Notate: Miscellaneous

Themenbereich: Resterampe = Allgemeines/Verschiedenes


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Was anderswo oft untergeht, in Archiven verschwindet - beispielsweise Getwittertes - diese kleinen Notate sollen hier thematisch gesammelt werden. An dieser Stelle allgemein, anderen Kategorien nicht Zuzuordnendes.

  "Ich rufe die Jugend der Welt! (Aber das schallt schon zu Olympia : als Motto zum Wetthopsen und Fresse-Einschlagen! -- Oh, oh!)" (Arno Schmidt)

  "Wenn man älter wird, hat man auch nichts davon, weil man die Dinge noch mehr durchschaut und außerdem alt wird. Es ist alles nicht sehr angenehm." (Thomas Bernhard)

  Ein Beitrag des Kulturjournals im Oktober 2020 anläßlich des 75. Geburtstag des Schlagerkomponisten Ralph Siegel attestiert ihm eine "faszinierend niedrig dosierte Bescheidenheit".

  "Der Humor macht Sachen erträglicher, die unabwendbar sind wie der Tod beispielsweise." (Christoph Well)

  "Utopien sind derzeit nur antiquarisch zu beziehen." (aspekte, Oktober 2020)

  Retweet: Der Zweijährige kommt weinend über die Wiese angelaufen und sagt 'Blume putt!' Bin gespannt, wie er reagiert, wenn er vom Zustand der restlichen Umwelt erfährt.

  "Ihre Augen strahlen alles Leid der Welt nieder." (Franz Kafka an Milena Jesenská)

  Retweet: "Schmerzen im Arm" trendet in Deutschland. Tipp an die AfD-Wähler: Arm zwischendurch auch einfach mal runternehmen.

  "Ich komme aus der DDR. Da ist man Heide." (Andreas Mühe)

  Retweet: Das Salz für die Wunde, die man jemandem zugefügt hat, nennt sich übrigens "Stell dich nicht so an".

  "Der Kurs des Bitcoins schwankt derart; dagegen ist eine Achterbahnfahrt 'ne Yogaübung." (Weltspiegel vom 4. Juli 2021)

  "Ehrgeiz kann kriechen, aber auch hoch fliegen." (Agatha Christies Marple S04E02)

  "Ein guter Lehrer ist, wer dir sagt, wohin du schauen, nicht aber, was du dort sehen sollst."

  "Die Raupe nennt es das Ende, der Rest der Welt Schmetterling." (Buchtitel)

  Über Susan Sontag: "Sie gierte denkend nach Leben." (ttt, 13. September 2020)

  "Erfolg ist Abfallprodukt von Arbeit." (Sebastian Hartmann)

  "Anfang August ist das Jahr aber schon klar abschüssig, da läuft ja alles schon auf den Frühherbst zu, da sieht man es in der Natur schon kippen, also normalerweise jedenfalls. Da ist es tagsüber noch heiß, aber abends vielleicht schon nicht mehr, es wird auch schon wieder früher dunkel usw., Sie kennen das. Der Sommer hat da bereits diese gewisse Ahnung von Endlichkeit, und mit jedem Tag wird sie deutlicher, bis man sich endlich Anfang September hinsetzt und mit viel Ach und wohligem Weh im Herzen wieder Herbstgedichte schreibt." (Maximillian Buddenbohm)

  "Was ist aus der guten alten deutschen Tradition geworden, alles abzunicken, was von oben kommt?"

  "Frauen sind die einzige Mehrheit, die es geschafft hat, sich wie eine Minderheit behandeln zu lassen." (Lisa Eckhardt"

  "Ich kann, weil ich will, was ich muß." (Immanuel Kant)

  Retweet: Welche Schlagzeile hätte vor Corona niemand verstanden? Ich fange mal an: Illegaler Kindergeburtstag.

  "Trau dem Ort nicht, an dem kein Unkraut wächst."

  "Auf der Kätzchenweide, das sind diese kleinen Bäumchen mit den hängenden Ästen, sitzt oben wieder die Heckenbraunelle und singt und singt. Die Heckenbraunelle sieht aus wie ein stark abgemagerter Spatz, sie macht beim besten Willen nicht viel her, sie ist die Unscheinbarkeit in Vogelperson. Aber der Gesang! Der wird allgemein gar nicht genug gewürdigt, glaube ich, dabei ist die Heckenbraunelle so etwas wie eine Uptempo-Nachtigall. Schmissige Melodien ohne diesen nächtlichen Wehmutschmacht, ohne diesen bei der Nachtigall immer mitklingenden und tendenziell runterziehenden Anflug von Trauer und Mondsucht. Eher treibend vorwärts, eher schmetternd, eher licht, wenn nicht sogar vergnügt. Ich lese die Lebensweise der Heckenbraunelle auf dem Handy nach. Sie hat ein etwas beliebig wirkendes Liebesleben, so lese ich. Sie lebt als Männchen eventuell mit mehreren Weibchen zusammen, als Weibchen aber auch vielleicht mit mehreren Männchen und die Variante, dass mehrere Weibchen mit mehreren Männchen alles durcheinander machen, also wirklich alles, kommt wohl ebenfalls vor. Freie Liebe! Das ist im Grunde ein Hippievogel im Normcoregefieder, hätten Sie das gewusst? Wenn wir die Texte ihrer Lieder verstehen könnten, wir würden uns wundern, glaube ich." - Es ist inmitten der Tristesse und Traurigkeit ein Vergnügen, Maximillian Buddenbohm zu lesen.

  "Wir erleben die Politik in dem Fokus einer ewigen Verlängerung der Verlängerung des Lockdowns mit der Idee, das Virus mathematisch aushungern zu können." (Paul Bremer, Psychologe)

  Retweet: Deutschland ist wie ein alter Laptop. Komplett runterfahren würde zu lange dauern, deshalb werden alle Warnmeldungen weggedrückt, bis die Mühle komplett hinüber ist.

  "Ich schneide einen Meter weiter das Braune im Erdbeerbeet weg. Das ist eine simple Regel, das Braune muss weg, das gilt anderswo genauso schlicht. Kein Gartentag ohne Metaphern, alte Regel." (Maximillian Buddenbohm)

  In einem (artour)-Bericht über die Kulturhäuser der DDR die Wendungen "sozialistisches Rokokko" und "heroische Pfeilerhärte der NS-Zeit" gehört.

  "Klassische Musik unterteilt Gesellschaften in Klassen und Rassen wie kein anderes Genre." (Brendan Keith Brown)

  Retweet: Deutschland ist wie ein alter Laptop. Komplett runterfahren würde zu lange dauern, deshalb werden alle Warnmeldungen weggedrückt bis die Mühle komplett hinüber ist.

  In einer Verkehrsmeldung gehört "Augustusplatz stadtauswärts". Der Augustusplatz gehört zum Stadtzentrum, das von einem Innenstadtring umfaßt wird, das heißt, so ziemlich JEDE Bewegung von dort weg ist stadtauswärts.

  Retweet: Konfuzius sagt, wenn du mit einem Idioten diskutierst, gibt es zwei.

  In einem aspekte-Bericht vom Juli 2020 über Urlaubstourismus: "Mit Abstand zur Sonne, zur Freiheit" und - mit Hinsicht auf Over/Under-Tourism - "Noch schlimmer als Touristen sind: keine Touristen.

  Daß es 1957/58 eine Asiatische Grippe mit weltweit zwei Millionen Toten gab, davon 30.000 in Deutschland, habe ich nicht gewußt oder vergessen. Auch damals wurden Hygienemaßnahmen und Schulschließungen praktiziert. Von der Hongkong-Grippe wußte ich zumindest.

  Manche meinen, wir leben und erleben eine historische Zäsur, eine Umbruchzeit. Der Gesellschaft aber fehle im Zusammenhang mit Corona ein Schockmoment, ein Blitzlichterlebnis. Die Covid-Pandemie sei mit einer Serie zu vergleichen. Auch wenn die erste oder zweite Staffel gelaufen ist, ist es noch nicht vorüber.

  "Der Mensch ist nunmal ein gieriges, gefäßiges Wesen, das sich zu viel fortpflanzt und so wird's auch bleiben. Und wenn dann nicht ein stärkeres Virus kommt, haben wir alle Chancen, selber das Virus zu sein für diesen Planeten." (Ralf König)

  "Neben dem Klopapier habe ich mich am meisten gewundert, daß der Kapitalismus zu solch einer Vollbremsung fähig war." (Ralf König)

  Corona und das Ringen um Fassung und Fasson.

  Peter Graf stellt uns mit "Was nicht mehr im Duden steht. Eine Sprach- und Kulturgeschichte" einen Wortfriedhof vor: untergegangene oder an Altersschwäche gestorbene Wörter. Paparazzi hießen, als die Handkamera von Kodak aufkam, Kodaker oder Kodakteufel; und Otto von Bismarck bemerkte: "Man ist jetzt gar nicht mehr sicher, die Kerle lauern einem überall auf mit ihren Knipsapparaten. Man weiss nie, ob man fotografiert oder erschossen wird." - Überschwupper sagte man einst zum heutigen Pullover und Schwitzer zum Sweater, nonen stand für Mittagsruhe halten, Nupturient für Heiratswillige, Nebenwohner für Nachbarn. Gegenfüssler waren jene Menschen, die auf der anderen Seite der Erdkugel leben. - Weitere, nicht mehr gebräuchliche Wörter sind: fuchsschwänzeln (nach dem Mund reden), Zärtling (etwa: Weichei), Angstmann (Henker), nafzen (einnicken).

  Aufgeschnappt: die Taube als Donald Trump der Vogelwelt.

  Lebensmittel als Mittel zum Leben und Überlebensmittel - wie die Kultur - zum Überleben . (Kulturzeit im Interview mit Dieter Kosslik)

  "Die oberste Regel der Bürokratie ist ihre Selbsterhaltung." (Law and Order SVU S14E20)

  Retweet: Die Verteilungskämpfe bei der Impfung sind nur ein kleiner Vorgeschmack, was bei der Klimakatastrophe passieren wird.

  "Wir sind alle Liberale, solange keiner in unseren Vorgarten eindringt." (Law and Order UK S02E03)

  "... ich auf folgenden Satz stieß, den ein Berliner Handwerkermeister Mitte der 1880er-Jahre beim Umbau eines hochherrschaftlichen Hauses sagt: 'Keen lieber Gott mehr, aber Wasserspülung. Das ist die neue Zeit.'" (Anke Gröner)

  In Großbritannien helfen OpersängerInnen ehemaligen Coronakranken, richtig zu atmen, damit sie ihre Lungenkapazität optimal ausnutzen.

  "Wie lange ich schon keinen Rollkoffer mehr gehört habe – das immerhin ist doch schön an der Pandemie. Niemand rollkoffert mehr morgens um 5 an unseren Fenstern vorbei zum Bahnhof und weckt dabei die ganze Straße. Und ich höre auch keine betrunkenen Fußballfans mehr, die nachts die Straße entlang grölen und sich brüllend immer wieder versichern, wie toll sie sind, um sich schließlich an Laternen zu übergeben. Oh ja, wir wollen Vorteile sammeln, Pandemiegewinne." (Maximillian Buddenbohm)

  "Je dichter der Wald, desto dicker die Partisanen." (Wladimir Kaminer)

  "Architektur ist eine Kunst, in der wir leben." (The Quest S02E04)

  "Die größten Tröstungen sind vorbei. Wir haben keinen lieben Gott mehr, wir haben keinen Kommunismus mehr, sondern die Tröstungen sind jetzt partikular geworden und vielen haben jetzt plötzlich Aluhüte auf, ja viel Glück dabei, das ist völlig inakzeptabel, dann lieber ins Museum gehen." (Gereon Grebber)

  "Ideologie ist eine Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens." (Friedrich Dürrenmatt)

  Man kann über die Amerikaner sagen, was man will, aber dort hat ein großer Irrtum der Geschichte nur vier Jahre lang gedauert. (Urban Priol)

  Denjenigen, die Skepsis gegenüber der Impfung gegen Corona hegen, sollte "mRNA als neues Konzept der Medizin" um die Ohren gehauen empfohlen werden. Daß der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte, ist keine Zauberei, sondern Folge einer mehr als 20-jährigen Forschung. Ein erstaunlicher Zufall und ein äußerst glücklicher Umstand, daß die dringende Notwendigkeit eines Impfstoffs just mit dem aktuellen Stand der Forschung bei der Boten-RNA als Medikament zusammenfällt. Ebenso aussichtsreich die Chancen, mRNA=Boten-RNA künftig gegen Krebs, Diabetes, Multiple Sklerose und andere dieser scheußlichen Plagen der Menschheit einsetzen zu können. So würde bei Krebspatienten in der Praxis des Onkologen das entsprechende, auf mRNA basierende und auf den Tumor dieses einen Patienten zugeschnittene Medikament mit einem 3D-Drucker ausgedruckt.

  "In Bonn sind sogar die Fliegen Beamte." (John le Carre)

  Retweet: Es ist doch sicher allen aufgefallen, die aktuelle Einschränkungen (keine Gastro, keine Kultur, keine Reisen, kein Shopping, sehr viel Zuhause) für unzumutbar halten, dass wir genau das als Grundsicherung bei Hartz IV für Millionen dauerhaft definiert haben. Ist es doch - oder?

  "Wobei ich eigentlich mittlerweile glaube, dass unser Denken, auf das wir so stolz sind, nur eine reine ABM-Maßnahme unseres allzu leistungsfähigen Hirns ist. Das ist ja nur so irre leistungsfähig, weil wir damit überlebensfähig wurden, vor zig Jahrtausenden, aber heute ist Überleben dermaßen einfach und billig, wir denken nur noch tagesfüllend in der Gegend und im Kreis herum und bilden uns etwas darauf ein, dabei ist das alles nicht mehr als fortwährender Übungsbetrieb, damit die Neuronen nicht rotten." (Maximillian Buddenbohm)

  Ziehen Trump und Merz nun in die WG "Die erfolgreich Abgehalfterten"?

  Früher: Ist das Kunst oder kann das weg? / Heute: Das ist Kunst, das kann weg.

  Rund elf Sekunden verweilt ein deutscher Museumsbesucher vor einem Kunstwerk.

  "Der größte Teil der Menschen, die stumpfen Normopathen." (ttt vom 26. April 2019)

  Retweet: We buy shit we don't need with money we don't have to impress people we don't like.

  Während des ersten Lockdowns schon, gehört in einer "Kunscht"-Sendung vom April, der Ausdruck "Kontaktverbotsüberdruß".

  "Als gut gilt, wer sich jetzt nicht blicken läßt." (ttt im April 2020 über einen Fotografen, der das leere München fotografierte)

  Durch den Tatort "Tod vor Scharhörn" (E461) erstmals vom Getränk Tote Tante (auch: Lumumba) gehört.

  Auf "Godow in Corontäne" (Gedöns vonner Insel) gestoßen. Puppenspieler Stephan Siegfried, geboren in Waren an der Müritz, sonst am Bautzener Deutsch-Sorbischen Volkstheater, hat sein Stück "Warten in Godow" wegen Corona nicht aufführen können und schließlich die Reihe "Godow in Corontäne" entwickelt mit Figuren wie der Kneiperin Ilse Bromsböttel, Bürgermeisterin Reni, dem Fischer Helmut Fischer u.a.

  Im Moment bin ich bei Kultur/Politik/Gesellschaftsendungen von Anfang April. Der Soziologe Hartmut Rosa sah damals bereits einen Umschlag in der Bereitschaft und Akzeptanz der durch die Coronakrise erforderlichen Maßnahmen und Beschränkungen voraus, wie wir sie jetzt während der zweiten Welle seit Wochen erleben. Er spricht von der Coronakrise als einen möglichen historischen "Bifurkationspunkte", von dem aus es künftig zu gravierenden Veränderungen kommen wird.

  Jane, die Bedienstete: "Wie kann ich jemals so gut werden wie Sie?" Jane (Miss Marple): "Werden Sie älter." (Miss Marple S03E01 - Hotel Bertram)

  "Ich bin ein ganz normaler Mann." "Weißt du, wie man in Calabrien einen ganz normalen Mann nennt?" "Niemand gemischt mit nichts." (Tatort "In der Familie 1")

  Retweet: Vielleicht wären schärfere Corona-Maßnahmen allgemein akzeptierter, wenn sie in der Tagesschau nicht an der Börse, sondern in einem Krankenhaus nach der Stimmung fragen würden.

  Im Kulturjournal "artour" über das Wohnzimmer, die "kalte Pracht" bzw. die "gute Stube", diesen öffentlichsten Raum einer Wohnung, bei dem man den Besuch quasi mithineindenkt oder den man auch aus der Sicht von Besuchern denkt.

  Retweet: Bin dafür, die Impfzentren auf Spielplätze zu legen, dann müssen nicht extra Spritzen besorgt werden.

  Die Kulturzeit über die neue Intendantin der Münchner Kammerspiele: "Wäre die Frau Kapitänin auf der Titanic, würde eher der Eisberg untergehen."

  Retweet: Der Personalausweis meines Opas war abgelaufen, da war er schon sehr alt. Auf die Nachfrage beim Amt, ob er denn zwangsläufig einen neuen beantragen müsse, kam als Antwort: "Der Besitz eines gültigen Personalausweises ist dringend erforderlich. Sonst kann man nicht sterben."

  Retweet: Unser Pfarrer sagte heute: "Gottesdienste dürfen in der Pandemie nur deshalb abgehalten werden, weil die Kardinäle Angst hatten, dass die verbliebenen Gläubigen sich der Kirche entwöhnten. Sie hatten die Wahl zwischen Entwöhnen und Aussterben, und sie haben sich entschieden."

  Corona als narzisstische Kränkung. Das Anthropozän habe einen Dämpfer erhalten. (artour Kulturjournal)

  Den böse Onkel in China kann man sich kaufen, um seine Kinder zu disziplinieren. Der Kinderschreck produziert Videos, in denen er Kinder anschreit. 30 Sekunden füe 5 Euro, damit der Hosenscheißer oder Rotzlöffel mal ordentlich die Meinung gegeigt kriegt.

  "Wissenschaft ist immer nur im Plural zu haben." (Kulturzeit vom 15. Oktober 2020)

  Retweet: Die einzige Frage, die sich bei dieser Pandemie stellt: waren die Leute vorher schon so blöd?

  Retweet: Je länger ich Coronaleugnern zuhöre, desto mehr überlege ich, ob es an der Zeit ist, die Masken abzunehmen und einfach der nächsten Spezies Platz zu machen.

  "Historisch gesehen waren Listen immer übel für Menschen." (Dead to me S01E08)

  Jeder Monat, in dem die Krebsbehandlung verzögert wird, erhöht das Sterberisiko um 10 Prozent.

  "Was bei euch die schmelzenden Gletscher sind bei uns die Oasen." In den letzten 100 Jahren sind zwei Drittel aller Oasen Marokkos verschwunden.

  Retweet: "Also nachm Lockdown, um sechs Uhr abend!" (Jaroslav Hasek)

  "Die gefährlichste Bestie im Dschungel: der verhinderte Schriftsteller." (Inspector Barnaby S06E04 - Das Haus des Satans)

  Retweet: In Germany we don't say "Ich muss weinen", we say "Ich hab Pipi in den Augen", because we are too fucking verklemmt, um zu unseren Tränen zu stehen, aber nicht, um aus den Augen zu urinieren and I think that's völlig bekloppt.

  Retweet: In Malaysia imitieren Affen Menschen und wollen auch eine Maske tragen. In Deutschland sind es die Affen, die keine Maske tragen wollen.

  "Die Welt per Design und nicht per Desaster verändern." (Harald Welzer am 2. Oktober 2020 in der Kulturzeit)

  Japan ist für mich ein merkwürdiges Land. So gänzlich andere Sitten und Vorstellungen. Die Arbeitsmoral, die sogar für den Tod am Arbeitsplatz durch Überarbeitung ein eigenes Wort hat (Karoshi). Daß man Gefühle in der Öffentlichkeit nicht zeigt. Und wie schwer Jugendliche sich dann damit tun, eine Beziehung aufzubauen, einen Partner zu finden, wie einfallsreich Japaner dann aber wieder sind mit Kuschelcafes, sich Freunde/Gäste mieten. Japan voller emotionaler und sozialer Analphabeten und Hikikomoris? Andererseits existiert eine gigantische Sexindustrie. Angregt durch einen Beitrag im auslandsjournal vom 22. Oktober stieß ich auf die Reportage "Liebe und Sex in Japan".

  Retweet: Menschen, die von einer flachen Erde überzeugt sind, finden Sie heute rund um den Erdball.

  Retweet: Bald sind die Corona-Hotspots flächendeckender als das Mobilfunknetz.

  Retweet: Wenn ich mir die Menschheit derzeit so ansehe, habe ich das Gefühl, wir sind die Sorte Affe, die von den Bäumen gefallen ist und zu dumm war wieder hochzuklettern.

  Retweet: "Bei Gottesdiensten von Freikirchen kommt es zu Masseninfektionen, weil die Gemeindemitglieder keine Maske tragen und nicht an das Corona-Virus glauben." Da infizieren sich Leute, die an etwas glauben, was es nicht gibt, mit etwas, das es gibt, an das sie nicht glauben.

  Retweet: Grippewelle 2017/2018, laut RKI "die schwerste Grippewelle seit 30 Jahren": europaweit 152.000 Todesopfer. COVID19, laut einzelner Kommentatoren "nicht schlimmer als eine saisonale Grippe": europaweit aktuell 234.000 Todesopfer (Stand 15.10.)

  "Wenn sich die Sapiens in Sicherheit fühlen, sind sie die nettesten Menschen überhaupt. Und dennoch, füttere ihre innere Dämonen, ängstige sie, nenne ihnen Gründe, um sich vom Andersartigen abzugrenzen, und schon werden genau diesselben Sapiens Bomben über ganze Städte abwerfen, mit Flugzeugen in riesige Gebäude fliegen und, ohne mit der Wimper zu zucken, Millionen der ihrigen in Gaskammern zu treiben." (Sense8 S02E05)

  "Je schmerzhafter die Scheidung, desto besser der Song." (Brokenwood S02E04)

  "Ich stand also stoisch auf und warf mich in meinen Anzug wie ein Kriegsheld in seine Uniform. Ich schritt zackig durch die übliche Morgenroutine und niemand hätte mir auch nur das geringste Zögern oder Zagen angemerkt, vermute ich jedenfalls. Nur ich ging an diesem Morgen los, die anderen Familienmitglieder hatten noch verschiedene Formen von frei. Nur ich stand zur Unzeit früh auf und spielte mit einer Intensität Alltag, als sei das die Rolle meines Lebens. Nur ich ging auf die Minute pünktlich aus der Tür und stellte mir dabei lebhaft die Bewunderung der anderen drei Buddenbohms vor, von denen aber, wie ich erst später am Tage erfuhr, keiner auch nur aufgewacht war, um meinen mustergültigen Abgang zu erleben." (Maximillian Buddenbohm)

  "Möglicherweise handelt sich um ein Virus, das wir noch nicht einmal benennen können." In Atlanta Medical S02E12 wird, sicher unabsichtlich, ein unbekannter Virus mit recht dramatischen Krankenhausszenen thematisiert, freilich, bei aller sonstigen fachlichen Korrektheit der Serie, schlampig, was die Schutzmaßnahmen betrifft. Bis sich alle mal einen MNS umgeschnallt haben, dauert es bis zur Hälfte der Episode. Würde sie jetzt - mit den Coronaerfahrungen - gedreht, träten diese Lapsus gewiß nicht auf.

  In Atlanta Medical S02E12 geht's um eine vermeintliche Grippeepidemie. In der Notaufnahme werden die Menschen in drei Gruppen geteilt: Grippegeimpfte, nicht Geimpfte und diejenigen, die sich nicht erinnern können. Der Mediziner, der das bewerkestelligt hat, meint zu den anderen Medizinern: "Wenn die nächste Welle kommt, seid kreativ!"

  "Vermittels des Virus‘ lassen sich ganze Gesellschaften moralisch zurück ins Biedermeier bomben." Alban Nikolai Herbst schreibt von Askesesalat, von "zunehmender Entkörperung", die in die "Entwicklungslogik des Monotheismus" passe. Auch die Kunst leide, deren starke Antriebskraft, der Eros, beschränkt werde. Corona versiegele die Lotterbetten, Social distancing heiße auch erotische Entfernung.

  "Sie nennen ihre Frau immer ihre Witwe - in vorauseilendem Glückgefühl." (Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf - Und lebt noch 2091 Tage)

  Retweet: Ihr habt vielleicht keinen Bock mehr aufs Coronavirus. Aber das Coronavirus hat Bock auf euch.

  Retweet: Jahresrückblick 2020: Christian Drosten schaut ohne ein Wort zu sagen 4h vorwurfsvoll in die Kamera. Ab und zu schüttelt er den Kopf. Dann steht er auf und geht.

  Retweet: Kurze Gedenkminute für die Redakteur:innen, die die Jahresrückblicke für 2020 machen müssen.

  Retweet: Kein Geld der Welt kann mir das geben, was mir eine 40h/Woche nimmt.

  Mir wurde als Kind von meiner Oma beigebracht, dass man die Kleiderbügel auf der Kleiderstange alle so hängt, dass man im Fall der Flucht rasch seine ganzen Kleider mit einer Armbewegung greifen kann. Ich denke da jedes Mal dran, wenn ich Kleider aufhänge.

  Retweet: Ursprünglich war das Internet mal für den Austausch zwischen Wissenschaftlern gedacht. Und jetzt guckt euch die Scheisse hier doch mal an.

  Retweet: Wenn wir Deutschen Kiemen hätten und so schnell wie Fische unter Wasser schwimmen könnten, würden wir als erstes etwas bauen, mit dem man links blinken und Lichthupe machen kann.

  Retweet: "Früher starben die Menschen mit 35 Jahren an der Grippe oder einem verrosteten Nagel, heute schimpfen sie bis 90 auf die böse Pharmaindustrie."

  Retweet: 1784: "Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." - 2020: "Die geheime Weltregierung trinkt Kinderblut, um unsterblich zu sein und will uns mit einer Krankheit totimpfen, die es gar nicht gibt."

  Im Zug der Diskussion um die "Cancel Culture" auf den Ausdruck Kontaktschuld gestoßen. Wer darf mit wem? Bei welcher Demo darf ich mitlaufen, auf welcher nicht? Ist es sinnvoll, einen AFD-nahen Künstler von einer Leipziger Kunstschau auszuzuaden?

  Im Ruhrgebiet haben wir die Fähigkeit entwickelt, Schönheit da zu finden, wo andere sie nicht mal suchen würden. (Frank Goosen)

  Retweet: In Deutschland dürfen Faschisten sagen, dass sie MigrantInnen erschießen und vergasen möchten, während ÄrztInnen strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie Infos zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen auf ihre Webseite stellen.

  Retweet: Vielleicht kann man den Atommüll auch im rechten Untergrund lagern, da schaut ja eh niemand nach.

  Retweet: Wenn ihr entscheiden dürftet, wo das Endlager für den Atommüll sein sollte - für welches Bundesland würdet ihr euch entscheiden und warum Bayern?

  Ein Architekturhistoriker meinte, man könne, wenn man Berlin überflöge, anhand der Farbgebung und -austrahlung immer noch erkennen, welche Teile Ost- und welche Westberlin angehört hätten.

  In den USA ist ein Mann gestorben, der Unmengen an Lakritz gegessen hat und wohl kaum etwas anderes, was zum Nährstoffmangel und Bluthochdruck führte. In diesem Zusammenhang erstmalig den Ausdruck Erwachsenenlakritz vernommen.

  Retweet: Stell dir vor, du bist Satiriker geworden und musst in dieser Realität leben.

  Retweet: Nüchtern betrachtet ist es auch echt peinlich für einen Planeten, wenn er sich innerhalb von ein paar hundert Jahren von einer Affenart zerstören lässt, die täglich 6-8 Stunden bewusstlos sein muss um zu funktionieren.

  "Wenn man in den Himmel käme und Gott hätte Bill Murrays Gesicht, würde das niemand wundern." (Juliane Liebert)

  Bis gestern war mir der Terminus Misophonie für die Geräuschintoleranz nicht bekannt. In den Wissenschaftsmeldungen des Deutschlandfunkes hörte ich, daß der Ig-Nobelpreis in der Sparte Medizin heuer an belgische und niederländische Wissenschaftler für die Erforschung dieser Krankheit verliehen wurde.

  Oh Kacke. Nach dem Tod von RBG kann Trump jetzt einen weiteren Verfassungsrichter im Supreme Court intstallieren. Da diese auf Lebenszeit gewählt sind, wirken sich solche Besetzungen auf Jahrzehnte aus. Wenn das politische Gleichgewicht zugunsten des Erzkonservativismus verschoben würde, hätten die Republikaner und Trump einen sicheren Trumpf in der Hand.

  Aus der Rubrik 'sprechende Namen': Katja Keul ist Mitglied des Verteigungsausschusses des Deutschen Bundestages.

  Um das Ausmaß des Tourismus zu demonstrieren: "Wenn du in Venedig spazieren gehen willst, fahre nach Las Vegas und schaue dir das Fake-Venedig an, nicht hier!" (auslandsjournal, 26.8.2020)

  Krachend fällt der Baum, still wächst der Wald. (Tibetisches Sprichwort)

  "Es war regnerisch, es wurde kühler (...), ich passte für einen Moment nicht auf und brach mir prompt die Stimmung. (...) Hätte ich ein wenig mehr Neigung zur exaltierten Aktion, es wäre ein Tag fürs permanente Händeringen und lautes Hadern gewesen." (Maximillian Buddenbohm)

  "Man kann gut mit ihr reden." "Über Krankheiten. Über andere Dinge auch? Männer? Die Liebe?" "Das sind doch auch Krankheiten." (Soko Wismar S15E01)

  "Was du an Finesse vermissen läßt, machst du mit Enthusiasmus wett." (Quelle unbekannt)

  "Selbstmord, die Zeitmaschine des kleinen Mannes." (Kidnapped - 13 Tage Hoffnung E06)

  Während ich den gut abgehangnenen Tatort "Traumhaus" von anno dunnemals gucke, werde ich an heutige Umstände erinnert, wenn beispielsweise der korrupte Bürgermeister sagt: "Ich bin ein Schlitzohr, die Leute mögen mich trotzdem". Oder wenn ein anderer Gauner sinniert: "... müssen wir der Firma nur noch einen Namen geben, am besten etwas Lateinisches. Concoria, Corona..."

  "Wir sind als Zivilisation eigentlich schon über die Klippe gestürzt." (Rupert Read)

  "Die Lebenswelt der Menschen verändert sich schneller, als die Menschen das nachvollziehen können. Sie wollen viele dieser Veränderungen nicht. Sie machen es an zum Teil falschen Symptomen fest. Es ist erstaunlich, daß die Menschen mehr Angst vor Migranten haben als vor dem, was Künstliche Intelligenz mit dieser Gesellschaft machen kann. Es gehört natürlich zur Tradition und Geschichte dazu, daß Menschen, die Angst haben, nicht die Intelligenz und die Klugheit haben, zu erkennen, wer sie bedroht, sondern auf die Falschen einschlagen." (Richard David Precht)

  "Du kannst es schnell oder richtig machen." - Spruch in der Bestatterbranche, gehört im auslandsjournal vom 6. Mai 2020.

  In einem Bericht über Norbert Scheuers Roman "Winterbienen" gehört: "Von Epilepsie zu Euthanasie war es damals nur ein kleiner Schritt."

  "Corona erweist sich womöglich als Generalprobe für noch viel umfassendere Umwälzungen." (Kulturzeit vom 27. Mai 2020)

  "Der Tag begann mit einem Bohrhammer. Er schlug Fliesen ab, in einer Wohnung im dritten Stock, und ich war schon sehr früh nicht! gut! gelaunt! Dann war das Internet weg. Das Telefon war auch tot. Die Magenta-Hotline hatte eine Warteschleife von hier bis Ravels Bolero." (Draußen nur Kännchen)

  "Sie war 17. Da geht man seinen Eltern auch aus dem Weg, wenn man nichts zu verbergen hat. Das ist quasi Routine in dem Alter." (Soko Stuttgart S10E08 - Babyklappe)

  "Das (Corona)Virus selbst ist demokratisch, aber die aus ihm entstehende Not ist hierarchisch." (Bernhard Pörksen)

  Retweet: Bekannter grade zu mir: "Wenn das mit Tempo 30 so weitergeht, ist man ja bald mit dem Fahrrad schneller als mit dem Auto!" - Du bist so kurz davor, es zu verstehen.

  Die FAZ zur "Kluft zwischen realer und gefühlter Kriminalität". Wir sind auf die Berichterstattung der Medien angewiesen. Und deren Bilder und Darstellung von Ereignissen prägen sich, weil der Mensch nunmal ein Sinneswesen ist, stärker und nachhaltiger ein als Zahlen. An mir selbst spüre ich diese Diskrepanz, indem ich mit all den regionalen und überregionalen Vorkommnissen hadere, die mir unterkommen, so daß ich mich letztlich mehr über die Statistik wundere als über die Bilder und Töne aus den Medien, welche die Gefühle der Bedrohlichkeit nicht hinwegzuwischen vermögen.

  Die deutsche Trinkkultur aus der Sicht von Ausländern: "In Kasachstan, beziehungsweise in Russland und im ganzen Osten ist das Trinken eine kollektive Angelegenheit. Bei uns gibt es Tausende Regeln dafür, wie man trinkt: Es gibt zum Beispiel eine bestimmte Reihenfolge an Toasts, die ausgesprochen werden müssen, und man darf nicht einfach so trinken, sondern immer auf etwas: auf die Liebe, die Freundschaft, diesen Abend, die Eltern, die Heimat. In Deutschland gibt es nur eine einzige Regel: Man schaut sich beim Anstoßen in die Augen. Und es trinkt jeder für sich. Es gibt ja auch das Sprichwort: 'Das ist nicht mein Bier.' So was könnte man auf Russisch gar nicht sagen! In Russland ist das Trinken ein sozialer Prozess, in den alle eingebunden werden."

  "Zwei Minuten brauche ich alleine schon, um an der Waschmaschine den Feinwaschgang zu finden. Ich bin selber erstaunt, denn wenn mir meine Freundin mit ihrer freundlichen Pädagoginnenstimme, die sie benutzt, wenn sie merkt, dass ich gerade wieder einmal drei Jahre alt geworden bin, erklärt, wie es geht, dann sehe auch ich: Den Feinwaschgang kann ich da einstellen, wo auf der Maschine Feinwäsche draufsteht. Aber in der Hitze des Gefechts trübt sich mir oft der Blick. Es verlangt mir schon übermenschliche Kräfte ab, zu entscheiden, mit welchen anderen Farben zusammen ein hellblaues Hemd gewaschen wird. Auch als Mann, der in einem gentrifizierten Viertel lebt, in dem sogar die Rindersteaks, die ich beim Biometzger kaufe, in nicht-geschlechtsdiskriminierenden Ställen von veganen Lesbierinnen großgezogen wurden, mache ich eben nicht alles richtig." (Malte Welding: "Frau, die Milch kocht über" - Frauen sind die Packesel der Emanzipation

  "Eine Frau begibt sich mit der Geburt ihres Kindes nicht einfach in ein Dilemma, sie begibt sich ins tiefe Tal der Dilemmata, dort, wo niemals die Sonne scheint und man nur noch vor sich hinstolpert." (Malte Welding: "Frau, die Milch kocht über" - Frauen sind die Packesel der Emanzipation

  "Reicht es nicht, irgendwie nett zu sein, einkaufen zu gehen, zu spülen, zu schnipseln, Bereitschaft zu signalisieren, eines fernen Tages Windeln zu wechseln, das Bad zu reinigen, bei der Magisterarbeit zu helfen und andere Frauen zu ignorieren oder ist man als Mann im Grunde immer ein notdürftig rasierter Taliban?" (Malte Welding: "Frau, die Milch kocht über" - Frauen sind die Packesel der Emanzipation

  Der Lebenszyklus von Büchern ist viel kürzer geworden, Buchhändler remittieren Titel wesentlich schneller. Vor 20, 30 Jahren gab man einem Buch im Idealfall zwei bis drei Jahre Zeit, um durchzudringen. Heute ist ein halbes Jahr schon viel. Danach wird, salopp gesagt, die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Dass man ein aufwendig gestaltetes, kostenintensiv hergestelltes und dann auch höherpreisiges Buch über Jahrzehnte hinweg zu einem Standardwerk, zu einem Longseller aufbauen kann, scheint mir heute kaum noch möglich. (Interview mit dem Manesse-Verleger)

  Süffisanter Artikel über Frauen an der Macht, besonders über die Bundesursula: "Von Ursula von der Leyen ist bekannt, dass sie sich von Obstschnitzchen ernährt und entschlossen ist, mit der Regel zu brechen, wonach Berufspolitik jeden Körper schwammig werden lässt. Im Falle von der Leyens gilt: Sie setzt von ihren höchstens 45 Kilogramm Kampfgewicht jedes einzelne effektiv ein. Sie beherrscht die Sprache der Machtpolitik körperlich, mimisch und rhetorisch, und sie versieht sie mit ihrem eigenen Akzent. (...) An Ursula von der Leyen ist abzulesen, was Frauen in der Politik wahrscheinlich können müssen, wenn nicht gerade ein Helmut Kohl stürzt und sie trotzdem mit den Männern um die allerersten Plätze der Macht konkurrieren wollen.


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