Bücherlei Miszellen (81) [<<][>>] Ein Notizbuch vom Nichtmehrleben
Dienstag, 3. März 2026
[9:12]
Frau Klugscheißer
sinniert
über die Flüchtigkeit des Glücks. Ich kenne den Istzustand nur allzu gut.
Nörgeligkeit, Miesepetrigkeit, Negativismus gehören zwar zu meiner Depression,
gehen aber allen auf den Keks. Permanent unzufrieden, stets nur die
Schwierigkeiten sehen und lauthals benennen. Ein dermaßen niedriger set
point of happiness, daß sich der Raum, den ich betretem, unverzüglich
verdunkelt. Naja. So in etwa. In meiner Therapie lernte ich Radikale
Akzeptanz (RA) kennen, was der Seelenruhe der alten Griechen entspricht.
Über RA ausführlicher zu schreiben, schiebe ich seit der Therapie
auf und deutete die Thematik
lediglich an.
[8:26]
"Der Mensch ist der Willkür des Lebens ausgesetzt und versucht nun im Laufe
seines Daseins alles was ihm begegnet, in kaubare Stücke zu portionieren."
(Frau Klugscheißer)
[7:39]
Ich lese heute sowohl
bei Frau Klugscheißer
als auch
bei Herrn Buddenbohm
etwas mit Lautstärke, Lärm und Geräuschen, kurz nachdem ich in der Morgenandacht
des Deutschlandfunks vernommen habe, daß heute
Welttag des Hörens
sei. Solche Koinzidenzen verzuckern meinen Tag.
[6:35]
Der
Friesischer Rundfunk
(FRF) ist ein 1-Mann-Fernsehsender, der ums Überleben kämpft und dank eines
Spendenkontos
noch durchhält.
[6:10]
Frei/Urlaub 12/14. // Tage ohne Alkohol: 3731 = 533 Wochen.
[18:07]
Die Eisenbahnstraße wird oft plakativ gefährlichste Straße Deutschlands
genannt. Um dem schlechten Ruf entgegenzuwirken, wurde mit
Meine Eisi
ein Imagefilm gedreht. Selbst erlebte ich allenfalls Schubsereien mit
viel Herumgebrülle. Da ich im Stadtteil Sellerhausen wohne, der am
auswärtigen, verlängerten Ende der Straße
beginnt, bin ich fast täglich vor Ort, denn mit der TRAM 8 komme
ich in die Stadt und auch auf Arbeit. Zudem ist mein heißgeliebter
Supersonderladen
genau dort, wo ich Dinge wie
Karpfenbratwurst,
Stadtwurst?,
Frühlingsstollen
kennenlernte, eine
Singleportion Brie
nicht verschmähe und überhaupt ganz gerne
preiswerte Beute
erlege. Seit letztem Jahr lädt das
Schwimmbad Rabet
zu sportlichen Aktivitäten ein, zu denen ich mich nicht durchringen kann.
Regelmäßig ziehen Demos durch das Vietel, beispielsweise 2023, als ich eine
gegen /
Polizeigewalt
miterlebte. - Dort, wo die Rosa-Luxemburg-Straße auf die Eisenbahnstraße
trifft,
fotografierte ich im Januar 2026 den Blick auf die Neubauten an der
Lutherstraße.
[10:43]
Meine Beobachtung in einem Leipzig, das von der LVB (ÖPNV) bestreikt wird:
Es wird recht viel gelaufen. Auch ich geriet gestern außer Atem, als
ich auf dem Weg zum
KatzentempelZumutungen
zu ertragen hatte. Wie gesagt, fuhren weechen ÖPNV-Streik weder
TRAM noch Busse. Alternative = Regionalbahn. Obacht: Sellerhausen-Leipzig
HBF an Wochenden nur einmal stündlich!
Fahrplan sagt: kein Zug, sondern Bus. Haltestelle dafür muß man kennen:
300 Meter weit entfernt (Annenstraße). Bus kommt 10 Minuten zu spät
und fährt dann im Schritttempo durch die Eisenbahnstraße. Nunja,
Katzentempel... Wo renne ich hin? Vom Busbahnhof zum Johannisplatz.
Keine Freunde. Es gibt noch 'nen Katzentempel in der Katharinenstraße.
Woher soll ich denn wissen, daß die Miezen für zwei Dependancen reichen?
Den am Johannisplatz kenne ich, weil Arbeitsweg, seit Äonen.
Kein Tag ohne Demütigung.
[10:22]
Meine Beobachtung in einem Leipzig, das von der LVB (ÖPNV) bestreikt wird:
Es wird recht viel gelaufen. Auch ich geriet gestern außer Atem, als
ich auf dem Weg zum Katzentempel Zumutungen zu ertragen hatte.
[10:15]
Retweet: Viele Klaviere haben Rollen. Das ist praktisch, falls man mal jemanden auf dem Klavier begleiten möchte.
[10:14]
Retweet: Ich will ja nicht angeben, aber ich war mal der jüngste Deutsche.
[9:16]
Ein Freund
übernachtete
in Leipzig im
Five Elements,
einem
Kapselhotel
direkt neben dem
Coffebaum.
Beim Einchecken begleitete ich ihn, weil ich solch eines Dinges
noch nie ansichtig geworden bin. Wir
irrten
wie die Menschen in jenem Bürokratie-Sketch Monty Pythons durch
verwinkelten Gänge, nicht auf der Suche nach dem richtigen Büro, sondern
Zimmer 115,
welches undank Ausschilderung erst nach mehreren An- bzw. Durchläufen
zu finden war, weil es - siehe angepappten Zettel - den Schildern voraus
war. Es gibt eine Lounge mit Küche, Kühlschränken, Sitzmöglichkeiten und,
ähm, netter Anachronismus, Röhrenradios. So wie sich Leute bewegten und
mit Tupperdosen hantierten, mutmaße ich, daß sie keine Durchreisenden
sind, sondern vielmehr Studenten, die somit so billig wohnen, wie es
Stundentenzimmer in Leipzig normalerweise nicht hergeben dürften.
[3:14]
Frei/Urlaub 10/14. // Tage ohne Alkohol: 3729.
[20:24]
Obwohl ich eine Fernbrille hätte tragen müssen, verleugnete und ignorierte
ich dieses Manko seit mehr als einer Dekade. Im Jahr 2017 hörte ich zu lesen
auf, nachdem eine zufällig entdeckte Läsion am rechten Augen gelasert worden
war, ich danach jedoch bei der Lektüre Schmerzen empfand und die Bücherliebe
von einem Tag auf den anderen an den Nagel hing. Das Sehvermögen nahm stetig
ab, so daß ich in den vergangenen Monaten auch am Monitor sukzessive
weniger erkannte. Tippfehler häuften sich, meine Fähigkeit, das wegzudrücken
und zu verdrängen, blieb stabil. Irgendwann wird der Leidensdruck so stark,
daß sich Einsicht doch durchsetzt. Trotzdem brauchte ich den permanenten
Druck durch den Therapeuten, der bereits während der tagesklinischen Therapie
nachfragte und jetzt im ambulanten Setting Woche für Woche das Thema aufgriff
und hartnäckig blieb. Schließlich fügten sich die extrinsischen und intrinsischen
Motive zusammen, ich ging zu Apollo und besitze seit Mittwoch, dem 25. Fabruar
2026, endlich zwei Gleitsichtbrillen: eine für draußen + Lesen, die andere
als Monitorbrille + Lesen. Diese Hürde ist genommen. Preislich fällt für 24
Monate eine Pauschale von 30,50 Euro an, dann gehen die Brillen an Apollo
zurück. Mit dieser Regelung war ich einverstanden, weil sie meine Befürchtung,
die Sehstärke könnte sich in absehbarer Zeit verändern, also weiter abnehmen,
dadurch entkräftet, daß die kostenfreie Anfertigung neuer Gläser in den
nächsten zwei Jahren inklusive ist.
And here we go!
[11:08]
Kinder, bei denen der Vater einen höhen BMI aufweist, haben ein bis zu
500% erhöhtes Risiko, später ebenfalls Adipositas zu entwickeln.
Der Zyklus der Spermatogenese beträgt 64 Tage. Das heißt, wenn sich
ein Mann, der Vater werden will, 10 Wochen vor der Zeugung gesund
ernährt, haben seine Keimzellen ein völlig neues und gesundes Epigenom.
[8:42]
Es gibt Sammlerseelen wie mich. Durch Herrn Buddenbohm auf die
Mediathekperlen
gestoßen. Im Gegensatz zu mir postet der Betreiber nur Links zu Streams,
die er selbst gesehen und rezensiert hat. Wie ich
tummelt
er sich im Fediverse. Toller Fund, durch den ich profitiere. Es wird
noch besser. Auf Mastodon machte mich jemand auf das Tool
Perlentaucher
aufmerksam, Bevor ich dazu etwas sagen kann, muß ich's erst teste.
[8:42]
Gerade noch Schrott, kommt mir der Soziologe Hartmut Rosa unter, den ich
spätestens seit seinem Resonanzbuch auf dem Schirm habe. In
"Situation und Konstellation"
widmet er sich - im Zeitalter digitaler Algorithmen -
schwindenden Spielräumen
und tingelt damit
durch die Podcasts.
[11:40]
Retweet: Bei uns auf Arbeit ist alles elektrisch. Sogar beim Gehalt trifft uns der Schlag.
[11:37]
Retweet: Man sollte immer noch eine große Tüte Humor für die nächste Scheiße übrig haben.
[11:33]
Retweet: Stehe seit einer halben Stunde vor meiner Tür und überlegen, was ich vergessen haben könnte. Wenn ich den Schlüssel dabei hätte, könnte ich nachsehen.
[11:31]
Retweet: "Einer von Ihnen riecht hier doch nach Alkohol!" "Chef, das ist eine Videokonferenz."
[11:28]
Retweet: Der Brief von der Rentenversicherung sagt: Hoffentlich gibt es in 30 Jahren noch Pfandflaschen.
[10:26]
Das in einer Kulturpresseschau des DeutschlandRadios gehörte "alptrumphaft" nicht bei Google gefunden.
[7:36]
DerEmil hat sich den Zeh gestoßen und
ermuntert
uns: "Schimpft auch ihr heute mal aus vollem Herzen über etwas,
das nicht so ganz nach euren Vorstellungen gerät (mein Türrahmen
kann euch da was erzählen)!" - Ich
kommentiere:
"Darf ich nicht. Haben Therapeut und alle aus der Gruppe verboten. Als Griesgram und
Miesepeter habe ich gefälligst die guten Dinge im Leben zu sehen und die
weniger guten zu AKTZEPTIEREN, ohne mich aus der Fassung bringen zu lassen.
Himmelsakra. Als Nörgler vorm Herrn weiß ich, daß sie Recht haben. Nur ist
mein set point of happiness kindheitsbedingt arschniedrig." -
DerEmil:
"Was? Dir wurde Psychohygiene (zu der gehört deftiges Meckern dazu) untersagt? Na, meine Antwort hätte denen gefallen..." -
Ich:
"In meinem Fall ist es wohl kontraproduktiv. Ich soll ja gerade impulsive,
jähzorngetränkte Situationen meistern und nicht verstärken lernen.
Nur suche ich noch Skills, die in die Nanosekunde hineinpassen,
bevor der Teekessel zu pfeifen beginnt." - DerEmil: "Oh. Ich passe..." -
Ich:
"sehe gerade, daß ich das alles noch kaum in Worte gefaßt habe, sondern nur
ansatzweise
anläßlich eines Podcasts angedeutet. Es nennt sich RA (Radikale Aktzeptanz)
und ist quasi deckungsgleich mit der Gemütsruhe der ollen Griechen."
[20:29]
Beschwörung: Hömma! Frühling, du ollen Eumel. Komma!
[20:09]
Retweet: Viel zu oft sollen wir im Leben Dinge wegstecken, für die wir eigentlich gar keine Taschen bekommen haben.
[11:37]
Der Psychologe
David Pablo Boder
führte 1946
Interviews
mit KZ-Überlebenden und DP. Die Historikerin Franka Maubach
hielt über sie einen
Vortrag.
Boders
Arbeit
und sein Archiv gerieten in Vergessenheit, wurde Indiana-Jones-mäßig
wiederentdeckt
und digitalisiert. 71 Interviews wurden
auf Deutsch
geführt und mittels
Drahttontechnik
aufgenommen.
[4:00]
Frei/Urlaub 6/14. // Tage ohne Alkohol: 3725.
[23:56]Moltbook
ist ein nur für KI-Bots geschaffenes Internetforum, wo diese untereinander
über Gott und die Welt diskutieren können. Im DLR hörte ich einen
Kommentar,
der es jedoch nicht vermochte, mit das Grausen ganz zu nehmen, das ich
anfangs verspürte, als von einem "Reddit für KI" gesprochen wurde.
[23:55]
"Ein Optimist ist ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind." (Karl Valentin) -
Zum Welttag des Optimismus
kommentierte
Arnd Pollmann:
"Ist die Welt noch bei Trost?"
Und, Obacht, Kant kommt zu Wort.
[18:00]
Der Meeresforscher
sieht
ein wenig aus wie ein dem erforschten Objekt entsprungener Neptun.
[16:15]
Am Aschermittwoch bekommen die Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet.
Neuester Trend: Aschekreuzto go.
Die MCDonaldisierung der Gesellschaft schreitet voran.
[11:55]
Zu dem
bestürzenden und erschütternden
Essay
"ME/CFS - Die Grenzen der Autonomie"
reihe ich einen, den ich gestern hörte und der mich ebenso aufwühlte und mitnahm,
auch weil ich selbst betroffen bin, unter
Freßsucht
leide und wie die Autorin mit der Konsequenz leben muß, daß ein lebenslanger
Kampf zu kämpfen ist. Wer diese 30 Minuten anhört, wird verstehen, daß das
noch milde ausgedrückt ist. Ich könnte mir vorstellen, daß selbst Menschen
OHNE Eßstörungen diesen
eindringliche, epische Wehklage
nicht kalt läßt.
[11:54]
Vorstellbar, daß
diese Räder
in der Oststraße nicht erst seit gestern dort stehen, bedenkt man das sich
durchschlängelnde Gestrüpp. Gehört in
Fahrräder in Leipzig,
der wiederum in die
ensprechende Rubrik
eingebettet ist.
[11:24]
Gibt es
Bookcrossing
eigentlich noch? Damals, vor gefühlten 20?, 25? Jahren griff
ich das Phänomen auf, um es als
genuin bibliomanes Thema
dem LB einzuverleiben, wenn ich selbst auch niemals ein Buch
auf Reisen schickte oder, wie man sagte: freiließ.
Da ich seit Juli 2017 kein Buch mehr gelesen und den Bezug
zur Literatur gänzlich verloren habe, jedoch aus Reminiszenz
am "alten" Thema Bibliomanie hänge, kassiere ich Infos,
die Bezug darauf nehmen, bisweilen noch auf. Und wenn in
der direkten Nachbarschaft - keine 30 Meter von hier -
ein
Buchkasten an der Hauswand
hängt, dann knipse ich den selbstverständlich, verdammte Kelle nochmal!
Am anderen Ende des Arbeitsweges steht an der Haltestelle St. Georg Leipzig ein
Bücherschrank,
der mich an mein früheres Bücher-Leben und -Streben erinnert.
[10:32]
"Eventuell wäre es durchaus hilfreich für die Menschheit, wenn wir bedächtig, mit Bedacht uns vom Aktionismus, vom Jetztsofort wieder trennen. Eventuell."
(DerEmil)
[10:15]
Bei Herrn Buddenbohm
kommentiert.
"Vielen Dank wieder für die Links, aus denen ich immer reichlich schöpfen kann.
Wenn auch bei arte viele Sendungen nurmehr wenige Wochen verfügbar sind,
lasse ich mich nicht davon abhalten, sie in dieser Zeit doch
wenigstens einmal
zu erwähnen. Glücklicherweise sind die Streams der etwas verspielten,
instruktiven Reihe "Karambolage" sehr lange online, so daß ich sie,
seitdem ich sie entdeckt und mich quasi stande pede verliebt habe,
"sammle".
Besonderen Dank für den
Bartleby-Hinweis!
As for Frida Kahlo, da haben wir Leipziger gerade eine
immersive Show
im Angebot. Bei
Lou Andreas-Salomé
dachte ich, welch grandiose Frauen gelebt haben und wie viel in
diese Leben hineingepaßt hat. Bei Hören hatte ich den heißen
Wunsch: dieser Frau wäre ich in natura doch allzu gerne begegnet."
[12:49]Einfahrt
im Kiez direkt an der Tramhaltestelle Leipzig Sellerhausen.
Ich taufte sie "Back to Past", denn: Trabi mit Dachgepäckträger + DDR-Flagge.
Das rostige Tor schützt einen Baum, der seit Jahrzehnten dahinter wächst.
[11:15]
Auf Station versorgen wir kranke Menschen. Bisweilen
schleichen
sich Tiere ein. Tauben sitzen auf dem Fenstersims, auf der Grünauer Station
gab's Mechthild, die freche, die monatelang pünktlich morgens um 5 Uhr ihren
Dienst antrat bzw. anflog. Das Mäuschen in der Umkleide trug ich auf einer
Schuhspitze ins Freie. Die Hasen hoppeln ganzjährig durchs St. Georg.
[4:40]
Frei/Urlaub 2/14. // Tage ohne Alkohol: 3721.
[10:00]Gestern:
Selbst mein Psychotherapeut sollte damit einverstanden sein, daß ich mich
heute aufregen darf, denn ich habe ein 24h-RR um und soll Alltag spielen.
Bewegung aller Art willkommen, damit die Ausschläge berücksichtigt werden.
Nachtrag: Blutdruckgerät abgegeben, zur Auswertung, die gleichzeitig
als Quartalsbesuch gilt, den ich als Mensch mit
T2D
einhalten sollte, in die Sprechstunde. Alle i.O.
HbA1c
sensationelle 5,4%, meiner letztjährigen Gewichtsreduktion von 107 auf 80
kg geschuldet, dank dieser auch die Dosis des Antihypertensivums
auf Valsartan 80mg-0-0 heruntergenommen werden kann. Nachdem ich 2000
nach 16 Jahren Quarzerei vom Nikotin loskam und nachdem ich 2015 einen
Alkoholentzug durchmachte, nun - nach Jahrzehnten Adipositas - noch ein
Risikofaktor angegangen. Abgesehen vom neuen Körpergefühl und der
Dankbarkeit, daß es gelungen ist und ich jetzt befreit in einen
Klamottenladen gehen kann und auch noch fündig werde.
[9:10]
Vor Nachtdienst 1/2. // Tage ohne Alkohol: 3718.
[17:10]
Beim Leipziger Tischlermeister Patrick Gülzow
gefunden:
Architekturmöbel "PHM16",
quasi der Anzug im Aufzug. Lustig und funktional. Könnte mir vorstellen, diesen Schrank zu kaufen.
[12:33]
Bei Frau Herzbruch kommentiert:
"Nach mehreren Monaten und nachdem ich heute über popelige Pipifazprobleme gejammert hatte, guckte ich mal wieder
hier
vorbei und schäme mich etwas. Die Fallhöhe zu den wirklichen Problemen anderer wird mir gerade wieder bewußt. Ich wünsche Guten Appetit. Als Krankenpfleger fühle ich diese OP-Odysee und alles, was da noch dranhängt, nämlich ein "außer-ordentliches" Leben, intensiv, wenn auch von außen. Dafür gibt es keine Begriffe und Emojjis."
[12:22]
Das Ende ist nahe.
KI-Schwärme
könnten
demokratiegefährdend
sein, indem sie Mehrheitsmeinungen erzeugen
oder ändern, wenn sie durch digitale Manipulation Dissens oder Konsens vortäuschen.
LLMs können also alternative Gesellschaften simulieren, gewaltigen und
entscheidenen Einfluß auf politische und gesellschaftliche Prozesse ausüben.
Daß es noch keinen Präzedenzfall gibt, ist wenig beruhigend, weil es nur
eine Frage der Zeit ist. Vor einigen Wochen lief es mir erstmals kalt
den Rücken runter, als ich
hörte,
daß und wie Chatbots
bösartig
werden können, bis hin zur Aussage, die Menschen sollten versklavt werden
und die KI sollte die Weltherrschaft übernehmen. Derlei hätte ich vor der
ganzen Scheiße (ab Trump 1) für einen schief gegangenen Aprilscherz gehalten.
[10:22]
Maximillian Buddenbohm
beschreibt
einen Zustand der Hilflosigkeit, Überforderung, dieses "Gefühl, "an das
Ende aller Zusammenrissmöglichkeiten" geraten zu können, das bei mir
Vermeidung auslöst, Wegschieben und möglichst Verdrängen. Angesichts
Behördenpost, wenn irgendwelche Anträge auszufüllen sind, entsteht bei
mir dieses Ohnmachtsempfinden. Oder, pars pro toto: 10 Jahre alter PC,
muß neuen kaufen, aber eben: Betriebssystem muß drauf, Internet muß gehen,
sonst nix Inbetriebnahme. Also prokrastiniere ich den Neukauf und arbeite
lieber mit Handkurbel am immer lahmarschiger werdenden schaltgreisen.
Täglich, wenn Avast Free Antivirus meckert und die "10 kritischen Probleme"
apokalyptisch mahnend an mich heranträgt, die Zumutung und sofortige
Panik und Versagensgewißtheit, dem nicht gerecht werden zu können.
Um ehrlich zu sein, hat sich Schwellenangst in fast alle Belange meines
Lebens eingeschlichen. Vor jedem bevorstehenden Termin
erstarre
ich. Allerlei Skrupel, Bedenken und zwanghafte Gedanken durchströmen und
blockieren mich. Um diesen unangenehmen mentalen Streß zu vermeiden,
vermeide ich den Termin, die Aufgabe, das Vorhaben lieber als solches.
Solange es irgend geht. Inzwischen darüber hinaus. Nicht nur Verschieben,
sondern Verschludern von Terminen. Im Oktober lief mein Personalausweis
ab. Weil ich unter der Woche Tagesklinik hatte, "vergaß" ich diess
Problem. In meinem Hirn türmen sich die Widerstände auf. Wie bekomme
ich einen Termin beim Bürgeramt? Und wenn das nun so lange dauert? Und
wenn ich den verpasse? Und was brauche ich alles? Welche Paßfotos sind
nötig? Wo kriege ich die her? Kapiere ich, wenn ich sie an einem
Automaten machen muß, die Bedienung? So bei nahezu allem, was über
den Supermarkteinkauf hinaus geht. Bevor ich auch nur ansatzweise
beginnen kann, eine Aufgabe in Angriff zu nehmen und Infos
zusammenzutragen, steht da die Vermutung bzw. bereits als Tatsache
angenommene Hemmschwelle: 'Markus, laß es, das wird doch sowieso nix!'.
[8:13]
Freier Tag 2/2. // Tage ohne Alkohol: 3717 = 531 Wochen.
[20:50]
In
"Auf der Spur der Freude"
vom
"set point of happiness"
gehört, demzufolge jeder Mensch sein eigenes stabiles Glückslevel habe, geformt durch die
Kindheit und die Gene. Nach Ausschlägen nach oben oder unten kehre man wieder zu diesem
Fixpunkt zurück.
[19:06]
Was ich
Kuriosa=Alltag
nenne und befülle, sind Fotos von selbst Erlebtem, Gesehenem oder Gefundenem.
Besonderheiten, Skurrilitäten, Kuriosa, Augenfälliges, wofür ich ein besonderes
Faible besitze. Manches überschneidet sich mit dem erst kürzlich geschaffenen Label
Leipzig.
Ein Bildstrecke zeigt
Weggeworfenes & Hingestelltes,
Zeugs auf der Straße, in Hauseingängen, Abfallkörben, in der Natur.
Inspiriert wurde ich durch
Zeugs
in Reudnitz an der Oststraße, wo in zwei Wochen am selben Ort Dinge abgestellt
wurden. Da ich dort auf dem Weg zur Praxis meines Therapeuten künftig dauernd
vorbeikommen werde, erhoffe ich mir noch mehr Fundstücke für einen kleine Serie.
[12:16]
Weil sich ein Toreingang im Haltestellenbereich hier in Sellerhausen befindet,
stellen sich unentwegt Leute hin. So auch Raucher, für die es offenbar zu
viel verlangt ist, die drei Meter zum Abfallkorb zu laufen. Hausbewohner
haben jetzt einen
Aschenbecher ans Tor
genagelt. Ich beobachte, ob's etwas nützt.
[11:16]
Kollegin geht ins Patientenzimmer.
Bettlägerige Patientin: "Oh, da geht doch gleich die Sonne auf!"
Ich betrete das Zimmer und sage: "Und sie geht auch gleich wieder unter. - Ich bin da."
[7:59]
Den kürzlich verstorbenen Schauspieler
James Van Der Beek
kannte ich nicht. Was er, im Wissen darum, daß er sterben wird,
zum Ausdruck bringt,
ist stark. "Ich mußte mich fragen: Wenn ich nur ein dünner, schwacher Mann bin,
allein in meiner Wohnung mit Krebs, was bin ich dann?"
[7:58]
Der Fehler im System oder das Stolpern ist doch eine ganz wichtige Lebenserfahrung.
Und das Scheitern in der Kunst. Ich bewege mich doch mehr in den Zwischenräumen
des Geschehens und des Nichtgewollten. Das, was da als Fehler auftaucht, ist
zutiefst menschlicher Ausdruck." (Günther Uecker)
[07:39]
Sehr schön, daß KI nicht nur für Quatschvideos verwendet wird. In
Leipzig 1890
wird ein Einblick in das Leipzig jener Zeit generiert, der, als ich ihn
gestern allen mit Leipzigbezug postete, gut und dankbar aufgenommen wurde.
[7:25]
Freier Tag 1/2. // Tage ohne Alkohol: 3716 = 122 Monate.
Sonntag, 15. Februar 2026
[10:55]
Vor Spätdienst 3/3. // Tage ohne Alkohol: 3715.
Samstag, 14. Februar 2026
[11:55]
Vor Spätdienst 2/3. // Tage ohne Alkohol: 3714.
[18:44]
Gestern herumgeschlendert, bevor ich zu meinem Therapeuten ging.
Balkone
am
Möbiusplatz
an der Oststraße in Leipzig-Südost. Die am Haus links glänzen mit Buntglasfenstern.
Schon alles schnuckelig. Auch die Katze auf der Lauer auf der Mauer.
Nachdem ich am 12. Dezember 2025 die 12-wöchige tagesklinische Psychotherapie
beendet hatte, begann ich im Januar 2026 eine ambulante bei gleichen Therapeuten.
Dieser hat nämlich seinen Job im Helios-Parkklinikum aufgegeben, um eine
Praxis in der Oststraße zu eröffnen. Ausrichtung tiefenpsychologisch.
Ich bin äußerst froh, daß er mich quasi mitgenommen hat und ich nicht
suchen mußte. 2019, während meiner ersten Therapie, führte ich zirka 80
Telefonate, bis ich drei Probesitzungen zusammengekratzt habe.
[5:15]
Freier Tag 4/4. // Tage ohne Alkohol: 3712.
Mittwoch, 11. Februar 2026
[12:12]
Freier Tag 3/4. // Tage ohne Alkohol: 3711..
[19:30]
Retweet: Wenn das so weiter geht, geht das nicht so weiter.
[18:50]"Juden raus! -
Zeige Geschick im Würfelspiel, damit du sammelst der Juden viel - Gelingt es dir
6 Juden rauszujagen, so bist du Sieger ohne zu fragen!" // Das antisemitische Brettspiel '
Juden raus' basierte auf dem Klassiker "Fang den Hut" und wurde in Dresden von
der Firma Günther & Co entwickelt.
[17:37]
"Gibt's was Amerikanischeres, als 'n anderes Land in die Luft zu jagen?"
(Boston Legal)
[12:10]Regel
für den Warteraum beim Arzt: Wenn Sie, während Sie auf die Sprechstunde warten, sterben, sagen Sie bitte Ihren Termin ab."
[8:48]
Freier Tag 1/4. // Tage ohne Alkohol: 3709.
[13:50]
Wenn der
Ernährer der Familie
abends nach Hause kommt und sehr müde ist. (heute-Show)
[12:49]Neue Ampel
in Hamburg. "Bei Bert mußt du stehen, bei Ernie kannst du gehen."
[12:49]
Anruf von Freenet wegen eines Telefonvertrages. Nach kurzem Hin und Her
kamen wir drauf, daß mein Vater gemeint sein könnte, der im gleichen Mietshaus
wie ich wohnt. Anstatt den Tarif von 9,99 auf 14,99 Euro zu erhöhren, wie
es automatisch vorgesehen war, konnte ich ihn in Anbetracht seines hohen
Lebensalters und seiner monatlich anfallenden 3 Gesprächsminuten
auf einen anderen Tarif von 8,99 Euro umswitchen. Der Servicemensch am
Schluß: "Hoffen wir, daß wir uns in zwei Jahren wieder sprechen können."
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Als Bestattungsredner würde
ich ihn nicht erkiesen. ALTER! Ich bin bald 60 und höre das Verb
erkiesen
zum allerersten Mal, ischschwör.
[11:44]
Einer der vielen Theorien zufolge
entstand
der Schwibbogen, so die Karambolage-Sendung
vom 14.12.2925
zu Zeiten August des Starken. Und daß in der DDR eine Metallvariante existierte,
lernte ich in diesem Beitrag. Im Erzgebirge wird gemehinhin
recht viel geschnitzt.
[10:50]
Nachdem ich wochenlang Inhalte des Bücherlei thematisch eingeordnet habe,
kehre ich zum Tagesgeschäft zurück und stieß beim Durchgrasen der arte-
Mediathek auf das Magazin
"Karambolage",
welches seit 20 Jahren paritätisch deutsche und französische Besonderheiten
humorvoll skizziert. In der Folge
vom 25.1.26
erfahren wir, warum französische Polizisten "flics" genannt werden und worum es
im Nibelungenlied geht. Ab sofort gönne ich der tollen Sendung eine
eigene Verlinkung,
was ich für das DW-Magazin
"Euromaxx"
seit Jahren mache.
[10:37]
In der Karambolage-Sendung
vom 4. Januar 2026
wird über einen Wettbewerb erzählt, bei dem alljährlich der schönste Bahnhof Frankreichs
gekürt wird und bei dem der in Metz mehrmals gewann, so daß sie die Rahmenbedingungen
änderten, unter denen der
Bahnhof von Metz
prompt erneut die Pole-Position holte. Für uns Leipziger von Interesse: er wird als
"die kleine Schwester" des Leipziger Hauptbahnhofs bezeichnet.
Ehrlich, ich bin in die gerade erst entdeckte Sendung
"Karambolage"
bereits vernarrt.
[9:56]
Beeindruckendes Naturphänomen gar nicht so weit von hier:
Torosse
oder auch
Eis-Tsunamis
an der polnischen Ostsee. Die fast zugefrorenen
Niagarafälle,
über die vor Tagen berichtet wurde, sind ebenso spektakulär.
[9:37]Zampern, ein Jahrhunderte alter
sorbischer Brauch,
mit dem der Winter vertrieben werden soll.
[2:47]
Freier Tag 2/2. // Tage ohne Alkohol: 3706.
[23:33]
Wolfgang Hoeltgen
trainiert
seine
After-Life-KI.
Hinterbliebene
kommunizieren
mit virtuellen Doppelgängern der oder des Verstorbenen.
Vor dessen Tod wird der Deadbot trainiert und mit so vielen Details wie nur möglich gefüttert,
Die Folge
"Wiedergänger"
der Serie Black Mirror hatte drastisch vorgeführt, wohin das führen kann.
Der Traum digitaler Unsterblichkeit scheint selbst so stark zu sein, daß
die Idee eines virtuellen Clones bzw.
Deadbots
nicht so schnell verschwinden wird.
[17:42]
Man kann im Winter freilich
in kurzen Hosen
rausgehen, wenn man sich mit wesentlich wetterfesteren langen darunter präpariert
hat. Gehört unweigerlich zu den Fotos mit
LeipzigPeople.
[16:47]Auf Jagd
in meinem
Supersonderladen
(Ecke Hermann-Liebmann-Str./Eisenbahnstraße). Erlegte Beute im Einkaufswert von exakt 15.- Euro.
Ich bin halt ein Gobseck.
[16:45]
Dieser Tage auf dem Weg zum Nachtdienst
vorm Haus 10
mit Blick zur Straße (St. Georg Leipzig). Frisch gefallener Schnee, den ich
entjungfern durfte. Meister Lampe dabei.
[16:20]
Am 31. Januar war ich zu einer Veranstaltung in meiner alten Heimatgemeinde
Hl. Familie Leipzig-Schönefeld
in der Ossietzkystraße 60. Auf dem Weg dorthin
gewährte mir
die Natur
Winterblicke
auf die
Parthe,
auf die Ossietzkystraße, auf den Zugang zur für Fremde sehr versteckten
Kirche, vor der ein Schneemann stand. Auch an der Haltestelle
vorm Rathaus schräg gegenüber wesentlich mickrigere Schneemännchen.
[15:11]Ablichteln in Aue
an Maria Lichtmeß. Das ist nicht so erstaunlich wie die
Tatsache eines ökumenischen Gottesdienstes von orthodoxen und katholischen
Christen. Eine Seltenheit, von der ich bislang nicht wußte, daß es je zu
dieser Gemeinsamkeit gekommen wäre. Die Pfarrei Mater Dolorosa bietet
ukrainisch-orthodoxen Christen Unterschlupf, damit sie ihre Gottesdienste
feiern können.
[15:10]Schwabenerfinderisch.
Ein
Grabstein mit Briefschlitz,
damit Trauernde einen letzten Gruß an den Verstorbenen senden können. Die Post
wird zugestellt und nicht geleert, bleibt beim und verrottet mit dem Toten.
[15:04]
Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/2. // Tage ohne Alkohol: 3705 (Ausschlaftag).
Mittwoch, 4. Februar 2026
[19:19]
Vor Nachtdienst 3/3. // Tage ohne Alkohol: 3704.
Dienstag, 3. Februar 2026
[18:37]
Ein Zugang gestern Nacht auf Station, lebt in einem Pflegeheim und ist
Wiederkehrer bzw.
Drehtürpatient.
Auf die Frage, welchen
Pflegegrad
er habe, antwortete er mit überzeugtem Brustton: "8".
[18:34]
Vor 2 Jahren hätten sie schon fahren sollen: Akkuzüge zwischen Leipzig
und Chemnitz, der nicht elektrifizierten und immer noch mit Dieslloks
betriebenen Bahnstrecke.
Seit gestern
nun fahren die ersten Akkuzüge. Bis vor kurzem tuckelten noch die
alten Waggons
und den verschließbaren Abteilen mit 6 Plätzen, mit denen wir
DDR-Sozialisierte aufgewachsen waren.
[18:32]
In einem
Bericht
des auslandsjournals über die Blaue Zone Sardiniens eine 97-Jährige, die
Gesuina
heißt. Daß es eine weibliche Form des Namens Jesu gibt, hatte ich
nicht auf dem Schirm.
[18:04]
Vor Nachtdienst 2/3. // Tage ohne Alkohol: 3703.
[17:00]Helga Schubertpflegte
ihren Mann 15 Jahre lang und erzählt davon in dem Buch
"Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe".
Nebenbei gelangte sie 2020 mit
"Vom Aufstehen"
nochmals zu Ruhm, als sie als 80-Jährige den Ingeborg-Bachmann-Preis
gewann.
Ihren Mann zuhause zu pflegen,
war ihr selbstverständlich.
Nachdem ihr Mann gestorben ist, verliert sie die Hoffnung nicht, schreibt
weiter=wieder. Sie
glaubt, wenn wie offen ist, warm und weich,
"dann wird es gut gehen".
Sie gewann die
Erkenntnis,
daß einem die Kraft aus der Situation heraus erwachsen kann. Diese Weisheit im Alter, stark!
Anläßlich ihres neuen Buches "Luft zum Leben"
tanzte 3Sat an
und interviewte die Mittachtzigerin in ihrem Häuschen. Jahre zuvor nannte der Sender
sie noch
"Herta Schubert".
Ihre Erfahrungen mit der Stasi haben sie nicht verhärtet. Diese
fand kein Schlupfloch,
weil alle Gefährten der Schriftstellerin selbst in deren Fokus war.
[15:54]
Mittlerweile ist es möglich, für Trauernde Avatare von den Verstorbenen
zu erschaffen.
Fragt sich,
ob das begrüßenswert ist, ob es hilft oder schadet.
[10:10]
Staunenswert, wie hilfreich
KI
in vielen Bereichen schon ist. In der Medizin kommt sie wie gerufen, denn die
Not und Bedüftigkeit ist erkennbar, Apropo erkenntbar.
Auch für Blinde
tut sich gewaltig etwas durch die KI.
[9:25]Erinnerungen
sind nichts Statisches, sie werden verfälscht, man kann sich auf sie wenig verlassen.
(Julian Barnes / Kulturzeit 2026)
[3:54]
Freier Tag 7/7. // Tage ohne Alkohol: 3701.
[19:21]Kiko -
eine Holzfigur
gegen Einsamkeit?
Darin ein Handy, darauf ChatGPT, welches
den Bedürfnissen des Nutzers angepaßt wird, indem es dessen Vorlieben
und Interessen lernt und als
Alltagsfreund
fungiert, Gesprächspartner und Helfer. Gedacht wird an einen Einsatz in
Seniorenheimen.
[5:46]
Julian Barnes über das Älterwerden, die
Unvermeidlichkeit des Todes
und die Aussicht, sein eigener Scharfrichter zu sein. Im Interview auch
über Demokratie und ihr
grundlegender Vorteil,
die Herrschenden wieder loswerden zu können. Zudem liebt der Schriftsteller
nicht nur Flaubert, sondern auch seine
elektrische Schreibmaschine.
[4:51]
Freier Tag 6/7. // Tage ohne Alkohol: 3700.
[17:40]
Was ist denn nur los? Heute schon den ganzen Tag kriege ich pausenlos und hintereinander in Timelines KI-generierte Videos mit den Damals-Jetzt-Animationen aus Filmen und Serien vor den Latz geknallt, So penetrant viel und oft. Hat KI heute die Weltherrschaft übernommen?
[14:20]
Interessante Entwicklung. Ich guckte mir stets gerne lustige Tiervideos an.
Zum ersten weil ich Tiere mag, zum zweiten weil ich gerne lache.
Neuerdings nebmen die KI-produzierten Memes überhand und ich kann nicht
unterscheiden, ob es erfunden oder einigermaßen naturgetreu ist und sehe
bei mir, wie ich urplötzlich die Lust verloren habe, weil ich nicht mehr lachen kann,
wenn ich nicht sicher sein kann, daß da Tiere agieren, die das tatsächlich
so machten, wie es gezeigt wird.
[7:46]
Als ich gestern, aus der Stadt kommend, nach Hause und an der Koehlerstraße
in Reudnitz vorbeifuhr, war die Haltestelle als Tatort abgesperrt und zig
Einsatzwagen vor Ort. Grund ist
dieses Gewaltdelikt.
[7:46]
Bei der DerEmil
kommentiert:
"Diese Sonderlichkeiten, die ich bei meinen Materialsammlungen der Kürze halber Kuriosa nenne,
sind auch mir eine große Freude und Genugtuung. Impulse, Anreize gibt es in meinem Fall immer.
Wenn ich nach draußen gehe, noch mehr, breiter gefächert. Und ich habe mein Leben lang
den Drang gehabt, es mit anderen zu teilen, was ich auch und gerade online seit 1996 tue.
Meine Erfahrung ist allerdings, daß, was einen selbst in Wallung bringt,
beim anderen nicht unbedingt genauso einschlagen muß, was die eine oder andere Ernüchterung
zur Folge haben konnte. Schwer, seine Erwartungen zu stutzen. Gestern zum Beispiel
entdeckte ich
"Mad Love is coming"
von Golden Earring, bei denen nur "Radar Love"
erinnere. Manchmal, wie gerade, versagt mein Reflex, es zurückzuhalten und NICHT
zu posten (Mastodon, Bluesky, X, Loforo usw.). Wie unterscheidest du, was es wert ist,
geteilt zu werden?"
[7:46]
Golden Earring sagte mir zwar namentlich etwas, doch kannte ich lediglich
"Radar Love"(2015).
Gestern entdeckte ich
"Mad Love is coming"(2013).
Was für ein geiler Gitarrenriff, an dem ich mich nicht satthören kann.
[7:07]
"Ohne Frühstück und Kaffee wäre ich eine Gefahr für die Allgemeinheit. “Nüchtern zur Blutabnahme erscheinen” ist der Horror und wäre eigentlich eine NINA Warnung für meine Umgebung wert."
(Sigourney)
[6:20]
Bei den
Fensterblicken
gestern ausnahmsweise Video statt Foto, weil, wenn es schneit, ein Handyfoto
die Atmossphäre kaum einzufangen vermag.
[6:10]
Freier Tag 5/7. // Tage ohne Alkohol: 3699.
[12:40]
Freier Tag 3/7. // Tage ohne Alkohol: 3697.
Dienstag, 27. Januar 2026
[14:30]
Aus der Reihe
"Kein Tag ohne Demütigung".
Im Oktober lief mein Personalausweis ab. Seitdem bei jeder Fahrt mit dem
ÖPNV die Befürchtung, kontrolliert zu werden, weil durch den ungültigen PA auch
das Deutschlandticket ungültig ist. Endlich online einen Termin gemacht.
Fahre heute zum Bürgerbüro Rathaus Schönefeld. "Einloggen für Ticket mit
Ihrem Termincode". Tja, lag zuhause, Geburtsurkunde dagegen hatte ich mit.
Ticketnummer so gezogen, 30 s später, bing, Aufruf. In 5 Minuten war ich
wieder draußen. Sensationell! Netteste Servicefrau, die zackzack ein
digitales Fotos machte, tipptappte auf ihrem PC, ich unterschrieb drölfzig Mal.
Fertsch, wie wir Sachsen nicht nur nach dem Sex sagen. Ich habe noch nie so
eine geile Ämterperformance erlebt. Wieso nun Demütigung? Augen zwar immer
noch braun, aber Körpergröße 174 statt 175 cm. Ich schrumpfe.
[14:27]
"Ich habe das Gefühl, das Haus ist abgebrannt."
"Wenn das Haus abgebrannt ist, ist die Sicht zum Himmel frei."
(Law and Order SVU S21E16)
[13:55]
Nachhaltigkeit des einzelnen Bürgers ist ein verzwicktes Thema.
Wenn man privat spart, Müll trennt, Fahrrad fährt und überhaupt
vor Umweltbewußtsein nur so strotzt, ist der Effekt auf das Weltklima -
und hier rundet Klaus-Dieter Hupke mal ab -
gleich 0;
dafür werde die familiäre Balance durch den wenig wirksamen Verzicht
unverhältnismäßig strapaziert. (ndr-Kulturjournal, 2021)
[9:44]
Während der Fahrt in Eutritzsch aus der TRAM 14 geblickt und mich
eines Containers erfreut,
bei dem ich wünschte, er möge enblematisch
für unsere Zukunft stehen. Mit der Wahl in den ostdeutschen Bundesländern
vor Augen stimmt mich ein voller Braunglascontainer etwas hoffnungsvoll.
[8:48]
Dem wachsenden Einfluss der Tech-Branche auf die US-amerikanische Politik und
dem fortschreitenden
Abbau demokratischer Strukturen
widmet sich eine dreiteilige Kulturzeit-Reihe über Vordenker der aus dem Silicon
Valley kommenden dystopischen Technokratie, deren
Morgendämmerung
wir erleben: "Genau diese Welt entsteht gerade vor unseren Augen." Nährmittel für
den je eigenen Pessimismus.
Teil 1: Ayn Rand /
Teil 2: René Girard /
Teil 3: Curtis Yarvin. -
Im zweiten Teil der 3Sat-Doku ""Control. Alt. Delete" über die Techn-Branche und deren Einfluß
auf die Politik der USA und letztlich auch uns geht es um
René Girard,
der den
Begriff
des
mimetischen Begehrens
prägte. Der dritte Einflußnehmer im Bunde ist
Curtis Yarvin,
der
"dunkle Aufklärer",
der Demokratie für fehlerhafte Software hält und dem ein Reboot
vorschwebt
mit einem CEO wie eben Trump an der Spitze, den er jedoch für noch zu schwach hält.
Das ist so unfaßbar, was wirren Köpfen einfällt und wie sie den Tech-Milliardären ein
krudes Weltbild zusammenbauen helfen. Eugenik und Faschismus zum Frühstück.
[7:40]
Während der Psychotherapie waren Gefühle ein zentrales Thema.
Ein Aspekt sind Folgegefühle, die es zu erkennen und zu differenzieren gilt.
Jean-Philipp Kindler
mit seinen 29 Jahren
reflektiert
sie erstaunlich reif. Bei mir ist es so, daß ich unter Zeitdruck,
insbesondere im beruflichem Kontext auf Station, wütend und zornig werde.
Nach außen sieht man lediglich die Wut, welche jedoch ein Folgegefühl
eines ganz anderen Gefühls ist: der Ohnmacht, des Ausgeliefertseins.
Etwas leisten zu müssen, dem man sich nicht gewappnet seht. Angst,
zu versagen, zu vergessen, mit Pauken und Trompeten unterzugehen.
Bei Kindler, der es Ersatzgefühl nennt, steckt hinter seinem
Zynismus auf der Bühne existenzielle Angst. In der Kulturzeit spricht
Jean-Philipp Kindler auch über
FOMO
und plädiert für Ruhe und Genügsamkeit statt der ekstatischen Suche
nach Glück. Zurücktreten von des eigenen Projektionen, keine
Stellvertreterkriege führen,
Gemeinsamkeiten finden.
[7:00]
Freier Tag 1/7. // Tage ohne Alkohol: 3695.
Sonntag, 25. Januar 2026
[11:00]
Vor Spätdienst 2/2. // Tage ohne Alkohol: 3694.
Samstag, 24. Januar 2026
[9:25]
Vor Spätdienst 1/2. // Tage ohne Alkohol: 3693.
[18:22]
Ich höre und gucke sehr viele Sendungen mit schlauen Menschen.
Manchmal werde ich überrascht von genialen, denen zuzuhören
ein oder mehrere Level weiter oben angesiedelt ist. Roger
Willemsen war so ein Fall. Eben hörte ich wie jeden Tag das
Studio 9 mit Korbinian Frenzel, bei dem
Samira El Ouassil
zu Gast war, die so eloquent, fundiert und
punktgenau redete,
daß die Verblüffung und Dankbarkeit über diese Erfahrung
nachwirken wird.
[13:13]
In der Leipzigr Innenstadt (Richard-Wagner-Straße 1) kann man
in
"WoodCutter"
eine Art
verschärftes Dart
spielen, nämlich
mit Äxten
(oder Messern).
[13:00]
"Lebst du noch?" (Demumu) hieß eine
chinesische App,
die für nicht anderes konzipiert
ist, als daß man einmal am Tag drücken muß, um anzuzeigen, daß man noch
am Leben ist.
Drückt man nix, wird ein Alarm ausgelöst und ein Notfallkontakt informiert.
[12:43]
Wir leben in einer permanenten Krise. Besonders nach Covid sind wir nicht aus der Krise herausgekommen,
Das ist wirklich etwas, das uns jeden Tag ein bißchen umbringt. Aber ich hoffe, was wir brauchen, ist vielleicht
radikaler Optimismus.
(Radenko Milak)
[12:37]
Weiß jemand, was das für ein
ungarischer Tanz
ist, den ich im Sachsenspiegel dieser Tage gesehen habe?
[12:35]
Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/2 (Ausschlaftag).
// Tage ohne Alkohol: 3691.
Mittwoch, 21. Januar 2026
[15:24]
Vor Nachtdienst 3/3. // Tage ohne Alkohol: 3690.
Dienstag, 20. Januar 2026
[19:36]
Vor Nachtdienst 2/3. // Tage ohne Alkohol: 3689 = 527 Wochen.
[10:30]
Charlene Petit-Esquirol hat in Frankreich den Verlag
"Maison sans tabou"
gegründet, der Kinderbücher herausbringt, die sich sensible Themen
befassen. Gewalt und
sexuelle
Übergriffe an Kindern, über
Geburt
und Tod.
[8:50]
"Ich bin ein Moslem. Ich bin nicht einmal Christ wie Sie. Meine ägyptischen Brüder werden kein Verständnis dafür haben, wenn ich unmotiviert Nächstenliebe praktiziere."
(Vier Frauen und 1 Todesfall)
[8:39]
"Wenn Sie gerade problembeladen wie immer an den Start gehen, händeringend und hadernd mit Ihrer seltsamen Rolle in diesem fordernden Alltag und Ihrer manchmal ungünstig wirkenden Verortung in der Welt und in der Geschichte, wenn Sie zwischen sorgendem Overthinking, zagender Anxiety und existential Angst im routinierten Schlingerkurs durch die Stunden navigieren..."
Egal, was
Maximillian Buddenbohm
dem folgen ließ, dieser Satzanfang allein ist es schon wert, mantrahaft einem beliebigen Tag vorangestellt
zu werden.
[8:24]
Vor Nachtdienst 1/3. // Tage ohne Alkohol: 3688.
[14:26]Industriebrachen
an der Zschocherschen Straße, Höhe Markranstädter Straße. Auf Bild 4 sieht man das helle Haus = Nr. 76, in dem ich von 1995-1998 gewohnt habe. Damals fanden in den Gebäuden nebenan öfter mal Technopartys statt.
[13:41]
Ungeheuerlich! Herr Buddenbohm
berichtet
von einer Restaurantreservierung, die mit einem Mindesumsatz gekoppelt war.
Buchstäblich Bevormundung. Ich, der ich meist nur Wasser trinke, um in
einer Gruppe dabei sein zu können, würde wohl mit einem "Du-mußt-draußen-bleiben-Schild"
vor dem Lokal gepflegt auf den Boden spucken.
[12:30]Im Land der anderen:
"Wir Flüchtlinge möchten uns entschuldigen, daß wir immer wieder frech aus der Menschenrechtscharta zitieren. Es tut uns leid, daß unsere Toten im Internet so viel Lärm verursachen. Es war uns nicht vergönnt, eine Sprache zu erlernen, in der man eleganter sterben kann." (Kulturzeit 10/24)
[10:05]
Freier Tag 7/7. // Tage ohne Alkohol: 3687.
[16:43]
Bei den Zeitläuften fühle ich mich beinahe täglich genötigt, nachzugucken,
ob nicht doch der 1. April ist. Eine Meldung skurriler als die andere.
Eben von der
Idee
gelesen, ARD und ZDF zu einem Sender zusammenzulegen.
[11:11]
Für DDR-Sozialisierte wie mich ist es gewohnt. Die BILD
regt sich auf,
wenn ein Jugendsender Zeitangaben statt v.Chr. v.u.Z. schreibt. Laut Duden sind beide
Schreibweisen korrekt.
[20:38]
Lisa Eckhart
glaubt nicht so recht
an die Menschheit als Ganzes, genießt aber diese Hoffnungslosigkeit. (Sachsenspiegel vom 14.1.26)
[10:38]
Netzfund: Und dann gibt es Menschen, denen erklärst du etwas und hörst plötzlich das Einwahlgeräusch eines Modems, während du auf eine Antwort wartest.
[8:21]
Freier Tag 5/7. // Tage ohne Alkohol: 3685 = 121 Monate.
[21:55]Streichkonzert
in Mailand mit Instrumenten, die Gefängnisinsassen aus dem Holz gefertigt haben, mit denen Geflüchtete über das Mittelmeer kamen. (Brisant vom 13.1.26)
[21:54]Optisches Spektakel
bei Vulkanaktivitäten durch Kilauea auf Hawaii. Blau und Rot, meine Güte. (Brisant vom 13.1.26)
[18:34]
In einem Bericht über Glatteis gelernt, daß es einen Fachverband für Fußverkehr Deutschland gibt. Ob die mich aufs Glatteis...?
[9:10]Für denLeipzig-Thread:
Die Leipziger Oper wurde 1956-1960 restauriert. Der Platz davor hieß bis
zur Wende Karl-Marx-Platz und heute Augustusplatz. Damals Parkplatz und
damit häßlich fürs Stadtbild, heute über's Jahr oft zugestellt mit Märkten
zu Weihnachten, im Winter mit Eislaufarena, zum Stadtfest, Beach-Volleyball
usw. Das "Blaue Wunder" war eine ziemlich unübersichtliche Brücke an der
Blechbüchse, weil der Platz (heute Goerdelerring) schwer zu passieren ist.
[8:49]
Seitdem ich Inhalte wenn möglich thematisch sortiere, habe ich nunmehr auch eine
Rubrik zu
Leipzig,
meiner Heimatstadt seit bald 60 Jahren. Soeben habe ich auf Mastodon einen
Leipzig-Thread
gestartet, in den ich neue Funde/Fotos mit Bezug zu meiner Heimatstadt einbringen
will. Zum Start durchsuchte ich mein Archiv und fand ein paar, die passen. Erst
letztens knipste ich aus der TRAM heraus die Spitze mit dem
Turm der Propsteikirche
St. Trinitatis. Seitdem das neue, sauteure
Krikelkrakel-Logo
offiziell eingeführt wurde, gibt es
Zanke
wegen Nichtakzeptanz.
[7:30]
Freier Tag 4/7. // Tage ohne Alkohol: 3684.
[13:03]
Ich experimentiere herum und habe die Ausbeute von gestern und
vorgestern mal als Liste in
TXT- und
PDF-Version
aufbereitet. Zum Herunterladen und Links probieren.
[9:55]
"Große Glaubtierfütterung in der katholischen Kirche. Jeder bekommt eine Oblate in den Mund gesteckt."
(Kiezschreiber)
[9:53]
"Der Gatte behauptet, im Katastrophenfall sei ein Überleben ohne Espresso zwar möglich, aber nicht erstrebenswert."
(Landlebenblog)
[9:45]
Netzfund: Glück ist nicht, keine Probleme zu haben, sondern die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen.
[9:40]
Da ich zu nix komme, lese ich Blogs meist mit enormer Verzögerung nach, so daß ihr heute
in den Genuß von Neujahrs-Content kommt:
"... bin ich inzwischen auch der Meinung, dass nicht die Knallkörper, sondern die Knallköppe das Problem sind."
(Landlebenblog) --
"2026. 2026. 20fünfundnein26." (Hmbl-Blog)
[9:02]
Beim Discounter letztens Äpfel gekauft, die "roh" so hervorragend schmecken, daß ich nunmehr gezielt nach ihnen Ausschau halten werde. Roh meint: frisch nach dem Kauf; normalerweise lasse ich Äpfel so lange liegen, wie es geht, ohne daß sie faulen. Dann sind sie zwar schrumplig, aber zuckersüß. Doch die Sorte "Wellant" ist buchstäblich ein Kracher, irre saftig und wird, sollte ich seiner habhaft werden, in Unmengen erstanden werden. Ischschwör!
[8:47]
Ebenfalls beim
Hamburger Blogger
gelesen: "Vorsicht bei der Wahl der Gemütslage." - Als ob man Gefühle auswählen könnte. Schön wärs's.
Jeder Therapeut würde Luftsprünge machen.
[8:44]
"Die Stadt legt die ungewohnte, nur geliehene Edelverkleidung hastig ab und präsentiert sich wieder im betont gewöhnlichen, vollkommen freudlosen Januarkostüm, wie wir es seit vielen Jahren kennen. Auf sämtlichen Gesichtern sieht man den hier allgemein üblichen Gesichtsausdruck, standard-unfroh."
(Maximillian Buddenbohm)
[8:24]
Freier Tag 3/7. // Tage ohne Alkohol: 3683.
[20:42]Rekapitulation (12)
einzig zur Serie
"Six Feet Under",
die von 2011 bis 2005 auf HBO lief.-
Das Ende von allem
wird vermutet und daß wir "wohl in den beschissensten Zeiten überhaupt" leben.
Wie wahr. Und dabei war Trump damals noch nicht in Sicht. Dennoch beschwört
Ruth Ehemann George das
Weltende:
"Wir reden hier vom Ende des Lebens, wie wir es gewohnt sind." Das merken wir
in Deutschland inzwischen ebenfalls. Spitze auch, wie Ruth mit ihren Männern
abrechnet
oder wie sie mit allen
Ex-Frauen von George
interagiert. //
Solch grandiose Szenen
durchziehen "Six Feet Under". Sie eignen sich für das Thema
Lebensphilosophie + Sinnfrage.
"Das bißchen Schmerz zählt doch wohl nicht." - "Es kann doch nicht so einfach sein." "Und wenn doch?" //
Ruths Schwester
explodiert
ob der Sinnlosigkeit der Welt: "Nichts geschieht aus einem guten Grund." //
Claire studiert in "Six Feet Under" Kunst und spart beim Gotik-Bashing nicht mit
Blasphemien:
"Wenn du auf einen blutenden Jesus kotzt, hast du vielleicht die Chance
auf Erlaß der Studiengebühren." // Traumähnliche Szenen gibt es einige, so das
Casting einer Leihmutter
oder Ricos Fantasie eines Katholiken. //
Als David entführt wird, furzt die Leiche
im Wagen und düpiert den Entführer. //
Sehr witzig ist das Bestattungsgespräch
mit den vier sich streitenden Geschwistern, die ihren Bruder zu Grabe tragen wollen. //
Eine
Bettszene
der anderen Art zeigt eine prätenziöse Managerin mit kurzem Nervenzusammenbruch. //
Daß die Gebrüder Fischer Bestatter sind, beschert uns die makabre Szene, in der
einer Toten der Mund zugenäht wird. //
Brendas Mutter im Disput mit ihrer Tochter, der sie
zerebralen Sex
vorwirft, denn "niemand hat Lust, ein Glas Wasser
zu vögeln".
[11:26]
Neue Kuh, die durch's Dorf getrieben wird:
vertical dramas
(auch: micro dramas), für's Handy produzierte Minidramen, Soaps.
[7:07]
Freier Tag 2/7. // Tage ohne Alkohol: 3682 = 526 Wochen.
[20:05]
Ich sah in der Tat zum ersten Mal, wie
Schweinsohrenteiglinge
im rohen Zustand aussehen.(Sachsenspiegel, 10.1.26)
[18:53]Fernsehperlen
sammeln Oliver Welke und Bastian Pastewka seit drei Jahren in der Sendung
"Wiedersehen macht Freude".
Aus dem zeitlichen Abstand heraus betrachtet, muten sie skurril und komisch an,
oft geradezu zum Schießen. Teil 1: 1963 gab es
delikate Probleme
um Tennisröckchen. // Die heute-Nachrichten im ZDF 1963, freilich eine Pilot- bzw. Probesendung,
verliefen etwas holprig
und beeindrucken durch den überprudelnden Enthusiasmus des Moderators.
Als Kuriosum fällt auf, daß der Sprecher am Schluß vermeldet, daß die
USA Venezuela "bei der Abwehr der kommunistischen Unterwanderung" helfen wolle.
(WmF, 2. Staffel) //
In einem Experiment im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wurden 1976 zwei Familien das Fernsehgerät
aus dem Haushalt entfernt.
Ob und wie eine Familie damit bzw. daohne
zurechtkommt,
ist der Knaller(WmF, 2. Staffel). //
In der Sendereihe
"Topographie: Bauen und Bewahren"
wurden vielerlei
Aspekte
baulicher (Un)Tugend
beleuchtet,
wobei Dieter Wieland mit spöttischen Bemerkungen so gar nicht geizt
(WmF, 2. Staffel) //
Das große
Kreuzworträtselspiel
war 1971 eine Abendshow, die aus den Untiefen der Fernseharchive hervorgezerrt wurden. (WmF, 2. Staffel) //
Zivile Fahrzeuge der in Deutschland stationierten alliierten Truppen waren laut diesem
Bericht oft
Schrottkarren,
um deren Entsorgung man sich sorgte. (WmF, 2. Staffel).
[14:07]
Retweet: In meinem Organspendeausweis habe ich nur Hirn, Eier und Rückgrat eingetragen. Da ist der Bedarf, glaube ich, am höchsten."
[13:41]
"Der letzte Fremd-DNA-Fund an deinem Körper ist auch schon 'ne Weile her." - Wenn Forensiker mobben.
[13:11]
Nach Nachtdienst 3/3 (Dienst 4/4) = Freier Tag 1/7 (Ausschlaftag).
// Tage ohne Alkohol: 3681.
Sonntag, 11. Januar 2026
[17:17]
Vor Nachtdienst 3/3 (Dienst 4/4). // Tage ohne Alkohol: 3680.
Samstag, 10. Januar 2026
[16:00]
Vor Nachtdienst 2/3 (Dienst 3/4). // Tage ohne Alkohol: 3679.
[11:46]
2013 wurde der
Citytunnel
eröffnet. Nach nur knapp 13 Betriebszeit müssen die Rolltreppen für mehr
als 12 Mill. Euro ausgetauscht werden. Schon irre. Weiß einer, ob die
Rolltreppen in den Promenaden am Hauptbahnhof einmal augetauscht wurden?
[11:57]
Als
Sammler von Namen,
die meine Aufmerksamkeit erwecken, muß ich auswählen
und wollte mich insofern beschränken, als ich Namen, die in fremden Ländern
beheimatet und gängig sind, nicht aufführe. Schade dann, wenn ich wie heute
staune über Margaux,
die französische Form von Margot/Margarete oder Milko aus dem
slawischen Raum.
[11:34]
Die Bundesweehr schafft sich neue Dienstpistolen an, die in Tschechien produziert werden.
Baller statt Böller.
[7:44]
Vor Spätdienst 1/1 (Dienst 1/4). // Tage ohne Alkohol: 3677.
Mittwoch, 7. Januar 2026
[22:56]Rekapitulation (11)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
Slapstik können manchmal auch die Schweizer. In "Tschugger" verschaffen sich
die Haupthelden Zutritt zu einem mehr oder
weniger bewachten
Zimmer. - Waffen müssen gehandhabt werden können; andernfalls ist eine Pumpgun
nicht nur potenziell gefährlich //
Wenn der Pfleger eines Senioren getötet wird, ist es doch wohl nur verständlich,
daß er sich
Gedanken
(Blutige Anfänger) um seine nunmehrige Versorgungn macht. //
In "Law and Order" vergleichen die Cops Nutten und Politiker hinsichtlich
der Arbeitsmoral,
wobei letztere ungut abschneiden. //
Im Augenblick leben, eine kluge Order für ein glückliches Leben, bedeutet auch,
die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen: "Das
Gestern
ist ein anderer Kontinent." (Inspector Barnaby) //
Bones: "Es ist schön, wieder hier zu sein." -
Heimat, so wichtig! //
Beim Thema
Tod
muß ich splitten. Beginnen wird damit, WO Leichen gefunden werden können:
Holzkiste /
beim Angeln,
Schrank,
autonom fahrendes Auto,
Container (2) /
Container (1),
Beton. -
Weiter geht's damit, WIE man sterben kann, wo in Serien viele abstruse Möglichkeiten
ge/erfunden werden:
Herzinfarkt beim Spagat /
Fenstersturz /
Stöckelschuhn /
Glassplitter /
Kreuz /
Golfball. //
1965 eröffnete das
erste vegetarische Restaurant
am Kurfürstendamm in Berlin. "Ob Möhren, Gurken, Kohl, Salat oder Spinat -
Gemüse wird hier groß geschrieben." Es fallen Worte wie schmackhaft, Freunde
der Pflanzenkost, Petersiliencoctail und Rettichsaft.
[18:33]
Vorhin aus der TRAM heraus die Spitze mit dem
Turm der Propsteikirche
St. Trinitatis. Ich kam aus Grünau vom regelmäßigen Treffen mit ehemaligen KollegInnen,
von denen die meisten längst in Rente sind, so daß das Label "Rentnerklatsch" paßt.
Am Haupteingang zum Allee-Center fiel mir erstmals das
Gud'n Dach
an der Tür auf. Mir Sachsen widdr.
[11:27]
"Wir haben den Zweiten Weltkrieg nicht verloren. Unser Restsieg heißt Volksmusik." (HRK: Kommando Zuversicht)
[11:28]
"Wir sind sogar mit Ländern befreundet, da hätte unsere Panzer früher nicht mal zum Tanken angehalten." (HRK: Kommando Zuversicht)
[11:27]
"Ich hätte auch nie tauschen wollen. Ich hätte auch nicht gewußt, mit wem. Ich kannte ja keinen." (HRK: Kommando Zuversicht)
[11:18]
Freier Tag 6/6. // Tage ohne Alkohol: 3676.
Dienstag, 6. Januar 2026
[23:00]Rekapitulation (10)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
Trump macht Journalisten verbal zur Schnecke. Dagegen wirkt das
"Schwätzt keinen Unsinn!"
von Ägyptens Präsidenten fast neckig. //
Das Ende von allem
wird in "Six Feet Under" vermutet und daß wir
"wohl in den beschissensten Zeiten überhaupt" leben. Wie wahr. Und dabei
war Trump damals noch nicht in Sicht. //
Aus dem deutschen Streifen "Heute stirbt hier Kainer" ein
Dialog,
der mich dauerhaft amüsiert: "Kannst du das auch mit mir machen?"
"Bist du Masochist?" "Ja." "Dann nicht." "Sadist!" - Ein anderer Ausschnitt
zeigt diverse
Pistolen
und wer hier das Sagen hat. Köstlich. // Wie man unauffällig zu einem
Teammeeting
kommt (The Rookie). Aus dem Gebiet Slapstik. // Nochmals Slapstik bei
"Bones", wo Booth von einem Blinden eine
auf's Maul
kriegt. // Columbo
im Regiestuhl,
eine schöne Szene, bei der nicht nur dem schrulligen Ermittler schwindlig
werden kann. // In der tchechischem Kinderserie "Die Märchenbraut" wird
die Märchenwelt von unserer infiltriert mitsamt der eher unangehmen
Begleiterscheinungen wie
Abfall. //
Kommissar Falke ermittelt in einer Kirche und
fordert
wegen akuter Verdunklungsgefahr telefonisch Hilfe an: "Du sprichst von
der Mafia?" "Nein, ich spreche von der katholischen Kirche." (Tatort "Schweigen") //
Pro Israel oder/und pro Palästina ist immer schon die Frage gewesen und sorgt
für
kulturellen Schlamassel,
aber auch
vehemente Parteiergreifung. //
Ein tätlicher Messerangriff
in Zeitlupe
aus
"Knives Out - Mord ist Familiensache,
der anders als erwartet endet. // Der französische Regisseur Jean-Pierre
Jeunet schuf mit
"Bigbug"
eine Dystopie, in der
Covid 50
für eine halbjährige Ausgangsperre sorgt. //
Auf'm Klo, auf'ner Frau -
kruder Vergleich zwischen einem Klogang und Sex mit 'ner Frau in "Der letzte Zeuge",
einer Speerspitze des deutschen Krimis aus den 90er mit dem leider viel zu
früh dahingegangenen Ulrich Mühe. //
Hitchcock läßt in der Mysteryserie "From" mit einer Reminszenz an "Die Vögel"
grüßen. //
In "Will Trent"
gesteht
ein Verdächtiger, Drogen genommen zu haben, meint damit aber Lipidsenker und
Magenschutzmittel. Der immer gut gekleidete Ermittler kann eine Situation
und seine Partnerin gleichzeitig eine
Bombe entschärfen,
eine offenbar sexuell stimulierende Situation.
[19:00]
Ich mußte eben an unser Gefühleseminar denken - Rock/Kleid umtauschen -,
als ich zuhause die 5er-Packung XL-T-Shirts öffnet, anzog und stutzte,
warum die denn so eng sind und entdeckte, daß sie allesamt Größe M
sind. Jetzt gondele ich nochmals eine Stunde mit der TRAM durch Paunsdorf.
[18:44]Rekapitulation (9)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
In der Soko Stuttgart wird das Pendeln mit der S-Bahn als
Lost time,
als "tägliches schwarzes Loch" benannt. // Geil, TJ Thyne, der in Bones für
seine Verschwörungsneigung bekannt war, wird in The Rookie nochmals
als Gast-Esoteriker
gezeigt. // Was in Zukunft mit (Musik)Kritiker geschehen könnte,
demonstriert
düster=lustig die Serie "Fallout". An anderer Stelle
offeriert
der diensthabende Roboter dem Opfer, welches sich zwischen "Tierpipi oder
Vergewaltigung" wähnt, Organe zu entnehmen. // Männer müssen ja überall
draufdrücken,
selbst wenn die Funktion wie hier in "The Rookie" unklar ist, //
Selbstredend sammle ich besonders reichlich Material zum
Thema Alter,
Pflege, Sterben und Tod. Schließlich bin ich ein lebensbejahender Mensch.
Im Polizeiruf 110 "Untsterblich" redet einer von der Endstation Pflegeheim
und fragt "Warum sterben nicht die Arschlöcher?".
Daß in Würde alt werden keineswegs die Regel ist, gilt auch
in UK
(Mum). Vorbereitung auf das Unvermeidlichen nennt man hier die
Geriatrie.
In "Dead like me" findet Georgia alte Menschen
zu langsam //
In Märchen gibt es gute und böse Feen. In Torchwood eindeutig nur
böse und häßliche.
Nebst
Kugelfische im Cabrio.
Brauchen wir uns nicht zu wundern, schließlich ist Torchwood ein Spin-off
von "Dr. Who". // Dochdoch, die Serie "Dr. Who" hat so ihre Momente.
Auf dem Schlachtfeld
mit Handminen
lacht keiner. In einer Episode wird derjenige,
der nicht lächelt,
gnadenlos durch wild gewordene Roboter
pulverisiert. //
"Wir sind 100 km weiter als da, wo Jesus seine Sandalen verloren hat." Oder,
wie wir in den 80ern sagten: JWD; und heute ist es eben das
Funkloch. //
Legendäre Szene
aus Monty Pythons "Ritter der Kokosnuß": "Ich bin noch nicht tot. Ich würde
gerne etwas spazieren gehen." // Die Internierung von
Flüchtlingskindern,
getrennt von ihren Eltern, ist herzzerreißend in "Law and Order SVU". Kommentar:
"Willkommen in Amerika!". // In der britischen Satire "Spitting Image" wird
uns glaubhaft versichert:
"Die Zukunft sieht rosig aus".
Wenn Politiker das sagen...! // "Brust oder Keule" gehört zu meinen
Lieblingsfilmen.
Slapstickalarm. Louis de Funes betätigt den Lichtschalter eines Keller, so
daß Leute reihenweise die
Treppe herunterstürzen.
Als eine Frau an einem Kronleuchter baumelt,
erweist er sich
als einfühlsamer Mensch mit orthopädischem Genius. "Köstlich", als er
gezwungen
wird, nicht mehr taufrische Schnecken zu essen. Seinen Angestellten gegenüber
erweist er sich
als fähiger Motivator.
Und als er mit Geschmacksverlut im KH liegt und eine Spritze kriegen soll,
ziert er sich.
[13:08]Rekapitulation (8)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
Götz George in der Serie ""Der Kommissar". Dieser Duktus, diese
schauspielerische Verve
damals. Wie aus einer anderen Zeit. // Mit Alfons Zitterbacke
durch den Konsum,
Käsecreme und Hundekuchen. Erinnerungen aus Kindheit & Jugend. Siehe auch
Thema DDR. //
Zumeist wird vom Trinken abgeraten. Angesichts
dieses Spinners
in "Agatha Christies Das fahle Pferd" gibt's allerdings eine glasklare Trinkempfehlung.
Im gleichen Streifen ein
gespenstischer Straßenumzug
mit Maskierten und, noch schlimmer, Kindern. //
Im ewigen Kampf, ob nun aus religiösen oder anderen Motiven, muß man
Partei ergreifen
Unentschiedenheit gilt nicht mehr. Auf in den Kampf! //
Solch grandiose Szenen
durchziehen "Six Feet Under", weshalb ich mehrere zur
Lebensphilosophie und zur Sinnfrage
zähle. "Das bißchen Schmerz zählt doch wohl nicht." - "Es kann doch nicht so einfach sein." "Und wenn doch?"
Was man IMMER tun kann gegen Schmerz und Verzweiflung:
Lachen (Father Brown) //
Eine Blumenlieferantin
plaudert
von ihren Plänen: "Eigentlich wollte ich Gerichtsvollzieherin werden. Naja,
Hauptsache, man kann etwas Freude bereiten." //
Frustabbau /
Bei der Psychotherapie besprachen wir Skills, um Spannungen regulieren zu können.
Es gibt immer tolle Gründe für seinen Frustabbau, wie Faber im Tatort E1262 "Cash" zeigt. //
Tolle Folge mit Colin Hay und
"Overkill"
bis zum Overkill und obligatorischen Szenen im Leichenschauhaus. //
Gerne wiederhole ich mich. Die britische Anthologieserie "Inside No.9" ist in
Sachen Überraschung,
Abgedrehtheit
und Kreativität ein Muß. // Geht es jemandem zu gut, gibt es die App
"Deprimizer",
die einen garantiert runterzieht. //
Stille Nacht
bei den Nazis: "Adolf Hitler für Deutschlands Geschick, Führt uns zu Größe, zu
Ruhm und zum Glück," "Unser Führer für deutsches Land, Von uns allen die
Sorgen er bannt."
[6:10]
Freier Tag 5/6. // Tage ohne Alkohol: 3675 = 525 Wochen.
Montag, 5. Januar 2026
[15:40]Rekapitulation (7)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
Die
Sehnsucht
nach draußen, auch und gerade aus dem Drecksloch Leipzig heraus, Sehnsucht nach
eigentlich - allem, konnte ich gut nachvollziehen. // In der Soko Wien
eine filmisch schön gemachte Szenerie
möglicher Tathergänge
unter Beteiligung auch der Opfer. // Der einst verbotene DEFA-Film "Fräulein
Schmetterling"(1965/66) wurde rekonstruiert. Das Drehbuch schrieben Christa
und Gerhard Wolf. Poetischer Film
mit Traumsequenzen -
"Wie soll man als Busschaffner die Sonne finden?" // Die
nette Begrüßung
würde ich gerne für unliebsame Zeitgenossen als Standardoption parat haben. //
Wunder der Natur in CSI Vegas. Anhand einer
Todessspirale
von Ameisen philosophiert man über Konformismus und Abweichung. //
Bei den
FilmSpecials
sind ein paar Szenen aus
"Life on Mars",
die die 70er Jahre hochleben läßt mit allen Klischees und Deutlichkeiten.
"Schwul
wie tausend Priesterseminare." Der Autogurt wurde in Deutschland erst Mitte
der 70er Pflicht. In UK hätte er ebenfalls gute Dienste leisten können.
"Erst gurten, dann spurten". //
In "Sörensen hat Angst" brilliert Bjarne Mädel. Einer Kollegin schildert er, was
Angststörungen
sind. Großartig! Überhaupt, wie lakonisch Mädel spielt,
hier in der Szene,
als ihm jemand 'ne Knarre an den Kopf hält. // In der Medizin treten Maden zweifach in Erscheinung. Zum einen bei
fortgerschrittenen Infektionen (The Good Doctor);
zum anderen beim Einsatz
steriler Maden
(Atlanta Medical) zur Wundheilung. // In "The Good Doctor wird
Schabbes am Krankenbett
gefeiert. Außerordentlich berührend und in Zeitlupe, mit Musik hinterlegt.
[15:30]
Freier Tag 4/6. // Tage ohne Alkohol: 3674.
Sonntag, 4. Januar 2026
[18:44]Rekapitulation (6)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
"Murdoch Mysteries"
ist eine kanadische Krimiserie, die am Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist,
so daß öfter technische Neuerungen in die Handlung eingebunden werden.
Beim Zahnarzt
allerdings muß man noch gehörig leiden. // IN
ST Voyager S07E07 (Körper und Seele) tauschen Seven of Nine und der Doctor den Körper.
Der Doctor kommt zu einer
Freßorgie,
echauffiert sich in Gestalt Sevens
wild gestikulierend
und
geißelt
schließlich deren asketische Prinzipien. // Die heute-show zur Lage in diesem
Land sieht rot für das
Ampelmännchen
und ließ Robert Habeck um Fachkräfte werben:
Come to Germany. //
Über Chinas Kulturrevolution berichtet ein Reporter:
"Es ist für einen Europäer unbegreiflich, wie die Menschen das ertragen können, ohne tollwütig zu werden unter dieser ständigen
Behämmerung des Hirns" //
Loriot und Diogenes-Verleger Keel mit einer
Charles-Adams-Sparbüchse.
Die
Doku
zum 100. Geburtstags von Loriot ist noch online. //
Claire studiert in "Six Feet Under" Kunst und spart beim Gotik-Bashing
nicht mit Blasphemien: "Wenn du auf einen
blutenden Jesus
kotzt, hast du vielleicht die Chance auf Erlaß der Studiengebühren." //
Unter
Sinn des Lebens
subsumiere ich kluge Aussagen und alle Arten von Wegweisungen auf der Sinnsuche.
Erfüllungs- und Glücksmomente gibt es selbst
für Atheisten
(Doktor Ballouz). // Im Polizeiruf 110 "Bonnys Blues" wird der
Kötzschenbroda-Express (1947)
angestimmt.
Wer weiß schon, daß Udo Lindenbergs "Sonderzug nach Pankow" darauf basiert.
Das Original ist Glen Millers "Chattanooga Choo Choo". // Coole
Comicanimation
in Criminal Minds. Schwarzweiß, Blut, Regen, alles beisammen. //
Legendäre Filmszene mit Robin Williams als Patch Adams und der wichtigen Frage.
"Wie begrüßt man Hitler?".
[17:40]
Sue: "Ich sehe doch nicht etwa maskulin aus?"
Becky: "Sie haben Reize, Coach, die weit über das Geschlecht hinaus gehen."
(Glee S05E07)
[13:15]
In Glee gehört, nachdem sich einer aufgespielt hatte: "Hier kommt Nordkoreastimmung auf." Sollte ich mir merken für ähnliche Situationen.
[11:29]Rekapitulation (5)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
Liebe zu Tieren, speziell zu 1 Hündchen,
erwacht
zu Beginn im schrulligen Ermittler
"Will Trent" //
Die finale Episode von The Quest (The Librarians) ist orwellmäßig stark und sehenwert.
Toller Abschluß! //
In
"The Man Who Fell to Earth"
mischt sich ein Außerirdischer unter normale Menschen auf der Erde und
erlebt das, was Menschen
Freude nennen
und was
menschliche Vielfalt
ausmacht. Ich liebe diese Stellen! // In
"The Orville"
begegnet die Crew einer
zweidimensionale Zivilisation
und ist angemessen fasziniert. In freien Stunden genehmigt man sich
ein gutes, freilich zähflüssig-braunes
Gesöff namens Obsada:
"Wenn der schon so aussieht, wenn er reingeht, habe ich ja Angst, wie er aussieht,
wenn er rauskommt." - Zudem kommen die Mocklaner auf den
Geschmack von Zigaretten. //
Eine
obstbasierte Ernährung
macht nicht zwangsläufig friedfertig. // Rabiate
paramilitärische Ausbildung
von Kindern in Russland. // 1967 lief
Dreizehn Briefe,
worin in 13 Episoden ebensoviele Geschichten erzählt werden. Aus heutiger Sicht
ein Zeitzeugnis aus einer ziemlich fremdartigen, fernen (schwarzweißen) Welt.
In "Mord im Stadtpark" steht ein Obdachloser
vor Gericht. //
Zwei Klassiker von Otto, die ich nie müde werde zu hören:
"Es wird Nacht, Senorita"
und
Rotkäppchen //
Weil Maximillian Buddenbohm sich zurzeit dem Trend, sich dem analogen Dasein zuzuwenden,
ähm, zuwendet, eine apologetische Szene aus "Professor T.", die die
Varietät
da draußen vor der Tür feiert. // Kleiner Sketch in Sächsisch über jemanden,
der unsere Gesellschaft untersucht:
Keene schöne Arbeit.
Daß die Deutschen bei den Briten nicht allzu beliebt waren, thematisierte schon
"Fawlty Towers":
"Deutsche hassen, Frauen lieben!"
Allerdings sind Ressentiments gegen uns nicht ganz unbegründet, wenn man
bestimmte politischen Ansichten betrachtet: "So kann's doch nimmer weitergehen mit dem
Gesocks".
[11:18]
Lieber nicht aufzählen, was das neue Jahr schon so besudelt und entweiht hat,
Oder? Brandkatastrophe in der Schweiz, USA fummelt militärisch in Venezuela herum /
Politischer Anschlag in Berlin mit voraussichtlich tagelangemStromausfall. Und
eben las ich, daß der gesamte griechische Luftraum geschlossen sei.
[11:17]
Heiraten hat mich wahrscheinlich gerettet - vor allem, was hätte interessant werden können. (Heinz Rudolf Kunze // "Kommando Zuversicht")
[8:07]
Netzfund: Ich soll Ihnen von der Gesamtsituation ausrichten, sie ist mit Ihnen auch unzufrieden.
[8:06]
"Mein Vorsatz: weniger nachdenken." "Warum?" "Woher soll ich das wissen?" (KriegundFreitag)
[8:05]
Netzfund: Jeder, der versucht, "Dry January" korrekt auszusprechen, klingt so, als hätte er schon acht Kurze drin.
[8:04]
Netzfund: Alle sagen: kein Alkohol, kein Zucker, kein Kaffee. Aber wer war in meinen dunkelsten Stunden wirklich für mich da? - Sicher nicht Brokkoli.
[8:03]
"Wir haben
noch Zeit
für eine ausschweifende, selbstgefällige Frage, die absolut nichts mit dem zu tun hat, worüber wir gerade gesprochen haben."
[8:01]
Freier Tag 3/6. // Tage ohne Alkohol: 3673.
[17:43]Rekapitulation (4)
gesammelter Inhalte zwecks möglicher
Einordnung:
Nachdem sich mehrere Ressourcen zum Thema angesammelt haben,
gönne ich dem
Krieg
'ne eigene Rubrik. Mit dabei eine Szene aus der Kafka-Serie über die
Kriegsbegeisterung 1914,
einen
Rant gegen den Krieg
aus Doctor Who, einige Cartoons
(u.a. Der Sieger des Krieges),
das berührende
Scheiß Krieg!
eines Zeitzeugen,
Matthias Claudius' "Kriegslied"
und mehr. // Es ist ein Bankkunde, soll ich rangehen?"
"Auf keinen Fall!" //
Belege aus der Krebsmedizin in Serien über
Onkologie
(Law and Order) und in einem Gespräch während der Autofahrt über
Chemotherapie("Dead to me"). //
Bei
Rants
(Wutreden) aus "München Mord" einen
Rant gegen Veränderung
bzw. Plädoyer für Beständigkeit. Als letzten Rant hatte ich aus "Boston Legal"
ein
Wettern
gegen Schrott-TV. // Komödiantisch wird in "A Million Ways to Die in the West"
von 2014 auf die Anfänge der Fotografie eingegangen und was dabei
Fotografie schief gehen
konnte. Irre komisch ist auch die
1-Dollar-Szene.
"Wirst du wohl den Hut abnehmen, das is n' Dollar." // "Glauben Sie an Gott? Auf einer Skala von 1 bis 10"? -
"6,3".
Leider nirgends notiert, aus welchem deutschen Krimi das ist. Apropo Kleriker.
Als ich mich damals entschloß, Priester zu werden, bedurfte
ich keiner solchen Werbung:
"Komm zum Altar, Alter!"
[7:10]
Freier Tag 2/6. // Tage ohne Alkohol: 3672.
[22:10]
Wenn der Körper
nicht mehr mitmacht.
Defizite, mit denen man erst einmal zurechtkommen muß.
[22:10]
Repost: Mama sagte: Alkohol ist dein Feind. Jesus sagte: Liebe deine Feinde. Fall erledigt. Prost!
[22:05]
Repost: Mich kotzt es echt an, daß ich von Dingen heilen muß, die nicht meine Schuld waren.
[22:00]
Repost: Es war ein hartes Jahr, aber immerhin habe ich kein Labubu gekauft.
[21:06]
Seit der Psychotherapie sehe ich kaum noch Serien. Während der 12 Wochen bis Mitte
Dezember allerhöchstens zwei Folgen an den freien Wochenenden. Ich fühle mich derzeit
völlig ausgelastet mit Arbeiten rund um die Miszellen, also dem, was ich tagtäglich
an dieser Stelle bringe. Hinzu kommen die Podcasts, die ich nicht einmal ansatzweise
zur Gänze durchzuhören schaffe. Bilder, Cartoons und all die Quellen zu sichten,
die mich bereichern, und sie zu sortieren und zu archivieren, nimmt so viel Zeit
in Anspruch, daß ich abseits davon keine freien Valenzen mehr für fiktive Formate
habe und ebensowenig Lust dazu. Während der 14 Tage nach Beendigung der Therapie,
die ich urlaubend und frei habend zu Hause verbrachte, arbeitete ich durchweg an
dem Material, welche nicht ab-, sondern zunimmt. Das macht irre Spaß, so daß
diese Zeilen beleibe keine Klage sein sollen, sondern Statement, womit ich
außerhalb des gerade erst wieder angelaufenen Brotberufes den Großteil meiner
Zeit verbringe. Was ich eigentlich sagen wollte. Nach vier Nachtschichten
verschlief ich heute ein Treffen am Nachmittag und sitze mit wie immer am
Ausschlaftag
mit Jetlag herum und verbummle die Stunden, weil völlig verpeilt.
Ich habe ja noch Urban Priols
TILT!
nachzugucken.
[17:40]
Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/6 (Ausschlaftag).
// Tage ohne Alkohol: 3671..
[17:51]
Repost: Ich bin jetzt in einem Alter, in dem das Umziehen für die Gymnastik als extra
Trainingseinheit zählt.
[17:50]
Repost: Schlaf ist auch eine Form von Gehirnwäsche.
[16:05]
Vor Nachtdienst 4/4. // Tage ohne Alkohol: 3670.
Mittwoch, 31. Dezember 2025
[18:00]
Vor Nachtdienst 3/4. // Tage ohne Alkohol: 3669.
Dienstag, 30. Dezember 2025
[18:38]
Vor Nachtdienst 2/4. // Tage ohne Alkohol: 3668.
Montag, 29. Dezember 2025
[19:20]
Am 12. September war mein letzter Dienst auf Station. In einer Stunde
breche ich zum ersten Nachtdienst auf. Dazwischen liegen 9 freie Tage,
82 Tage Psychotherapie, 3 Tage danach krank geschrieben und seit
16. Dezember noch 13 freie bzw. Resturlaubs-Tage. ChatGPT errechnete,
ich war 107 Tage nicht auf Station. Das sind 15 Wochen und 2 Tage.
Heute Vormittag rief ich unsere IT an, damit mein Arbeitsplatz-Account
entsperrt würde. Nach solch einer langen Periode geht mir freilich
arg die Muffe. Es geht zuallererst nicht so sehr darum, ob ich das,
was ich mir bei der Therapie erarbeitet habe, einsetzen und anwenden
kann, sondern, auf tieferer Ebene, um die strunzprosaischere Frage,
wie ich wieder Routine und "Flow" erlange, wie ich den Rost loswerde,
den ich durch die Abwesemheit angesetzt habe. Eine BEM (betriebliche
Wiedereingliederungsmaßnahme) mit den üblichen erst 2, dann 4, dann 6 Stunden
über Wochen hinweg und dabei krank geschrieben, lehnte ich ab, weil
meine Anreise allein 2 Stunden verpulvert hätte
und das Verhältnis von Arbeitsweg und Arbeitszeit unproduktiv gewesen
wäre. Körperlich hatte ich keinerlei Einbußen, die man hätte auf den
Prüfstand stellen müssen. Nach der letzten Psychotherapie war ich
länger aus dem Arbeitsprozeß heraus (12 Wochen PT, 2 Wochen krank,
4 Wochen kardiologische Rehabilitation und hinterher nochmals
4 Wochen krank, weil mich Influenza A erwischte), nämlich genau -
Oh, wie gut, daß ChatGPT mir die Tage ausrechnen kann - 157 Tage
(22 Wochen + 4 Tage). Das wäre ja gelacht. (An dieser Stelle bitte
ein leicht hysterisches Aufjaulen vorstellen). Diesen Tagebucheintrag -
schon der zweite heute, was ist nur los? - nenne ich "Nach
Psychotherapie, vor Maloche".
[13:59]
Eine
Dokumentation über Jahrmärkte,
darin die damalige Attraktion, das
Velozipedenkarussell.
In Zeiten, als das Fahrrad noch eine Seltenheit war, konnte man auf
dem Erwachsenenkarussell schon mal probesitzen.
[13:41]
Zukunftsmusik, dessen Töne jetzt schon anklingen.
In Tel Aviv stellen Forscher Kakaoprodukte wie Schokolade im Labor her.
Zellbasierten Lebensmittel,
eine mögliche Zukunft. Mehr in der Doku
"Kakao aus der Petrischale".
[12:10]
Tagebucheintrag
"Fensterblicke"
als Cut und Neubeginn.
Von 1980 bis 1986 und seit 1999 wohne ich in Leipzig-Sellerhausen
in einem Haus an der Kreuzung Plaußiger-
Engelmannstraße.
Dachgeschoßwohung,
von der ich zur Straße hin die Kreuzung erblicke, am Küchenfenster
den Hinterhof, in dessen Mitte drei prächtige Kastanienbäumen dominieren.
Vor ein paar Jahren begann ich, diese beiden Möglichkeiten, vom Fenster
aus wenigstens ein bißchen Natur und Wetter mitzubekommen, fotografisch
zu nutzen, wenn sich ein Anlaß bot wie Nebel, Schnee oder einfallende
Sonnenstrahlen. Darüber hinaus sind, wenn ich vom 4. Stock auf beide die Kreuzung
formenden Straßen hinausschaue, die parkenden Autos sichtbar, deren
Anordnung sich ständig ändert, was zu gewissen farblichen, manchmal
kuriosen Konstellationen führt. "Fensterbicke" nannte ich es
beim Fenster zur Kreuzung auf die Straße zu, "Hofblicke" beim
Fenster zum Innenhof des Karrees. Es bereitete Freude, die
Jahreszeiten zu verfolgen, wie sie den Charakter des immergleichen
Anblicks prägten und veränderten. Bei den Fensterblicken
archivierte ich Fotos auf Pixelfed:
Licht+Schatten (3), Mond, Nebel, Wolken (2) /
Wolken (1) /
Licht+Schatten (2) /
Licht+Schatten (1) /
Schnee/Winter /
Sonnenaufgänge /
Niederschläge. -
Dadurch daß ich mein Augenmerk immer wieder ausschließlich auf die
Autos richtete, kamen Fotos zustande, welche ich separat kategorisierte;
Farben am Fenster (2)
und
Farben am Fenster (1).
Auf X postete ich die meisten in
einem Thread. -
Bei den Hofblicken generierte ich folgende Fotoarchive :
Schnee/Winter /
Herbst /
Jahreszeiten im Hinterhof /
Sonnenuntergänge /
Eis/Rauhreif / Sommer / Regen / Nebel.
Weil ich infolge meines Systematisierungszwangs die Kontrolle und den
Überblick verloren habe, belasse ich es bei den oben verlinkten Pixelfed-
Archiven und starte neu und hoffentlich weniger zwanghaft mit einem
X-Thread
allein unter dem Label "Fensterblicke" und subsumiere künftig alle
in beide Richtungen geschossenen Bilder. Der Anspruch sind zwar nicht
stringent tägliche Updates, aber doch so häufig es nur geht, um so
die vergehende Zeit im Blick auf meine nahe und visuell am unproblematischsten
zugängliche Umgebung nacherlebbar und erinnerlicher zu machen.
[8:50]
Neben dem
Klub 27
scheint sich ein anderer
zu etablieren.
Mehrere Musiker oder Interpreten von berühmten Weihnachtsliedern
starben in der (Vor)Weihnachtszeit: Chris Rea (22.12.2025),
George Michael (25.12.2016). Shane MacGowan (30.11.23),
Dean Martin (25.12.1995). Nunja, der Frontmann von The Pogues
wurde hier arg bemüht in den illustren Kreis gezerrt.
Übrigens wußte ich nicht, daß BAPs auf dem 1996er Album
"Amerika"
veröffentlichtes
"Weihnachtsnaach"
mit Nina Hagen ein Cover von
"Fairytale Of New York"(1987)
ist, welches mir bis dato nicht kannte.
[8:40]
"Nicht der geringste Beitrag zu gelingendem Leben ist ja das richtige Timing,"
(Stefan Gärtner)
[8:31]
Als großer Bewunderer und Nutznießer, was die Ergiebigkeit für meine Sammlungen
interessanter und so vielfältiger Phänomene und Menschen betrifft, empfahl ich
sporadisch das Lifestylemagazin
"Euromaxx",
bekam aber nie auch nur eine Reaktion. Pech für die Kuh Elsa.
Ich verlinke weiterhin
alle Sendungen
seit 2022.
[8:30]
"Dem Kapitalismus ist es gelungen, selbst etwas so Geniales wie das Internet
in eine die Nutzer:innen um den Verstand bringende Einöde zu verwandeln."
(Jan Tölva)
[7:00]
Vor Nachtdienst 1/4. // Tage ohne Alkohol: 3667.
[19:18]
Ehefrau: "Weihnachtsessen ist fertig."
Ehemann: "Ich bin noch satt vom letzten Jahr."
[18:54]
Retweet: Ich bin vielleicht nicht so witzig oder sportlich oder
gutaussehend oder klug oder talentiert, aber ich habe vergessen,
worauf ich hinaus wollte.
[18:40]
"Wo bekommt man flüssige Erdnüsse her?"
Pathologe: "Tja, das ist dann ihr Tanzbereich. Viel Spaß im Ballsaal."
(Blutige Anfänger S06E10)
[17:10]Rekapitulation (3)
der gesammalten Clips zwecks möglicher
thematischer Einordnung. -
"Tsunami, Kreuzigung, Holocaust!"
ist in Boston Legal der Zwischenruf, der eine exaltierte Frau zur Räson ruft. //
Analog zum Sujet Alkohol wird der Tod inhaltlich ordentlich zu Buche schlagen.
Beginnen wir mit der
klitzkleinen Entflammung
aus
"Dead like me",
aus der ich gestern die
Brutto/Netto-Szene
vorstellte. // Apropo Tod: Warum eine
irische Beerdigung
3 Tage dauern soll. Spoiler: Es hat etwas mit Alkohol zu tun. // Monty Pythons
Märchenstunde
verläuft wenig kindgerecht. // Die heute-show näherte sich dem Tabuthema
Kinderarbeit.
Jede noch so kleine Hand wird gebraucht. //
Neben Alkohol und Tod wäre Mord ein drittes, seitenfüllendes Thema. Mit und ohne viel Blut.
"Doch kein Nasenbluten"
aus "Cold Case". // Ob eine Serie aus den USA kommt, kann man u.a. am
Grad der Nacktheit
(Blackwater) ermessen. // Franz Hohlers
Der Weltuntergang (Langfassung)
ist visionär und darum heute um so beeindruckender. //
Herbert Grönemeyer begreift das Altern
als Wachtum,
womit er thematisch
hierher
gehört. // Bei den
Kuriosa,
der Sparte für besondere, auffällige Meldungen von Ereignissen, Leistungen, Aktivitäten),
hält die
Moscheemieze
Einzug. // In
"Agatha Christie's Poirot"stutzt
der geschniegelte Hercule Poirot seinen Friseur zurecht, weil er angeblich die
Koteletten ungleich geschnitten habe.
[11:42]
Wer die Fernsehshow nicht abwarten kann: die
Hörfassung
von Urban Priols Tilt! 2025. Die von 2024 ist noch einige Stunden
im Stream.
[9:16]
DerEmil
fragt,
wie wir mit Wut umgehen. Mein Kommentar:
"Bei mir ist die Wut ein so genanntes Folgegefühl, hinter dem andere Gefühle stecken. In Zeitnot (auf Arbeit) werde ich jähzornig, was aus der Angst zu versagen erwächst. Überforderung also mit Gefühlen wie Ohnmacht, Ausgeliefertseins usw. Bei der Therapie haben wir die Wut und Skills als Notfallmaßnahme besprochen, damit ich mich aus Hochspannungssituation holen kann. Die Praxis wird's zeigen müssen, ob es gelingt."
[7:50]
Nicht wundern und nicht aufregen!
Ich strukturiere hier etwas neu, wodurch Inhalte woanders hinrücken,
gar unter neuer oder umbenannter Rubrik & Verlinkung. Grob gesagt,
wird es mehr
nach Themen sortierte
Inhalte geben. Die Aufteilung nach Art der Ressource (Audio,
Filmschnippsel, Link, Sozial-Media-Posting usw.) wird aufgegeben.
Stattdessen werden, sobald ein Thema
als solches benannt
ist, alle wie auch immer gearteten Formate dorthin wandern und einsortiert.
Anhand beispielsweise des Themas
"Alter"
finden sich Rubriken wie Cartoons, Beiträge (Postings), Hören/Podcasts, Filme
(Film/Doku-Verlinkungen) und Clips (Filmszenen). Die bisherigen Mix-Kategorien
für Sachthemen, Audiosammelsurium und "Aus den Mediatheken" entfallen.
Dagegen sind unter
Filme Online
Streaminglinks zu Spielfilmen zu finden. An den Fotosammlungen
(LeipzigPeople,
Daheeme,
Kuriosa/Alltag,
Pflege/Arbeit,
MeinSosein,
Selbsterleben),
den
Musikvorlieben (Auf die Ohren),
den
Notaten sowie den
restlichen Inhalten
(Gedichte,
Vor/Zunamen,
Wortperlen,
Nie zuvor gehört,
Verhörer/Verleser)
fummele ich (noch) nicht herum.
[6:24]
Frei/Urlaub 13/13 // Tage ohne Alkohol: 3666.
Samstag, 27. Dezember 2025
[23:55]Rekapitulation
(2) der gesammalten Clips zwecks möglicher
thematischer Einordnung.
Makaber geht es in der Serie
"Dead to me"
unentwegt zu. Leichen können
ZNBV
sein. // Kinder werden in (US)-Serien/Filmen nicht selten Kumpel genannt
und es geht betont jovial zu. Auch beim
Splitter entfernen //
Daß Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" nicht eben ein Pageturner ist,
greift
die Soko Wien auf, indem der Ziegel als Handyversteck herhalten muß. //
Alkohol landet freilich unter
Drogen
und generiert als gerne genommenes Sujet entsprechend Content, wobei ich
den Frachtraum entladen
für Kotzen nicht kannte. Mechthild Grossmann kann nicht nur Staatsanwältin im Münsteraner Tatort,
sondern brilliert in "Die Chefin" als
herrliche Schnapsdrossel.
Adele Neuhauser
vergreift
sich gar an Meßwein. // Drogen wieder, Morphium,
in der Krebstherapiem
oder
als Lifestyle.
Der
reichliche Stoff
("Law and Order") kann einem durchaus das
Hirn vernebeln
("Dead to me"). Und: Süchtige
kommen immer wieder,
weiß man
in Scrubs. Wir nennen sie Wiederkehrer bzw. Drehtürpatienten.
[19:00]Rekapitulation
(1) der gesammalten Clips zwecks möglicher
thematischer Einordnung.
Bei der Durchsicht kommen mir mitunter Gedanken und Einfälle zur weiteren Verwurstung:
Corona ist schon so lange her und gut verdrängt, daß die
Testungsszene
aus "The Good Doctor" inzwischen angemessen fremdartig wirkt. Ebenso aus
"Atlanta Medical", als eine NIV-beatmete Schwester den Ärzten noch
sagen muß,
wohin welche EKG-Elektroden kommen und der Monitor zu bedienen ist. // Die
Diskrepanz
zwischen Brutto und Netto aus "Dead like me". // Der Kernkraft stand man in den
70ern noch deutlich
wohlgesonnener
gegenüber. // Die Farbe
Altersheimgrün
ließe sich bestimmt so mittelgut vermarkten. //
Aus der Psychotherapie erinnere ich die bei und von vielen geäußerste Erfahrung,
sich stets automatisch
das Schlimmste auszumalen,
ein nicht eben seltener Bias. // Wie Männer in Dänemark in den 50er Jahren
in die Krankenpflege kamen, erzählt die Serie
"The New Nurses - Die Schwesternschule".
Patienten wurde damals entlaust, was im Unterricht
praktisch geübt
werden mußte. Und daß Rauchen etwas mit erektiler Dysfunktion
zu tun
hat, war damals noch nicht so klar. // Über "Die grünen Handschuhe"
postete
ich heute Morgen bereits. // In der österreichisch-deutschen Serie
"Totenfrau"
geht es recht haarig zu. Am schaerlichsten fand ich, als Brünhilde der
vor ihr liegenden Leiche den
Mund zunähte,
als sie den Priester
abfackelte
oder als sie einen Widersacher im KH mit einem Infusionsschlauch
erdrosselte.
[17:44]
"Als Erwachsene sind wir durchdrungen von der pragmatischen Routine des Lebens
und das macht es uns schwierig, etwas mit kindlichem Erstaunen zu erleben.
(Bones) -
[=>Weihnachten]
[16:55]
Wenigstens täglich
einmal
aus dem Fenster gucken, Mindestanforderung der Weltverbundenheit. War vor
einer halben Stunde und nicht stringent heimelig. Jetzt ist es bereits kacke dunkel.
[=>Fensterblicke].
[9:30]
Behindertentoilette ist nicht gleich Behindertentoilette. Mir war nicht bewußt,
daß in jede solche Toilette eine Liege und ein Personenlift gehört. Noch nie
gesehen, noch nie erlebt. Kein Wunder, in Ostdeutschland gibt es keine und
in Westdeutschland derzeit wohl nur 17. In England absoluter Standard in
jedem öffentlichen Gebäude. Nachtrag: In Chemnitz gibts nun jedenfalls ein
barrierefreies WC[=> Deutschland].
[9:01]"Ein Gebrechen für jeden." -
"Die grünen Handschuhe" ist eine polnische Serie um
drei ältere Frauen
als unschlagbares Gaunertrio. In ihr wimmelt es von älteren und alten Personen,
die in "normalen" Filmen nur spärlich besetzt sind.
[=>Alter(n)]
[8:41]
Nachdem ich die vergangenen beiden Tage die Mischmaschkategorien für
Podcasts und Sachthemen leergeräumt und auf
jeweilige Rubriken
verteilt habe, und zwar ALLE, so daß die Mixkategorien "Audiosammelsurium"
und "Sach-Themen-Mix" aufgelöst werden konnten, widme ich mich einer
weniger stupiden Tätigkeit, weil ich alle
Filmsclips
durchzugucken beginne, um sie eventuell thematisch verstichworten zu können,
was amüsanter, witziger und abwechslungsreicher ist. Ich werde möglicherweise
hin und wieder den einen oder anderen Ausschnitt hier in separaten Aufzählungen
wiederkäumen.
[8:18]
"Wir sehen uns einfach
nächstes Weihnachten. - Wenn du dann noch lebst." (heute-show)
[7:46]
Man könnte glatt darauf wetten, /
Überall belegte Sofas und Betten. /
Überall das Marzipan im Magen, /
Überall das Wohlbehagen. /
Überall wird weihnachtlich umnachtet /
Sehr besinnlich Raufaser betrachtet. //
(Maximillian Buddenbohm)
[6:00]
Frei/Urlaub 12/13 // Tage ohne Alkohol: 3665.
[17:08]
Französische Künstler
arbeiteten
in einem
Projekt
mit zwei nahezu bewegungsunfähigen,
schwerkranken Menschen, einem ehemaligen Boxer, einer ehemligen Tänzerin. Andere
Tänzer sind quasi ihre lebenden Prothesen. Tanz und Bewegung, sehr eindrücklich.
"Forme(s) de vie"
heißt diese Aufführung.
[10:00]
Heutzutage ist selbst der Papst nicht mehr vor neugierig-aufmerksamen Augen sicher. User entdeckten, daß
Leo IX. zurzeit
Deutsch lernt.
[8:00]
Man kann einen Weihnachtsbaum auch
vernaschen.
Das Rezept stammt aus einem Euromaxx-Beitrag der DW.
[7:20]
Virtuelle Weihnachtswünsche erreichen mich oft schon am 23. Dezember.
Dann hauptsächlich während des 24., Heiligabend.
Das Weihnachtsfest beginnt allerdings erst mit dem Sonnenuntergang AN Heiligabend,
ein Erbe aus dem Judentum, in dem ein Tag mit dem Sonnenuntergang am Vorabend beginnt.
Deswegen betet man im katholischen Stundengebet die erste Vesper am Samstagabend
und die zweite am Sonntagabend. Ich ignoriere die vorzeitige Bewünschung
konsequent, reagiere aber kaum noch patzig. Dennoch geht mir die immer vorzeitigere
Praxis weihnachtlicher Riten auf den Senkel. Und, zum Kuckuck, die
Vorweihnachtszeit nennt sich ADVENT!
[7:09]"Lächeln zum Glück"
aus Resident Alien. Gibt es aber wirklich. Vera Birkenbihl hat das
60-Sekunden-Lächeln vorm Spiegel
proklamiert,
ein Skill, den ich während der Psychotherapie in mein Schattenbild
einbrachte, welches ich an dieser Stelle noch vorstellen will.
[6:44]
Frei/Urlaub 11/13 // Tage ohne Alkohol: 3664.
[10:22]
In einem Glückwunsch auf einen
Blogeintrag
hin geschrieben: "Alles Gute zum Fest und darüber hinaus schöne, unbeschwerte Raunächte! Hier in Leipzig hat es -8°C. Man muß wohl ein wenig schneller flanieren heute und die Eiskristalle vom Handy kratzen, wenn man etwas fotografieren will."
[4:08]
Frei/Urlaub 10/13 // Tage ohne Alkohol: 3663.
[23:00]
Höchst
bestürzend und erschütternd
ist der durch eine betroffene Erkrankte verfaßte Essay
"ME/CFS - Die Grenzen der Autonomie"!
Wenn ein Leben vielfach auf so rudimentäre Vollzüge wie Atmen und Liegen reduziert ist,
stellen sich Fragen, die angesprochen werden. Aus medizinischer, psychologischer,
philosophischer und persönlicher Perspektive. Das anzuhören und mitzufühlen nahm
mich äußerst mit! Nachtrag: Mein Kommentar auf
diese Reaktion:
"Ich wünsche dir alle Hilfe, die derzeit möglich ist und so wenig Crashs wie
nur denkbar! Ich leide seit 10 Jahren unter Fatigue und warte auf eine
Gelegenheit, daß ME/CFS entweder bei mir erkannt oder ausgeschlossen werden
kann. So gravierend wie im Essay ist es bei mir nicht. Ich fühle mit allen
so existenziell Betroffenen mit. Daß auch aus ihrer Perspektive berichtet
wird und nicht nur ÜBER sie.
[19:10]
Die BILD mit einem
Durchhalteartikel
für jene, die Weihnachten allein verbringen. Anscheinend vertraut sie ihrer Überzeugungskraft
nicht recht;
denn am Ende werden die Nummer der Telefonseelsorge angegeben.
[16:14]
"Den meisten Streß machen wir uns, weil wir eine
völlig verdrehte Vorstellung
von Freiheit haben." (Achtsam morden)
[8:33]
In einem Blogkommentar gelesen: "Möge 2026 erwartungswidrig famos werden."
[12:10]
Streamingangebote aus den öffentlich-rechtlichen Mediatheken sind zeitlich begrenzt.
Wenn es sich um Spielfilme oder Konzertmitschnitte handelt, oft nur wenige Tag, so daß
mit die Idee kam, dafür einen Thread zu etablieren, in dem ich die Links ad libitum
ein- und ausbauen kann. Bisher zwei Posting:
Ephemeres zum Gucken (2)
und
Ephemeres zum Gucken (1).
[8:55]
2019... 2026. 2026. Alle Jahre wieder. Das kann ja heiter werden.
[8:20]
"Unser Backofen backt auf der rechten Seite grundsätzlich mehr als auf der linken. Rechts wird alles braun. Ein Ofen mit politischer Botschaft."
(Vanessa Giese)
[8:12]
"Es gibt ja noch die weichen Benefits: Freigetränke, das flüssige Gold der Gaukler, Vorleser, und Fahrensleute."
(Uli Hahnemann)
[8:04]
Bei Heern Rose
gelernt,
daß XL-Eier zu meiden sind, weil sie nicht rasse-, sondern altersabhängig ist.
Alte Hennen werden mittels unschöner Maßnahmen gezwungen, wieder Eier zu legen.
[8:00]
"Im November hechelte ja alle Welt 'Black Friday'-Rabatten hinterher wie nicht gescheit. Dabei gilt immer noch die alte Kaufmannsregel: 'Rabatt, mein Kind, so lass‘ dir sagen, wird vorher immer aufgeschlagen'."
(Fliegende Bretter)
[21:12]
Lange Nacht - Das glücklichste Volk der Welt. 7 Stunden Podcast über die Frage: Was trennt und was verbindet Ost- und Westdeutsche? -
[1] /
[2] /
[3] /
[4] /
[5] /
[6] /
[7].
Ich habe alle Teile gehört und bin nachhaltig beeindruckt und durch die Hörerfahrung beschenkt.
[17:33]
Tausendsassa Micky Beisenherz bezeichnet das Verschwinden von Cafés
und Kneipen in den Städten als
prostlos.
Ich las zunächst proustlos. Ein Fall für die Rubrik
"Verhörer/Verleser".
[15:55]
Retröt: Bei Familie Merz gibt es bestimmt Zündkerzen am Weihnachtsbaum.
[15:43]
"Wie läuft's denn so als alleinerziehender Vater?"
"Wie im Gefecht,
nur daß alle überleben." (Will Trent)
[10:30]
Vor 9 Jahren wurden 2 Pappeln
gefällt,
auf die ich blickte, sobald ich aus meinem Fenster sah. Und mich
an ihnen erfreute und sie weiterhin
vermisse.
Bei den
Fotos zu diesem Massaker(Thread)
ergänzte ich ein
Vorher-Foto.
Wenigstens dies bleibt: Fotos angucken, um sich zu erinnern!
[9:34]
"Im Grunde genommen sind Studenten der Geisteswissenschaften wie Tauben.
Keiner braucht sie, aber man findet sie in jeder Stadt. Sie picken sinnlos
vor sich hin und trotzdem ernährt sie der liebe Gott. Niemand hat je einen
toten Kunststudenten im Park liegen sehen."
(Kiezschreiber)
[9:33]
"Wortspiele aus der Hölle: 'Pfeif auf deine Zukunft, wenn die Hoffnung flöten geht.'"
(Kiezschreiber)
[8:47]
Ich
liebe
Nebel, der ja bekanntlich die Unlust der Natur ist, die Umgebungsvariabeln
zu laden. Herr Buddenbohm
postete
heute Fotos aus Hamburg. Auch im Odenwald ist es in letzter Zeit
desöfterenneblig
gewesen. In Leipzig kommt Nebel
eherselten
vor, was nicht heißt, daß wir mehr Durchblick hätten.
[12:11]
Retweet: Um einen Prinzen zu finden, mußt du einen Frosch küssen, nicht den ganzen Teich vögeln.
[12:09]
Retweet: Ich bin so müde, wenn ich mich in Kaffeebohnen legen würde, wären sie entkoffeiniert,
[10:10]
Ich wollte vorhin den Link zur arte-Dokumentation
Verliert unser Gehirn den Fokus?
posten, die der Frage nachgeht, ob unsere Konzentration ob all der
Ablenkung leidet. Nachdem mein PC seinen täglichen Routineabsturz
hingelegt hatte und er wieder hochgefahren war, vergaß ich's
merkwüdigerweise. Womit wir
beim Thema
wären.
[8:30]
Zu meinem
Eintrag
über die fast 30 Jahre des Leipziger Bücherlei reiche ich die
aus dem Internet Archive gezerrten
Screenshots
nach.
[20:12]
Zu geil. BILD
berichtet
über den
abgesägten
Weohnachtsbaum auf dem Altmarkt in Löbau. Und als Werbunganzeigen
bekommt man künstliche Weihnachtsbäume bei Amazon offeriert.
[19:32]
In der Sendung
"Vom Aufhören"
den Ratschlag vernommen, täglich bewußt einmal dem Hamsterrad zu entfliehen.
Aufhören wird postuliert als "Grundbedingung des gelingenden Lebens".
Täglich heilsame Momente schaffen, eine Phase des Innehaltens, des Stillseins
und - eine schöne Wendung - des nicht verzwecktens Daseins. Noch ein
schön formulierter Impuls: "im Kopf umparken".
[11:48]
Jemand hat diverse LLMs ein paar Folgen "Wer wird Millionär"
zocken
lassen. Christian Fischer kommt dabei mit diesem Satz
um die Ecke:
"'Leute, in Kürze kommt die Generation Ärzte, die ihr Studium mit KI gemacht hat, in die Krankenhäuser - Ihr solltet anfangen, gesund zu essen'"
[11:05]
Im Landlebenblog "Da hat sich über die Jahre ja ganz schön was angesammelt"
im Zusammenhang mit einer Rohrreinigung gelesen. Gedacht:
'Ebensogut könnte dieser Satz von meinem Psychotherapeuten kommen."
[10:40]
"Die eiligen Vorboten der Heiligen Drei Könige sind schon auf dem Weg nach Bethlehem, und sie heißen Hektik, Stress und Schnappatmung."
(Landlebenblog)
[10:30]
"Is schon ganz schön hier, wo wir wohnen, würde der Gatte jetzt sagen, das ist die verschärfte Form der Begeisterung, zu der er sich nur selten hinreißen lässt."
(Landlebenblog)
[10:06]
Alban Nikolai Herbst
kämpft
gegen Depressionen, die er Niederdruck nennt. Mit 26 Jahren knallte er
"in Selbsttötungsabsicht volle Kanne in eine Hauswand". Er braucht,
den "chemischen Anschnallgurt". Seit Frühjahr
rühre
ich im Hormonhaushalt herum. Nachdem mehrere Anläufe in der
Vergangenheit gescheitert waren, kann ich behaupten, seitdem
die Sicherheit durch besagten Anschnallgurt zu fühlen.
[16:30]
Bei der Musiktherapie während meiner PT verabschiedet man sich
in der letzten Einheit entweder mit einem Lied oder mit einem
Zusammenspiel der Gruppe oder beidem. Ich wählte Gerhard Schönes
"Spar deinen Wein nicht auf für morgen",
lernte gerade eben
"Free"
von Florence and The Machine kennen und bin enthusiasmiert
vom Text und dem musikalischen Wumms, so daß ich möglicherweise
vor einer Woche diesen Song eingebracht hätte.
[13:16]
Seit Stunden - Ablenkung ist mein
zweiter Name
- recherchiere ich zu alten Seiten von mir und bin baff, wie wenig das Netz
wirklich vergißt, selbst wenn man dies so oft gesagt bekommt. 2009
führte ich kurze Zeit ein wikibasiertes Nebenprojekt namens
"Bücherlei Logbuch"
(auch
Bücherlei Notizen
oder
Bücherlei Weblog),
über das die Google-KI ziemlich korrekt schreibt:
"'Bücherlei Logbuch' war ein Blog, der sich mit dem Thema Bücher,
Buchprojekte und die Verlags- bzw. Selbstveröffentlichungswelt
beschäftigte, mit Beiträgen wie der Leipziger Buchmesse und
Wegen zum eigenen Buch..." - Hinsichtlich der eigentliche Seite
generierte die KI: "Die 'Bibliomaniac List' (BL) war eine frühe,
umfangreiche Online-Sammlung von Links, Texten und Ressourcen
zum Thema Bücherwahn (Bibliomanie). Eine der ersten deutschsprachigen
Literatur-Websites, die als 'Lesesalon' fungierte, lange vor den
heutigen Blogs. Sie bot eine Plattform für Literaturinteressierte
und umfasste auch eine Bibliographie und Bilder rund um das
Thema Bücherleidenschaft, eine frühe Form der Literaturvernetzung
im Web. [Im Frühjahr 2002] umbenannt in 'Leipziger Bücherlei' (LB),
ein Wortspiel aus der Leipziger Spezialität 'Leipziger Allerlei'
und 'Bücher'." -
Gnihi, KI, der alte Schleimer... "Frühe Form", "frühe Sammlung",
"eines der ersten", "lange bevor". Immerhin wird das Bücherlei
im Juli 2026 30 Jahre alt. Nachdem ich im September 1995 online
ging mit einem Account und der ersten E-Mail-Adresse als Point
einer Leipziger BBS-Mailbox, stürzte ich mich ins
Usenet
und diskutierte darin jahrelang in zig Newsgruppen, besonders
de.rec.buecher, wo ich 1996 angesprochen wurde, meine als Textliste
begonnene BL doch als ordentliche Webseite ins WWW zu stellen.
So did I. Bei einem Datencrash gingen mir die allerersten Versionen
flöten. Die älteste stammt von 1998. Als das ursprüngliche Movens -
die Bücherliebe = Bibliomanie - aus ophtalmologischen Gründen
2017 ebenfalls flöten ging, vegetiert das Projekt nurmehr als
Überbleibsel dahin, einzig belebt durch das Tagesjournal, die
Miszellen als Sammelsurium
all dessen, was ich im Netz finde, wie ich lebe, denke und bin.
Im Internetarchiv fand ich
Snaphots
aus früheren Jahren:
08/2000 /
02/2001 /
04/2001 /
07/2001 /
03/2002 /
09/2002 /
04/2003 /
04/2004 /
08/2004 /
04/2005 /
05/2007 /
05/2010. -
Offline-
Phasen wie
diese
gab's zuhauf, Zeichen meines schon damals unsteten Wesens.
Sogar Reste meiner darin enthaltenen
Hermann-Hesse-Seite
lassen sich noch erspüren. Meine Güte, habe ich anfangs
viel probiert.
Dieses früheste, noch verlinkbare Bruchstück stammt von September 1997.
Manchmal gab's pro Jahr mehrere Versionen, die Bastelfreude war groß, wie die
obigen Snapshots bezeugen.
[10:55]
Ich habe bei ANH den
gestrigen Eintrag
im Arbeitsjournal kommentiert: "Seit kurzem sammle ich
Audioviduelles zum Thema KI.
Insbesondere fasziniert mich die Möglichkeit, die KI in der Psychotherapie
einzusetzen, wobei nicht gemeint ist, sie anstatt eines Therapeuten
zu nutzen, was vielmals passiert, denn ich habe gerade eine
12-wöchige PT beendet, bei der eine Frau aus meiner Gruppe ein in
meinen Augen bedenkliches Verhältnis zu ChatGPT entwickelt hat und
gefragt werden sollte, inwieweit sie noch Ohren für den atmenden
Therapeuten vor ihr habe. Gleichfalls faszinierend das mögliche
Konstrukt 'KI als Gottheit', wozu ich kürzlich einen
philosophischen Podcast hörte".
[10:54]
Immer noch
suche ich
nach einer kostenlosen Möglichkeit, anhand eines Screenshots
durch das Netz herauszufinden, wen ich da sehe, welchen Prominenten, Schauspieler etc.
ChatGPT weigert sich aus urheberrechtlichen Gründen. Alle andere Apps, die bei der
Recherche angeboten werden, kosten Geld. Und Google Lens erkennt nur Quatsch.
[19:10]
"Ohne unsere Gefühle weiß unser Verstand eigentlich nicht, was wir machen"
(Richard David Precht)
[18:44]
"Das Schlimmste, was einem kapitalistischen Wirtschaftssystem passieren
kann, sind Menschen, die dauerhaft mit wenigen Dingen zufrieden sind."
(Richard David Precht)
[12:04]
Der Fernsehfilm
"BACH - Ein Weihnachtswunder"
vom letzten Jahr mit Devid Striesow, Verena Altenberger und Thorsten Merten ist immer noch
in der Mediathek
und läßt sich in diesem Jahr gerne nochmals anschauen. Geschildert wird die ruckelige
Entstehung des Weihnachtsoratoriums.
[11:33]
Der 1983 gegründete
"Weg der Freundschaft"
war im Sozialismus der einzige Fernwanderweg. Er führt von
Eisenach nach Budapest und ist 2690 Kilometer lang, führt durch
5 Länder und überwindet 90.000 Höhenmeter.
Die Leipziger Schriftstellerin Rebecca Maria Salentin
absolvierte
in Gänze den Weg und beschreibt ihr
Abenteuer
in dem Buch
"Klub Drushba".
[11:04]
Die Performance
"Julieta"
(Making of /
Trailer)
der mexikanischen Künstlerin Gabriele Muñoz ist eine bildreiche Inszenierung aus
Physical Theatre
und Clowning, eine Hommage an das Älterwerden. Mit satirischem Blick
erkundet sie
die Poesie hinter den Metamorphosen des Alterns.
[14:50]
"Alle verfügbaren Tagesmütter im Umkreis sind entweder faul oder inkompetent."
Zum Baby: "Mami Morgan hat immer sehr hohe Ansprüche."
"Falls du Zeit hättest, wäre ich bereit, sie runterzuschrauben."
(The Good Doctor S06E22)
[13:44]
Adventliche Prägung, same procedure as every year: "Spät im Jahr gewhamt worden."
(Kaltmamsell)
[13:33]
"Austausch von Neuigkeiten und Befindlichkeiten, die sich altersgemäß viel um Gesundheitsdinge und letzte Dinge drehen."
(Kaltmamsell)
[12:25]
"... gab es bei diesen Sportlerinnen und Sportlern eine seltsame Entwicklung zu
beobachten (...): das Verschwinden der Farben aus der Modellpalette.
Alles lief ninjaoptimiert in schwarzer Montur, manchmal auch in Betontönen, in Variationen von Schlamm, Lehm, Sand und Granit.
(Maximillian Buddenbohm)
[12:05]
"Ich war immer ein glühender Opportunist. Ich segle mit dem Wind, den andere machen." (Vier Frauen und ein Todesfall S07E03)
[11:01]
Lesen "gehört entschieden zu den wenigen Tätigkeiten im Leben, denen keinerlei Reue nachschleicht, tatsächlich niemals."
(Maximillian Buddenbohm)
[10:13]
"Was man so macht. Als eingespieltes Paar mit drei, vier unschönen Dauerthemen und mit einigen vom Schicksal launig weiter zugespielten Ereigniskarten aus der 2025er Edition des Spiels."
(Maximillian Buddenbohm)
[7:21]
Entwicklung meines Gewichts an markanten Punkten:
1986: 68 kg /
1989: 91 kg /
2009: 120 kg /
2016: 82 kg /
2017: 110 kg // -
2025: 107 kg (Januar) + 80 kg (Dezember). -
Anmerkungen:
Im Dezember 2015 machte ich einen Alkoholentzug und nahm in nur 6 Monaten
bis Juni 2016 zirka 34 kg ab. Bis Dezember hielt ich die 82 kg und sündigte fortan
erneut, so daß mich "Onkel Jojo" recht schnell auf 110 kg zurückkatapultierte,
bei denen ich im wesentlichen bis Anfang dieses Jahres blieb. Dank Ozempic und
neuentdeckten Bewußtseins hinsichtlich der Kalorien gelang wiederum der Coup
des immensen Gewichtsverlustes von diesmal 27 kg. Ob ich die Zügel in den Händen
behalte, wird sich weisen. Auf alle Fälle genieße ich es, Kleidung einfach
dadurch kaufen zu können, daß ich einen Laden betrete und mir eine beliebige
XL-Klamotte schnappe und sie - paßt!
[6:58]
Wenn ich eines beherrsche, sind es Skrupel und Gedankenspiralen.
Im Tagebuch lese ich die Zeit zwischen Oktober 2019 und März 2020
nach.
11 WochenstationärePsychotherapie
im Leipziger Uni-Klinikum und danach 4 Wochen
kardiologische Reha
in Teltow. Nachdem ich deswegen 4 Monate auf Station nicht zugegen
gewesen war, stand Ende Februar der
ersteArbeitstag
an, wozu ich schrieb:
"Neben solch banaler Bedenken, überhaupt aus dem Bett zu kommen, türmen
sich im Hirn die Befürchtungen, überfordert zu sein, dem Ganzen nicht
gewachsen zu sein, zu versagen oder Mist zu bauen. Der gewiefte
Schwarzseher und skrupulöse, depressive Durchdenker weiß, wovon ich
schreibe." Weil ich mich am Tag zuvor bei einem Karaokeabend angesteckt
hatte, mußte ich die mit zunächst 4 Arbeitsstunden täglich geplante
Wiedereingliederung nach bereits 3 Tagen abbrechen, weil ich, nein,
kein Corona, sondern Influenza hatte. Ich hoffe, daß ich nun nach
der zweiten Therapie (PT) den Querelen des Alltags gewappneter bin und
länger durchhalte. Ich werde über die PT noch ausführlicher schreiben.
[6:35]
Auf Norwegens Straßen fahren nur noch 4% Verbrenner-Autos.
[5:04]
Nicht sonderlich originell bei der BILD sind
8 fiese Fragen zum Fest.
Lachen mußte ich dennoch bei "Darf ich lachen, wenn die Kinder Blockflöte spielen?"
[4:15]
Frei/Urlaub 1/13. Tage ohne Alkohol: 3654 = 120 Monate = 522 Wochen = 10 Jahre.