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Allgemeine Zitate 3

E

Easwaran, Eknath

  • Wenn wir ganz vertieft sind, vergessen wir unseren Körper möglicherweise total. Vielleicht denken wir noch nicht einmal mehr über das ödestes Thema überhaupt nach, nämlich uns selbst. Das ist das wahr Geheimnis es Glücks.

Ebner-Eschenbach, Marie von

  • An das Gute glauben nur die wenigen, die es üben.
  • Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht.
  • Das Urteil auch des weisesten Elefanten gilt einem Eselchen lange nicht so viel wie das Urteil eines andern Eselchen.
  • Der größte Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
  • Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
  • Der Maßstab, den wir an die Dinge legen, ist das Maß unseres eigenen Geistes.
  • Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewußtseins.
  • Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
  • Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.
  • Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.
  • Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen. Viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den anderen langweilt.
  • Es würde viel weniger Böses auf Erden geben, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
  • Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
  • Nur die allergescheitesten Leute benutzen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst.
  • Was andere uns zutrauen ist meist bezeichnender für sie als für uns.
  • Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.
  • Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
  • Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen.
  • Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehaßt.
  • Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein Verbrechen.
  • Wer nichts weiß, muß alles glauben.
  • Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.
  • Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.

Eça de Queiroz, Jose Maria

  • Nichts erneuert eine Nation so sehr wie eine fürchterliche Tracht Prügel.

Eckhard, Fritz

  • Unter Diskussionen verstehen Männer die Kunst, den Partner zum Schweigen zu bringen. Frauen verstehen darunter die Kunst, den Partner nicht zum Reden kommen zu lassen.

Eco, Umberto

  • Der wirkliche liebhaber von Büchern muß sie gar nicht alle gelesen haben. Wichtig ist, daß man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch und man hat es zur Verfügung - für die Zukunft.

Edison, Thomas Alva

  • Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.

Ed Wood, Jr.

  • Man gilt immer als verrückt, wenn man etwas leistet, was andere nicht begreifen können.

Ehrenburg, Ilja

  • Trotz der enormen Erkenntnisse der Wissenschaft ist diese mitunter gezwúngen, vor den unerforschlichen Rätseln des menschlichen Herzens zu kapitulieren.

Eich, Günter

  • Die blinde Hand, die voller liebe eine Blume ertastet, sieht besser als das Auge, das ganze Gärten gleichgültig registriert.

Einstein, Albert

  • Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.
  • Der Fortschritt geschieht heute so schnell, daß, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.
  • Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.
  • Ein großer Geist ist schon immer bei den mittelmäßigen auf heftigen Widerstand gestoßen.
  • Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind: Das Weltall und die menschliche Dummheit, aber beim Weltall bin ich mir noch nicht sicher!
  • Ich weiß zwar nicht, mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg geführt werden wird, doch der Vierte Weltkrieg wird mit Stöcken und Steinen ausgefochten.
  • Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
  • Um eine Einkommensteuererklärung abgeben zu können, muß man ein Philosoph sein. Für einen Mathematiker ist es zu schwierig.
  • Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
  • Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.
  • Was mich erschreckt ist nicht die Zerstörungskraft der Bombe, sondern die Explosivkraft des menschlichen Herzens zum Bösen!
  • Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil.
  • Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.
  • Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
  • Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.
  • Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.
  • Wenn man mit einem netten Mädchen zwei Stunden zusammen ist, hat man das Gefühl, es seien zwei Minuten; wenn man zwei Minuten auf einem heißen Ofen sitzt, hat man das Gefühl, es seien zwei Stunden. Das ist Relativität.
  • Wer Freude daran empfindet, im Gleichschritt nach der Musik zu marschieren, hat sein Gehirn aus Versehen bekommen.
  • Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher!

Eklöh, Hartmut

  • Wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Eliade, Mircea

  • Wenn Glück möglich wäre, würde es nur in der Einsamkeit bestehen.

Elias, Norbert

  • Der Begriff der Einsamkeit bezieht sich auch auf einen Menschen inmitten vieler anderer, für die er selbst ohne jede Bedeutung ist, für die es gleichgültig ist, ob er existiert oder nicht existiert, die die letztliche Gefühlsbrücke zwischen sich selbst und ihm abgebrochen haben.
  • Eine andere, im engeren Sinne soziale Form der Vereinsamung stellt sich dann ein, wenn ein Mensch an einem Ort lebt oder eine Position hat, die es ihm nicht ermöglicht, Menschen von der Art zu begegnen, von der er fühlt, daß er ihrer bedarf.

Eliot, George

  • Die Einbildungskraft hat überall freien Eintritt.
  • Die Wahrheit halte ich für das härteste Geschoß, mit dem man beworfen werden kann.
  • Gepriesen sei derjenige, der nichts zu sagen hat und davon absieht, das zu beweisen.
  • Unser Glück hängt von der Beschaffenheit und Tief unseres Gefühls ab.
  • Wir sind alle in seelischer Stumpfheit geboren und nehmen die Welt als ein Euter, um unser erhabenes Selbst zu nähren.
  • Die Erwähnung unserer Selbst hat etwas von Natur aus Ergreifendes.
  • Die schlimmsten Hindernisse sind jene, die niemand sehen kann außer man selbst.

Ellington, Duke

  • Probleme sind Gelegenheiten zu zeigen, was man kann.

Emerson, Ralph Waldo

  • Bleib ruhig: In hundert Jahren ist alles vorbei.
  • Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, einer zu sein.
  • Gute Manieren bestehen aus lauter kleinen Opfern.
  • Was wir am nötigsten brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir können.
  • Wer nicht täglich seine Angst überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt..
  • Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
  • Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt worden sind.
  • Wir stehen immer kurz davor zu leben, aber wir leben nie.

Eminem

  • Es ist schon komisch, dass ein Mann, der sich um nichts auf der Welt Sorgen machen muss, hingeht und eine Frau heiratet.

Engler, Wolfgang

  • Im Unterschied zum bloßen Aktivwerden beinhaltet echtes menschliches Engagement stets eine Stellungnahme, eine Bewertung, ein Ja oder ein Nein. Engagierte Menschen greifen nicht nur in den Lauf der Dinge ein; sie enthüllen durch die Art ihres Eingreifens ebenso sich selbst, ihre Ängste und Wünsche, ihre existentiellen Präferenzen. Unter allen möglichen Fällen, die geeignet sind, echtes Engagement hervorzubringen, ja zu erzwingen, stehen Krisen ganz obenan.
  • Mitunter geschieht das Böse nicht aus bösem Willen, sondern aus Mangel an Einbildungskraft.

Enquist, Anna

  • Weihnachten rangiert weit oben auf der Stressskala - gut, Krieg ist schlimmer, der Tod des Partners, auch ein Umzug, aber gleich danach ist man auch schon unterm Christbaum angelangt.

Enquist, Per Olov

  • Die Selbstironie ist ein dankbarer Hafen für denjenigen, der nicht den Mut oder die Kraft hat, selbst Stellung zu beziehen oder für eigene Entschlüsse einzustehen.

Epiktet

  • Der Tod ist nichts Schreckliches; nur die fürchterliche Vorstellung vom Tode macht ihn furchtbar.
  • Habe täglich den Tod vor Augen; das wird dich vor kleinlichen Gedanken und vor maßlosen Begierden bewahren.

Epikur

  • Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinen Reichtümern hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.

Epstein, Jason

  • Angesichts der facettenreichen Geschichte der Menschheit sollte man keineswegs auf eine nur freudige Zukunft schließen, dennoch gibt es Grund zum Optimismus.

Erhard, Ludwig

  • Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.

Ertz, Susan

  • Millionen von Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit und wissen doch nicht, was sie mit einem verregneten Sonntagnachmittag anfangen sollen.

F

Fanfani, Amintore

  • In der Politik ist es wie in einem Konzert: Ungeübte Ohren halten schon das Stimmen der Instrumente für Musik.

Fassbinder, Rainer Werner

  • Es gibt drei Arten von Frauen: die schönen, die intelligenten und die Mehrheit.

Faulkner, William

  • Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren.

Faure, Felix

  • Diplomatie ist die Kunst, einen Hund so lange zu streicheln, bis Maulkorb und Leine fertig sind.

Fauser, Jörg

  • Leben, (...) die Gnade, nicht zu wissen, was morgen ist.
  • Wenn ich mir die Leute ansehe, die von sich behaupten, daß sie die Kurve gekriegt haben, bin ich froh, daß ich da unten stehe.

Fellini, Federico

  • Das Fernsehen ist eine Infektion der Seele.
  • Moral ist jenes Maß von Anständigkeit, das gerade modern ist.

Fernandel

  • Dir kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah.

Ferstl, Ernst

  • Ab und zu sollten wir auch jene, die nichts Gutes an uns finden, maßlos enttäuschen.
  • Andere durch den Kakao zu ziehen: das liebste Vergnügen vieler Wichtigtuer.
  • An und für sich ist die Dummheit unfruchtbar. Das Dumme ist nur, daß sie sich trotzdem unaufhaltsam fortpflanzt.
  • Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir heilfroh darüber sein, dass nicht alle auf unserer Seite stehen.

Fetscher, Iring

  • Die Werbung schenkt uns neue Bedürfnisse und nimmt uns Stück für Stück die eigene.

Feuchtersleben, Ernst Freiherr von

  • Arroganz ist die Karikatur des Stolzes.
  • Pläne sind die Träume der Verständigen.
  • Die Schwester der Gleichgültigkeit ist die entsetzliche Langeweile, ihr Bruder der Müßiggang; eine furchtbare Sippschaft.

Feuchtwanger, Lion

  • Im Grunde nimmt man jeden Tag von irgend etwas Abschied, ohne es zu wissen.

Feuerbach, Ludwig

  • Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie nur das Wahre heilig.
  • Einen Menschen, den man lieb hat, und eine große Idee, die die Seele ausfüllt - was braucht man mehr?
  • Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete. Er kennt weder Gründe noch Gegengründe und glaubt sich immer im Recht.

Feuerstein, Herbert

  • Wenn man etwas im Fernsehen erfolgreich macht, muß man das immer machen, bis die Leute einen totschlagen.

Fielding, Henry

  • Es gibt vielleicht kein sichereres Anzeichen von Torheit, als der Versuch, die natürlichen Schwächen jener, die wir lieben, zu verbessern. Die schönsten Gebilde menschlicher Natur können wie das feinste Porzellan einen Makel haben, und dieser ist, wie ich fürchte, in jedem Fall unverbesserlich, obwohl dessen ungeachtet das Stück von höchstem Wert sein kann.
  • Es ist mit der Eifersucht wie mit der Gicht: Steckt solch eine Krankheit einmal im Blut, so ist man nie vor einem Ausbruch sicher; und er findet bei der geringsten Veranlassung statt und dann, wenn man ihn am wenigsten erwartet.
  • Frauen reden sich tausend Entschuldigungen für die Torheit jener ein, die ihnen gefallen.
  • Große Laster sind ein angemessener Gegenstand unserer Verachtung - kleinere Fehler, unseres Bedauerns.
  • Menschen von echter Weisheit und Güte begnügen sich damit, Personen und Sachen so zu nehmen, wie sie sind, ohne ihre Unvollkommenheit zu beklagen oder sich um ihre Besserung zu bemühen.
  • Undank durchbohrt niemals tiefer die menschliche Brust, als wenn er von jenen ausgeht, um derentwillen wir uns einer Übertretung schuldig gemacht haben.
  • Wie uns die Eitelkeit verlockt, eine falsche Rolle anzunehmen, um uns Beifall zu erringen, so drängt uns die Heuchelei, so drängt uns die Heuchelei, uns dem Tadel zu entziehen, indem wir unsere Laster unter dem Deckmantel der ihnen entgegengesetzten Tugenden verbergen.

Fields, W.C.

  • Frauen sind für mich wie Elefanten. Ich sehe sie gern an, aber ich würde keinen haben wollen.
  • Man sollte jeden Tag mit einem Lächeln beginnen - dann hat man es wenigstens hinter sich.

Finck, Werner

  • Auch die Bretter, die man vor dem Kopf hat, können die Welt bedeuten.

Fitzgerald, F. Scott

  • Alles ist begehrenswert, sobald es verloren ist.

Fitzgerald, Zelda

  • Niemand, nicht einmal ein Dichter kann ermessen, wie viel ein Herz faßt.

Flake, Otto

  • Liebe ist der Entschluß, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.

Flaubert, Gustave

  • Da ich das Dasein nicht nutzte, nutzte mich das Dasein ab.
  • Das menschliche Wort ist wie ein gesprungener Kessel, auf dem wir Melodien trommeln, nach denen Bären tanzen können, während wir doch die Sterne rühren möchten.
  • Das Wahre gibt es nicht! Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens.
  • Die Herzen der Frauen sind wie jene Geheimschränke voll ineinandergeschachtelter Laden: Man tut sich weh, man zerbricht sich die Nägel, und auf ihrem Grund findet man dann schließlich ein paar vertrocknete Blumen, Staubkörner oder Leere.
  • Es gibt nichts Erniedrigenderes, als erleben zu müssen, wie Dummköpfe bei Unternehmungen mehr Erfolg haben, bei denen man selbst gescheitert ist.
  • Ich habe immer versucht, in einem Elfenbeinturm zu leben, aber es brandet eine solche Flut von Scheiße gegen seine Mauern, daß er einzustürzen droht.
  • Jeden Tag habe ich das Gefühl, am vorhergehenden nicht so elend gewesen zu sein, ohne deshalb sagen zu können, was ich mehr besaß.
  • Nach der Folter, nicht mit denen zu leben, die man liebt, ist das Schlimmste, mit denen zu leben, die man nicht liebt.
  • Nichts ist erniedrigender als Narren zu sehen, die in Geschäften erfolgreich sind, bei denen wir versagt haben.
  • Spottet man nicht über die, welche lieben? Denn die Menschen halten das für eine Schande. Aus Scham oder aus Egoismus verbirgt jeder das Beste und Zarteste seiner Seele.
  • Was in dieser Welt anfangen? Wovon träumen? Was beginnen? Sagt es mir doch, ihr, denen das Leben gefällt, die ihr ein Ziel habt und euch für etwas quält!
  • Was tut's, ob die Erinnerungen süß, traurig oder heiter sind! Die traurigsten sind noch die köstlichsten; denn sie geben uns das Gefühl der Unendlichkeit. Zuweilen durchlebt man Jahrhunderte, wenn man an eine bestimmte Stunde denkt, die niemals wiederkehren wird, die für immer dem Nichts angehört und die man um den Preis der ganzen Zukunft zurückkaufen möchte.
  • Zwei schöne Lippen sind mehr wert als alle Beredsamkeit der Welt.

Fleischhauer, Wolfram

  • Gegen Behörden gibt es kein Spray im Supermarkt.

Fonda, Henry

  • Jeder würde sein eigenes Leben gleich viel schöner finden, wenn er aufhörte, es mit dem Leben der Leute von nebenan zu vergleichen.

Fontane, Theodor

  • Anstaunenswert ist nur das eine, daß es überhaupt noch so weitergeht. Das ist der Wunder größtes.
  • Abwechslung ist des Lebens Reiz, eine Wahrheit, die freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.
  • Chopin, für den ich eine Vorliebe habe, wie für alle Polen, vorausgesetzt, daß sie Musikanten oder Dichter oder auch Wissenschaftsmenschen sind. Als Politiker kann ich mich mit ihnen nicht befreunden.
  • Das unabänderlich Geschehene bekehrt besser als tausend bittende Worte.
  • Der Mensch verzweifelt leicht, aber im Hoffen ist er doch noch größer.
  • Durchschnittsmenschen glauben sich so schnell wie möglich verewigen zu müssen, damit die Herrlichkeit nicht ausstirbt.
  • Eine Sehnsucht ist etwas anderes als der Wunsch, es wiederhaben zu wollen.
  • Es gibt immer Gründe für das, was wir wünschen.
  • Es gibt nichts, was uns so Demut predigte wie die Wahrnehmung von der Entbehrlichkeit des einzelnen.
  • Es ist sehr selten, in nationalen Fragen einem so freien Drüberstehn zu begegnen.
  • Frondeur ist doch immer nur der gewohnheitsmäßig Unzufriedene, und wer immer unzufrieden ist, taugt nichts. Immer Unzufriedene sind dünkelhaft und oft boshaft dazu, und während sie sich über andre lustig machen, lassen sie selber viel zu wünschen übrig.
  • Geizhälse sind die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entzücken ihrer Erben.
  • Große Zeit ist es immer nur, wenn's beinah schiefgeht, wenn man jeden Augenblick fürchten muß.
  • Heiraten! Nun ja, hübsch muß es sein, sonst hätten es nich so viele. Aber besser ist besser. Un ich denke, lieber bewahrt als beklagt.
  • Heutzutage, wo die meisten Menschen einen Friseurkopf hätten, sei es eine ordentliche Erquickung, einem Gesicht zu begegnen, das in seiner Eigenart eigentlich gar nicht unterzubringen sei.
  • In Anschauungen bin ich sehr tolerant, aber Kunst ist Kunst. Da versteh ich keinen Spaß.
  • In höheren Karrieren will man keine Alltagsmenschen.
  • Ins Innere der Natur dringt kein erschaffener Geist.
  • Intrige zählt ganz eminent zu den höheren Kulturformen.
  • Jede Stelle verlangt heutzutage ihren Mann von Worms, ihren Luther.
  • Junge Ärzte sind meist klüger als die alten, aber doch weniger Ärzte.
  • Liebe gibt Ebenbürtigkeit.
  • Manche Hähne glauben, daß die Sonne ihretwegen aufgeht.
  • Manchem glückt es, überall ein Idyll zu finden: und wenn er's nicht findet, so schafft er's sich.
  • Manchem kleidet es zu sprechen, und manchem kleidet es zu schweigen. Jedes Beisammensein braucht einen Schweiger.
  • Man ist immer nur klug und weise für andere.
  • Man muß die Musik des Lebens hören, die meisten hören nur die Dissonanzen.
  • Mit den richtigen Linien in der Kunst sind auch die richtigen Formen in der Gesellschaft verloren gegangen.
  • Musiker sind die boshaftesten Menschen. Meist denkt man, die Prediger und die Schauspieler seien die schlimmsten. Aber weit gefehlt. Die Musiker sind ihnen über. Und ganz besonders schlimm sind die, die die sogenannte heitere Musik machen.
  • Nichts beneidenswerter als eine Seele, die schwärmen kann. Schwärmen ist fliegen, eine himmlische Bewegung nach oben.
  • Personen, die nicht da waren, wisssen immer alles am besten.
  • Sie will Taten sehen, was vom Weiberstandpunkt allemal so viel heißt wie Verheiratung.
  • Taten mit gar keiner oder mit erheuchelter oder mit erborgter Idee haben etwas Rohes und Brutales, etwas Dschingiskhanartiges.
  • Vernunft ist immer nur bei wenigen.
  • Vom alleregoistischsten Zeitungsleserstandpunkts aus - ein wahres Glück, daß es Unglücksfälle gibt, sonst hätte man von der Zeitungslektüre so gut wie gar nichts.
  • Von Jugend auf gepflegte Herzensbeziehungen sind doch das Schönste, was das Leben hat.
  • Was einem nicht paßt, das glaubt man nicht gern.
  • Wir verkriechen uns nämlich alle. Heldentum ist Ausnahmezustand und meist Produkt einer Zwangslage.
  • Wo Gott und der Teufel geschildert werden, kommt jener zu kurz.

Forbes, Malcolm

  • Auf einem Fehler zu beharren ist schlimmer, als einen zu machen.

Ford, Ford Madox

  • Es ist Eitelkeit, was die meisten von uns aufrecht hält, wenn wir uns überhaupt in dieser Welt aufrecht halten.
  • Konventionen und Traditionen sorgen, glaube ich, blind, aber sicher für die Erhaltung des Normaltyps; für die Ausmerzung stolzer, entschlossener und ungewöhnlicher Individuen.

Ford, Henry

  • Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, dass sich so wenige Leute damit beschäftigen.
  • Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier.
  • Es gibt mehr Menschen die kapitulieren, als solche, die scheitern.
  • Wenn sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen sie einen zweiten bereithalten, um das bekanntzugeben.
  • Wer aufhört zu werben, um so Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.

Forster, E.M.

  • Der Geschäftsmann, der annimmt, dies Leben sei alles, und der Mystiker, der behauptet, es sei nichts, zielen, ein jeder auf seiner Seite, an der Wahrheit vorbei.
  • Entweder ein innig geliebter Mensch oder ein innig geliebter Ort wäre wohl notwendig, um den grauen Alltag zu erleichtern. Wenn möglich, sollte man beides haben.
  • Ist nicht das Zivilisierteste, was es gibt, ein Mensch, der es gelernt hat, mit seinem Einkommen richtig umzugehen?
  • Man redet ja so leicht von "vergänglichen Gefühlen" und vergißt dabei, wie stark diese Gefühle waren, ehe sie vergingen.
  • Mit der Psyche mag der Mensch sich gar nicht erst abgeben. Die überläßt er dem Spezialisten, was ungefähr ebenso ist, als ob er sein Essen allabendlich von einer Dampfmaschine verzehren ließe. Es ist ihm einfach zu anstrengend, die eigene Seele zu verdauen.
  • Nur das persönliche Leben ist Spiegelbild der Unendlichkeit, nur der persönliche Umgang allein kann jemals auf ein persönliches Wesen jenseits unserer alltäglichen Vorstellungswelt hindeuten.
  • So sollte man, wenn es dafür überhaupt eine Regel gibt, sterben: nicht als Opfer noch als Fanatiker, sondern wie ein Seefahrer, der mit gleichmütigem Blick beides zu grüßen vermag: die hohe See, der er entgegenfährt, und die Küste, die er verlassen muß.

Fort, Gertrud von Le

  • Furcht ist ein großes Kapitel; wir haben uns alle nicht genug gefürchtet! Eine Gesellschaft soll sich fürchten, ein Staat soll sich fürchten, eine Regierung soll zittern: Zittern ist Kraft!
  • Kein Mensch und keine Zeit lebt nur aus sich selbst.

Foster, John

  • Was ein Genie auszeichnet, ist vor allem die Kraft, sein Feuer selbst zu schüren.

Fowler, Orson Squire

  • Die besten Lehrer der Menschlichkeit sind die Leben großer Menschen.

Fowles, John

  • Manchmal ist der Gedanke erschreckend, welch ein Kampf das Leben ist, wenn man es ernst nimmt.

Fox, Paula

  • Musik ist eine besondere Art zu denken.

Frahm, Helmuth

  • Wir sollten Teile von Behörden für ein Jahr schließen und hinterher fragen, ob es irgend jemand gemerkt hat.

France, Anatole

  • Alle historischen Bücher, die keine Lügen enthalten, sind schrecklich langweilig.
  • Die Ehe in diesem Sinne ist ein Sakrament, woraus folgt, daß fast immer ein Sakrileg darauf wird.
  • Gelehrte sind Menschen, die sich von normalen Sterblichen durch die anerworbene Fähigkeit unterscheiden, sich an weitschweifigen Irrtümern zu ergötzen.
  • Nichts vermag den Geist so aufzuwecken wie ein großer Schmerz.
  • Nichts ist so sehr für die gute alte Zeit verantwortlich wie das schlechte Gedächtnis.
  • Um die Freuden des Ehebruchs zu genießen, muß eine Frau fromm sein.
  • Venedig ist die Sonntagsruhe nach der großen Schöpfungswoche des göttlichen Italiens.
  • Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sage. bleibt es trotzdem eine Dummheit.
  • Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht unterschreiben will.

Franklin, Benjamin

  • Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will.
  • Wenn dem Menschen auch nur die Hälfte seiner Wünsche erfüllt würden, würden sich seine Sorgen verdoppeln.
  • Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.
  • Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.
  • Der Unzufriedene findet keinen bequemen Stuhl.

French, Ray

  • Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß nur die Leute ganz unten die Marktwirtschaft ausbaden müssen?

Freud, Sigmund

  • Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
  • Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.
  • Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: 'Was will eine Frau eigentlich?'
  • Die individuelle Freiheit ist kein Kulturgut. Sie war am größten vor jeder Kultur.
  • Endlich kommt die merkwürdige Tatsache zur Wirkung, daß die Menschen im allgemeinen ihre Gegenwart wie naiv erleben, ohne deren Inhalte würdigen zu können; sie müssen erst Distanz zu ihr gewinnen, d.h. die Gegewart muß zur Vergangenheit geworden sein, wennn man aus ihr Anhaltspunkte zur Beurteilung des Zukünftigen gewinnen soll.
  • Es ist ja die Hauptaufgabe der Kultur, ihr eigentlicher Daseinsgrund, uns gegen die Natur zu verteidigen.
  • Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
  • Man kann dann von Glück sprechen, wenn das Schicksal nicht alle seine Drohungen auf einmal wahrmacht.
  • Was keines Menschen Seele begehrt, braucht man nicht zu verbieten, es schließt sich von selbst aus.

Fried, Erich

  • Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.
  • Wer will, daß die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, daß sie bleibt.

Friedmann, Tom

  • Es sind nicht mehr die Großen, die die Kleinen, sondern die Schnellen, die die Langsamen fressen.

Frisch, Max

  • Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
  • Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben.
  • Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.
  • Und die Freunde (Freunde, auch wenn man sich im Lauf der Zeit noch so entfremdet hat) wachsen nicht nach; die Welt geht in andere Hände über, natürlicherweise, und man steht von Tod zu Tod etwas verwandtschaftsloer darin.
  • Man sollte die Wahrheit dem anderen wie einen Mantel hinhalten, daß er hineinschlüpfen kann - nicht wie ein nasses Tuch um den Kopf schlagen.

Fröbe, Gert

  • Das erste, das man bei einer Abmagerungskur verliert, ist die gute Laune.

Fromentin, Eugène

  • Die Hauptsache ist immer, daß man das herausfindet, was wirklich der eigenen Natur entspricht, und daß man nicht das Glück anderer Leute einfach nachahmen will.
  • Sackgassen, die völlig ohne Ausweg wären, gibt es im Leben gar nicht.

Fromm, Erich

  • Der Mensch sieht sich - zu allen Zeiten und in allen Kulturen - vor das Problem der Lösung der einen und immer gleichen Frage gestellt: wie er sein Abgetrenntsein überwinden, wie er zur Vereinigung gelangen, wie er sein eigenes einzelnes Leben transzedieren und das Einswerden erreichen kann.
  • Diese Auffassung, nichts sei einfacher als zu lieben, herrscht noch immer vor, trotz der geradezu überwältigendern Gegenbeweise. Es gibt kaum eine Aktivität, kaum ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Hoffnungen und Erwartungen begonnen wird und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt wie die Liebe.
  • Die Welt ist nur noch da zur Befriedigung unseres Appetits, sie ist ein riesiger Apfel, eine riesige Flasche, eine riesige Brust, und wir sind die Säuglinge, die ewig auf etwas warten, ewig auf etwas hoffen und ewig enttäuscht werden.
  • Ein weiterer Grund für das Absterben unseres Selbsterhaltungstriebes ist darin zu suchen, daß der einzelne die sie am Horizont abzeichnende Katastrophe den Opfern vorzieht, die er jetzt bringen müßte.
  • Man kann die Angst, sich auch nur wenige Schritte abseits von der Herde zu befinden und anders zu sein, nur verstehen, wenn man erkennt, wie tief das Bedürfnis ist, nicht isoliert zu sein.
  • Unsere gesamte Kultur gründet sich auf die Lust am Kaufen, auf die Idee des für beide Seiten günstigen Tauschgeschäfts. Schaufenster anzusehen und sich alles, was man sich leisten kann, gegen bares Geld oder auf Raten kaufen zu können - in diesem Nervenkitzel liegt das Glück des modernen Menschen.
  • Was könnte der Erwachsene alles fertigbringen, wenn er bei Dingen, die ihm wichtig sind, die Geduld und Konzentration eines Kindes hätte!
  • Über der Vermittlung von Wissen geht uns jene Art zu lehren verloren, die für die menschliche Entwicklung am allerwichtigsten ist: die einfache Gegenwart eines reifen, liebenden Menschen.

Frost, Robert

  • Wer brav seine acht Stunden täglich arbeitet, hat gute Aussichten, Chef zu werden und zwölf Stunden täglich zu arbeiten.

Frost, Robert Lee

  • Glück gleicht durch Höhe aus, was ihm an Länge fehlt.
  • Kenntnisse bloß zu sammeln ist genauso schlecht wie Geld zu horten. Auch Wissen will umgesetzt sein.

Fry, Stephen

  • Bei der Auflösung kinderloser Beziehung dreht sich heutzutage alles darum, wer das Sorgerecht für die Plattensammlung bekommt.
  • Für einen Angehörigen der Tastatur-Generation darf ich mich einer exzellenten Handschrift rühmen.
  • Wenn man im Leben schon leiden muß, dann ist es meiner Meinung nach viel besser, wenn man das Glück nie gekannt hat.

Fühmann, Franz

  • Die schönste Lust an der Wahrheit ist die der Korrektur eines quälenden Irrtums.

Fürst, Walter

  • Benützt die Treppen in eurem Hirn - nehmt niemals den Lift!

Fulda, Ludwig

  • Auf zweierlei sollte man sich nie verlassen: Wenn man Böses tut, daß es verborgen bleibt; wenn man Gutes tut, daß es bemerkt wird.