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Allgemeine Zitate 8

S

Sack, Adriano

  • Traditionell ... erlahmen zu Weihnachten die Abwehrkräfte des guten Geschmacks.

Sack, Manfred

  • Es gibt tatsächlich Dinge, die man nicht besser, nur anders machen könnte.
  • Manchmal lieben wir Bücher nur ihrer Schönheit wegen. Das ist zwar pervers, aber reizvoll.

Sagan, Francoise

  • Wenn ein Mann sich für unwiderstehlich hält, liegt es oft daran, daß er nur dort verkehrt, wo kein Widerstand zu erwarten ist.

Sahl, Hans

  • Der Mensch kann nicht das Endprodukt der Schöpfung sein.
  • Es ist immer erst die zweite Generation, die das verwirklicht, was die erste vorbereitet hat.
  • Kunst entsteht aus dem Müßiggang, aus der Langeweile mit sich selbst, aus dem Spinnen der Gedanken im Raum. Sie ist planlos, wie das Spielen des Kindes mit den Gegenständen seiner Phantasie oder wie die Spur der Schnecke im Sand. Wer von ihr verlangt, daß sie 'Die Zeit' darstellen soll, verkennt ihre erhabene Absichtslosigkeit.
  • Man muß wieder ganz von vorne anfangen, im eigenen Bereich das Nützliche und Notwendige tun, an 'die Zukunft' der nächsten Stunde, des nächsten Augenblick denken.
  • Schlechtigkeit ist nichts als Mangel an Phantasie. Davon lesen wir ja nun schon genug in den Zeitungen. (...) Aufregend neu wäre heute eine gute Tat, interessant ein Mann, der sich nicht kaufen läßt, eine Frau, die treu ist, ein Volk, das der Lüge, dem Betrug nicht mehr traut.
  • Zu jeder großen Lehre gehören auch ihre Mißverständnisse.

Saint-Exupéry, Antoine de

  • Ich bin traurig, wegen dieses sonderbaren Planeten, den ich bewohne. Wegen all der Dinge, die ich nicht begreifen kann.
  • Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer!

Sanchez, Ramon

  • Es ist ungerecht, Priestern in unserer Zeit immer noch das Heiraten zu verbieten. Womit haben sie dieses Privileg verdient?

Sand, George

  • Man sieht die Schönheit der Dinge nur durch Prüfung und Vergleich.
  • Sich rächen heißt, Böses tun, sich ergeben heißt, es rechtfertigen. Man muß ein Mittel finden, zu korrigieren, ohne zu strafen, und mit Waffen zu kämpfen, die nicht verletzen.

Sandrock, Adele

  • Viele Kinder sind deshalb so verzogen, weil man Großmütter nicht übers Knie legen kann.

Santayana, George

  • Fanatismus besteht im Verdoppeln der Anstrengung, wenn das Ziel vergessen ist.

Saramago, Jose

  • Der Tod ist ein großer Gleichmacher, er streicht über den Scheffel des Lebens und nimmt, was zuviel ist, auch wenn einem mitunter seine Maßstäbe unverständlich sind.
  • Die Menschen sind so veranlagt, daß sie, selbst wenn sie lügen, eine andere Wahrheit sagen, und andererseits, wenn sie eine Wahrheit ausdrücken wollen, ist diese immer von einer Art Lüge begleitet, selbst ungewollt.
  • Rauchen und Trinken sind eine andere Art von Flucht, am besten jedoch flieht es sich beim Trinken, aber man stirbt dabei jedesmal ein wenig.
  • Wie bitter ist diese Leben, viel schlimmer, als man es erzählen kann.

Saphir, Moritz

  • Eine Frau kann vielleicht wunschlos glücklich sein, aber niemals sprachlos glücklich.

Sartre, Jean-Paul

  • Die Jugend will, daß man ihr befiehlt, damit sie die Möglichkeit hat, nicht zu gehorchen.
  • Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug.
  • Wenn ich eine echte Empfindung habe, ein Gefühl, das ich für artikulierbar halte, bin ich absolut unfähig, es auszudrücken: entweder ich stammle, oder ich sage genau das Gegenteil von dem, was ich sagen wollte - oder ich drücke dieses Gefühl mit geschwollenen Sätzen aus, die nichts besagen -, oder aber, und das ist das häufigste, ich äußere gar nichts, ich fliehe vor jeder Äußerung: das ist das klügste..."
  • Wenn viele Menschen beisammen sind, muß man sie durch Riten voneinander trennen, sonst massakrieren sie einander.
  • Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.

Saunders, Charles

  • Teamwork ist, wenn fünf Leute für etwas bezahlt werden, was vier billiger tun können, wenn sie nur zu dritt wären und zwei davon verhindert.

Savage, Sam

  • Wenn man einsam ist, hilft es, ein wenig verrückt zu sein, solange man es nicht übertreibt.

Schätzing, Frank

  • Ich halte Pessimismus allenfalls für nützlich in seiner Eigenschaft, Schatten zu werfen, damit man den Optimismus ernst nimmt.

Schaller, Robert

  • Die geistiges Nahrung hat nie zu viel Kalorien.

Schami, Rafik

  • Die Deutschen vollziehen durch den Alkohol eine merkwürdige Metamorphose: Beim ersten Glas Wein hält man sie für genießende Franzosen, beim zweiten für humorvolle Italiener, beim dritten für temperamentvolle Araber und ab dem vierten Glas wieder für Deutsche.

Schiermeyer, Franz Christoph

  • Für alles entschuldigt man sich leichter als für einzelnes.

Schiff, Michael

  • Eine Betriebsanalyse ist eine kostspielige Methode, durch betriebsfremde Fachleute das ermitteln zu lassen, was man im Betrieb seit 20 Jahren weiß.

Schiller, Friedrich

  • Die Sprache der Gelehrten ist der Leichtigkeit, Humanität und Lebendigkeit nicht fähig, welche der Weltmann mit Recht verlangt. Es ist das Unglück der Deutschen, daß man ihre Sprache nicht gewürdigt hat, das Organ des feinen Umgangs zu werden, und noch lange wird sie die übeln Folgen dieser Ausschließung empfinden.
  • Verachtung ist der wahre Tod.
  • Wer besitzt, der lerne verlieren, wer im Glück ist, lerne Schmerz.
  • Wie sich die Neigung anders wendet, also steigt und fällt des Urteils wandelbare Woge.
  • Wo der Brotgelehrte trennt, vereinigt der philosophische Kopf.

Schischkin, Michail

  • Alles Peinliche löscht das Gedächtnis willfährig aus.
  • Ein Kind - das ist, als hättest du dein Herz nach draußen verlegt. Du bist hier, und dein Herz schlägt dort.
  • Es gehört ein neues Alphabet erfunden, das Unbenennbare zu benennen.
  • Freiheit ist nicht da, wo kein Stacheldraht ist. Freiheit ist da, wo keine Angst ist.
  • Jede Kultur hat ihre speziellen Hürden für werdende Männer.
  • Liebe ist wie der Mond - wenn sie nicht zunimmt, nimmt sie ab.
  • Wenn alle zugleich sterben, ist das eine tröstlich ausgleichende Gerechtigkeit. Angst vor dem Tod hat mit der Kränkung zu tun, aus dem Leben zu scheiden, während andere weiterleben und zu sehen kriegen, was einem selbst auf ewig hinter der letzten Biegung verborgen leibt.
  • Wenn du eine große Schauspielerin werden willst, mußt du alles über die Liebe wissen - und ohne sie leben können.
  • Wo Liebe war, kann nichts sie ungeschehen machen.

Schlapp, Manfred

  • Die Vereinfachung ist die Quelle und das Werkzeug jeder Demagogie.

Schlegel, Friedrich

  • Wenn manche mystische Kunstliebhaber, welche jede Kritik für Zergliederung und jede Zergliederung für Zerstörung des Genusses halten, konsequent dächten: so wäre potztausend das beste Kunsturteil über das würdigste Werk. Auch gibts Kritiken, die nichts mehr sagen, nur viele weitläufiger.

Schlesinger, Klaus

  • Ich bin Zweckoptimist. Ich rechne mit dem Schlimmsten und bin dann erleichtert, wenn es nicht eintritt.

Schlink, Bernhard

  • Am Altwerden gefällt mir, daß die Prinzipien Löcher kriegen.
  • Einem guten Lehrer gegenüber bleiben wir Schüler, mögen wir noch so alt sein.
  • Je älter ich werde, desto eher setze ich voraus, daß die, die in meinem Alter sind, auch auf meiner Seite stehen.

Schmidt, Arno

Schmidt, Harald

  • Wenn das Telefon erst 120 Jahre alt ist - was haben dann die Frauen vorher gemacht?.

Schmidt, Jochen

  • Das Glück anderer Menschen ist schwer zu ertragen, auch wenn man weiß, daß es auf Beschränktheit beruht.
  • Jede Entscheidung, die wir treffen, ist ein Todesurteil für eine unendliche Zahl von Leben, die wir hätten führen können.

Schmidt, Kathrin

  • Die Ärzte verdanken ihre Existenz der der Schadhaften, für die sie zuweilen mehr Spott und Häme als Respekt übrighaben, während umgekehrt der Respekt, den die Schadhaften Ärzten gegenüber zeigen, in Ehrfurcht oder blinden Gehorsam ausartet.

Schmidt, Lothar

  • Das Fernsehen macht aus dem Kreis der Familie einen Halbkreis.
  • Was eine Partei am politischen Höhenflug hindert, sind ihre ausgebreiteten Flügel.

Schmidt-Salomon, Michael

  • Die Transformation des einst brutal wütenden europäischen Christentums in eine harmlose Pseudoreligion mit folkloristischem Charakter ist zweifellos eine erfreuliche Entwicklung.

Schimmang, Jochen

  • Neue Begriffe finden, die hohe Kunst der Politik.
  • Nichts ist so unumkehrbar wie Entzauberung.
  • ... wie blind umherstochernd schon Politik an sich sei, noch mehr aber die Berater, die meinten, etwas Sinnvolles beitragen zu können.
  • Was ganz anderes wollen, das ist doch der direkte Weg ins Unglück.

Schmitz, Hermann Harry

  • Liegt nicht ein eigentümlicher Reiz darin, Autoritäten in würdelosen, beschämenden, nivellierenden Situationenzu sehen?

Schneider, Reinhold

  • Es ist gewiß, daß der am tiefsten lebt, der am leidenschaftlichsten träumt.

Schneider, Wolf

  • Das Wetter? Psychologen wissen es, seriöse Meinungsforscher auch: Umfragen bei Sonnenschein ergeben mehr positive Gesamturteile über die eigene Zufriedenheit als solche bei Regen. (...) Die Haare können einem zu Berge stehen, wenn man liest, was alles die Aussagen über das Lebensglück beeinflussen und folglich die Statistik verfälschen kann.
  • Der Mensch ist das hoffend, bagend, grübelnd in die Zukunft greifende Tier.
  • Die Gentests werden vollends aus allen Menschen Kranke machen.
  • Die Haare können einem zu Berge stehen, wenn man liest, was alles die Aussagen über das Lebensglück beeinflussen und folglich die Statistik verfälschen kann. (Wolf Schneider: Glück. Eine etwas andere Gebrauchsanweisung)
  • Die Russen - das Volk, das einer Utopie am längsten schmerzlichen Tribut entrichtete - haben auch mit der Anti-Utopie den Anfang gemacht.
  • Es ist schwerer geworden, aus der Arbeit Befriedigung zu schöpfen; freilich ist sie, nach schierer Stundenzahl, auf eine Art Ergänzungsprogramm zur Freizeit abgesunken, ärgerlich vor allem durch das Korsett der Arbeitszeit.
  • Ist die vorsorgliche Darmspiegelung (als typisches Beispiel für die regierende Vorsorge-Gesinnung), ist das Weiterschieben von Glückgütern an die nächste Generation eigentlich durchweg vernünftig?
  • Nach den ersten hundertausend Toten im Namen einer Religion muß die Frage erlaubt sein, ob der Menschheit nicht ohne diese Religion viel Unheil erspart geblieben wäre, mögen die Henker sie nun richtig oder falsch gedeutet haben.
  • Ob wir die Demokratie nicht auch deshalb als eine menschenfreundliche Staatsform empfinden, weil sie die Gelegenheit zu massenhafter Schadenfreude institutionalisiert? Alle vier Jahre können wir die Inhaber der Macht aus ihren Ämtern jagen, zwischendurch dürfen wir laut auf sie schimpfen, und die Karikaturisten zeigen sie in Unterhosen.
  • Trifft's heute nicht, so trifft es doch morgen. Und trifft es uns morgen, so wollen wir heut Noch schlürfen die Neige der köstlichen Zeit.
  • Wir sind eben außerstande, beim Rückblick auf unsere dreißig, sechzig Lebensjahre von den Umständen und den Stimmungen des Tages abzusehen. Es wäre übermenschlich, im Licht einer gestern gewonnenen Lottomillion diesselbe Lebensbilanz zu ziehen wie in Erwartung der nächsten Nierenkolik.
  • Wo eine Utopie Gelegenheit bekam, sich in der Wirklichkeit zu beweisen, hat sie das Unglück auf Erden vermehrt.

Schneyder, Werner

  • Wenn Karrieren schwindelnde Höhen erreichen, ist der Schwindel häufig nicht mehr nachzuweisen.

Schnitzler, Arthur

  • ... daß es um die Welt vielleicht besser stünde, wenn die Eltern öfter von den Erfahrungen ihrer Kinder lernten, statt zu verlangen, daß diese sich ihrer Altersweisheit anbequemten.
  • Daß man geliebt wird, glaubt man doch immer.
  • Das müßte das tägliche Gebet jedes anständigen Menschen sein: Unbeirrtheit.
  • Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist Ekel, der Hass der Kleinheit gegen die Größe ist Neid.
  • Die Einsamkeit findet uns nicht reif, sie macht uns erst dazu.
  • Die Weiber lieben den in uns, der gekommen wäre, wenn wir nicht gekommen wären.
  • Ein parlamentarisches Leben ohne Komödienspiel ist ja überhaupt nicht möglich.
  • Ich will Ihnen nur sagen, daß mir alle Dinge, die irgendwie mit Mystik zusammenhängen, im Grund der Seele zuwider sind. Über Dinge zu reden, von denen man nichts wissen kann, ja, deren Wesen es ist, daß man nie und nimmer was von ihnen wissen kann, das scheint mir von aller Art Geschwätz, die auf Erden für Wissenschaft ausgegeben wird, die unerträglichste.
  • In Hinsicht auf Dinge, die uns selber angehen, sind wir immer Tröpfe, auch die Klügsten unter uns.
  • "Kinder haben ist ein Glück", sagte er, "für das man in Raten bezahlt.. und man weiß bei keiner, ob der da droben schon zufrieden gestellt ist."
  • Man kann nämlich nie und nimmer betrogen werden, wenn man allem auf Erden mißtraut, sogar seinem eigenen Mißtrauen.
  • Man ist zuweilen lebensüberdrüssig, aber man ist nie gesundheitsüberdrüssig, selbst für die letzte Viertelstunde seiner Existenz.
  • Nichts erschwert uns die Existenz so sehr, als daß wir häufig an Definitiva glauben... und daß wir die Zeit damit verlieren, uns eines Irrtums schämen, statt ihn einzugestehen und unser Leben einfach neu zu gestalten.
  • Toleranz heißt, die Fehler der anderen zu entschuldigen. Takt heißt, sie nicht bemerken.
  • Wenn ein Arzt mit einem grob ist, kommt man sich gleich so gesund vor.
  • Wir verstehen den Tod nicht, nie verstehen wir ihn; und jedes Wesen ist in Wahrheit erst dann tot, wenn auch alle die gestorben sind, die es gekannt haben.

Schnurre, Wolfdietrich

  • Wunschbilder, die nicht in Erfüllung gehen, machen die wahre Glückseligkeit aus.

Schopenhauer, Arthur

  • Alle Dummheit leidet am Überdruß ihrer selbst.
  • Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.
  • All unser Übel kommt daher, daß wir nicht allein sein können.
  • Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.
  • Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit. Bei großen Taten ist sie Heuchelei.
  • Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.
  • Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der Frauenarzt.
  • Der schlimmste Mißbrauch ist der Mißbrauch des Besten.
  • Die Ehre ist, objektiv, die Meinung anderer von unserm Wert, und subjektiv, unsere Furcht vor dieser Meinung.
  • Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten.
  • Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister.
  • Ganz ehrlich meint ein jedes es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit dem Kinde.
  • Ganz er selbst sein darf jeder nur solange er allein ist: wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit: denn nur wenn man allein ist, ist man frei.
  • Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: es mag wohl nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.
  • Jede Nation spottet über die andere, und alle haben Recht.
  • Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: in der ersten erscheint es lächerlich, in der zweiten wird es bekämpft und in der dritten gilt es als selbstverständlich.
  • Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.
  • Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, daß man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, daß man es ihm gibt.
  • Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
  • Oder ist etwa die deutsche Sprache vogelfrei als eine Kleinigkeit, die nicht des Schutzes der Gesetze wert ist, den doch jeder Misthaufen genießt.
  • Unser praktisches, reales Leben nämlich ist, wenn nicht die Leidenschaften es bewegen, langweilig und fade; wenn sie es aber bewegen, wird es bald schmerzlich.
  • Weder lieben, noch hassen enthält die Hälfte aller Weltklugheit: nichts sagen und nichts glauben die andere Hälfte.
  • Wie man, auf einem Schiffe befindlich, sein Vorwärtskommen nur am Zurückweichen und demnach Kleinerwerden der Gegenstände auf dem Ufer bemerkt, so wird man sein Alt- und Älterwerden daran inne, dass Leute von immer höhern Jahren einem jung vorkommen.
  • Zwei so verschiedenen Herren wie der Welt und der Wahrheit, die nichts als den Anfangsbuchstaben gemein haben, läßt sich zugleich nicht dienen.

Schottel, Justus Georg

  • Die Ausländer halten die Deutschen, was ihre Sprache betrifft, für grobe brummende Leute, die mit rostigen Worten dahergrummen und mit hartem, blindem Geläute von sich knarren; ja man meinet, die deutsche Sorache habe nur eintausend Wörter in sich, derer achthundert von Griechen, Hebräern und Lateinern erbettelt und ungefähr zweihundert grobe deutsche Wörter daselbst vorhanden wären.

Schroth, Horst

  • Man hat jetzt eine Möwe mit einem Papagei gekreuzt: Sie kackt Ihnen zwar immer noch auf den Kopf, kann sich aber hinterher entschuldigen!
  • Manche Leute sind so mies drauf - die sehen aus, als hätten sie im eigenen Gesicht geschlafen!
  • "Schönen Tag noch!" - das ist in Deutschland kein Gruß, sondern eine Dienstanweisung!

Schürmann, Marc

  • Ein Pfau hat nichts von seinem prächtigen Rad, wenn keiner guckt.

Schulte, Michael

  • Bei schönen Sonnenuntergängen sind wir einstimmig der Meinung, daß das gemalt Kitsch wäre.
  • Die Wirklichkeit ist eine einzige Beleidigung meiner Tagträume.
  • Er mußte an jenen Schriftsteller denken, der nie ein Buch geschrieben hat, weil er zeitlebens Dankreden für eventuelle Literaturpreise verfaßte.
  • Im Orient hält man das Ziel in Händen, während Prometheus von seinem Ziel getrennt ist. Die elementar-klassische Sicht ist die Tragödie. Die elementare orientalische Sicht ist die Komödie. Wenn es uns gelingt, diesen Planeten zu retten, werden wir in einer Verschmelzung von Tragödie und Komödie leben.
  • Je langweiliger das Leben in einer zivilisierten Gesellschaft, desto größer der Bedarf an Ersatzabenteuern.
  • Je öfter man auf Reisen geht, desto intensiver schämt man sich seiner lächerlichen Probleme. Wer Hungernde und Leprakranke gesehen hat, sollte bescheiden werden. Die Erkenntnis, überflüssig zu sein, ist nicht tragisch - eher befreiend.
  • Wenn Architektur gefrorene Musik ist, ist Musik geschmolzene Architektur.
  • Wenn man jung ist, ist man so scharf auf jede Frau, daß man auch eine in Kauf nimmt, die einen ändern will.
  • Wo die Welt keine Fragen aufwirft, wo das Diesseits akzeptiert wird, können keine Kunstwerke entstehen. Das ist keine Kritik, sondern eine neidische Feststellung. Wo Einverständnis herrscht, ist Kunst nicht möglich, sie gedeiht nur in Zonen der Negation und des Konflikts.

Schumann, Robert

  • Nur erst, wenn dir die Form ganz klar ist, wird dir der Geist klar werden.

Schwarz, Hanns

  • Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef.

Schwarz, Stefan

  • Die Wahrheit ist eine hochreaktive Substanz, man darf sie nur stark verdünnt anwenden.
  • Elterliche Sorge endet ja nicht mit achtzehn, elterliche Sorge endet mit den Eltern.
  • Ich sollte mir mal Masken für meine Gemütszustände anfertigen lassen.
  • Kleingärtner haben ja einen sehr belastbaren Begriff von Idyll.
  • Wenn man zweiundvierzig Jahre alt ist und plötzlich Freude an der Arbeit hat, stimmt irgendwas nicht.
  • Zwei Zutaten braucht es für eine humanitäre Katastrophe: den Wunsch zu helfen und völlige Ahnungslosigkeit, worauf man sich dabei einlässt.

Schwarzenbach, Annemarie

  • Je eher wir über unsere Angst, unsere Feigheit, unsere Einbildung, unsere Geduld, unseren Mut und auch unsere Liebe zu einem begrenzten Ziel oder einem einzelnen Geschöpf hinausgelangen, desto eher werden wir unseren Grundton erreichen, unser Zentrum, diese stille Note, auf die die Vielfalt in Wirklichkeit hinweist, obwohl wir sie als ablenkend und isolierend betrachten.

Schwarzer, Alice

  • Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen; sie hatten bisher nur nicht so viel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.

Schwarzer, Karl

  • Chefs sind auch nur Menschen - sie wissen es nur nicht.

Schweitzer, Albert

  • Das Verhängnis unserer Kultur ist, daß sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.
  • Ich bin ein freier Mensch. Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein zu führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges, statt die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk.
  • Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir es nicht wagen, so herzlich zu sein, wie wir sind.
  • Wer einmal das Weh der Welt in sich erlebt, der kann nicht mehr glücklich werden in dem Sinne, wie der Mensch es möchte.
  • Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.
  • Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter: Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Scudery, Madeleine de

  • Liebe ist ein Ich-weiß-nicht-was, das ich-weiß-nicht-woher kommt und ich-weiß-nicht-wie endet.

Searle, Ronald

  • Der wahre Humor ist schwarz mit einer schmalen weißen Borte.

Sebald, W.G.

  • Freilich verrieten gerade unsere gewaltigsten Pläne nicht selten am deutlichsten den Grad unserer Verunsicherung.
  • Genau kann niemand erklären, was in uns geschieht, wenn die Türe aufgerissen wird, hinter der die Schrecken der Kindheit verborgen sind.
  • ...weil es ja immer, wenn man gerade die schönste Zukunft sich ausmalt, bereits auf die nächste Katastrophe zugeht.

Seidel, Heinrich Wolfgang

  • Wer mit Wut gegen ein Dogma streitet, hat immer schon ein anderes Dogma in der Tasche, mit dem er hausieren gehen möchte.

Sedaris, David

  • Am längsten bleiben einem die Dinge in Erinnerung, die man nicht kauft.
  • Es ist verwirrend, wenn ein dummer Mensch sich dumm stellt.
  • Es läßt sich mich einiger Sicherheit voraussagen, daß im Jahr 2025 Schußwaffen an Automaten auf der Straße zu bekommen sind, wohingegen das Rauchen in ganz Amerika verboten sein wird.
  • Ich bin keine Arzt, habe aber genug gelesen, um zu wissen, daß alles längst nicht so kompliziert ist, wie es klingen soll.
  • Ich glaube, im Herzen eines jeden Menschen ist ein Platz, der für eine andere Spezies reserviert ist.
  • Manchmal hilft es sich daran zu erinnern, daß nicht alle so sind wie ich.
  • Man vergleiche nur einmal, wer man am Tag seines Examens war und wer man heute ist. Ich habe es kürzlich gemacht und bei mir gedacht: "Ach du Schande! Was zum Teufel ist mir nur zugestoßen?"
  • Mögen andere Leute sich anschreien und mit Tellern werfen, mir liegt sehr viel daran, daß es in meinem Privatleben möglichst zivil zugeht, selbst wenn es bedeutet, gelegentlich zu schauspielern.
  • Scheiße ist das Tofu des Fluchens und kann vom Sprecher in jeder beliebigen Kombination gebraucht werden.
  • Wir alle ziehen Stolz und Vergnügen aus der Tatsache, daß wir einmalig sind, aber ich fürchte, daß letztlich doch die Polizei recht behält: Verschieden sind nur die Fingerabdrücke.

Segal, Erich

  • Ein moderner Kritiker ist ein Mann, der sehr böse wird, wenn dem Publikum etwas gefällt, was er nicht mag.

Seghers, Anna

  • Umgekehrt, wie man gewöhnlich annimmt, vergißt man zuweilen das Wichtigste rasch, weil es still in einen übergeht, weil es sich unmerkbar mit einem vermischt, während einem unwichtige Dinge oft durch den Sinn gehen, weil sie unvermischt an einem haftenbleiben.

Seiler, Lutz

  • Der Keim der wahren Freiheit gedeiht in Unfreiheit.

Sellers, Peter

  • Wenn man die Inschriften auf den Friedhöfen liest, fragt man sich unwillkürlich, wo denn eigentlich die Schurken begraben liegen.

Semprun, Jorge

  • Das Unsagbare, mit dem man uns ständig in den Ohren liegen wird, ist nur ein Alibi. Oder ein Zeichen von Faulheit. Man kann immer alles sagen, die Sprache enthält alles. Man kann die irrsinnigste Liebe sagen, die schrecklichste Grausamkeit. Man kann das Böse benennen, seinen Mohngeschmack, sein verderbliches Glück. Man kann Gott sagen, und das heißt schon was.

Seneca, Lucius Annaeus

  • Die natürlichen Bedürfnisse haben ihre Grenzen, die aus dem Wahn entsprungenen finden kein Ende.
  • Du bist weniger vom morgigen Tag abhängig, wenn du den heutigen in die Hand nimmst.
  • Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nützen.
  • Halte jeden Tag für ein ganzes Leben.
  • Nicht weil die Dinge unerreichbar sind, wagen wir sie nicht - weil wir nicht wagen, bleiben sie unerreichbar.
  • Wer die Weisheit sucht, ist ein weiser Mann; wer glaubt, sie gefunden zu haben, ist ein Narr.
  • Wer seinen Zielhafen nicht kennt, für den ist kein Wind ein guter.
  • Willst Du dir alles unterwerfen, so unterwirf dich selbst der Vernunft.

Seume, Johann Gottfried

  • Sie haben einen erschlagen, klingt in Sizilien und Unteritalien nicht härter als bei uns, wenn man sagt, es ist einer berauscht in den Graben gefallen.

Shain, Merle

  • Eine Freundschaft ist ein Ort der Zuflucht, an dem dich deine Verletzlichkeit nicht demütigt, an dem all deine Marotten verstanden werden. Es ist eine Umarmung dann, wenn du sie brauchst und auch dann, wenn du sie nicht brauchst. Es ist der Gedanke daran, dass du für den Samstagabend verabredet bist.

Shakespeare, William

  • Das Jungfrauentum brütet Grillen, wie Käse Maden, zehrt sich ab bis auf die Rinde und stirbt, indem sichs von seinem eigenen Eingeweiden nährt.
  • Gnädigsein gibt echten Adel kund.
  • Jedes Ding wird mit mehr Genuß erjagt als genossen.
  • Nichts ist entweder gut oder böse, nur das Denken macht es dazu.
  • Oft ists der eigne Geist, der Rettung schafft, die wir beim Himmel suchen.
  • Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben ein Theater ist, dann suche dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.
  • Wenn uns nur jeder Komet eine gute Frau brächte, oder jedes Erdbeben, so stände es schon ein gut Teil besser um die Lotterie; jetzt kann sich einer das Herz aus dem Leibe ziehn, ehe er eine trifft.

Shalev, Meir

  • Bei Männern sieht man doch gleich, wer ein Idiot ist. Wer klug ist, sieht man nicht immer.
  • Darin liegt die wahre Unabhängigkeit des Menschen. Nicht in Geld. In Zeit.
  • Für einen Augenblick Liebesschwäche zahlt der Mensch hinterher sein Leben lang.
  • Jede Frau liebt ihren Ehemann, sie wünscht sich bloß ein paar leichte Verbesserungen.
  • Manchmal können allein die Augenbrauen einer Frau einen Mann fürs ganze Leben bei der Stange halten.
  • Wir haben großes Glück, daß uns im Alter ein bißchen was aus dem Gedächtnis entfällt, sonst hätten wir gerade, wenn uns die Kräfte verlassen, einen noch schwereren Sack zu schleppen.

Shalev, Zeruya

  • Man kann mit jeder Schwierigkeit leben, solange es Hoffnung gibt.
  • Wenn dieses Leben einem schon mal zwei Geschenke anbietet, dann muß eines natürlich auf Kosten des anderen gehen.
  • Wie schwer ist die Erkenntnis, daß es Schmerzen gibt, die nicht durch Liebe zu heilen sind.

Shaw, George Bernard

  • Alte Männer sind gefährlich, denn die Zukunft ist ihnen gänzlich gleich.
  • Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.
  • Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber Gleichgültigkeit zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit.
  • Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.
  • Der Glaube eines Menschen kann durch kein Glaubensbekenntnis, sondern durch die Beweggründe seiner gewöhnlichen Handlungen festgestellt werden.
  • Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.
  • Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, daß man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen.
  • Die Ehe ist beliebt, weil sie ein Höchstmaß an Versuchung mit einem Höchstmaß an Gelegenheit verbindet.
  • Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine wahre Schande, daß man sie an Kinder vergeudet.
  • Die meisten Menschen denken nur ein- oder zweimal im Jahr nach. Ich bin damit weltberühmt geworden, dass ich ein- oder zweimal in der Woche nachdenke.
  • Die Strafe des Lügners ist nicht, daß ihm niemand mehr glaubt, sondern, daß er selbst niemanden mehr glauben kann.
  • Die vernünftigen Menschen passen sich der Welt an; die unvernünftigen versuchen, sie zu verändern. Deshalb hängt aller Fortschritt von den Unvernünftigen ab.
  • Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, daß ein Mensch viele gute Taten tun muß, um zu beweisen, daß er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, daß er nichts taugt.
  • Es ist Sache der Frau, so früh wie möglich zu heiraten. Die Aufgabe des Mannes ist es, so lange unverheiratet zu bleiben wie er kann.
  • Frauen sind wie Übersetzungen: die schönen sind nicht treu, und die treuen sind nicht schön.
  • Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum sich die meisten Menschen vor ihr fürchten.
  • Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen. Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.
  • Gedanken springen wie Flöhe von einem zum anderen, aber sie beißen nicht jeden.
  • Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist etwas anderes.
  • Glück ist der Stuhl, der plötzlich da steht, wenn man sich zwischen zwei andere setzen wollte.
  • Ich glaube nicht an Zufall. Die Menschen, die in der Welt vorwärtskommen, sind die Menschen, die aufstehen und nach denen von ihnen benötigten Zufall Ausschau halten.
  • Kritiker sind blutrünstige Leute, die es nicht bis zum Henker geschafft haben.
  • Liebe auf den ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie Diagnose auf den ersten Händedruck.
  • Liebe ist die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird.
  • Meines Art des Scherzes ist, die Wahrheit zu sprechen. Das ist der komischste Witz in der Welt.
  • Schönheit wirkt auf den ersten Blick angenehm, aber wem fällt sie auf, wenn sie drei Tage im Haus ist?
  • Sorge dafür, das zu haben, was du liebst, oder du wirst gezwungen werden, das zu lieben, was du hast.
  • Über Plagiatoren soll man nicht allzu hart urteilen. Es kann durchaus ein Milderungsgrund sein, daß ihre Einfälle nicht von ihnen stammen.
  • Um die Wahrheit zu erfahren, muß man den Menschen widersprechen.
  • Warum bekommt der Mensch die Jugend in einem Alter, in dem er nichts davon hat?
  • Wenn du damit beginnst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.
  • Wer den Mund hält, weil er unrecht hat, ist ein Weiser. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet oder Pfeifenraucher.
  • Zigaretten sind wie Frauen. Am Anfang ziehen sie gut, aber zum Schluß sammelt sich leider auch bei der Zigarette das ganze Gift im Mundstück.

Shenk, David

  • Die Fähigkeit, seine persönlichen Gedanken, Pläne, Erfolge, Mißerfolge, Prüfungen und Leiden gleichgesinnten Menschen mitzuteilen, gehört zum Glück des Menschseins.

Shiva, Vandana

  • Das Töten der Menschen durch die Ermordung der Natur ist heute die größte Bedrohung der Gerechtigkeit und des Friedens.

Shonagon, Sei

  • Wenn man aufgehört hat, jemanden zu lieben, glaubt man, daß er ein anderer geworden ist, obwohl er der bleibt, der er war.

Sieburg, Friedrich

  • Wir haben Grund zu der Annahme, daß auch die Zukunft nicht das ist, was sie einmal war.

Sien, Vittoris de

  • Das Credo des heutigen Menschen lautet: Ich glaube an das Image, an den Computer und an die Demoskopie.

Signoret, Simone

  • Wölfe im Schafspelz erkennt man daran, daß sie ungeschoren bleiben.

Simenon, George

  • Der Mensch ist nicht für die Arbeit geschaffen. Der Beweis: sie macht ihn müde.
  • Die Faulen haben keine Ahnung vom Reiz der Faulheit. Nur die Fleißigen können den Müßiggang genießen.
  • Geiz gibt es in Amerika nicht. Das ist eine Untugend oder eine Eigenschaft, die ein so junges Volk wie das unsere noch nicht kennt.
  • Meine Erfahrung lehrt mich, daß es "die anderen" gar nicht gibt, daß man nur die Oberfläche anzukratzen braucht, um dien gleichen Männer, die gleichen Frauen, die gleichen Versuchungen und die gleichen Schwächen zu entdecken. Nur die Fassade ist anders.

Simpsons, Die

  • Was Komplimente betrifft, sind Frauen gierige, blutrünstige Monster, die immer nur mehr wollen. (Die Simpsons, S04E04)
  • "Wenn man im Lexikon unter Dummheit nachguckt, ist da bestimmt ein Bild von mir." (Simpsons, S03E05)

Sinclair, Upton

  • So mancher, der den Wunsch hat, ewig zu leben, weiß oft nicht, wie er eine kurze Stunde ausfüllen soll.

Singer, Conrad

  • Klimaanlagen erlauben es den Menschen, sich nicht nur im Winter zu erkälten.

Singer, Isaac Bashevis

  • Der Mensch ist ein Bettler, wenn es sich um Vernunft handelt, aber ein Millionär, was Gefühle betrifft.
  • Der Mensch muß jemanden lieben, sonst verlöscht er wie eine Kerze.
  • Die ersten fünfzehn Jahre ihres Lebens gehen ihnen nie verloren. Sie sind so etwas wie ein unerschöpflicher Brunnen.
  • Die Freiheit will nicht passiv bleiben, sie will schöpferisch sein.. Sie will unzählige Varianten, Möglichkeiten, Kombinationen. Sie will Liebe.
  • Die scheußliche Wahrheit ist, daß viele Menschen - junge Menschen im besonderen - die Leidenschaft zu töten in sich tragen. Alles, was sie brauchen, ist ein Vorwand, oder eine gemeinsame Sache. Das kann mal die Religion sein; ein andermal der Faschismus oder die Verteidigung der Demokratie.
  • Es gibt keinen unsinnigen Ehrgeiz und keinen Irrsinn, für die Menschen nicht bereit wären, zu sterben.
  • Es ist eine Eigenschaft der menschlichen Sprache, daß wir bei allem, was wir sagen, zu kurz greifen und nie die vollständige Bedeutung erfassen.
  • Im besten Fall konnte Kunst nichts anderes sein als ein Mittel, die menschliche Katastrophe eine Zeitlang zu vergessen.
  • Je erfolgreicher eine Religion ist, je stärker ihr Einfluß, desto weiter entfernt sie sich von ihrem mystischen Ursprung. Dogma und Magie treten an die Stelle geistiger Erfahrung.
  • Meiner Ansicht nach ist nicht Sex die stärkste Leidenschaft der Frauen, sondern Schnattern
  • Nach dem Talmud soll selbst die Stimme des Himmels nicht befolgt werden, wenn sie nicht auf der Seite der Gerechtigkeit ist.
  • Nur kleine Fische schwimmen alle in dieselbe Richtung.
  • So ist der Mensch, kaum hat er einen Namen für eine Sache, schon ist sie kein Rätsel mehr.
  • Unsere Juden sind immer zuerst in der Schußlinie. Sie müssen halt die Welt erlösen, nicht mehr und nicht weniger. Jedem Juden wohnt der Dibbuk eines Messias inne.
  • Von allen Irrtümern, die Juden begangen haben, war unser größter der, daß wir uns - und später auch anderen Völkern - vorgemacht haben, daß Gott barmherzig sei, seine Geschöpfe liebe, Bösewichte hasse und so weiter und so weiter; all das, was uns unsere Heiligen und Propheten gepredigt haben, angefangen von Moses bis herunter zu Chafetz Chaim. Die alten Griechen haben sich nie dieser Illusion hingegeben, und das war ihre Größe.
  • Wenn der Mensch Gottes Ebenbild ist, dann beneide ich Gott nicht.
  • Wenn die Leute nur wüßten, wie glücklich die Toten sind, dann würden sie sich nicht mehr so anstrengen, am Leben zu bleiben.
  • Wenn man die ganze Nacht wachliegt, wird das Gehirn zu einer Fundgrube des Wahnsinns.

Singh, Kirpal

  • Alle Freude, alles Glück, das wir außen empfinden, ist eine Widerspiegelung unseres wahren inneren Selbst, die dann entsteht, wenn wir in einer Sache völlig aufgehen.

Slater, Bill

  • Junggesellen sind Männer, die wissen, wie klein die Chance ist, daß man in einer Auster eine Perle findet.

Smith, Sidney

  • Dem Himmel sei Dank, daß ich erst geboren wurde, als man schon mit dem Teetrinken angefangen hatte.
  • Die beste Waffe gegen ein schlechtes Argument, besteht darin, es bekannt zu machen.

Smith, Steve

  • Ein Ziel ist ein Traum mit einem Termin.

Soboczynski, Adam

  • Die Idylle ist eine nie dagewesene Vergangenheit.
  • Mißgunst erzeugt nicht notwendigerweise Leid. Sie ist heimlicher Gradmesser unserer Anerkennung. Kaum etwas befriedigt uns im Stillen mehr, als beneidet zu sein. Wäre Neid nur nicht so gefährlich, ein Stachel für andere, uns vom Thron zu schubsen, von der Sonne in den Schatten.
  • Stets hat Witz die Neigung, über alle Vernunft sich hinwegzusetzen. Er ist ungerecht, Mehrheitsbeschaffer, er ist undemokratisch und Merkmal charismatischer Herrschaft.

Söhnker, Hans

  • Eine Frau erträgt alles, wenn es sie nur kleidet.

Sokrates

  • Bedenke, daß die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.

Soltan, Karel

  • Journalisten benutzen mehr Wörter, als sie brauchen, um mehr zu sagen, als sie wissen.

Sommer, Carl

  • Gerüchte soll man erst ernst nehmen, wenn sie dementiert werden.

Sontag, Susan

  • Die Geschichte des Menschen ist die Geschichte der Erschöpfung seiner Möglichkeiten.
  • Die natürliche Welt und ihre natürlichen Beziehungen sind für den Melancholiker alles andere als verführerisch.
  • Tatsächlich geben Melancholiker die besten Süchtigen ab, denn die echte Rauscherfahrung ist immer eine einsame.

Sordi, Alberto

  • Eine moderne Regierungserklärung ist wie eine Speisekarte: niemand weiß, was nicht alles noch gestrichen wird.
  • Zynismus entsteht dann, wenn ein heißes Gefühl kalt geduscht wird.

Spaak, Paul-Henri

  • Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals an ihr. Aber die anderen leiden.

Spark, Muriel

  • Die Wahrheit ist niemals die ganze Wahrheit. Nichts als die Wahrheit ist immer eine Lüge.
  • Erscheint man dem Publikum zu wohlhabend, so hält es einen als Künstler gleich für oberflächlich, und ist man arm, dann denkt es, daß mit der Kunst etwas nicht stimmen kann, sonst würde sie sich doch verkaufen oder?
  • Es geht nicht mehr um Krieg und Frieden, Gut und Böse, Kommunismus oder Kapitalismus oder Faschismus. Es gibt noch einen Konfliktbereich, und das ist der zwischen Widersinn und Intelligenz.
  • Es hat etwas sehr Aufwühlendes, alte Briefe zu betrachten, von denen jeder eine Welt vergangener Trivialitäten oder auf ewig ungelöste Leidenschaften enthält.
  • Gewöhnlich nehmen Neurotiker eine feindliche oder ablehnende Haltung gegen Leute ein, denen sie nicht auf die Nerven fallen können.
  • Was ist denn Persönlichkeit, wenn nicht die Wirkung auf andere? Leben ist nicht weiter das das Zustandebringen einer solchen Wirkung. Nur die Tiere bleiben natürlich.
  • Wenn es etwas in der Welt gibt, was ein Junggeselle nicht ausstehen kann, dann ist es ein anderer Junggeselle, der seinen Posten verloren hat.

Sparschuh, Jens

  • Ist man lange genug verheiratet, kommt man sich näher, als einem unter Umständen lieb ist.
  • Vorurteile schwächen die Abwehrkraft. Man ist fixiert - und die wirkliche Gefahr lauert ganz woanders.

Sperr, Martin

  • Zensur ist ungewollte Unterstreichung durch gewollte Streichung.

Spinoza, Baruch de

  • Freude ist Übergang des Menschen von geringerer zu größerer Vollkommenheit. Trauer ist Übergang des Menschen von größerer zu geringerer Vollkommenheit.
  • Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.
  • Trost für jeden im Leid ist es, Leidensgefährden zu haben.

Sprichworte

  • Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (afrikanisch)
  • Das rechte Mittel in der Hand des falschen Mannes wird falsch. Das falsche Mittel in der Hand des rechtes Mannes wird recht. (Chinesisch)
  • Den Narren packt die Reisewut, indes im Bett der Weuse ruht. (Bayrisch)
  • Der Betrunkene sagt, was der Nüchterne denkt. (Flämisch)
  • Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen. (Indisch)
  • Der gute Vorsatz ist ein Gaul der oft gesattelt, aber selten geritten wird. (Mexikanisch)
  • Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles. (Chinesisch)
  • Des Pfarrers Kinder, des Müllers Vieh, geraten selten oder nie.
  • Die Liebe schlägt ein wie der Blitz, der Donner folgt manchmal erst nach Jahren. (Sizilianisch)
  • Die Liebe verrät sich immer, indem sie versucht, sich nicht zu verraten. (Dänisch)
  • Drei Arten von Männern versagen im Verstehen der Frauen: junge Männer, Männer mittleren Alters und alte Männer. (Irisch)
  • Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt. (Arabien)
  • Ein Dummer wird eher einen Weisen dumm machen als ein Vernünftiger einen Narren klug. (Russisches Sprichwort)
  • Eine Tochter großzuziehen, das ist, als bewässere man den Garten des Nachbarn. (Indisch)
  • Eine toten Löwen kann man leicht prügeln. (Arabisch)
  • Es genügt nicht, zum Fluss zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muss auch das Netz mitbringen. (Chinesisch)
  • Es gibt zwei Arten guter Menschen: Die Toten und die Ungeborenen. (Chinesisch)
  • Es ist besser, sein Wissen zu verheimlichen, als seine Dummheit zu offenbaren. (Katalanisch)
  • Gehe mit Menschen um wie mit Holz! Nur weil ein Stückchen wurmstichig ist, würdest du nie den ganzen Stamm wegwerfen. (Chinesisch)
  • Geld macht nicht glücklich, aber es gestattet uns, auf verhältnismäßig angenehme Art unglücklich zu sein. (amerikanisch)
  • Gott schuf die Erde und ruhte einen Tag, danach hat er die Frau erschaffen und hat seitdem keine Ruhe mehr. (Belgisch)
  • Im Schatten eines mächtigen Baumes gedeihen keine saftigen Früchte.
  • Jerusalem wurde zerstört, weil alle zu genau die Thora befolgten. (Jüdisch)
  • Kultur ist das, woran man sich erinnert, wenn man alles andere vergessen hat. (Französisch)
  • Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom, sobald man aufhört, treibt man zurück.(Chinesisch)
  • Mancher droht, der selber zittert. (Französisch)
  • Man küsst das Kind oft um der Mutter willen. (Deutsch)
  • Nimm es als Vergnügen, und es ist Vergnügen! Nimm es als Qual, und es ist Qual. (Hindostanisch)
  • Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen.
  • Sag einem Krokodil erst, daß es häßlich ist, wenn du den Fluß überquert hast. (Afrikanisch)
  • Tadele nicht den Fluß, wenn du ins Wasser fällst. (Indisch)
  • Wenn du mich einmal betrügst - deine Schande. Wenn du mich zweimal betrügst - meine Schande. (Chinesisch)
  • Wenn du redest, dann muß deine Rede besser sein als dein Schweigen gewesen wäre. (Arabisch)
  • Was hilft mit die Weite des Weltalls, wenn meine Schuhe zu eng sind. (Armenisch)
  • Wenn Gott auf Erden leben würde, würden ihm die Leute sämtliche Scheiben einschlagen. (Jiddisch)
  • Wer alles bloß des Geldes wegen tut, wird bald des Geldes wegen alles tun. (Italienisch)
  • Wer eilt, erreicht als erster das Grab. (Spanisch)
  • Wer ein Kamel liebt, muß sich mit seinen Höckern abfinden. (Arabisch)
  • Wer nach allen Seiten immer nur lächelt, bekommt nichts als Falten im Gesicht. (Arabisch)
  • Wer weiß, spricht nicht. Wer spricht, weiß nichts. (Chinesisch)

Stadler, Arnold

  • Als Kind hatte ich Angst vor dem Scheintod. Es war die Angst, lebendig begraben zu sein. Dann habe doch doch geheiratet.
  • Der Tod ist unhöflich. Er hält sich nicht an die Reihenfolge.
  • Man wir allgemein zugeben, daß Beethovens Fünfte Symphonie den erhabendsten Lärm darstellt, der je ins menschliche Ohr gedungen ist.
  • Meine Frau und ich: das sind zwei Geschichten unter einem Dach, von denen ich nur die eine kenne.
  • Um die kleinste Entscheidung zu treffen, brauche ich die größere Hoffnung der Lebenden.
  • Wer glaubt schon, daß sich ein Mensch ändert: es kommt nur zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes von ihm zum Vorschein.

Stanisic, Sasa

  • Der Gegner, gegen den man am liebsten gewinnt (...) ist man selbst.
  • Die Frauen sind Teufel mit guter Haut.
  • Ein Getränk miteinander trinken an einem Ort, der dazu geeignet ist, das zählt im Leben mehr, als woher man kommt.
  • Es ist doch fabelhaft, sich zu beweisen in Tätigkeiten, die keinen Nutzen haben.
  • Geburt ist unser erstes Glückslos.
  • Künstler sind die unnachgiebigste Sorte Nebenberuf.

St. Aubyn, Edward

  • Das Lästige daran, etwas zu tun, was man nicht tun wollte, war, daß einem all die Dinge bewußt wurden, die man anstelle dessen hätte tun sollen.
  • Es gibt kein Prinzip, so lobenswert es an sich auch scheinen mag, das nicht pervertiert werden kann.
  • Es sollte einen Superhelden namens Egalmann geben. Keinen Zupacker wie Superman oder Spiderman, sondern einen Loslasser, einen Resignationshelden.
  • Ohne Drogen ist es anstrengend, Fremden gegenüberzutreten.
  • So wie ein Romancier sich manchmal fragt, warum er Figuren ersinnt, die nicht existieren, und sie Dinge tun läßt, die ohne Bedeutung sind, so mag sich auch ein Philosoph fragen, warum er Fälle ersinnt, die nicht eintreten können, um zu bestimmen, was der Fall ist.
  • Was den naiven Glauben betrifft, reiche Menschen seien interessanter als arme, oder adelige seien interessanter als nicht adelige, so würde es ihn schon längst nicht mehr geben, wenn die Leute nicht glaubten, sie selbst würden allein durch den Kontakt mit solchen Menschen ebenfalls interessanter.
  • Wenn unpassendes Verhalten ein ausreichendes Motiv wäre, das unpassende Verhalten anderer zu entschuldigen, würden wir all nur so triefen vor Edelmut.
  • Wohlgefühl ist, in der Philosophie wie im Leben, mit größerer Wahrscheinlichkeit Einbildung. Schmerz ist der Schlüssel zum Besitz.

Staud, Johannes Maria

  • Eine Gesellschaft braucht auch die Leute, die das schreiben, was kein Mensch hören will.

Steinbeck, John

  • Die Kunst des Ausruhens ist Teil der Kunst des Arbeitens.
  • Man erhält niemals das, was man verdient, und man verdient niemals das, was man erhält.
  • Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will.
  • Fachleute sind immer böse, wenn einem Laien etwas einfällt, was ihnen nicht eingefallen ist.
  • Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne und säße in deren Besitz mit einem Magengeschwür, Sodbrennen und Prostataschwellung!

Steinberger, Karin

  • Die Menschheit läßt sich in zwei Hälften teilen: in die Bader und die Duscher. Diejenigen, die weder duschen noch baden, gehören im Prinzip nicht zur Menschheit.
  • Was ein wahrer Nachbarschaftskrieg ist, der zieht sich über Jahre hinweg, vererbt sich von Generation zu Generation und wird auch in mageren Zeiten aufrechterhalten.

Steinfest, Heinrich

  • Das Irrationale bestimmt die Welt. Und nicht ein paar Rädchen, die ständig geölt werden müssen.
  • Das Sammeln, Pflegen und gelegentliche Benutzen sogenannter Oldtimer gehörte fraglos zu den harmloseren, wenngleich erbärmlichsten Formen quasi libidinöser Fetichismen.
  • Es ist traurig, aber in Österreich müssen immer die Nazis her, damit etwas los ist.
  • Gegen Irrtümer kommt man in der Regel nicht an. Irrtümer besitzen einen pornographischen Reiz. Den Reiz der Stilisierung.
  • Kein Glück ohne Blindheit.
  • Religion ängstigt mich. Ich halte Werbung und Autos für den besseren Weg, seinen inneren Frieden zu finden.
  • Werde dicke Menschen nervös, so sieht das immer unappetitlich aus.
  • Wir leben in den Fußstapfen unserer Fehler.
  • Würde der Mensch die Fakten seines Lebens nicht ornamentieren, konturieren oder kolorieren, wären die meisten Gespräche eine traurige Angelegenheit. Und daß allein die reine, ungeschmückte Darstellung von Geschehnissen der Wahrheit dienlich sei, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Stendhal

  • Das Schwierigste in der Welt ist es, jemandem zu gefallen, den man verachtet.
  • Eine reine Seele und das Fehlen jedes Haßgefühls verlängern zweifellos die Dauer der Jugend. Das Gesicht ist's, das bei den meisten schönen Frauen zuerst altert.
  • Nein, der Mensch kann dem Menschen nicht trauen.
  • Der Wanderer, der einen steilen Berg erklommen hat, setzt sich auf dem Gipfel nieder und findet köstliches Behagen, sich auszuruhen. Wäre er glücklich, wenn man ihn zwänge, ewig zu ruhen?

Sterne, Laurence

  • Seele und Leib sind Kompagnons in allem, was sie beginnen.
  • Wenn das Herz dem Verstand zuvorkommt, erspart es der Urteilskraft unglaublich viel Mühe.

Stevenson, Robert Louis

  • Das Leben ist monströs, unbegrenzt, unlogisch, sprunghaft und penetrant; ein Kunstwerk, verglichen damit, ist harmlos, begrenzt, beherrscht, vernünftig, fließend und gezähmt.
  • Nichts geht über ein wenig wohlbedachten Leichtsinn.
  • Unsere Lebensaufgabe ist nicht der Erfolg, sondern das fortwährendes Scheitern bei bester Gesinnnung.

Stewart, Rod

  • Man soll nur schöne Frauen heiraten. Sonst hat man keine Aussicht, sie wieder loszuwerden.

Stifter, Adalbert

  • Die Klarheit seines Innern für den Menschen das höchste Gut.

Strachwitz, Kurt

  • Geld macht nicht glücklich, aber es erlaubt einem, sich sein Elend auszusuchen.

Strauß, Botho

  • Jeder sucht in seiner näheren Nachbarschaft nach seinem Führer, seinem Guru, seinem Atemgeber.
  • Kraftvolle Naturen von großer Festigkeit, von großer Roheit sogar, scheinen, wenn sie erst einma richtig erschüttert sind, mit mehr Gewicht und tiefer in den Trübsinn zu sinken als die nervösen Schwächlinge.
  • Politik ist Wettpissen in aller Öffentlichkeit.
  • Man findet im Leben nur einmal einen solchen Gegner, um den es sich lohnt, auf der Höhe seiner Kräfte - und seines Ansehens! - zu bleiben, und wahrscheinlich ist das eine noch seltenere Kostbarkeit als die sogenannte große Liebe.
  • Wenn ich nur wüsste, welche die größte Naivität meiner Zeit gewesen sein wird!
  • Zuhören ist eine schöne Unterwerfung und die einzig würdige.
  • Zuviel unbewohnten Raum um sich zu haben, macht einsam und ungeborgen, genauso wie zuviel Enge rasend macht.

Strawinsky, Igor

  • Wer mich eines Widerstandes beraubt, beraubt mich einer Kraft.

Strindberg, August

  • Behalten Sie Ihre Meinung. Ich möchte nicht tauschen.
  • Das Leben ist nicht so mathematisch-idiotisch, dass nur die Großen die Kleinen fressen, sondern es kommt ebenso häufig vor, dass die Biene den Löwen tötet oder ihn zumindest verrückt macht.
  • Es gab auf Erden keine Hölle, bis das Paradies ganz fertig war, das heißt, bis die Frau kam!
  • Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen.
  • Unters Joch zurückkehren, wenn er einmal die Freiheit gekostet hat, das kann nur der Religiöse.

Strunk, Heinz

  • Die Unlust weiterzuleben reicht zum Sterbenwollen nicht aus.
  • Ein Kasten Bier ist ein Getränk für zwei Personen, wenn einer nicht mittrinkt.

Stunkard, Albert

  • Von denjenigen, die sich zu einer Diät entschlossen gaben, brechen die meisten ab. Von denen, die bleiben, nehmen die wenisgten ab. Von jenen, die abnehmen, nehmen die meisten wieder zu.

Sullivan, H.S.

  • Wenn es uns schlecht geht, trösten wir uns mit dem Gedanken, daß es noch schlimmer sein könnte, und wenn es ganz schlimm ist, klammern wir uns an die Hoffung, daß es nur besser werden kann.

Svevo, Italo

  • Schöne Frauen erscheinen zunächst immer intelligent.

Swift, Graham

  • Jede Generation möchte, daß die nächste es so macht, daß alles besser wird, damit es so aussieht, als gäb's noch eine zweite Chance.

Swift, Jonathan

  • Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Und wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.
  • Die meisten Menschen sind wie Stecknadeln: Der Kopf ist nicht das Wichtigste an ihnen.
  • Es ist unmöglich, dass etwas so Natürliches, so Notwendiges, so Allgemeines, wie der Tod es ist, dem Menschengeschlecht von der Vorsehung jemals als ein Übel zugedacht sein sollte.
  • Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.
  • Witz ohne Wissen ist eine Art Rahm, der über Nacht nach oben steigt und sich von geschickter Hand gar schnell zu Schaum schlagen läßt; ist er aber einmal abgeschäumt, so wird, was darunter zutage tritt, für nichts mehr taugen, als daß man es den Schweinen vorwirft.

Swope, Herbert

  • Eine Erfolgsformel kann ich dir nicht geben; aber ich kann dir sagen, was zum Mißerfolg führt: Der Versuch, jedem gerecht zu werden.

Symachus

  • Das Geheimnis ist so groß, daß man auf einem Weg nicht zu ihm gelangen kann.

Szczypiorski, Andrzej

  • Medien schaffen, ob sie wollen oder nicht, ein neues Modell unserer Geistigkeit, nicht nur in der Sphäre der alltäglichen Sitten, sondern vor allem in der Denkweise des zeitgenössischen Menschen und seiner moralischen Empfindsamkeit.
  • Nicht die Güte, das Mitleid oder die Scham angesichts des Bösen, sondern die Schlauheit, der Egoismus und die Verachtung von Schwäche dominieren in der Kultur.
  • Unwissenheit ist die Mutter des Mißtrauens, der Feindseligkeit und Abscheu. Unwissenheit ist auch die Mutter der Angst.
  • Wenn wir eines mit Sicherheit wissen, dann dies, daß jeder Kunstschaffende, zu jeder Zeit, vor jedem Publikum gegen den Strom schwimmen muß, daß er ein Ketzer sein muß, der sich mit dem Rest der Welt duelliert.