Bücherlei Notate

Themenbereich: Bibliomanie & Literatur


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Was anderswo oft untergeht, in Archiven verschwindet - beispielsweise Getwittertes - diese kleinen Notate sollen hier thematisch gesammelt werden. An dieser Stelle bibliomane Inhalte.

  Nachdem mir meine Endlichkeit derzeit eindringlicher bewußt wird als sonst sowieso schon viel zu oft beklagt, fasse ich den Vorsatz, mehr Klassiker und Fast-Klassiker zu lesen. Der Effekt, wenn man von neuen Büchern gehört oder gelesen hat, daß diese die bereits geduldig auf einer Leseliste stehenden älteren Einträge verdrängen bzw. nach hinten oder unten verschieben, bewirkte zunehmend eine Mißstimmung, die mein bibliomanes Barometer immer öfter immer hektischer ausschlagen ließ. Um wieder Schönwetter zu erzeugen, der Entschluß, die heruntergerutschten Einträge = Lesewünsche nach oben zu setzen und die durch neue Bücher erzeugten Begierden mehr auf mich zukommen zu lassen, als sie zu suchen, sie mehr reifen zu lassen, als dem spontanen Drang zu folgen.

  Bisweilen innert weniger Tage stoße ich auf neue Wörter. Dann ist wieder eine Weile Ruhe. Heute las ich bei Jakob Wassermann "perhorreszieren", das sogar der Duden kennt: "mit Abscheu zurückweisen, ablehnen". Ich kann mich nicht erinnern, das Wort jemals gehört oder gelesen zu haben. Wie kommt so etwas? Ich werde in vier Tagen 51 Jahre alt, habe in meinem Leben 'ne Menge schöngeistiger Literatur genossen; trotzdem kommen mir immer wieder Wörter und Wendungen unter, von denen ich meine, daß sie mir neu sind. Oder kommen sie mir lediglich neu vor, werden mir, obzwar früher bestimmt schon einmal gelesen, nur plötzlich bewußt, versehen mit dem Nimbus des Unbekannten, nie Gehörten?

  Retweet: Hätte im Koran gestanden anstatt 5 mal am Tag zu beten 5 mal am Tag Bücher zu lesen, sehe die islamische Welt ganz anders aus.

  Retweet: Viele Bücher ist meine Lieblingszahl.

  Retweet: "Du musst wissen, was du willst." "Bücher." "Ich meine jetzt langfristig..." "Viele Bücher."

  Retweet: 2 Bücher und 2 Comics gelesen. 2 Bücher und 3 Comics gekauft. Finde den Fehler.

  Retweet: Warum gibt es eigentlich keine intellektuellen Fitness-Armbänder? "Sie müssen heute noch zwei Stunden lesen".

  Retweet: Diese Angst, kurz bevor das Buch fertig gelesen ist, bald wieder alleine mit der Realität zu sein.

  Retweet: Manche Bücher warten. Einvernehmlich jahrelanges Zuzwinkern. Die Zeit wird kommen.

  Es gibt 3 Arten guter Bücher: die, in die man sich regelrecht hinein- und durchkämpfen muß. Ulysses läßt grüßen. Dann diejenigen, in die man sich hineinfinden muß, die uns mählich packen, die eine gewisse Anlauftemperatur brauchen. Zuletzt diejenigen, bei denen von der ersten Seite an klar ist: perfekt für einen. Inselbuch, Lesespaß, weil aus allen Ingredenzien gemixt, die die eigene Lesebiografie von einem perfekten Buch verlangt. So geht es mir gerade mit Franz Werfels "Der veruntreute Himmel".

  Die mit und in den sozialen Netzwerken verbrachte=verplemerte Zeit würde für die Lektüre von 200 Büchern reichen. Die Devise wäre demnach, auf Schnickschnack zu verzichten und zu lesen. Klingt irgendwie einfach.

  Retweet: Neue Wohnung mit dem Gedanken ausgesucht, welches der Zimmer als Bibliothek wohl den besten Eindruck auf Besucher machen würde ..

  Retweet: Wenn ihr die Wahl hättet zwischen Wäsche zusammenlegen und Spielsachen aufräumen, welches Buch würdet ihr dann lesen?

  Retweet: Buch & Badewanne. 1:0 für mich, dreckiger Januartag!

  Retweet: Bibliotheken sind Wurmlöcher. Ich so „nur schnell was nachgucken“ und zack, zwei Stunden später.

  Retweet: Ein Buch ist mir runtergefallen und es funktioniert noch! Verrückt, ich weiß!

  Retweet: Manche Bücher muss man mehrmals lesen. Man redet ja auch oft mit denselben Leute.

  Vierzehn Stunden schlief ich, von gestern 13.30 Uhr bis vorhin 3.30 Uhr. Zwar hatte die letzte Arbeitswoche nur zwei Nachtdienste; diese waren aber anstrengend. Sowieso bin ich zuzeit derangiert, worunter zuallererst die Lektüre leidet; denn sie ist die mir Angetraute, der es die Treue zu halten gilt. Um so schlimmer, sie vernachlässigt zu sehen. (17.1.2017)

  Retweet: Ein Buch aufschlagen und Buchweiß und -schwarz trennen. Buchweiß steif schlagen.

  Retweet: Für mich wäre ja eine Buchhandlung mit Couch das, was andere eine möblierte Ferienwohnung nennen.

  Retweet: Was, wenn Buchrückgabemaschinen all die eingeworfenen Bücher heimlich lesen, Bewusstsein entwickeln und die Weltherrschaft übernehmen?!

  Retweet: Ich möchte gerne mal jemanden kennenlernen,der sich mit einem mittelmäßigen Buch und einem schlechten Rotwein ungemütlich auf die Couch legt.

  Retweet: Wenn du die erste Seite in einem neuen Buch liest und sofort das Gefühl hast, dass es gut wird. Unbezahlbar.

  Retweet: "Du sollst nicht hungrig einkaufen gehen!" gilt auch für Buchhandlungen.

  Retweet: Hätte ich einen Bauernhof, säße ich den ganzen Tag in einem Gartenmöbel, würde Ostfriesentee trinken und meinen Hühnern Flaubert vorlesen.

  Retweet: Dass Bob Dylan seit zehn Tagen kein Wort zum Literaturnobelpreis verliert, gefällt mir gut. Denis Scheck hätte das nie geschafft.

  Retweet: "Bringst du Lebensmittel mit?" "Was brauchen wir?" "Einen Roman, ein Sachbuch und die Lyrikbände sind auch wieder alle..."

  Die Jahresgebühr in der Stadtbibliothek ist fällig. Blöd nur, daß man mit abgelaufener Frist nicht mehr auf sein Konto zugreifen und somit keinen Einblick auf den Status quo der Ausleihe nehmen kann. Eine zu restriktive Handhabung! Hätte ich gestern am Schalter nicht nochmal nachgefragt, wäre mir ein Buch, das sich zuhause unter einem Stapel anderer Bücher versteckte, durch die Lappen gegangen. Denn ich hatte vor, die Bibliothek erst nach einer Pause wieder zu nutzen und die neue Gebühr auch erst dann zu bezahlen. Manchmal frage ich mich, wer denkt sich solche Bedingungen aus? Gerade WENN etwas zu klären ist, sollte doch Zugang zu den Mitglieds- bzw. Kontoinformationen haben. (13.10.2016)

  Noch FAB aus 48 längst gelesenen Büchern abtippen, dann habe ich's. Bei den kürzlich gelesenen bin durch und besser hinterher, was unter anderem daran liegt, daß ich bei Bibliotheksbüchern, die zurück gegeben werden müssen, gezwungen bin, die Fundstücke abzutippen. Und bei den Büchern, die ich als E-Books lese, ist das Erfassen der FAB durch Copy & Paste so viel einfacher und dadurch die Überwindung, es zu tun, sehr viel geringer. (13.10.2016)

  Retweet: Könnt ihr mir ein gutes Buch empfehlen? Ist für'n Selfie.

  Retweet: Manche Filme sollten in Büchern bleiben.

  Stephan Wackwitz schreibt in "Die Bilder meiner Mutter" gerade über "das folgenreichste und mich am nachhaltigsten glücklich machende Geschenk meiner Kindheit". Weil mir gerade die Zeit fehlt, halte ich dies fest, um später daran anzuknüpfen. - Bei der Lektüre des Buches zu viel Input, als daß ein anständiger Lesefluß zustande käme. Vor- und Nachteil in einem. Auch über den durch zuviele Informationen und Funde gestörten Lesefluß muß ich eine Plauderei verfassen...(6.10.2016)

  Ich lese [hier irgendeinen Wälzer einsetzen] von [hier dessen Autor einsetzen] bestimmt schon länger, als er/sie daran geschrieben hat.

  Retweet: Mit mir ist gut Kirschen essen. Und Bücher lesen. Bücher kaufen. Bücher horten. Über Bücher reden. Bücher lieben.

  Retweet: Morgens Aronal, abends Buch.

  Retweet: Abschied vom ausgelesenen Buch, in das man sich ein bisschen verliebt hat. Fast möchte man sagen: »Leg du zuerst auf.«

  Retweet: Wenn ich eBooks kaufe, dann nur die preiswerten Mängelexemplare, wo hier und da ein Bit fehlt oder ein Eselsohr mit eingescannt wurde.

  Retweet: "Was ist Deiner Meinung nach das raffinierteste Sexspielzeug?" "Sprache."

  Retweet: Wer kam eigentlich auf die Idee mit Snickers? Wenn es mal wieder länger dauert: Schnapp Dir ein Buch!

  Retweet: Je älter ich werde, desto klare erkenne ich, dass ich mind. noch ein Leben brauche, um alle Bücher zu lesen, die mich begeistern würden.

  "Weniger lesen, dafür doppelt": Wir lesen falsch. Wir lesen zu wenig selektiv und zu wenig gründlich. Wir brauchen einen anderen Umgang mit Lektüre: Plädoyer für eine radikale Buchkur. -- "Stellen Sie sich nun eine Buchlesekarte mit fünfzig Feldern vor. (...) Bevor Sie ein Buch lesen, müssen Sie ein Feld entwerten. (...) Es wird Ihnen unmöglich sein, eine neue zu beziehen. Ist die Karte aufgebraucht, können Sie keine neuen Bücher mehr aufschlagen (...) und auch nicht Schwarzlesen. Fünfzig Bücher für das ganze Leben – für viele Menschen ein 'non-issue', (...) eine entsetzliche Vorstellung. Wie soll man mit so wenigen Büchern halbwegs zivilisiert durchs Leben kommen?"

  Retweet: Wir beginnen mit leichten Aufwärmübungen am Bücherregal.

  "Wer die Wahl zwischen zwei Büchern hat, sollte immer beide nehmen."

  Kommentare, die ich in Foren oder Blogs abgeben, platziere ich als Kopie gerne auch hier. Verlinken kann ich den folgenden nicht, weil der Thread nur für Mitglieder im KF sichtbar ist: "Gelesen wird in meinem beruflichen Umfeld schon, das muß ich konzidieren. Wenn sich nachts mal eine Gelegenheit ergeben sollte, zücken viele Kolleg:innen ein Buch, immer aber Schmöker. Eine Schnittmenge findet sich nicht. Familie, die liest, habe ich keine, Familie, die nicht liest, kaum noch, Freunde, die hier wohnen, nur zwei. Einer liest nicht, der andere liest fast nur politische Sachbücher. Es ist zum Mäusemelken. - Ich zücke natürlich immer und überall das Buch, welches ich gerade lese, ging beispielsweise mit dem Antunes-Klotz "Fado Alexandrino" in mehrere Arztpraxen, die ich besuchen mußte, und wurde klarerweise daraufhin angesprochen." (3.8.2016)

  Retweet: "Welches Buch hat Ihr Leben verändert?" "Kafkas 'Verwandlung'". "Vielen Dank, Herr Samsa."

  Als ich nach meiner mehr als zwei Jahre andauernden Leseflaute im Januar wieder zu lesen begann (hätte beinahe "anhub" geschrieben), geriet ich in eine kleine Depression ob all der Bücher, die ich in den Jahren hätte schaffen können und, allgemeiner, ob der vielen, vielen Bücher, die ich nie werde lesen können. Das hat sich inzwischen gegeben. Erstens aus der Einsicht heraus, daß dieser Kampf nicht gekämpft werden sollte; man kann ihn nicht gewinnen. Zudem schwindet das Windmühlengefühl, wenn man gute und inbesondere lange Bücher gelesen hat, deutlich! Nach "Fado Alexandrino" oder "Jahrestage 1", den beiden letzten Lektüren, bin ich regelrecht satt und brauche diese im aktuellen Literaturbetrieb gehypten und enthusiastisch empfohlenen Bücher nicht mehr, nach denen ich, als ich lesebiografisch absolut ausgehungert war, gierte. (1.8.2016)

  Wie heißt eigentlich der Fachausdruck für die Depression, die einen eingedenk all der Bücher, die man nie wird lesen können, beutelt?

  Gestern war ich wie in der Vorwoche im Buchlager (bei Facebook) und kaufte 15 Bücher für 15 Euro. Ihr erinnert euch: jedes Buch für 1.- (Der Verkäufer: "Bei dem Preis kann man ja nichts falsch machen!") - Auflistung folgt noch, da ich meinen Ranzen noch nicht ausgepackt habe und gestern nur damit beschäftigt war, das tagsüber erzeugte Lesedefizit abends auszugleichen, um auf das Minimum von 100 Seiten Lobo Antunes am Tag zu kommen. (30.7.2016)

  Retweet: Gäbe es doch noch mehr Bildung in der Welt! Die Klassiker bleiben wunderbar aber leider kennen sie nur mehr wenige...

  Im KF bemerkte ich, daß ich als Kind und Jugendlicher die Mosaik nicht las und wurde gefragt: "Wie kommts, dass du nie ein Mosaik gelesen hast? Eigentlich sinds doch recht gute Geschichten." Ich schrieb: "Keine Ahnung. Ging ebenso wie Karl May an mir vorbei. Ich wußte, daß es die Hefte gab, habe wohl auch ab und zu hineingeschaut, kann mich aber nicht erinnern, jemals überhaupt nur eines zur Gänze gelesen zu haben. Bis zu meinem 16. Lebensjahr las ich fast ausschließlich religiöse Literatur. Bis zu meiner literarischen Initiation mit Tschingis Aitmatows "Der Tag zieht den Jahrhundertweg", das uns in einer Gruppenstunde in der katholischen Jugend einmal von einem Gemeindemitglied (Lehrer) vorgestellt wurde. Von Stund an las ich Belletristik, ausgehend von den Russen.

  Gestern suchte ich einmal wieder das im Plagwitzer Westwerk angesiedelte Buchlager (bei Facebook) auf, wo jedes Buch 1.- Euro kostet, und erstand fünf Bücher. Zwei Erzählbände: "Der Gaukler Pamphalon" von Nikolai Leskow (Rütten & Loening) und "Heiraten. Sechszehn Ehegeschichten" von August Strindberg (Hinstorff). Die andere 3 gehören, wie ich erst nachillern mußte, einer umfänglicheren Werkausgabe, allesamt in den 70er und 80er Jahren in der Leipziger Dieterich'schen Verlagsbuchhandlung erschienen, die es offensichtlich noch, wieder oder weiterhin in Mainz gibt. Aha, es ist der weiterbestehende westdeutsche Arm der Sammlung Dieterich. Mir fehlen, nachdem ich die Bände 1, 3 und 4 erwarb, also die Bände 2, 6, 7, 8 und 9. Soweit ich das recherchiert habe, gab es keinen Band 5. Weiß man da Genaueres? Ob er geplant war oder einfach vergessen wurde?

  Retweet: Das Langzeit-EKG muss Aufschluss darüber geben, was mein Herz nachts tut. Wahrscheinlich liest es mit der Taschenlampe unter der Bettdecke.

  Retweet: Immerhin, nach dem Ehe-Aus kann sich Sky DuMont jetzt wieder voll auf seinen Verlag konzentrieren.

  Retweet: Wäre 2016 ein Roman, hätten wir ihn längst alle wegen des total unplausiblen Plots abgebrochen.

  Retweet: Ich muss unbedingt diesen Roman weiterlesen. Die Figuren beschweren sich schon, weil sie seit Tagen in einem Restaurant festsitzen.

  Retweet: Ein Schiedsrichter, der statt einer gelben Karte Reclam-Hefte aus seiner Tasche zieht.

  Retweet: Es gibt nix, was mehr Erotik ausstrahlt, als wenn man gut mit Wörtern und Sprache umgehen tut.

  Ein Freund hat Bücher aus einem Depot weggeworfen, das er jahrelang für jemand anderes aufbewahrt hat. Die Bücher stammen aus der Bibliothek einer Frau, die Sekretärin bei einem Nazi gewesen war. Es handelte sich überwiegend um ideologisch gefärbte Literatur: Atlanten, Lehr-, Schul- und Fachbücher aus dem Dritten Reich. Der Freund warf die Bücher weg, wollte diesen Dreck aus der Welt geschafft sehen. Ein Antiquar hätte sich angesichts solch eines Fundus sicherlich die Finger geleckt. Hättet ihr die Bücher ebenfalls weggeschmissen oder lieber einem Antiquar ein Schönwetterleuchten in die Augen gezaubert? (8.6.2016)

  Ob denn überhaupt jemand all diese zur Verfügung gestellten Texte liest? Persönlich habe ich noch nie jemanden getroffen, der sich Klassikertexte auf diese Weise ordert. Die Klassikleser sind ohnehin eine Untermenge einer Untermenge an einigermaßen sich dem Geist verpflichtet fühlenden Menschen. Aber Leser, die das PG als Grundlage nehmen? Ich gestehe, neugierig zu sein und solche Dinge partout wissen zu wollen.

  Ein kleines Kuriosum meines Umgangs mit fremden Anstreichungen in Büchern. Diese Markierungen, beispielsweise in aus Bibliothek entliehenen Büchern, muß ich bei der Lektüre entweder wegradieren, insofern sie mit Bleistift verbrochen worden sind, oder unkenntlich bzw. als fremde erkenntlich machen, damit ich später beim Abtippen der von mir initiierten Textstellen (für meine Homepage=FAB) nicht durcheinander komme.

  Als ich jüngst beim lesenswert-Quartett einer Diskussion über den neuesten Roman "Der Jonas-Komplex" von Thomas Glavinic folgte, wo Denis Scheck behauptete, daß, wenn ein unbekannter Autor solch ein Manuskript eingereicht hätte, man es ihm um die Ohren gehauen hätte, fragte ich mich, ob und wie die Verlagsmenschen mit Texten ihrer renommierten Autoren umgehen, die sie gerne ablehnen würden. Ob das zur Sprache kommt oder ob ein einmal arrivierter Schriftsteller sozuagen ein Freibrief (oder Freibuch?) für die Zukunft hat.

  Mein "kleiner" Kindle hat sich zweifellos amortisiert. Er ist in die Jahre gekommen, d.h. man sieht ihm die Jahre auch an. Noch geht dem Akku der Atem nicht aus. Doch ist mir bewußt geworden, daß auch an einen solchen Gerät der Zahn der Zeit nagt, daß Kratzer auf dem Gehäuse und dem Display entstanden sind, daß Pixelfehler den Lesefluß zwar noch nicht verunmöglichen, aber doch minimal stören. Hin und wieder ertappe ich mich beim Gedanken an einen Nachfolger und ob wieder ein einfacher Kindle reichte oder ein anderes Modell erwogen werden sollte.

  "Nachschubbegehr", ein tolles Wort für den Umstand, wenn ein Verlag von einem erfolgreichen Autor ein zweites Buch möchte.

  Retweet: Neulich beim Klassentreffen Die Anderen: "Mein Haus. Mein Auto. Mein Job." Ich: "Meine Regale. Meine Bücher. Mein Glück."

  Retweet: I am a hybrid. I run on books and tea.

  Retweet: Ich rechne Freizeit immer noch in Bücher um.

  Retweet: Und jetzt: Vor das Regal mit den ungelesenen Büchern stellen und "ich hab nichts zu lesen!" rufen.

  Retweet: Der Duden ist schwer von Begriffen.

  Die Leipziger Stadtteilbibliothek in Plagwitz wird zurzeit renoviert. Deren Bücher sind ausleihbar, müssen allerdings vorbestellt werden, was eine Gebühr von 1.- Euro pro Buch bedeutet. Das finde ich ein bißchen komisch; denn Vorbestellungen gelten eigentlich Büchern, die andere entliehen haben und bei denen man sich sozusagen in die Warteschlange stellt. Die Bücher aus Plagwitz sind frei, und man muß quasi wegen der Renovierungsarbeiten blechen, für die ich als Leser und Benutzer nun wirklich nichts kann. (11.4.2016)

  Retweet: "Was hat er, das ich nicht habe?" "Bücher gelesen."

  Die meisten Bücher, über die ich nachlese und nachhöre, gehören zur Kategorie "Würde ich gerne lesen, wenn mehr Zeit vorhanden wäre". Das ist die Crux. Denn übrig für ein Leseleben können ja nur die wenigen bleiben, die man dann tatsächlich lesen kann. Die Prozedur, diejenigen aus der ersten, größeren Gruppe in die zweite, kleinere (und mit zunehmendem Alter immer kleiner) werdenden Gruppe zu überführen, ist leidvoll, weil mit Verzicht verbunden, mit dem Entsagenmüssen, dem traurigen Hinterblicken, wenn die Titel ungelesen am Horizont verschwinden und im Orkus verschwinden, aus dem sie höchst selten wiederauftauchen, wiederauftauchen dürfen, was dann allemal ein besonderes Fest ist. (29.3.2016)

  Das, was mir an den Arbeitstagen zu lesen gelingt, kann man getrost in den Skat drücken. Das Leben, das kein Leseleben mehr sein kann, ist keines mehr. Unbedingt gehört etwas daran geändert.

  Darf der Buchhändler oder Antiquar einem 1 Attest ausstellen, das einem zum Behufe des Lesens vom nächsten Nachtdienst befreit?

  Momentan komme ich mit dem Sortieren neu eingegangener Bücher/Lesewünsche nicht hinterher und damit eben auch mit dem leidvollen Hintanstellen von Büchern. (27.3.2016)

  Retweet: Wenn man in seinem momentanen Leben viele gute Karmapunkte bekommt, bekommt man dann im nächsten Leben mehr Lesezeit?

  Ich finde nichts Ehrenrühriges daran, der Realität durch Lektüre zu entkommen. SO anheimelnd sind die Bedingungen nicht, unter denen man gemeinhin leben muß. Allein schon, daß man arbeiten muß. Gäbe es ein BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen), wäre ich der Erste, der davon schmarotzen würde, um zu lesen. Das "echte" Leben gegen das durch Bücher erlesene auszuspielen, halte ich für unverständlich. Ich bin froh, daß es Bücher gibt, die man als Geisteserweiterung verwenden kann.

  Retweet: Es gibt Menschen, die hätte ich gerne als Buch.

  Retweet: Wer Buchstützen braucht, hat nur zu wenig Bücher.

  Retweet: Einfach das gute Buch gegen das schlechte Wetter halten.

  Retweet: Man kann nicht alle guten Bücher lesen. Aber man muss es versuchen.

  Bin durch einen bekannten & bewunderten Leser, der Stefano D’Arrigos "Horcynus Orca" bewältigte und letztens auch James Joyces "Finnegans Wake" sowie andere literarische Zumutungen wie Hans Henny Jahnns "Fluß ohne Ufer" las, zutiefst, ich wiederhole, zutiefst deprimiert.

  Verständlich, daß einen Leser, wenn man selbst schwächelt oder versagt, eher deprimieren?

  Als im Tatort Château Mort jemand sagte: "Es gibt Dinge, die erfordern unsere ganze Aufmerksamkeit", dachte ich spontan an "Bücher". Gibt es noch Rettung?

  Retweet: Ich heb schöne Wörter für dich auf, gefaltet, gebügelt und nach Silben sortiert.

  "Auch Sie müssen Ihre Seele nähren." (Backstrom S01E03) - Wo ist das nächste Buch?

  Bei den berühmten 3 Wünschen einer Fee, wäre einer bei mir, Redakteur des Büchermarktes werden zu wollen.

  Hat schon mal ein Leser und Bibliomane einen Nobelpreis gewonnen? Wie geht das mit den Nominierungen?

  Retweet: Ich denke, Bücher stehen später glücklicher im Regal, wenn sie am Meer gelesen wurden.

  Retweet: 'Buch zu!' ist mein 'Licht aus!'.

  Retweet: Ich kann machen, das alle Nachbarn gleichzeitig mähen, bohren und sägen. Ich muss mich nur mit 1 Buch vors Haus setzen.

  "Books are no more threatened by Kindle than stairs by elevators" (Stephen Fry)

  Im TV-Programm der Straßenbahn vorhin der Hinweis "Heute ist Valentinstag. Denken Sie an Ihre Liebsten!". Ich habe auch schon meine Bücherregale abgeküßt.

  Aufgeschnappt: "Wusste nur grad nichts mit dem Begriff Bastei-Lübbe anzufangen." "Du bist wohlbehütet durchs Leben gekommen."

  In einer Tirade von Beleidigungen: "Du bewegst beim Lesen deine Lippen!" (Psych S06E14)

  Retweet: Als Jugendlicher wollte ich mich mit Charles Bukowski zu Tode trinken. Jetzt bin ich erwachsen und will das nicht mehr. Dafür mit Hemingway.

  Aufgeschnappt: "Facebook ist manchmal down. Bücher laufen offline erst so richtig zur Höchstform auf."

  Retweet: "Ohne dich wäre ich nur ein Strich in der Landschaft", sprach das Komma. "Und du bist meine Atempause", flüsterte der Satz.

  Retweet: Bei den meisten Fotos von Franz Kafka kommt mir der Verdacht, dass er in Wirklichkeit Vulkanier war. Und plötzlich ergibt alles Sinn.

  Retweet: Das Sortieren von Büchern nach Farbe sollte unter Androhung von körperlicher Züchtigung verboten werden!

  Retweet: Dass ein Buch "erscheint", klingt mir eigentlich zu religiös.

  Etwas, was ich in Krimis eher selten erwarte: "Ich möchte Ihnen einige Fragen zu Ihrem Leseverhalten stellen." (Forever S01E06)

  "Ich habe meinen Fernseher abgeschaltet." "Lassen Sie mich raten. Sie lesen gern?" (Dead like me S02E12)

  Retweet: Das Buch am Ende des Kapitels ganz vorsichtig auf den Tisch legen, damit die Buchstaben nicht aus Versehen durcheinanderpurzeln.

  Für die Leser damals waren die Klassiker Gegenwartsliteratur. Warum also nicht heute schon zukünftige Klassiker lesen?

  Bei pechsträhnigen Bibliomanen kommt das Bücherpäckchen mit Sicherheit genau dann, wenn sie kurz einkaufen sind.

  Gekonnter Spam würde mir nicht "die Richtige" oder "den Richtigen" anbieten, sondern "das richtige" - Buch.

  Als ich in Philea's Blog vom Hotel-Raben las, fiel mir der Leselust-Rabe ein, von dem ich der Meinung war, ihn in meiner Sammlung von Bibliomanika selbstverständlich zu besitzen. Intensivstes Nachwühlen, verbunden mit enormem Blutdruckanstieg, drohenden Ohnmachtsanfällen und Schnappatmung, ergab keinen Fund, was einen hektischen Bestellvorgang bei Booklooker auslöste, wodurch die Krise langsam bewältigt werden konnte. Überhaupt muß ich mich mal in Bewegung setzen und die zahlreichen Kauflisten, was "BuchBücher" betrifft, abzuarbeiten beginnen.

  Retweet: Eine Gedenkminute für all die Bücher, die gerade nicht gelesen werden, weil sich Menschen lieber den Schrott im TV reinziehen.

  Retweet: Einst auf dem Sterbebett werden wir bereuen, all die ungelesenen Bücher, die nicht gesehenen Serien, das ungetrunkene Bier! Doch, doch!

  Retweet: Ich gehöre ja noch zu den Menschen, die das Buch gelesen, aber die Verfilmung nicht gesehen haben.

  "Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog it's too dark to read." (Groucho Marx)

  "Liebesromane können Sie keine schreiben, so wie Sie die Dinge auf den Punkt bringen." (Rosenheim Cops S07E20)

  Im Klassikerforum schrieb ich, daß ich mit Der Beweis den zweiten Teil der Agota-Kristof-Trilogie im zweiten Waschgang lese und hoffe, daß es nicht ausbleicht.

  Im Klassikerforum wurde ich gefragt, warum ich mich gezwungen habe, statt eines Gegenwarttitels einen Klassiker zu lesen. Zugegebenermaßen hätte ich lieber zu Thomas Hettches "Pfaueninsel" gegriffen.

  DIE schriftstellerische Herausforderung, heutzutage statt einer Dystopie eine Utopie zu schreiben.

  Retweet: Ein gutes Buch verschlingst Du, ein sehr gutes Buch verschlingt Dich.

  Retweet: Vorteil von echten Büchern gegenüber Hörbüchern: Man wacht immer genau an der Stelle auf, an der man drüber eingepennt ist.

  Retweet: "Wir haben mal als Vorgrippe bei den Ärzten gespielt" (Peter Glaser)

  Retweet: 48% of librarians want to go to bed early but their book won't let them.

  Retweet: "Hab auch so 'ne Brille." "Ich hab dich noch nie damit gesehen." "Schon seit Jahren. Ich trag sie nur zum Lesen." "Das erklärt einiges."

  Muß man für jeden lektürefreien Tag später 1000 Jahre mehr im Fegefeuer verbringen?

  Zweiter Urlaubstag. Ergiebiger Dauerregen. Bibliomanenglück.

  Dabei liegt das Glück doch auf der Hand: in jeder freie Minute lesen.

  Zwei Stunden Lektüre haben mich nach 12 Tagen wegen Arbeit Dahinvegetierens wieder zum Menschen gemacht.

  Doctor Who S07E05 - "Die Macht des Wortes" - ist biblioman angehaucht. Beispielsweise reißt der Doctor die letzte Seiten eines Buches heraus mit der Bemerkung: 'So endet es nie."

  Retweet: Wenn Du Dein Ohr ganz nah an einen Schundroman hälst, kannst Du die Bäume ganz leise weinen hören.

  Retweet: Die besten Bücher malen keine Bilder, sie geben der Fantasie den Pinsel in die Hand.

  Ein Büchersammler mit 'ner Zwangsstörung. Sowas gibts nicht so schnell wieder. (Castle S05E23)

  Retweet: "Ich lese mehr Bücher als du!" "Ich lese dafür genauer und mehr Klassiker" "Aber ich lese mehr Bücher als du!" Handgemenge.

  Retweet: Wenn man Kinder hat, ist der einzige Ort, an dem es möglich ist für zehn Minuten ungestört ein Buch zu lesen, das Gemüsefach im Kühlschrank.

  Irgendwo gelesen, daß Klassiker das Gemüse der Literatur wären. Sehr gesund, aber das Gros ißt lieber Fast Food.

  4 Arten literarischer Bücher - Eine andere Weise der Einteilung: 1. gute, aus denen man kaum zitieren kann. 2. schlechte, aus denen man nichts zitieren kann oder mag. 3. gute, die ein wahres Füllhorn an Zitaten abwerfen. 4. schlechte, die zwar nicht zum weltliterarischen Schatz gehören und trotzdem Lichtmomente haben und Zitierbares ausspucken.

  Die Qual der Wahl. Auf der Suche nach dem nächsten Buch. Eines der schönen Leiden eines Bibliomanen.

  Zum Indiebookday bemerkte jemand: "'Indie' ist bei Büchern gerade das geworden, was 'Bio' bei Lebensmitteln ist." - Was dann wohl analog bei den Büchern Veganer sind?

  Lesen? Ich kann nicht, wenn alle gucken.

  Retweet: Sarrazins erstes Buch war übrigens "das meistverkaufte Sachbuch seit 1945". (Das meistverkaufte Sachbuch bis 1945 war von wem anders.)

  Heute Nachmittag war ich zum ersten Mal nach der Renovierung in der Leipziger Stadtbibliothek bzw., wie ein Schild am Eingang stolz kundtut, in der Leipzig Public Library. An einem der Terminals, wo man im OPAC stöbern kann, klebte ein Zettel am Bilschirm: "Sucht nicht zu lange, sonst greift euch eine Hand von unten an die Eier!"

  Wenn man seit Monaten kein Buch liest, aber Rezensionen und Empfehlungen wahrnimmt, sollte es nicht verwundern, wenn die Leseliste unkontrolliert zuwuchert.

  Meine Follower/Leser können die von mir gelesenen Bücher quasi als mit/auch-gelesen abhaken.

  Wenn die Kirche sich immer ans Armutsgebot gehalten hätte, bräuchten wir heute viel weniger Kunstbuchverlage, Reiseführer und Museen.

  Retweet: Liebe Besitzer voller Bücherregale zu Dekozwecken: Bücher sind wie Fallschirme. Sie nützen euch nichts, wenn ihr sie nicht öffnet.

  Retweet: "Ich schmeiße das Buch jetzt ins Feuer." "WAS? Bist Du lesensmüde?"

  Bibliomanen-Version des -Frauen-Kleiderschrank-Problems: Was soll ich nur lesen?

  Retweet: Subtext des Autors: „Eigentlich wollte ich nicht so lange traurig sein. Aber solange Sie es mir abnehmen, nutze ich das natürlich aus.“

  Ich habe vergessen zu bezahlen. Ich war noch an die Gefängnisbücherei gewöhnt. (Castle S03E03)

  Retweet: Wenn es bei Büchern auch eine Lesebestätigung geben würde, sähen die Hitlisten sicher anders aus.

  Retweet: Poeten haben es leicht. Sie haben ihr Versteck gefunden.

  Retweet: "Ein deutscher Roman über Schwermut" Ist das nicht ein Pleonasmus?

  Retweet: Bücher nach ihren Lieblingslesern fragen.

  Das Schöne am Papierbuch: daß es nach einigen Minuten Timeline lesen und selbst posten nicht ausgeht.

  Wieviel und welche Bücher Art Garfunkel in 44 Jahren las, zeigt seine LGB (Liste gelesener Bücher).

  Merkwürdigkeiten des Buchmarktes. Sprechen sich Autoren ab? Nach Reinhard Jirgls "Nichts von euch auf Erden" spielt nun auch Georg Kleins Die Zukunft des Mars auf dem Mars.

  Retweet: Lesen Sie denn gar nicht? Nein, ich schaue mit nur die Buchstaben an.

  "Bücherfaultier" (Bonner/Weiss: Generation Doof).

  War gerade wählen. Als Bibliomane kommt eine gute Wahl glücklicherweise aus dem Effeff.

  "Nur etwas leichte Lektüre, falls ich mich langweile." "Ulysses von J. Joyce..." "Jedem das Seine, Nr. 1." (Star Trek TNG S03E19)

  Mir ist von den vielen N's in meiner aktuellen Lektüre (Annette Pehnts "Brennnesselsommer") ein wenig schwindelig.

  Andere Menschen, die nicht lesen, sind kein Trost.

  Ich bin ein technophober Bibliomane. Oder anders: Ich freue mich über den Kindle, den ich hasse.

  Meine E-Book-Euphorie ist ein bißchen verflogen. Nicht nur weil der Kindle zickt.

  Retweet: Nach einem ausgelesenen Buch fühle ich mich immer ein bisschen einsam...

  Ein Text als Buch ist immer noch etwas anderes als ein Text als Text. Es kommt da immer etwas hinzu, eine Fernrückung, ein Fremdes, das mir, dem Autor, völlig neu ist. (Alban Nikolai Herbst)

  Als Nichtlyrikleser schießt einem manchmal die Schamesgoethe ins Gedicht.

  Retweet: Wenn ein Buch in den Bus einsteigt, steht mein Smartphone auf und bietet ihm einen Platz an.

  Ich war heute in 2 Plagwitzer Antiquariaten wo ALLE Bücher je 1.- Euro kosten. 1 davon heißt Volksbuchhandlung und hat nur DDR-Bücher.

  Ich lag die ganze Nacht auf meinem Kindle. Noch unklar, ob und welche Auswirkungen das haben wird.

  Telefonbuch mit Schutzumschlag. (Jochen Malmsheimer)

  Ich habe schon lange keinen Strafzettel mehr für Geschwindigkeitsübertretung beim - Lesen bekommen.

  We may not have much money, but we'll always have plenty of books. (Sylvia Plath)

  Die Spezies der Bücher, um die man lange herumschleicht.

  Gastgeber mit "künstlich entrüstetem 'Das wäre aber nicht nötig gewesen!'" (Thomas Breuer: Leander und der tiefe Frieden)

  Retweet: Wie es in den Star Trek Serien immer einen gibt, der Ulysses liest. Deshalb nennt man es wohl Science-Fiction.

  Retweet: Buch öffnen. Schließen. Weiterlesen. Schließen. Weiterlesen. Schließen. Weiterlesen. Schließen. Auslesen. Schließen. Reicher sein.

  Retweet: Ein Buch erzählt eine Geschichte auf hunderten von Seiten, eine Gitarre erzählt unendlich viele und braucht dafür nur sechs.

  Retweet: "Unsere Bücher haben noch Haptik!", rief der Abschreibmönch erzürnt. "Aber dieser Gutenberg mit seiner Billiglohn-Massenproduktion ..."

  Darf ein Buch, in dem keine Akku-Probleme auftauchen, unter SF subsumiert werden?

  Retweet: Wenn mir langweilig ist, suche ich in Gedichtbändchen nach Ungereimtheiten.

  Immer wenn mir in einer meiner Serien ein lesender Mensch begegnet, überkommt mich abrupt das schlechte Gewissen.

  Früher in der Bahn wollte man den Buchtitel eines Lesenden erspähen, heute die Art seines E-Book-Readers.

  Um in amerikanischen Serien einen klugen Mann zu markieren, läßt man ihn mit Dostoevskij "Schuld und Sühne" herumlaufen.

  Retweet: Nach Streichung sämtlicher überflüssiger Adjektive, wären amerikanische Romane nicht dicker als ein Bastei Lübbe Heimatroman. In Großdruck.

  Retweet: Manchmal nimmt man das Buch, das man gerade beendet hat, noch einmal mit ins Bett, weil man noch nicht ohne es sein kann.

  Retweet: Die ganzen ungelesenen eBooks auf der Festplatte machen nicht so viel schlechtes Gewissen wie die Bücherstapel neben dem Sofa.

  Retweet: "1993: Buchladen. 2013: Buch laden"

  Schriftsteller => Satzsucher; Leser => Schatzsucher.

  Hofmanns Buch "Unsere Vergeßlichkeit" ist wieder eines, bei dem man den Zitatebleistift nicht aus der Hand legen mag.

  "Textamazone" (= Lektorin) (Jutta Profijt)

  Leselisten zu führen hilft. Habe seit 2008 nicht mehr Thomas Mann gelesen. Jean Paul seit 2006. Usw.

  Mitleid mit S. Lewitscharoff wegen der medialen Flutwelle, die ihre Schwimmkräfte jetzt herausfordert.

  Literarisches Schulterzucken. Was weiter, was noch von George Sand? Dieses Rätselraten bei gewissen Autoren...

  "Väter und Söhne" gehört BTW zu den 6 Büchern, die Thomas Mann auf die berühmte Insel mitgenommen hätte. Auch Hermann Hesse nahme es in seine 'Bibliothek der Weltliteratur' auf.

  Die ständigen Entscheidungen für oder gegen ein Buch machen Leser zu den versiertesten Zweifler unter den Menschen.

  Multiple Orgasmen? Klar, wenn ein gutes Buch mehr als 1 Seite hat...

  Mit 47 Jahren sollte ich literarische Entdeckungen als abgeschlossen betrachten und mich ausschließlich Wiederlektüren widmen.

  Damit ich mich heute Abend glaubwürdig beklagen kann, darf ich jetzt nicht den Fehler machen, mit Lesen zu beginnen.

  Neuer Thread im LSF: Wo sind die Feuilleton-Bücher-Leser?, in dem ich schrieb: "Sehr viele der von mir bevorzugten Autoren sind ja keine, die gegenwärtig Bücher neu auf den Markt werfen, aber auch keine strengen Klassiker. Milan Kundera - seit 13 Jahren keinen Roman mehr, Gert Hofmann - tot, Herbert Rosendorfer - tot. usw. Ich komme mir oft so vor, als stöbere ich in der Twilightzone zwischen den saisongierigen Autoren mit ihren neuen Büchern und den lexikasicheren Autoren.

  Suche einen Ghostreader, damit ich mal zu etwas anderem komme.

  Ich möchte nicht wissen, wie Monk auf Druckfehler reagiert hätte!

  Nachdem ich kürzlich gejammert hatte, daß ich mich bei der Auswahl der Lektüre von Klasikern neuerdings schwer tue, kamen einige konstruktive Vorschläge. Ich selbst hatte bereits vergessen, wie anregend es sein kann, die Verlagsdangebote von Reclam und Manesse zu beobachten, am besten regelmäßig die Neuerscheinungen, weil man im Wust des Gesamtkatalogs schnell verzweifeln kann. Ein weiterer Hinweis: sich Die wunderbaren Falschmünzer von Rolf Vollmann wieder vorzunehmen. Ansonsten merke ich, daß, nachdem ich begonnen habe, meine Aufmerksamkeit auf Klassiker auszurichten, die Blockade zu bröckeln beginnt und die Sache ins Rollen kommt. Jedenfalls habe ich jetzt genügend Klassiker in eine Wunschliste aufgenommen, um die nächsten 5 Jahre überstehen zu können.

  Neulich wurde ich als Lesemaschine bezeichnet. Verglichen mit einige Leserinnen des Literaturschockforums (z.B. hier bzw. Gesamtthread) bin ich in meinen Augen ein eher mittleres Licht.

  Da ich gerade gefragt worden bin, ob es außer Bücher noch 'ne Frau in meinem Leben gäbe, muß ich sagen: Bigamie ist hierzuland verboten.

  Ich wußte gar nicht, daß es mit TLDR (too long; didn't read) bereits ein Akronym für den Un/Widerwillen gibt, sich auf einen längeren Text einzulassen. Man zeigt damit zwar an, einen Text nicht ganz gelesen zu haben bzw. daß folgende Ausführungen eine Zusammenfassung bilden; letztlich aber heißt das doch: Schreib kürzer, du Arsch, wer hat schon Zeit und Muße, etwas Längeres zu lesen. (In Diskussionforen wird das Kürzel genutzt, um Spam oder unnütz Aufgelähtes abzuschmettern)

  Meine Güte, geht "Quasikristalle" von Eva Menasse fulminant los. Dann sofort die Befürchtung eines Abfallens und einer Verödung des Lesegenußes, quasi als masochistisches Psychospielchen des skrupulösen Lesers.

  Ich habe einem Autoren, dessen Buch ich gerade las, alles Gute gewünscht - im Eigeninteresse, damit ich noch in den Genuß weiterer seiner Bücher komme. Hinterher fiel mir ein, daß man einem Schriftsteller vielleicht nicht allzu kräftige Gesundheit wünschen sollte; denn wenns ihm zu gut geht, leidet womöglich die Inspiration oder der Impuls zum Weiterschreiben.

  Das beste Buch der Welt ist immer das gegenwärtige. Denn: 1. Würde man es sonst lesen 2. Wertet es den aktuellen Tag auf; und das Naheliegende ist uns doch summa summarum doch das Wichtigste.

  Den Ausdruck "geistig abgemeldet" in einem Autoreninterview mit Eva Menasse gehört, die mich Michael Kumpfmüller verheiratet ist und von sich erzählte, zum Schreiben täglich pünktlich 9 Uhr in die Wiener Staatsbibliothek zu gehen, wo sie sich Lärmschutzkopfhörer aufsetzt. Zuhause wäre sie vom Haushalt zu sehr abgelenkt.

  Lesen ist für mich kindleleicht.

  Aus der Leseforschung: Mädchen habe immer schon alles querbeet gelesen, auch "Jungenliteratur"; Jungen haben immer schon nur jungenspezifische Literatur gelesen.

  Buchgeschäfte sind immerhin so etwas wie die Pandabären des Einzelhandels. Alle finden sie schön und süß und keiner darf ihnen etwas tun, auch wenn ringsum alles andere zum Teufel geht und es immer schwieriger wird, sie am Leben zu erhalten. (Maximillian Buddenbohm)

  Britische Forscher durchsuchten 5 Millionen englischsprachige Bücher nach Wörtern, die Gefühle ausdrücken. Sie fanden heraus, daß sie im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer weniger wurden mit Ausnahme der "Angst", die besonders seit den 80er Jahren immer häufiger thematisiert wurde.

  Je besser der Buch-, desto höher der Blasendruck, weil man sich vom Objekt so schlecht losreißen kann.

  Augen auf bei der Buchwahl!

  Nicht so sehr Eigenbrötler bin ich, sondern Eigenbuchler. Oder vielleicht beides.

  Wäre ich ein Buch, dann wäre ich längst schon remittiert und makuliert.

  Spam, der mir "Vitales Sex-Leben" anpreist. Wir wärs mit "Vitalem Bücher-Leben"? Nähme ich sofort!

  Vorteil, wenn man pro Saison nur je 1 Jacke hat: Man kann den Bibliotheksausweis nicht verlegen.

  Fahrstuhl in Bibliothek war kaputt. 4 Etagen Bücher tragen, meine heutige Fitness.

  Nebst Glückwünschen zum 1. Advent mehrere Aufrufe gelesen, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Das wäre in meinem Fall: Lesen. Lange nicht mehr gemacht. Könnte, ja müßte man mal wieder...

  Retweet: Es geht mir mit Bildern wie mit Büchern. Mit anfassen ist besser.

  Retweet: "Bin gern gut vorbereitet. Habe mir daher zum Buch "Flirten, verführen besitzen" gleich noch das Buch "Trennung als Chance" dazu bestellt."

  Cicero nannte die Bibliothek die Seele des Hauses; das Haus hier war ganz Seele. Teile des Fußbodens und die Hälfte aller Wände wurden von Bücherregalen beansprucht. (Thomas Hardy: Blaue Augen)

  Seit heute also offiziell die Brandschutzzigarette, die ausgeht, wenn man sie nicht "bedient", also nicht an ihr nuckelt. Und schließt sich dann demnächst selbsttätig mein Buch, wenn ich über ihm einschlafe? Womöglich werden Bücher deswegen wegen Lebensgefahr indiziert, insbesondere wenn wenn man Folianten aus der Frühzeit des Buchdrucks liest. "Herr K. ist gestern Abend in seinem Haus beim Lesen eines Buches erschlagen worden. Die anwohnende Bevölkerung konnte rechtzeitig evakuiert werden." -- Und die Zigaretten zum Selberdrehen? "Bauen Sie ein Modellflugzeug?" "Nein, ich dreh' mir nur 'ne Zigarette."

  Muß man one-night-reads auch beichten?

  Retweet: "Warum, Bruder Baum, musstest Du für dieses Buch sterben?" (Denis Scheck)

  Retweet: Irgendwann werde ich während des Lesens für immer in einem Buch verschwinden.

  Das Buch als Sparringspartner im Lebenskampf.

  Wie stoßen zwei Bibliomanen an? Proust!

  Utopische Imagination: daß einmal Türsteher in Buchhandlungen nötig wären...

  Ein Freund, der eine Zeit lang nicht zum Lesen kam: "Ich lese und konnte mich sogar noch erinnern, in welche Richtung man umblättert."

  Habe einem Freund, den ich heute per Instant Messaging kaum zu Gesicht zu lesen bekam, geschrieben, daß ich ihn, wäre er ein Buch, als Rarissimum verkaufte.

  Der Rave des Bibliomanen wird in bpm angegeben - books per month.

  Ich höre und lese immer, wie wichtig und schön das Stöbern in Buchhandlungen und Antiquariaten den Bücherfreunden sei. Vermutlich bin ich einer der wenigen Menschen, die das überhaupt nicht mögen. Ich bin froh, wenn so wenig neue Anreize wie möglich auf mich einprasseln. Schon jetzt habe ich eigentlich ausgesorgt und bräuchte nie wieder einen neuen Autoren kennenlernen. Ich habe MEINE Autoren. Deshalb vermeide ich den ungeplanten Input. Hin und wieder schlägt dann doch ein Büchermeteorit in mein Leseleben ein und bringt Neues, d.h. Unordnung.

  Retweet: Das Facebookprofil anderer gibt oft doch mehr preis als beabsichtigt. Bücher: "lese eigendlich nich, fats nie!"

  Gibst du für Bücher aus viel Zaster, brauchst du beim Umzug einen Laster #buchlaster

  Neue Idee. Meine Liste gelesener Bücher führe ich seit 1989. Ab sofort will ich sie parallel zur bloßen Listung als Textdatei im Internet führen, versehe sie mit den Inhalt betreffenden Tags (Stichworten) und verlinke, wenn vorhanden, zum entsprechenden Wikipedia- und Perlentauchereintrag. Optional folgen weitere Links oder Einschätzungen zum Buch, die durch die Kommentarfunktion auch Diskussionen zulassen.

  Eigentlich sollte ein Leser und Bibliomane das Web 2.0 scheuen wie der Teufel das Weihwasser. In seinem Buch "Super Sad True Love Story" schildert der amerikanische Schriftsteller Gary Shteyngart einer Zukunft, in der Menschen Texte nicht lesen, sondern nur noch überfliegen. Die Kommunikation habe sich durch Internet, soziale Netzwerke und Smartphones verändert. Immer mehr Menschen schreiben selbst. Nur: wer liest das alles dann?

  Retweet: Schriftsteller aus Komma erwacht: "Nie wieder so lange Sätze!"

  Retweet: "Ich bin für einen Überwachungsstaat, dann könnte ich jetzt wenigstens jemanden Fragen, wo ich mein Buch hingelegt habe."

  Warum bekommt man auf ausgelesene Bücher eigentlich kein Pfand?

  "Technische Störung. Ihr Kabelfernsehen ist in Schwierigkeit geraten. Geraten Sie nicht in Panik. Widerstehen Sie der Versuchung zu lesen oder mit einem geliebten Menschen zu sprechen." (Simpsons, S06E20)

  Für einen Bibliomanen bleibt ein Vorsatz das ganzes Jahr das Gleiche.

  Weil im DLF gerade ein Gottesdienst übertragen wird, weiche ich auf Dradio Wissen aus und höre etwas Bibliomanes über den Büchersucher.

  Ein Dilemma an Silvesterabend. Ich müßte, um das nervige Geballere nicht mitzubekommen, nacheinander meine 22 CD/DC-Alben abspielen, worunter dann wieder die Konzentration auf die Lektüre leidet. Höre ich aber nichts oder etwas Klassisches, tönt das Geballere dazwischen, welches mich als schreckhaften Menschen dauernd aus der Bahn wirft.

  Mein Facebookalbum Books wird mit Fotos meiner Bücher gefüllt, also die Regale im Bücherzimmer, diverse Stapel. Da hier immer wieder Bewegungen und Veränderungen entstehen, sollte regelmäßge fotografische Dokumentationen nicht ausbleiben.

  Heimito von Doderer geizt in den Dämonen nicht mit Einwürfen wie "Das führte an dieser Stelle zu weit", "Darauf kommen wir an anderer Stelle zurück", "Diesem / Jenem könne man sich jetzt nicht näher widmen" usw. Man stelle sich vor, er hätte die Unterlassung nicht unterlassen. Um wieviel dicker wären "Die Dämonen" dann geworden, die mit 1345 Seiten nicht gerade als Kurzroman durchgehen?

  Auf FB ein Kommentar zu einem Zitat aus Doderers "Dämonen" - meiner aktuellen Leküre: "Mensch, die Strudelhofstiege steht in meinem Regal, ich sollt mir die Dämonen auch zulegen, was man hat, dat hat man." - Worauf ich schrieb: "Ich lese das aus der Bibliothek ausgeliehene Buch, da es so dick ist, daß, besäße ichs, das halbe Zimmer schon gefüllt wäre."

  Retweet: Ulysses. Noch 75 Seiten. Werde bald aus dem Clan der Versager ("Hab's nie geschafft") zu den Helden ("Hab' kein Wort kapiert") wechseln.

  Grandiose bibliomane Szene, als in "Die Säulen der Erde" (Teil 3 von 4) Jack von Aliena ein Buch gereicht bekommt und sie ihn prüfen will, er das Buch einen langen-kurzen Filmaugenblick verkehrt herum hält und jeder denkt: "Natürlich, der Prassel kann nicht lesen, alles klar" und er dann das Buch richtig herum dreht, lächelt und weiß, was es enthält.

  Daß ich meinen Kolleginnen erzählt habe, daß ich die Absicht habe, ein Buch zu kaufen, welches 200 Euro kostet, hat sie augenscheinlich dermaßen beeindruckt, daß nun des öfteren lauernde Nachfragen gestartet werden, ob ich mein Vorhaben bereits in die Tat umgesetzt habe.

  Wir müssen bei unseren Patienten neuerdings einen Schmerzstatus erheben. Ob und wie stark sie Schmerzen auf einer Skala von 1 bis 10 haben. In Ruhe und in Bewegung. Für uns Bücherleser analog die Frage, wie unsere Lesezufriedenheit aussähe? Meine heute: 1.

  Warum schielt man trotz des Wissens, daß man quasi 'seine' Autoren 'beisammen' hat, also für die einem noch verbleibende Lesezeit ausreichend Lesestoff verfügbar hat, immer noch und wieder nach Neuem?

  Ich bin gespannt, ob ich mich traue. Ich will mich, wenn in der Straßenbahn jemand laut telefoniert, was stetig zunimmt, nervt und vom Lesen vollends ablenkt, mich zu dem Betreffenden setzen und LAUT aus meinem Buch vorlesen. Ich habe es so satt. Lesen in der Straßenbahn ist durch diese Handyheinis fast unmöglich geworden.

  Bei dicken Bücher während des Lesens immer ein bißchen schwierig ist das Ungleichgewicht zwischen linker und rechter Hälfte. Ich stütze die rechte Hälfte von Tellkamps Turm inzwischen mit Jean Pauls Titan ab.

  Ich: "Es gibt Bücher- die immer wieder, wenn man sie erinnert, (...)" - Anderer: "Woran? " Ich: "An die Lücke, die das Buch selbst erzeugt, indem ich nicht gelesen wurde. Also wenn ich beispielsweise an "Jahrestage" denke, dann sofort das Unwohlsein, Johnsons opus magnum noch nicht gelesen zu haben. Wie ein schmerzender Zahn, dessen Vorhandensein die Zunge unentwegt erkundet."

  Es gibt Bücher
- die auf dem Radar auftauchen, die man bemerkt
- die in einen engeren Fokus rücken, die man zu begehren anfängt
- denen man hinterherspürt, denen man Gedanken und Begehrlichkeiten widmet
- die man sich unbedingt in seinem Regal wünscht
- bei denen es schmerzt, sie nicht endlich in den Händen zu halten und lesen zu können
- die immer wieder, wenn man sie erinnert, einen Schmerz verursachen und den Keil tiefer in die Lücke treiben.
Nenne zu jedem Punkt ein Beispiel.

  Ein deutliches Indiz dafür, daß ich ein Pechvogel bin. Seit 2 Wochen vorgehabt, ein stets präsentes Buch in der Bibliothek auszuliehen. Heute morgen nochmals nachgeschaut: ja, vorhanden. Fahre hin - weg, ausgeliehen. SO gehts mir immer im Leben.

  Booklookerverkäufer meldet sich, daß sein angebotenes und durch mich bestelltes Buch doch wesentlich mehr durch sein Kleinkind bemalt wurde als angegeben. Ob ich es mit Preisnachlaß dennoch haben wolle? So eine Frage stellt man einem Geizhals niemals vergeblich.

  Umfangreicher Bücherfragebogen. Da ich ja so wahnsinnig inkonsequent bin, wage ich mich an solche Sachen kaum heran, aus Angst, daß mir mittendrin die Puste ausgeht. Aber wenn selbst Herr Dahlmann angefangen hat?

  Heinz Budes großartiger Essay "Die Ausgeschlossenen" ist vielleicht nicht die passende Lektüre für den Tag der Einheit, wenn man gewillt sein sollte, sich sein rosarotes Bild, welche man von dieser Gesellschaft hat, zu erhalten. Es wird nämlich lädiert, und dies mit einer glasklaren Analyse, wie ich sie selten gelesen habe. Normalerweise eignen Sachbücher viel Redundanz, hier aber ist jeder Satz einmalig wichtig.

  Ist zwar schon einige Zeit her, sollte aber trotzdem erwähnt werden, daß ich mein erstes, durch Bookcrossing ausgewildertes Buch gefunden habe.

  Aus Arno Schmidts "Brand's Haide": "Die Misere verlesen." - "Drei Buchruinen holte ich aus dem Mantel..." - "Ein greises Brockhauslexikon..."

  Die frühen Dürrenmatt-Erzählungen duften ungemein nach Kafka. Ich habs eher nicht so mit surrealem Erzählen. Ich brauche den Bodensatz nachvollziehbarer Handlung und liebe eher die subtile Unheimlichkeit, die beispielsweise in Hartmut Langes Novellen liegt.

  Auch antiquarisch stoße ich, wenn ich denn doch mal ein örtliches Antiquariat besuche, viel eher auf so schon oft Vorgefundenes. Die Mühe, da nach stundenlangem Suchen eventuell irgendeine Perle zu finden, steht in keinem Vergleich zu dem, wie ich mich online bewege und orientiere und nach wenigen Minuten in Tipps und Bücherwünschen nur so schwelge und sie dank den Buchsuch- und Bestellmöglichkeiten auch umgehend einlösen kann. Ich jedenfalls komme von Büchergängen in Leipzig meist enttäuscht zurück und bereue es, wieder einmal hereingefallen zu sein. Von meinem Schreibtisch kriegt mich keiner mehr weg.

  Auch noch nie erlebt: Ich bekam heute eine Buchsendung, deren Verpackung aus Tapete besteht. Ordentlich, wohlgemerkt. Keine üble Idee. Für Sehende das Buch, und für Blinde die Raufaserbraille mit hoffentlich spannenden Geschichten.

  Während ich Tatort schaue, die Frage an einen Freund: "Du liest hoffentlich auch nicht!?" Wird in das Kapitel "Eifersüchtige Bibliomanen" eingeordnet. Immerhin will jeder den Sieg, so daß ein Boxenstopp schon ein bißchen Unruhe aufkommen läßt...

  Im Klassikerforum schlug mir doch tatsächlich jemand vor, anderswo zu lesen als in meinem Sessel im Bücherzimmer. Meine Erwiderung: 'Geht gar nicht. Ich kann außerhalb meiner 4 Wände nicht lesen. Gerade mal an die Straßen- oder S-Bahn-Lektüre konnte ich mich durch jahrelange Übung gewöhnen, weil es keine alternative Option gibt. Aber irgendwo sitzen und lesen klappt nicht. Schon gar nicht in Cafes, Kneipen…'

  Tolles Intro zu einer Buchbesprechung: "Dieses Buch hat mich so derart gelangweilt, dass ich vorhin in der Bahn lieber den Beipackzettel meiner Kontaktlinsenlösung gelesen habe."

  Während ich Tatort schaue, die Frage an einen Freund: "Du liest hoffentlich auch nicht!?" Wird in das Kapitel "Eifersüchtige Bibliomanen" eingeordnet. Immerhin will jeder den Sieg, so daß ein Boxenstopp schon ein bißchen Unruhe aufkommen läßt...

  Auch noch nie erlebt: Ich bekam heute eine Buchsendung, deren Verpackung aus Tapete besteht. Ordentlich, wohlgemerkt. Keine üble Idee. Für Sehende das Buch, und für Blinde die Raufaserbraille mit hoffentlich spannenden Geschichten.


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