiegt. Jede deutsche Schule verfügt über mehrere Overheadprojektoren.

[17:22] "Wie stehen eigentlich die aktuellen Wetten in Sachen Literaturnobelpreis heute mittag? Mein Herz schlägt für Haruki Murakami und Paul Auster oder John Irving. Aber wahrscheinlich wird es ein Heimatdichter vom Mururoa-Atoll, dessen antikisierende Lyrik in Deutschland nur in einer seit 1987 vergriffenen Auswahlausgabe erschienen ist, das von einem Studenten nach der griechischen Ausgabe, die sich wiederum auf die englische Übersetzung eines französischen Japaners stützte, erschienen ist." (Tobias Wimbauer) - Naja, so ähnlich. Lyrik-Louisa hatte Glück. Glück-wunsch!

[17:21] Retweet: Diese Menschen in Katastrophenfilmen, die man vom Kinositz aus anschreit: SO BLÖD KANN MAN DOCH NICHT SEIN!!! Na ja, wie wir nun feststellen dürfen: Doch, so blöd kann man sein. Sogar noch viel, viel blöder.

[16:47] Seit April auf neuer Station an einem anderen Standort. Alles größer, alles schneller. Dementsprechend rauher auch der Umgangston. Kleinere Häuser glänzen oft durch Kuscheligkeit, die in großen streß- und aufwandsbedingt sowas von flöten geht, daß Mißtöne unverkennbar werden. Man gerät ständig in Konflikte, weil Dinge nicht so laufen, wie sie laufen sollten oder könnten. Man muß sich rechtfertigen, erklären für Zustände, an denen man kausal nicht Schuld ist, die ein Ergebnis des Zusammenspiels vieler Gründe sind. Hilflosigkeit, weil man Bedingungen nicht ändern kann, weil man keinen Einfluß auf Veränderungen oder den Lauf der Dinge hat. Ein Beispiel. Tag für Tag werden auf unserer Station Patienten bis manchmal in den Abend hinein entlassen. Die zurückbleibenden "Schmutzbetten" werden bis 15 Uhr von der Bettenreinigung gesäubert. Wenn sie alle schaffen! Wenn danach Patienten gegangen sind, bleiben Schmutzbetten übrig und bis zum nächsten stehen. Freilich können sie in dieser Zeit nicht mit Zugängen = neuen Patienten belegt werden, ein Engpaß, denn nachmittags, abends und nachts rufen andauernd Ärzte an, die freie Betten für Patienten suchen. Doch Schmutzbetten wären nur frei, wenn sie gesäubert worden wären. Die naheliegendste Variante, daß nämlich die Bettenreinigung auch nachmittags und abends arbeitet, scheint niemand in Betracht zu ziehen. So kollidieren die Interessen des Aufnahmemanagements und der diensthabenden Ärzte in der Zentralen Notaufnahme mit der Gegebenheit, daß wir gerne Patienten neu aufnehmen und in sein saubere Bett legten, so es vorhanden wäre. Stattdessen mußten wir uns, als wir telefonisch mitteilten, wir hätten kein freies=sauberes Bett mehr und würden also keinen weiteren Patienten mehr aufnehmen, kürzlich anhören: "Hier ist Frau Dr. Soundso, das ist eine Anordnung! Sie nehmen jetzt den Patienten, und wenn Sie ihn in ein schmutziges Bett legen müssen!" Ein aus der Not heraus geborener Eklat, klar. Und ein Armutzeugnis. Und ziemlich traurig. Die Situation wurde dann dadurch gelöst, daß mehrere saubere Betten einer benachbarten Station herangekarrt wurden und wir, sehr zur Entlastung der Unfallchirurgie und Neurologie, mehrere Zugängen aufnehmen konnten.

[15:24] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 1759.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

[15:01] Retweet: "Hoppe hoppe Reiter, wenn er kommt dann schreit er." - "Sei still!" - "Ene mene muh, und jetzt kommst du!" - "Orrr, mit dir macht Sex keinen Spaß!"

[14:55] "Er wird nicht plaudern." "Die Autobatterie und zwei Ladekabel sehen das anders." (True Detective S01E07)

[8:20] Die Dresdner Sinfoniker spielten im Plattenbauviertel Prohlis ein Konzert für Alphörner - auf den Dächern der Häuser. Die Hochhaussinfonie war kein Novum. 2006 spielten die Dresdner Sinfoniker auf der Prager Straße mit den Pet Shop Boys aus einem unsanierten Hochhaus hinaus.

[8:17] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 1758.

Dienstag, 6. Oktober 2020

[19:19] Die britische Satireshow "Spitting Image" war mir nicht bekannt. Erst anläßlich der Neuauflage begreife ich, daß sie Hurra Deutschland als Vorlage diente. Ich folge dem Twitteraccount der Show, seitdem ich auf das Video "How Trump Got Covid" stieß.

[9:37] Retweet: Ich habe meine Geduld testen lassen. Ich bin negativ.

[9:36] Retweet: Mein Nachbar repariert sein Auto mit einem Reparatur Handbuch. Auf den ersten 20 Seiten stehen scheinbar nur Schimpfwörter.

[8:22] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 1757 = 251 Wochen.

Montag, 5. Oktober 2020

[21:49] "Ich war dicht wie 'n U-Boot." (True Detective S01E05)

[18:30] Nicht nur eine Geburtstagsidee: ein Bild im Simpson-Style malen lassen. Viele Optionen sind möglich. Leinwand, Poster oder Glanzdruck mit Rahmen. Man kann sein Wunschbild konfigurieren nach Anzahl der Personen, Bildstil (z.B. Ganzkörper) und dem Hintergrund (z.B. Moe's Bar).

[15:03] In Hart aber fair geht es heute um das, was man noch sagen darf, um die Sprache.

[8:35] Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 1756.